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Finanzierung und Controlling (Fach) / Kapitel ll: Informationsprobleme und Finanzierungsinstrumente (Lektion)

Ab Seite 22

Diese Lektion wurde von janthebrain erstellt.

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  • Was ist die Hauptursache für Unvollkommenheiten? Nenne die jeweiligen Unterpunkte. Kapitalverwender haben regelmäßig mehr Information über die künftig zu erwartenden Rückflüsse als die Kapitalgeber  keine Info.probleme bei Personalunion, also beim Alleineigentümer-Unternehmer ohne Schulden  andernfalls: verschiedene Fehlanreize der Kapitalverwender, z.B. (1)  Wahl riskanterer Projekte („Risikoanreizproblem“) (2)  fremdfinanzierte Ausschüttung (3)  Unterlassen insgesamt vorteilhafter Investitionen („Unterinvestition“) (4)  überhöhter Konsum am Arbeitsplatz („consumption on the job“, „fringebenefits“) 
  • Ist angesichts der Fehlanzeige eine vollständige Eigenfinanzierung mit Beteiligung alles EK-Geber an der Unternehmensleitung? Und warum?denn Bei hohem Kapitalbedarf und/oder hohem Risiko der EK-Rückflüsse müssen hinreichend viele EK-Geber bereitstehen, denn:  Nötiges EK evtl. nicht allein von einem Kapitalgeber aufbringbar (be- grenztes Vermögen).  Ein Kapitalgeber möchte evtl. nicht einen zu großen Teil seines Vermögens riskant investieren oder fordert dann eine sehr hohe Risikoprämie (Risi- koaversion).  Bei Vielzahl von EK-Geber: Nicht alle sind fähig, das Unternehmen zu leiten (Kompetenz). Nicht alle wollen das Unternehmen leiten (Opportunitätskosten). Wenn nicht alle EK-Geber das Unternehmen leiten: Informationsgefälle innerhalb der EK-Geber (EK-Insider und -Outsider)  consumption-on-the-job (Schein-)Geschäfte mit sich selbst Beide Fehlanreize immerhin anteilig selbst zu tragen geringere Fehlanreize als wenn überhaupt kein EK-Geber, sondern nur angestellter Manager das Unternehmen leitet. Außerdem externe Kontrolle der Unternehmensleitung möglich (wie sonst auch). Sollte institutionalisiert werden, sonst „Free-riding-Problem“ der Unt.kontrolle Zwischenfazit: Vollständige Eigenfinanzierung mit Beteiligung aller oder zumindest einiger EK-Geber an Unternehmensleitung scheint Fehlanreize gut zu begrenzen. 
  • Wie lautet die niedrige Eigenkapitalquote für Nichtkapitalgesellschaften? Was folgt daraus? schwierige Abgrenzung zwischen Privat- und Betriebssphäre  Aktiva werden lieber privatem Bereich zugewiesen (haften aber auch dort)  Passiva werden eher der Betriebssphäre zugewiesen (steuerliche Ab- zugsfähigkeit der FK-Zinsen)  Überschuldung ist Insolvenztatbestand nur bei Kapitalgesellschaften, und auch nur bedingt, denn: § 19 (2) Insolvenzordnung: „Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrschein- lich.“  => Negative EK-Quote ist rein bilanzpolitisch bedingt. Trotzdem: deutliche Fremdfinanzierung.