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Agrarwissenschaften (Fach) / Phytomedizin (Lektion)
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- Diptera - Lebensweisen, Lebensräume (5) Phytophage Prädatoren Parasiten (Vektoren) Saprophage/Koprophage Sacrophage/Parasitoide
- U.O. Nematocera - Mücken (7) perlschnurartige Antennen schlanke, zarte Imagines Larve z.T. mit Kopfkapsel beißend-kauende MW meist bewegliche Mumienpuppe phytophage Arten räuberische Arten
- U.O. Brachycera - Fliegen (5) Merkmale: gedrungene Gestalt sehr gute Flieger kurze dreigliedrige Antennen mit Borste Maden ohne Kopfkapsel mit Mundhaken oft Tönnchenpuppe
- Coleopteren (6) 350.000-400.000 Arten, 2 U.O. Merkmale Imagines: deutliche Dreigliederung Kopf und Thorax stark chitinisiert stark chtinisierte Vorderflügel (Deckflügel = Elytren) Flugantrieb = Hinterflügel 3 Beinpaare
- Coleopteren - Ernährung (7) Prädatoren Koprophage Nekrophage Mykophage Saprophage Xylophage Phytophage
- Coleopteren - Lebensräume (7) Wasser Land: Boden Bodenstreu epigäisch auf Pflanzen in Pflanzen
- U.O. Adephaga (Coleopteren) 10 Familien, z.B. Laufkäfer, nur wenige Arten phytophag, aber Bedeutung als Antagonisten
- U.O. Polyphaga (Coleopteren) (7) ca. 80 Familien, viele Arten phytophag, z.B.: Rüsselkäfer (z.B. Dickmaulrüssler) Blatthornkäfer (z.B. Maikäfer) Blattkäfer (z.B. Kartoffelkäfer) Schnellkäfer (z.B. Drahtwurm) Glanzkäfer (z.B. Rapsglanzkäfer) Samenkäfer (z.B. Speisebohnenkäfer)
- Rüsselkäfer - Curculionidae (3) artenreichste Familie ausschließlich phytophag mehr oder weniger verlängerte Kopfkapsel
- Blatthornkäfer (3) meist größere Tiere Larven im Boden - Engerlinge Sexualdimorphismus
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- Glanzkäfer - Nitidulidae (3) Familie mit kleinen Pollenfressern glänzende Elytren - Name Hauptschädling: Rapsglanzkäfer
- Thysanoptera - Fransenflügler (8) ca. 300 Arten in ME stechend-saugende MW assymetrische MW durch degenerierte rechte Mandibel, linke Mandibel sticht, nicht hohl, sondern verlängerter Zahn typische Schäden durch Zellanstich Virusüberträger durch Speichel -> direkte und polleninduzierte Virusübertragung einige Arten räuberisch an Spinnmilben und Blattläusen leben versteckt manche eher Blütenbesucher als Pflanzenschädlinge
- Thysanoptera - Unterordnung Terebrantia (2) letztes Abdominalsegment kurz Legebohrer
- Thysanoptera - Unterordnung Tubulifera (2) letztes Abdominalsegment röhrenförmig keine Legebohrer
- Thysanoptera - Entwicklungszyklus (3) Ei, 1. Larvenstadium, 2. Larvenstadium, Propupa, Pupa Hemimetabole -> eigentlich kein Puppenstadium, aber Ruhephase lassen sich fallen -> Puppenstadium im Boden
- Thysanoptera - schädlich in ME (7) Erbsenthrips Zwiebel- oder Tabakthrips Frühjahrs-Ackerthrips Bezahnter Getreidethrips Haferthrips Gemeiner Getreidethrips Kalifornischer Blütenthrips
- Getreidethripse (3) Befall der jüngsten Zellwände -> weich -> Pflanze kann nicht weiterwachsen wenn Schaden sichtbar -> zu spät Thripse häufig nicht bekämpfungswürdig -> werden oft zusammen mit anderen Schädlingen (Blattläusen) bekämpft
- Erbsenthrips (2) Speichel nicht toxisch hauptsächlich Welkeschäden
- Kalifornischer Blütenthrips (3) Cuticula löst sich ab schwarze Flecken -> Ausscheidungen Überträger des Tomato Spilled Wilt Virus (TSWV)
- Hemiptera - Schnabelkerfe (4) "Schnäbel" -> Mundwerkzeuge, stechend-saugend Mandibeln -> Hülle; Labium -> "Führungsschiene"; Maxille -> sehr lang Wanzen, Zikaden, Pflanzenläuse, Blattflöhe, Blattläuse, Mottenschildläuse, Schildläuse Nahrung aus dem Phloem oder Xylem
