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Sozialpsychologie (Fach) / Attribution (Lektion)
- Was ist Attribution ? Auf welche zwei Faktoren kann Grundlegend attribuiert werden ? Attributionstheorie ( Heider 1958 ) . Annahme darüber, wie Laien zu Erklärungen für ihr eigenes Verhalten und das Verhalten anderer Menschen gelangen ? Kausale Attribution : Prozess durch den ein Beobachter einen Effekt auf eine ursache zurückführt Attribution : Ergebnis einer kausalen Attribution ; subjektive Erklärung für Effekte a) auf Person selber - internale Attribution b) auf Umwelt - externale Attribution
- Welche 3 Dimensionen der Attribution gibt es laut Weiner ? Lokation : intern ; extern Stabilität : stabil ; instabil Kontrollierbarkeit : kontrollierbar ; unkontrollierbar
- Wie sieht ein ungünstiger Attributionsstil bezüglich Erfolg und Misserfolg aus ? Beziehe dich dabei auf alle drei Dimensionen. Wieso ist ein solcher Stil kontraproduktiv ? Erfolg : extern instabil ; unkontrollierbar Erfolg wird nur von äußeren Faktoren abhängig gemacht ( Glück / Zufall ). Es kann sich kein Selbstbewusstsein und Selbstwert entwickeln. Der Erfolg basiert nicht auf dem eigenen Verhalten oder dem Können der Person. Misserfolg : intern ; stabil ; nicht kontrollierbar Misserfolg wird nur von persönlichen Faktoren abhängig gemacht. Die Ursachen werden einzig der eigenen Person zugeschrieben ( Begabung ). Somit liegt es auch nicht in den Händen der Person, etwas zu ändern.
- Welche drei Dimensionen postuliert Kelley im ANOVA-Modell(1967)? Welcher drei Informationen bedarf es für eine Attribution, müssen diese immer vorliegen ? - Anova-Modell beruht auf dem Kovariationsprinzip ...daß ein Beobachter die Ursachen eines Verhaltens herausarbeitet, in dem er Daten über vergleichbare Fälle sammelt. Kausalität wird auf die Person, die Entität oder die Situation attribuiert - abhängig davon, welcher dieser Faktoren mit der beobachtbaren Wirkung kovariiert. - Faktor 1 : Konsensus - Wie verhalten sich Andere gegenüber demselben Stimulus ? ( Stichprobenziehung über Personen) Gibt es Andere , die auch diese Meinung haben, sich in der Situation auch so verhalten ? -Faktor 2 :Konsistenz - Wie verhält sich die Person über die Zeit gegnüber dem Stimulus ? ( Stichprobenziehung über Umstände) Hat sich die Person in ähnlichen Situationen in der Vergangenheit ähnlich verhalten ? - Faktor 3 : Distinktheit - Wie verhält sich die Person gegenüber anderen Stimuli ? ( Stichprobenziehung über Stimuli) Verhält sich die Person in anderen Situationen anders ?
- Peter hat es endlich geschafft, auf einen Baum zu klettern. Unter welchen Bedingungen wird auf die Person attribuiert ? Versuche anschließend auch auf die zwei anderen Faktoren zu attribuieren. - Informationen darüber, wie sich unterschiedliche Handelnde gegenüber einer Entität verhalten. - Über Personen hinweg. Gibt es Andere , die auch diese Meinung haben, sich in der Situation auch so verhalten ? Ist das Verhalten abhängig vom Stimulus ? Verhalten sich andere Personen in vergleichbaren Situationen ähnlich ? ( Konsensus) Peter hat sich sehr angestrengt und hat es auch geschafft, wie seine Freunde. Peter hat es seinen Freunden gleich getan. - Informationen darüber, ob sich das Verhalten des Handelnden gegenüber einer Entität in verschiedenen Situationen unterscheidet.- über Situationen hinweg Hat sich die zu beurteilende Person in ähnlichen Situationen in der Vergangenheit ähnlich verhalten ? ( Konsistenz) Peter hat es endlich geschafft. Er hat es oft versucht und heute hat er es geschafft. Peter braucht lange , um die Anforderung zu schaffen. - Informationen darüber, wie ein Handelnder auf unterschiedliche Entitäten reagiert. - über Objekte hinweg Verhält sich die zu beurteilende Person in anderen Situationen anders ? ( Distinktheit) Peter meidet eigentlich höhere Spielgeräte, aber heute ist er auf den Baum geklettert. Für Peter war der Baum sehr interessant.
- Wie läuft die Attribution nach dem Dreiphasen-Modell (Gilbert et al., 1988) ab ? Welches Experiment kannst du heranziehen, um deine Aussagen zu stützen ? Erläutere dieses kurz. 1. Phase : Identifikation des Geschehens 2. Phase : Automatische Attribution auf Disposition 3. Phase : Ggf. aufwändige situative Korrektur Experiment von Gilbert et al. ( 1988) -Vpn sehen Videoclips einer Akteurin, die sich ängstlich bei der Besprechung von Themen verhält ( Stummfilm) ; AV : Einschätzung der dispositionalen Ängstlichkeit der Akteurin. ; UV 1: Thema war angsterregend ( intime sexuelle Phantasien) vs. entspannend ( Gartenarbeit) -> Untertitel; UV 2 : Ablenkung der VP bei Enkodierung vs. keine Ablenkung ( Untertitel merken vs. nicht merken) Ergebnis : Bedingung ohne Ablenkung und Gartenarbeit : Person wird als sehr ängstlich eingeschätzt ; Bedingung ohne Ablenkung und sex. Phantasien : Person wird als weniger ängstlich eingeschätzt ; Bedingungen mit Ablenkung und Gartenarbeit bzw. sex. Phantasien : Person wird gleich ängstlich eingeschätzt Die kognitive Anforderung entscheidet über die Korrektur der Schlussfolgerung. Korrekturprozesse sind jedoch aufwendig. Deshalb kann es bei hoher kognitiver Anforderung zu einer Unterschätzung äußerer Faktoren und einer Überschätzung personaler Faktoren kommen. Zur Attribution gehören immer automatische Prozesse, manchmal aber auch kontrollierte Prozesse ( Korrektur).
- Welche Attributionsfehler gibt es? Self-serving bias: Selbstwertdienliche Attributionsverzerrung - Tendenz Erfolge internal und Misserfolge external zu attribuieren Egocentric bias : Der eigene Beitrag zu gemeinsamen Leistungen und Handlungen wird stärker eingeschätzt als der Beitrag anderer. False-consensus effect : Der Konsensus des eigenen Verhaltens bzw. der eigenen Attribute wird überschätzt. Man schließt von sich auf andere. Over-justification effect : Eine extrinsische Belohnung oder Bestrafung für ein intrinsisch gezeigtes oder unterlassenes Verhalten untergräbt die Motivation. Correspondense bias : Korrespondenzverzerrung - hypothetische Neigung, aus einem beobachteten Verhalten auf eine persönliche Disposition zu schliessen, die mit dem Verhalten korrespondiert, auch wenn das Verhalten durch die Situation bestimmt war. ( Allgemein : Attributionsverzerrung : System. Verzerrung bei der stichprobenartigen Auswahl oder der Verarbeitung von Informationen über die Ursachen eines Verhaltens.)
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