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Zoologische Bestimmungsübungen (Fach) / Terrestrische Arthropoden (Lektion)

Merkmale

Diese Lektion wurde von violetta91 erstellt.

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  • Arthropoda - Teilgruppen Gliederfüßer (ca. 80 % aller rezenten Tierarten) Chelicerata Fühlerlose (100.000 Arten) Crustacea Krebse (50.000 Arten) Myriapoda Tausendfüßer (16.000 Arten) Hexapoda (Insecta) Insekten (ca. 1 Mio. Arten)
  • Großgliederung der Arthropoden Traditionell werden Antennata (= Tracheata = Monantennata; 2. Ant.-Paar reduziert) und die Mandibulata (Extremitäten des 4. Kopfsegments zu Mandibeln differenziert)als Monophylum betrachtet. Molekulare Daten sowie auch morphologische Merkmale sprechen  dagegen für eine nähere Verwandtschaft von Insekten und Krebsen. Manche Analysten stellen zudem die Myriapoden in die Nähe der Cheliceraten
  • Euarthropoda Insecta Myriapoda Crustacea Chelicerata
  • Antennata Insecta Myriapoda
  • Mandibulata Insecta Myriapoda Crustacea
  • Pancrustacea Insecta C1 C2 Cn
  • Bedingungen und Folgen des Lebens im Wasser Auftrieb hohe Reibung geringer "Raumwiderstand" Viele Schwebstoffe Äußere Besamung Ammoniak-Exkretion Sauerstoff limitirend Extra-intestinale Verdauung schwierig H2O im Überschuss Keine Austrocknungsgefahr
  • Bedingungen und Folgen des Lebens an Land Schwerkraft geringe Reibung hoher "Raumwiderstand" wenige Schwebstoffe innere Besamung Harnstoff bzw. -söure Sauerstoff nicht limitierend Extra-intestinale Verdauung gut möglich H2O limitierend Austrocknungsgefahr
  • Lösungen bei terrestrischen Arthropoden Stabile, ± röhrenförmige Extremitäten Luftplankton selten und nur mit Hilfsmitteln Nahrungsfiltration selten (Spinnennetze) Sperma-Übertragungs-Organe Ausscheidung von Harnsäure Lungen, Tracheen Extra-intestinale Verdauung häufig Wasser-Ökonomie Austrocknungsschutz (feste Eihüllen, Wachsschicht)
  • Arthropoden: Kopfanhänge Chelicerata (Arachnida)ChelicerePedipalpusLaufbeinLeufbein Crustacea1. Antenne2. AntenneMandibel1. Maxille Insecta/Myriapoda1. AntenneInterkalarsegmentMandibel1. Maxille Mandibulata Extremitäten des 4. Kopfsegments zu Mandibeln differenziert Der Insektenkopf besteht aus dem Acron und 5 weiteren Segmenten. Das Labral = Präantennalsegment wird vermutet
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  • Chelicerata Antennen und Mandibeln fehlen vorderstes Gliedermaßenpaar bildet scherentragende Extremitäten (Cheliceren) Folgendes Gliedermaßenpaar kann als normales Laufbein oder als spez. Pedipalpus ausgeblildet sein Schwertschwänze (Xiphosura) Kiemen Skorpione (Scorpiones) Lungen Geißelskorpione (Uropygi) Lungen Geißelspinnen (Amblypygi) Lungen Webspinnen (Araneae) Tracheen + Lungen Walzenspinnen (Solifugae)Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones)Weberknechte (Opiliones) Milben (Acari)= Tracheen
  • Skorpione Pedipalpen mit Scheren Giftstachel Buthus und Androctonus im Mittelmeergebiet, speziell in Nordafrika
