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Psychopharmakologie (Fach) / Tranquilizer (Lektion)

- allgemeines - Benzodiazepine

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  • was versteht man unter Tranquilizern? Beruhigungsmittel, angstlösend, sedierend Anxiolytika, Sedativa oft verschrieben oft Dosierungsfrage ob nur angstlösend, entspannend, oder auch schlafinduzierten Effekt wichtigste Benzodiazepine
  • Was ist die Indikation für Tranquilizer? Angststörungen psychiatrische und internistische Notfallsituationen psychosomatische Erkrankungen Nebenindikationen: muskul. Verspannungszustände Erregungszustände Schizophrenien Suizidalität
  • Substanzgruppen Tranqulizer Benzodiazepine - zur Anxiolyse mit kurzer Halbwertszeit Pregabalin (Lyrica) - GABA-Analogon, oft sedierend, geringes Abhängigkeitspotenzial Buspiron (Bespar) - Antagonist Serotonin, Anxiolyse ohne Sedierung, lange bis Wirkung, nicht für Akut, keine Toleranz oder Abhängigkeit Opipramol - TZA, stimmungsaufhellendes Anxiolytikum, keine Abhängigkeit Betablocker (Trasicor, Beloc, Dociton) - Anxiolyse Nebenwirkung, Antagonisten Noradrenalin/Adrenalin, besetzen deren Rezeptoren im Herz, daher senkend auf Blutdruck und Puls pflanzl. Präparate - Hopfen, Baldrian, beruhigend, keine Abhängigkeit, präparatspezifische Nebenwirkungen (Magen/Darm, Juckreiz), evtl. Placebo
  • Was sind Benzodiazepine? hochwirksam schnell und zuverlässig große therapeutische Breite herausragend als Hypnotika und Tranquilizer
  • Benzodiazepine - Indikation nosologieübergreifend, symptomorientiert als Komedikation: Notfallmedikation Prämedikation vor Anästhesie Spasmen Angst- Schlaf- psychovegetative Störungen (eingeschr. Indikation!) Erregungs- und Spannungszustände Status epilepticus, Krampfanfälle Akutphase Schizophrenie agitierte Depression und Manie initial bei antidepressiver Medikation (Verringerung Suizidgefahr bis Wirkeintritt Antidepressiva)
  • Benzodiazepine - Wirkstoffe und Handelsnamen Diazepam - Valium, Faustan Lorazepam - Tavor Medazepam - Rudotel Alprazolam - Tafil Temazepam - Remestan Flunitrazepam - Rohypnol ...
  • Benzodiazepine - Wirkmechanismen qualitativ ähnlich Unterschied in Metabolismus, Wirkungseintritt und -dauer (Halbwertszeit)  Erhöhung Empfindlichkeit GABA-Rezeptoren Verstärkung GABAerger Hemmung wirken: sedierend hypnotisch anxiolytisch muskelrelaxierend antikonvulsiv
  • Benzodiazepine - Anwendung nur ein möglichst kurz (4-6 Wochen) Aufklärung über Abhängigkeitspotenzial eingeschränkte Verkehrsteilnahme Risiken SS und Stillzeit
  • Benzodiazepine - UAW Tagesmüde, Schläfrigkeit Konzentrations- und Gedächtnisstörungen paradoxe Phänomene (Agitiertheit, Euphorisierung, Aggressivität), oft bei hoher Dosierung und Älteren Gefahr Kumulation verstärkter UAW und Hangover-Phänomenen bei langsfristig wirksamen Benz. chronisch: Dysphorie, Vergesslichkeit, Leistungsminderung, Gleichgültigkeit, musk. Schwäche, Appetitstörg., Libidoabnahme, Mensstörg. Toleranz: Wirkverlust, Abhängigkeitsrisiko, Rebound-Phänomene 
  • Benzodiazepine - Absetzen und Entzug Rebound-Symptome Rückfallsymptome Entzugserscheinungen leicht: vermehrte Angst, Unruhe, Schlafprobleme, Übelkeit, Tremor, Schwitzen, Muskeverspannungen, Kopfschmerzen, Dysphorie, Reizbarkeit schwer: schwere Angst, Krampfanfälle, Verwirrtheit, verzerrte Wahrnehmung, Muskelzittern, -schmerzen, Depersonalisations-, Derealisationserleben, psychoseartige Zustände, Schwindel, Suizidalität Entzugserscheinungen über mehrere Wochen flukturierend empfohlen stufenweise Dosisreduktion
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  • Benzodiazepine - Kontraindikation akute Intoxikationen (Alkohol, Analgetika, Schlafmittel, PSychopharmaka) bekannte Abhängigkeitserkrankungen Leber- und Niereninsuffizienz chronische Ateminsuffizienz, Schlafapnoe-Syndrom Myasthenia gravis (autoimmun bedingte Muskelerkrankung)
  • Hypnotika - allgemeines schlaffördernd, Antiinsomnika ideal: physiologischen Schlaf nicht verändern, kein Abhängigkeitspotenzial, Überdosierung keine Lähmung Atemzentrum geleg. Tranquilizern zugeordnet
  • Hypnotika - Indikation Schlafstörungen: Einschlafverzögerung Durchschlafstörg. Früherwachen nicht erholsamer Schlaf
  • Hypnotika - Substanzgruppen Benzodiazepine - wichtigste Substanzgruppe Non-Benzodiazepin-Hypnotika - Cyclopyrrolone: Zopiclon (Ximovan), Zolpidem (Stilnox), Zaleplon (Sonata) ähnliche Angriffspunkte (GABA-Rezeptor), ähnlich sedierend geringes Abhängigkeitspotenzial, seltener Hangover-Effekt u. Rebound als klassische Benz. sedierende Antidepressiva: Amitriptylin (Saroten), Doxepin (Aponal), Trimipramin (Stangyl) Einsatz bei abhängigkeitsgefährdeten Patienten niedrigpotente Antipsychotika: Quetiapin (Seroquel), Olanzapin (Zyprexa) trotz niedriger Dosis UAW 2. Wahl bei abhängigkeitsgefährdeten Patienten Antihistaminika: leicht sedierenden Effekt, rezeptfrei pflanzl. Präparate:  Hopfen, Baldrian weniger schlafanstoßend als beruhigend Barbiturate: gute hypn. Wirksamkeit hohe Toxitität, geringe therap. Breite hohes Abhängigkeitspotenzial, pot. Möglichkeit Suizid heute kaum verordnet unterliegen Betäubungsmittelvorschriften, auf illeg. Markt Rolle Melatonin: Hormon von Zirbeldrüse Überwindung Jetlag geringe hypnotische Eigenschaften Clomethiazol: nur stationär, selten  sedierend, antikonvulsiv, hypnotisch Alkoholentzug hohe Abhängigkeit Chloralhydrat: selten Abhängigkeitsgefahr
  • Hypnotika - Anwendung ursächlich, nicht symptomatisch nach Ausschöpfen anderer Methoden erst Grunderkrankung behandeln nicht länger asl 4 Wochen intermittierend 4-6 Nächte / Monat mit niedriger Dosis beginnen nicht kombinieren
  • Hypnotika - UAW Abhängigkeits- und Missbrauchspotenzial verm. psychomot. Leistungsfähigkeit und Reaktionsbereitschaft Müdigkeit, Schwindel, Koordinationsstörung langfristig: Antriebsstörung emot. Abstumpfung Interessensverlust