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Psychologie Fetchenhauer (Fach) / 2 (Lektion)
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- Welche kognitiven Fähigkeiten unterscheiden den Menschen von anderen Spezies? 3 Sprachfähigkeit Fähigkeit zur Empathie Fähigkeit zur Unterscheidung zwischen Realität und Phantasie
- Unterscheidung Tiere/ Mensch Zitat Baumeister Human beings are capable of much more complex, abstrakt, and otherwise intelligent thought than any other species
- Eigenschaften Sprache 2 Arbiträre (willkürliche) Zuweisung von Wörtern und ihren Bedeutungen, wenig lautmalerische Wörter Universelle Grammatik aller menschlichen Sprachen⇒direkt adaptiv (weitergabe von Informationen und Wissen) , Unterscheidung immer zwischen Substantiven, Adjektiven und Verben
- Formen der Intelligenz: Fluide Intelligenz: (geistige Flexibilität), nimmt im Alter ab Kristalline Intelligenz ( Fähigkeit feststehenden kognitiven Regel zu folgen) bleibt im Alter bestehen
- Sprache Umwelt/ Anlage Zusammenhang Menschen haben Fähigkeit Muttersprache perfekt zu erlernen, welche Sprache hängt aber nur von der Umwelt ab
- Zuwachs des Wortschatzes: zwischen dem 2. und 18. Lebensjahr 13 Wörter pro Tag 80 000 Wörter gesammt
- Selbstbewusstsein/ Theorie of Minds 5 Fähigkeit zur Empathie ( sich in einen anderen Menschen hinein versetzen zu können) besitzen so nur Menschen (Primaten umstritten) Theorie of Minds: Das Bewusstsein, ein handelndes Subjekt zu sein das sich von anderen handelnden Subjekten unterscheidet Vorstufen zur Empathie: Sich selbst als Subjekt wahrnehmen Andere Menschen als Subjekte wahrnehmen (ab 4-5 Jahre) Durch Empathie wird Lügen und Manipulieren möglich Empathie kann Kommunikation erleichtern
- Phantasie Funktionen:2 Möglichkeit zur Vorstellung anderer Weltzustande Mentale Probehandlungen, Szenarien entwerfen, sich Konsequenzen vorstellen undaufgrund dessen entscheiden, ob die Handlung ausgeführt werden soll oder nicht
- Fachwort stammesgeschichtlich phylogenetisch
- Modulare Intelligenz 3 Menschliche Fähigkeiten, abstrakt und komplex zu denken und zu urteilen, sind relativ neu Unser kognitiver Apparat dient nicht der Lösung abstrakter Probleme, sondern dazu, in unserer physikalischen und sozialen Umwelt möglichst sinnvolle Entscheidungen zu treffen Intelligenz ist modular aufgebaut, jeder Teilfähigkeit ist zur Lösung eines ganz bestimmten Problems notwendig (schweizer Taschenmesser/ Vergleich Muttersprache und höhere Mathematik)
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- Heuristiken: Heuristiken sind einfache Daumenregeln, die in einembestimmten Kontext ohne großen Aufwand und in hoher Geschwindigkeit zu einer Entscheidung führen Die Anwendung von Heuristiken kann unter bestimmten Bedingungen systematisch in die Irre führen (Strandurlaub, Umweltverschmutzung) Die Anwendung von Heuristiken lohnt sich immer dann, wenn es zu ihrer Nutzung keine Alternativen gibt
- Rekognitionsheuristik „If one of two objects is recognized and the other is not, theninfer that the recognized object has the higher value“ Beispiel Städte Kann bei vielen Infos nicht angewendet werden
- Fluency Heuristic Man hält alles, was sich leicht und schnell erinnern lässt, für korrektere Erinnerungen. Vergessen ist funktional weil es manchmal besser ist weniger zu wissen und man somit Heuristiken anwenden kann
- Default Heuristik Man sollte sich an die Vorgaben halten, die anscheinendgesellschaftliche Erwartungen zum Ausdruck bringen (organspenden,man macht was alle anderen machen)
- Warum haben Menschen ein Bewusstsein?4 Nicht-menschliche Spezies haben kein oder nur ein sehr rudimentäres „Bewusstsein“ und sind trotzdem in der Lage, sehr komplexe kognitive Leistungen durchzuführen Auch bei Menschen spielen unbewusste Prozesse eine sehr wichtige Rolle Menschen haben ein Bewusstsein, weil dieses ihnen dabei hilft, flexibel und zielgesteuert auf komplexe und neue Umwelten zu reagieren bewusster kognitiver Apparat: bis zu ca. 40-60 Informationseinheiten/Sekunde unbewusster kognitiver Apparat: bis zu ca. 11.200.000 Informationseinheiten/Sekunde