- Blattläuse (3) mit Sensoren können Zuckerkonzentrationen erschmeckt werden -> immer weiter in die Tiefe in Blattläusen leben endosymbiontische Bakterien -> bei Absterben von Bakterien -> Blattlaus stirbt Honigtau größtes Problem -> schwarzer Überzug der Pflanzen -> keine Photosynthese mehr möglich
- Blattlaus - Nahrungsaufnahme (4) Magen: Spaltung der Saccharose in Glucose und Fructose Mitteldarm: Aufnahme von Monosacchariden, Aminosäuren und H2O Enddarm: Anreicherung des umgewandelten Phloemsaftes zu Honigtau After: Ausscheidung von Honigtautropfen
- Blattlaus - Virusübertragung (2) viele Hemipteren sind Vektoren Virusinfektion passiert schnell -> Pflanzenschutz nur gegen Vektoren (nicht-persistent)
- Blattlaus - nicht-persistente Virusübertragung (2) Virus haftet an Stechborste meistens an der Oberfläche der Pflanze -> sehr schnelle Infektion (Probestich)
- Blattlaus - persistente Virusübertragung (2) Viren interagieren mit Innerem der Blattlaus Viren werden nicht beim Stechen, sondern beim Saugen aufgenommen -> kann Stunden dauern
- Heteroptera - Wanzen (8) ME ca. 1000 Arten 1 mm-10 cm MW stechend-saugend 2 Flügelpaare erstes Paar zu 2/3 sklerotisiert zahlreiche Lebensräume Pflanzensauger meist polyphag häufig Überträger von Viren und Phytoplasmen
- Auchenorhyncha - Zikaden (9) Rundkopfzikaden Spitzkopfzikaden Sprungbeine größte Gruppe der Pflanzensauger in ME ca. 700 Arten häutige Flügel dachförmig über Körper wichtig vor allem in den Tropen wichtige Vektoren von Viren und Phytoplasmen sehr agil
- Blattflöhe (8) ähnlich Zikaden, aber mit Sprungbeinen Phloemsauger in ME ca. 15 Arten 4 wenig bewegliche Larvenstadien, Puparium Vektoren von Viren und MLO starke Honigtauproduktion Frühjahrsapfelblattsauger Birnenblattsauger
- Aphidoidea - Blattläuse (5) in ME ca. 850 Arten (größte Gruppe) Phloemsauger wichtige Virusüberträger Wirtswechsel -> Wechsel auf andere Art; Monözie: an einem Wirt; Heterözie: Wirtswechsel viele Blattläuse vermehren sich ungeschlechtlich
- Blattlaus - Geschlechtszyklus - Holozyklus völlständiger Zyklus Eischlupf Stammmutter -> Nachkommen -> diese bringen mehrere Generationen weiblicher Blattläuse hervor (lebendgebärend) -> entweder geflügelt (Wirtswechsel) oder ungeflügelt -> nächste Nachkommen Geschlechtstiere (teils geflügelt, teils ungeflügelt) -> Paarung -> Wintereier -> im Frühjahr neue Generation Stammmütter
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- Blattlaus - Geschlechtszyklus - Anholozyklus (3) unvollständiger Zyklus keine geschlechtliche Vermehrung Vermehrung nur über weibliche Phase
- Zwergläuse - Reblaus (5) 2 Entwicklungsgänge möglich (Blatt - Wurzel) sitzen in Gallen Vermehrungszyklus kann ober- und unterirdisch stattfinden wenn unterirdisch: große Wurzelschäden -> Weinstock stirbt Bekämpfung: "resistente" Unterlagen aus den USA -> keine wirkliche Resistenz -> nur wenn Befallsdruck nicht so groß
- Aphididae - Röhrenläuse (5) ca. 850 Arten in ME Phloemsauger, Honigtau Virusüberträger wichtigste Läuse in der Landwirtschaft Generationswechsel: sexuelle Vermehrung - Parthenogenese -> Blattläuse werden lebend geboren
- Blattläuse - polyphage Arten (2) - wirtsspezifische Arten (3) polyphag: Grüne Pfirsischlaus, Schwarze Bohnenlaus wirtsspezifisch: Getreideblattläuse (Getreide, Gräser), Mehlige Kohllaus (Kruziferen), Grüne Erbsenlaus (Leguminosen)