  • Geißelskorpione (Tropen / Subtropen) Pedipalpen als Scheren ausgebildet, 1. Laufbeine als lange Taster;Mastigoproctus giganteus
  • Geißelspinnen 1 (Tropen / Subtropen) / Geißelspinnen 2 Pedipalpen sind als Raubbeine (Fangkörbe) ausgebildet 1. Laufbein als langer Taster = Fühlerbein Im Fühlerbein sind Tibia und Tarsus in bis zu 130 dicht mit Mechano- und Chemorezeptoren besetzte Glieder aufgelöst. Damit tasten die vorwiegend tropischen Geißelspinnen bei der Beutejagd ihre Umgebung nach anderen Arthropoden ab.
  • Webspinnen 1 Giftdrüsen in den Cheliceren Kopulationsorgane in den Pedipalpen Spinnwarzen Pholcus phalangioides (Pholcidae) Araneus diadematus (Araneidae) Myrmarachne formicaria ♂ (Salticidae) Xysticus cristatus (Thomisidae) Nephila clavipes Seidenspinne (Tetragnathidae)
  • Pseudoskorpione, Walzenspinnen Steppen- und wüstenlebend, meist  dämmerungs- und nachtaktiv, sehr  schnell laufend Stark abgeplattete Kleinformen, nur 2 – 4 mm lang Neobisium sp. Solifuge
  • Weberknechte In der Regel extrem langbeinige Arten. Stinkdrüse Nur Medianaugen Opilio sp. Orig. M. Schmitt
  • Milben Artenreichste Gruppe der Chelicerata mit mehr als 45.000 Arten Besiedlung sämtlicher Lebensräume, Nutzung aller Nahrungsangebote. Stellen als Kleinformen die ökologisch erfolgreichste Arachnidengruppe. Trombidium sp., SCHMITT (1994) Ixodes ricinus, Orig. M. Schmitt Überträger Zecken-Encephalitis und Borreliose Trombidium sp., Nymphen auf Corthippus parallelus (BELLMANN 1984) - Die Rote Samtmilbe lebt im Nymphenstadium parasitisch auf anderen Insekten
  • Milben Artenreichste Gruppe der Chelicerata mit mehr als 45.000 Arten Besiedlung sämtlicher Lebensräume, Nutzung aller Nahrungsangebote. Stellen als Kleinformen die ökologisch erfolgreichste Arachnidengruppe. Trombidium sp., SCHMITT (1994) Ixodes ricinus, Orig. M. Schmitt Überträger Zecken-Encephalitis und Borreliose Trombidium sp., Nymphen auf Corthippus parallelus (BELLMANN 1984) - Die Rote Samtmilbe lebt im Nymphenstadium parasitisch auf anderen Insekten
  • Malacostraca Hoplocarida (Fangschreckenkrebse) Peracarida (Ranzenkrebse) Eucarida
  • Hoplocarida (Fangschreckenkrebse) Schlauchkiemen sekundäre Pleurotergite stark vereinfachtenThorakopoden 6-8 2. Bein als Fangbein fünf Greifscheren dreigeißelige erste Antenne
  • Peracarida (Ranzenkrebse) Amphipoda (Flohkrebse)unpaare platte aus Maxillipeden-CoxitenGnathopodenMarsupiumMandibel mit beweglischer Kaulade Isopoda (Asseln)Manca-LarvenMaxillendrüse als ExkretionsorganMaxillen ohne PalpusMarsupiumMandibel mit beweglicher Kaulade Die wichtigste Autapomerphie der Ranzenkrebse ist das Marsupium im weiblichenGeschlecht.
  • Eucarida Euphausiacea (Leuchtgarnelen) Decapoda (zehnfüßige Krebse)
  • Euphausiacea (Leuchtgarnelen) spitzes Telson mit Leuchtorgan
  • Decapoda (zehnfüßige Krebse) Carapax mit mindestens 8 Thoraxsegmenten verschmolzen 3 paar Maxillipeden
  • Marsupium der Asseln Brutkammer auf der Ventralseite der Weibchen Marsupium war Voraussetzung dafür, dass Asseln von offenem Wasser völlig unabhängig werden konnten.