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Sozialpsychologie (Fach) / Steroetype (Lektion)
- Grenze Stereotype von Vorurteilen ab (oder gibt es Überschneidungen ?) ! Wozu dienen Stereotype ? Entsprechen Stereotype immer der Wahrheit? Sind akurate Stereotype "gefahrlos" ? Vorurteil - Eine abwertende Einstellung oder Antipathie gegnüber bestimmten sozialen Gruppen oder ihren Mitgliedern - einfache Bewertung Stereotyp - Eine kognitive Struktur, die unser Wissen, unsere Überzeugungen und Erwartungen über eine soziale Gruppe von Menschen enthält. ; lassen Individualität außer Acht ; können Vorurteile enthalten; sozial geteilte Schemata über Merkmale und Verhaltensweisen von Mitgliedern einer sozialen Gruppe Funktion von Stereotypen : Allgemeine kognitive Funktion :schnelle Orientierung und Kategorisierung von Personen sowie der Beurteilung ; erleichtern die Wahrnehmung; stellen schnell Wissen über Gruppen oder Personen bereitAufrechterhaltung von Handlungskompetenz; erleichtern die Handlungswahl in sozialen Situationen; Selbstwertschützend :erhöhen den Wert der eigenen Gruppe; Rechfertigungsfunktion: rechtfertigen Verhalten, das die eigene Gruppe bevorzugt Nein. Stereotype sind eine kognitive Struktur und können uns zur Orientierung schnell Informationen zur Verfügung stellen. Sie sind spontan,unbewusst und automatisch. Damit können sie in sozialen Situationen zu einer schnellen Beurteilung beitragen.
- Welcher Personenfaktor hat Einfluss darauf, das eher auf Stereotype zurückgegriffen wird ? Was haben Morgen - und Abendmenschen damit zu tun ? Kapazitätsbegrenzung - Ist die Aufmerksamkeit erschöpft, kann unsere Fähigkeit beeinträchtigt sein, systematisch Informationen über andere zu verarbeiten, auch wenn wir dazu motiviert sind. Experiment von Bodenhausen ( 1990) Annahme : kognirive Kapazität zu einer bestimmten Tageszeit hängt vom zirkadianen Rhythmus ab. , " Morgenmenschen" und "Abendmenschen" werden zufällig auf drei Erhebungszeitpunkte zugewiesen. Sie solten die Schuldigkeit einer Person einschätzen auf der Basis einer Tatbeschreibung ( Körperverletzung). UV 1: Name der Person war Robert Garner ( Amerikaner) oder Roberto Garcia ( Stereotyp des aggressiven Latinos) AV : Schuleinschätzung Ergebnis : Morgenmenschen schätzten Garcia am Morgen ( 9.00 Uhr) für nicht schuldig ein ; am Nachmittag ( 15.00 Uhr) als mehr schuldig und am Abend ( 20.00 Uhr) als weniger schuldig ein ; Abendmenschen schätzten Garner am Morgen als schuldig ein, am Nachmittag und am Abend dagegen als unschuldig
- Wieso handelt es sich bei Hamilton und Gifford (1976) um eine illusorische Korrelation ? Wie werden die Ergebnisse das Experiments erklärt ? Illusorische Korrelation : Urteil über einenZusammenhang, das den in einer Stimulusserie objektiv präsentierten Zusammenhang zwischen zwei Variablen übertreibt oder verzerrt. Stereotyp : Die erwartete Korrelation zwischen einer Gruppe und spezifischen Eigenschaften Experiment: Vpn. erhielten eine Liste von 39 Verhaltensbeschreibungen. jede Verhaltensbeschreibung bestand aus einem Vornamen, einer Gruppenzugehörigkeit, und einer Handlung. Jede beschriebene Person war Mitglied einer von zwei Gruppen ( A oder B) und jedes Verhalten gehörte in eine von zwei Kategorien ( erwünsch und nicht erwünscht ). In einem Großteil der Sätze wurde ein Mitglied der Gruppe A ( 26 Sätze) und ein erwünschtes Verhalten ( 27 Sätze ) genannt. Anschließend wurde den Vpn die Verhaltensbeschreibungen ohne Angabe des Namens und der Gruppe dargeboten, und die Vpn sollten bei jeder Handlung angeben, ob die Handlung von einem Mitglied der Gruppe A oder der Gruppe B ausgeführt wurde .; AV : Bewertung der Gruppen Es bestand keiner lei Zusammenhang zwischen Gruppen und Verhalten - die Korrelation zwischen Verhalten und Gruppe ist gleich null. In den Antworten zeigte sich jedoch eine illusorische Korrelation; Häufigkeiten der seltenen Verhaltensweisen wurden bei der größeren Gruppe unter- und bei der kleineren Gruppe überschätzt -> Zusammenhang zw. Minorität und seltenem Verhalten hergestellt -> Auffälligkeitseffekt -> kognitiver Effekt -> illusorische Korrelation aufgrund von Seltenheit oder Auffälligkeit Ursache : selektive Wahrnehmung, selektive Informationssuche, selektives Gedächtnis ( Quelle: W.Herkner: Sozialpsychologie,1991)
- Du unterhältst dich mit deiner Freundin über deine blonde Nachbarin und gibst dich so stereotypfrei wie möglich. Später beobachtest du sie beim Einparken. Was könnte hier passieren ? Welcher Effekt fällt dir ein ? Einfluß sozialer Rollen und positive/ negative Erfahrungen mit Vertretern einer Gruppe
- Geschlechterstereotype scheinen sich heutzutage zu verändern. Nehmen wir beispielsweise Franziska. Sie ist ehrgeizig, durchsetzungsfähig und sehr erfolgreich in ihrem Beruf als Managerin. Eine richtige Karrierefrau. Wurde hier das weibliche Stereotyp verändert ? Erinnere dich an die Studie von Kunda & Oleson ( 1995) Experiment 1: Vpn lasen ein Interview mit einem Rechtsanwalt. Der Anwalt sprach über sein Problem, mit Anderen zu kommunizieren, was dem Stereotyp der Gruppe widersprach. UV 1 : Vpn erhielten anschliessend keine weiteren Infos über den Anwalt ; UV 2: erhielten Infos, dass er in a) einer kleinen oder b) in einer großen Firma arbeitet ; KG erhielt überhaupt keine Info über den Anwalt AV : Grad der Introversion bei Anwälten generell als Maß des Stereotyps von Anwälten Ergebnis : Zusätzliche Info erlaubt Subtyping - Unterkategorien werden gebildet, wenn man mit Individuen aus einer Kategorie konfrontiert wird, die dem Schema widerspricht; Aufrechterhaltung eines Schemas; Imunisierung gegenüber der Veränderung des Stereotyps Veränderungen von Stereotypen durch : wiedeholte Inkonsistenz über die Zeit ( Buchhaltungsmodell); wiederholte Inkonsistenz über Personen ; Inkonsistenz typischer Gruppenvertreter(Konversionsmodell )
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