- Mottenschildläuse (9) in ME nur wenige Arten in den Tropen sehr häufig und wirtschaftlich wichtig alle Arten äußerst polyphag sehr effiziente Virusübertrager in ME nur unter Glas geflügelte Adulte mit Wachspuder Eier werden an kurzen Stielen kreisförmig abgelegt nur 1. Larvenstadium beweglich (Crawler) danach 2 sedentäre Larvenstadien und Puparium
- Schildläuse - Coccoidea (8) in ME ca. 185 Arten Ausscheidungen bilden Schild ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus Phloemsauger Bedeutung vor allem im Obst- und Zierpflanzenbau Schmierläuse Napfschildläuse Deckelschildläuse
- Schmierläuse - mealy bugs (6) Phloemsauger Bedeutung vor allem im Unterglasanbau oft durchwegs bewegliche Stadien mehr oder weniger starke Wachsproduktion einige Arten Wurzelparasiten Geschlechtsdimorphismus
- Napfschildläuse - Coccidae (6) relativ große Schildläuse mit ausgeprägtem Schild hohes Vermehrungspotential bis 8000 Eier pro Weibchen feste Verbindung des Schildes mit dem Körper Weibchen nur bis zum ersten Larvenstadium mobil können danach Saugort nicht mehr verlassen vor allem auf holzigen Pflanzenarten (Forst-, Obst-, Parkpflanzen)
- Deckelschildläuse - Diaspididae (4) artenreiche Schildlausfamilie wirtschaftlich wichtige Arten Schild ist nur locker mit dem Körper verbunden kann leicht abgezogen werden
- Gegenspieler von Pflanzenschädlingen (2) Mikroben -> Bakterien, Pilze Räuber -> Nematoden, Tardigraden, Milben, Insekten
- Mikroben - Bakterien (4) Biologie: Anhaftung der Spore Keimung und Infektion Bildung eines Myzels Tod oder stark eingeschränkte Entwicklung der Nematoden
- Mikroben - Pilze Sporeninfektion: z.B. Purpureocillium lilacinum -> Eiparasit, selten Weibchen von Gallen- und Zystennematoden Drechmeria coniospora -> klebrige Konidien, bewegliche Stadien; kontraktile oder klebrige Hyphen; Toxine
- Insektenpathogene Nematoden Heterorhabiditis spec. mit Photorhabdus luminescens Steinernema spec. mit Xenorhabdus nematophilus: aktiver Befall des Insekts durch Dauerlarven; Infektion mit Begleitbakterium; Vermehrung der Nematoden; Tod des Insekts; Bildung neuer Dauerlarven
- Heterorhabiditis: Einsatz z.B. gegen: (4) Dickmaulrüssler Gartenlaubkäfer Engerlinge Maiswurzelbohrer
- Steinernema: Einsatz z.B. gegen: (4) Coleopteren, z.B. Dickmaulrüssler Hymenopteren, z.B. Ameisen Lepidopteren, z.B. Apfelwickler, Buchsbaumzünsler, Eichenprozessionsspinner Dipteren, z.B. Trauermücken
- zur Bekämpfung verwendet: (2) Milben (Raubmilben) Wanzen: Weichwanzen
- Erzwespe - Trichogramma brassicae Bekämpfung des Maiszünslers durch Freisetzung parasitierter Eier von Getreide- oder Mehlmotten: Kärtchen, Kugeln, Quadrokopter
- Holometabole - Coleopteren - Prädatoren (3) 1) Laufkäfer - Carabidae ca. 760 Arten in Mitteleuropa Adulte und Larven meist auf der Erdoberfläche (epigäisch) wenig spezialisiert 2) Marienkäfer - Coccinellidae zahlreiche einheimische Arten häufig Siebenpunkt Hauptnahrung von Larven und Adulten Blattläuse, auch Spinnmilben, kannibalisch 3) Asiatischer Marienkäfer ursprünglich aus Ostasien zur biologischen Bekämpfung eingeführt, eingeschleppt, aktiv verbreitet verdrängt einheimische Arten durch stärkere Krankheitsresistenz und Infektion mit Mikrosporidien
- Räuberische Gallmücken - Aphidoletes aphidimyza (3) natürliches Vorkommen im Freiland Massenproduktion Freisetzung im Gewächshaus
- Syrphiden (6) adulte Blütenbesucher Förderung durch blütenreiche Randbepflanzung Larven bei > 100 Arten Blattlausprädatoren einige Arten erbeuten Raupen und Käferlarven Beutefang durch Speichel Nahrungsaufnahme mittels Mundhaken