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Klipsy Grundlagen (Fach) / 2. Vorlesung (Lektion)
18.04.
1. Vorlesung war nur Einführung
Diese Lektion wurde von Amalaswinthaa erstellt.
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- Was ist Gesundheit? = Körperliches und geistiges Wohlbefinden; Unversehrtheit; Freiheit von Defekt, Schmerz oder Krankheit; Normalität körperlicher oder geistiger Funktionen (websters dictionary) = Zustand vollkommenes körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens, nicht nur definiert durch die Abwesenheit von Krankheit oder Behinderung (WHO, 1958) = Psychische Gesundheit ist die Basis für Wohlbefinden und effektives Funktionieren des Individuums und der Gesellschaft; Zustand der dem einzelnen erlaubt, seine Fähigkeiten umzusetzen, mit normalen Stress umzugehen, produktiv und ertragreich zu arbeiten und einen Beitrag für seine Gemeinschaft zu leisten (WHO, 2004)
- Gesund vs. krank Kategorial = Gesund vs. krank Topologisch = typische Merkmale eines Bereiches festlegen, aber auch Überlappungen mit dem anderen Bereich Eindimensional = Fließender Übergang von gesund zu krank Mehrdimensional = 2 Achsen, die man miteinander verrechnen kann (hohe Ausprägung einer Krankheit, hohe Ausprägung eines guten Merkmals)
- "Medizinisches Modell" Krankheit ist qualitativ verschieden von Gesundheit Jede Krankheit hat eine spezifische Ursache, einen spezifischen Verlauf und einen spezifischen Endzustand -> ist nicht so eindeutig Ursachen meist in biologischen Gegebenheiten à stimmt nicht Jede Krankheit hat eine bestimmte Grundschädigung = Primärsymptome Gleiche Primärsymptome führen zu gleichen Krankheiten Reine Symptombehandlung heilen die Krankheit in der Regel nicht Krankheit wird ohne eigenes Verschulden verursacht à Keine Selbstverantwortung, Anspruch auf Hilfe und Mitgefühl Behandlung muss spezifisches Handeln sein, biologische Therapien stehen im Vordergrund
- Gefahren des "Medizinischen Modells" Akzent auf inneren statt äußeren Ursachen, meist monokausale Modelle Eigenverantwortlichkeit der Patienten zu wenig angesprochen Akzent eher auf Therapie als Prävention, Krankheitsbekämpfung statt Gesundheitsförderung Favorisierung somatischer Therapien Favorisierung bestimmter Berufsgruppen und Ausbildungsinhalte Problematik des Begriffs „Geisteskrankheit“
- Negative Aspekte des Begriffs "Geisteskrankheit" nach Sarbin (1960) · Abwertender Begriff, führt zu Abwertung der Patienten durch ihre Umwelt und zur Selbstabwertung · Krankheitsmetapher führt nach dem Vorbild der Krankheitserreger-Theorie zur Suche nach internen Ursachen, klammert Umwelteinflüsse aus · Besondere Krankheiten erfordern besondere Behandlungszentren à Einrichtung führt zur Ausgrenzung der diagnostizierten Geisteskranken aus der Gesellschaft
- Arten von Normen Statistische Norm = definiert anhand empirischer Durchschnittswerte (Z.B. auffälliger Labor oder Testwert, aber: Karies, hoher IQ) Subjektive Norm (auch funktionale Norm) = Individuelle Vorstellungen als Maßstab zur Beurteilung (Z.B. mir geht es nicht gut, Soll-Ist-Vergleich, aber: Manie, Hypochondrie) Soziale Norm = gesellschaftlich definierte Verhaltensnorm (z.B. dissoziales verhalten, skurriles Auftreten, aber: Künstler, Prominente) Funktionsnorm = etwas erfüllt seine Funktion, Krankheit ist aus einer Funktionsbeeinträchtigung ersichtlich (z.B. Rollenfunktion wie Vater etc. werden erfüllt, aber: Störung trotz Funktion) Ideale Norm = Allgemeingültig postulierte und philosophisch-weltanschaulich begründete Zustände der Vollkommenheit (z.B. Erich Fromm: schöpferisch sein, aber: Realität)
- Psychische Störungen nach DSM-5 Syndrom mit signifikanten Störungen in Kognition, Emotionsregulation und Verhalten Ausdruck von dysfunktionalen psychologischen, biologischen oder entwicklungsbezogenen Prozessen, die psychischen/seelischen Funktionen zugrunde liegen Bedeutsames Leiden oder Behinderung hinsichtlich sozialer oder berufs-/ausbildungsbezogener und anderer wichtiger Aktivitäten Klinische Nützlichkeit: Ermöglichen einer Prognose, eines Behandlungsplan und wahrscheinlichen Behandlungsausgangs Diagnose nicht gleich Behandlungsbedarf Behandlungsbedarf = komplexe klinische Entscheidung unter Einbezug der Tragweite von Symptomen, Leiden des Patienten, einhergehenden Einschränkungen und Behinderungen sowie Vor- und Nachteile einer
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