- Warum sind manche menschliche Handlungen bewusst und andere unbewusst? Bewusste Handlungen und Entscheidungen sind flexibel und kontrolliert, aber sie beanspruchen enorme kognitive Kapazitäten, d.h. sie sind wenig effizient und „teuer“ Unbewusste Handlungen und Entscheidungen sind weniger flexibel, aber sie erfolgen schneller und beanspruchen deutlich weniger kognitive Kapazitäten, d.h. sie sind sehr viel effizienter und „preiswerter“
- Warum sind manche menschliche Handlungen unbewusst?2 Viele menschliche Funktionen sind unbewusst bereits perfekt organisiert. Durch willentliche Kontrolle könnten sie kaum verbessert werden Ebenso erscheint es adaptiv, wenn wir bestimmte Probleme intuitiv lösen, ohne uns der dabei verwandten Heuristiken bewusst zu sein
- Automatizität Verhaltensweisen werden erst bewusst gelernt und ausgeführt, später unbewußt praktiziert aus Adaptivitätsgründen
- Warum denken Menschen, ihre Entscheidungen seien bewusst? 4 Ihnen ist oft nicht bewusst, was sie wahrnehmen und wie diese Stimuli ihr Verhalten beeinflussen Da uns die unbewussten Intentionen verborgen bleiben, bringen wir nur die bewussten Intentionen und die Handlung in Verbindung, Gefühl von Kontrolle Menschen erklären ihre Handlungen für Plausibel, auch wenn sie durch unbewusste Stimuli hervorgerufen wurde Es ist denkbar, dass unbewusste Motive und Handlungsintentionen sowohl unsere Handlungen als auch unsere bewussten Intentionen determinieren.
- Hat das Bewusstsein überhaupt eine Funktion? Informationsverarbeitung und Entscheiden sind sowohl durch unser Bewusstsein als auch durch unser Unbewusstes beeinflusstDiese beiden Systeme sind teilweise (1) redundant (2) ergänzen sich (3) widersprechen sich (dual Process System)
- Zitat Baumeister Bewusstsein Natural selection went througha great deal of trouble andexpense to give us the capacityfor conscious thought, and itwould be surprising if it couldn'tdo anything useful“
- Dual Process: System 1 (unbewusst) 9 pkt Phylogenetisch alt (viele anderen Spezies besitzen es auch) Intuitiv Introspektiv nicht zugänglich Ganzheitlich Assoziativ Automatisch Schnell Parallel Wenig anstrengend z.B. visuelle Wahrnehmung
- Dual Process, System 2 (bewusst) 9 Phylogenetisch neu (nur Menschen) Rational / reflexiv Introspektiv zugänglich (wir wissen warum wir welche Regel anwenden) Analytisch Regelbasiert Kontrolliert (wir entscheiden bewusst ob wir in einer best. Situation eine Regel für angemessen halten) Langsam Sequentiell Anstrengend
- Dual Process Theorie meist effiziernte zusammenarbeit Konflikte kommen vor z.B. Selbstkontrolle/ intrapsychische Konflikte
- Reaktanztheorie Einschränkung der Entscheidungsfreiheit: Steht eine Verhaltensalternative nicht mehr zur Verfügung, so werten Menschen diese spontan auf und nehmen erhebliche Anstrengungen auf sich, sie doch noch realisieren zu können
- Leib- Seele Problem: 7 Die meisten Menschen würden sich als „intuitive Dualisten“ beschreiben Wir nehmen wahr, einen Körper zu „haben“ Das eigene „Ich“ hat aber keine materielle Basis Die Position der modernen Neurowissenschaften: Rückführung alles psychischen Erlebens auf neuronale und somit physikalische Prozesse Zumindest unser subjektives Empfinden spricht gegen die Aussage der Neurowissenschaft Wie und warum sollte es zur Illusion des „Ich“ kommen? Außerdem: Physiologische Prozesse sind nicht kausale Ursachen der mentalen Prozesse Angst ist beobachtbar auf der (1) mentalen sowie (2)physiologischen Ebene
- freier Wille 7 Divergenz zwischen formaler Logik und subjektivem Empfinden bei der Frage der Willensfreiheit Determinismus: Die Idee eines freien Willens sei absurd, weil alles, was sich ereignet, eine Ursache habe Aus evolutionärer Perspektive ist ein freier Wille eine höchst funktionale Illusion Eine vermittelnde Position vertritt Baumeister (2008) -Entscheidungen unterscheiden sich im Grad ihrer Freiheit bzw. Unfreiheit - Vergleichsweise junges Produkt der menschlichen Evolution -Funktion der Willensfreiheit liegt vor allem darin, sich für die Verfolgung langfristiger Ziele entscheiden zu können, auch wenn diese im Widerstreit mit kurzfristigen Zielen stehen