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Wissenschaftstheorie (Fach) / WHT (Lektion)
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- Erläutern Sie die Korrespondenztheorie. Welche Probleme bietet sie? Laut Korrespondenz- bzw. Adäquationstheorie ist eine Aussage nur dann wahr, wenn sie mit Fakten übereinstimmt und kommt erstmals in der Metaphysik von Aristoteles vor. Grundgedanke = dass unser Verstand eine Angleichung mit den behaupteten Sachverhalten anstreben muss. Kant: „Die Wahrheit ist die Übereinstimmung der Erkenntnis mit ihrem Gegenstand.“ Russel: „Eine Meinung ist wahr, wenn sie mit einem gewissen zu ihr gehörenden Komplex korrespondiert, und falsch, wenn sie das nicht tut.“ Probleme: Man kann nicht alle Aussagen überprüfen. Außerdem kommt es nach Russels Definition zu einer unendlichen Wiederholung, denn das vorliegen einer Tatsache kann wieder als Aussage formuliert werden.
- Erläutern Sie die Kohärenztheorie. Welche Probleme bietet sie? Eine Aussage ist wahr, wenn sie mit anderen Aussagen, die wir bereits aus gutem Grund akzeptieren, übereinstimmt => Aussagen dürfen mit anderen Aussagen nicht im Widerspruch treten, vorausgesetzt sie beziehen sich auf die selben Inhalte. Nicholas Rescher unterscheidet in definitionsbezogene (Definition von Wahrheit) und kriterienbezogene (Kriterium der Wahrheit) Wahrheitstheorien – die Kohärenztheorie zielt auf das Wahrheitskriterium ab: dass Aussagen miteinander übereinstimmen und einander nicht widersprechen, ist für uns ein Hinweis auf deren Wahrheit, denn eine falsche Aussage wird früher oder später mit anderen von uns akzeptierten Aussagen in Widerspruch geraten. Probleme: In der Wissenschaft kann Kohärenz kein endgültiger Garant für Wahrheit sein, doch zumindest so etwas wie ein Zuverlässigkeitskriterium. Die Korrespondenztheorie funktioniert nur, wenn wir bereits über wahre Aussagen verfügen mit denen die anderen kohärieren müssen
- Erläutern Sie die Kohärenztheorie. Welche Probleme bietet sie? Eine Aussage ist wahr, wenn sie mit anderen Aussagen, die wir bereits aus gutem Grund akzeptieren, übereinstimmt => Aussagen dürfen mit anderen Aussagen nicht im Widerspruch treten, vorausgesetzt sie beziehen sich auf die selben Inhalte. Nicholas Rescher unterscheidet in definitionsbezogene (Definition von Wahrheit) und kriterienbezogene (Kriterium der Wahrheit) Wahrheitstheorien – die Kohärenztheorie zielt auf das Wahrheitskriterium ab: dass Aussagen miteinander übereinstimmen und einander nicht widersprechen, ist für uns ein Hinweis auf deren Wahrheit, denn eine falsche Aussage wird früher oder später mit anderen von uns akzeptierten Aussagen in Widerspruch geraten. Probleme: In der Wissenschaft kann Kohärenz kein endgültiger Garant für Wahrheit sein, doch zumindest so etwas wie ein Zuverlässigkeitskriterium. Die Korrespondenztheorie funktioniert nur, wenn wir bereits über wahre Aussagen verfügen mit denen die anderen kohärieren müssen
- Erläutern Sie den Begriff der Induktion Die Induktion ist eine Methode mit der man vom Einzelnen auf das Allgemeine schließen kann um zu einer Erkenntnis zu gelangen. Sie beruht daher in hohem Maße an Erfahrung. Wenn die Beobachtung eines Einzelnen immer wieder das bestimmte Ergebnis zeigt, geht man davon aus, dass alle Erfahrungen in der Zukunft ebenfalls jenes Ergebnis erzielen.
- Bringen Sie zwei eigenständige Beispiele für induktive Forschung. Alle Menschen werden im Laufe ihres Lebens krank. Wenn ich meine Katze streichle, wird sie schnurren.
- Worin liegen die Vorteile der induktiven Methode? Zunächst werden neue Hypothesen als Antworten auf Probleme aufgestellt. Dann wird versucht, diese durch Beobachtungen zu falsifizieren. Gelingt dies nicht, gibt es keine Garantie, dass es in der Zukunft nicht gelingen wird, aber die Theorie ist dadurch zumindest bereits falsifizierten Theorien überlegen
- Worin liegen die Nachteile der induktiven Methode? Durch die Induktion gibt es eine Tendenz zur Verallgemeinerung. Weiters kann man durch diese Methode keine richtige Erkenntnis ableiten, da diese durch eine einzige abweichende Beobachtung schon ungültig wird -> permanente Verifizierung
- Beschreiben Sie das Induktionsproblem (aus zwei unterschiedlichen Problemstellungen) 1. Grundproblem: man kann nie alles gesehen haben kann. Induktion ist also nie vollständig und kann nie absolut sein (David Hume: „Nur weil die Sonne bisher jeden Tag aufgegangen ist, gibt es keinen logisch zwingenden Grund anzunehmen, dass sie auch weiterhin jeden Tag aufgehen wird => Nicht logisch) 2. Grundproblem: Jede Beobachtung hat schon Begriffe und Theorien zur Voraussetzung. z.B. wenn man beobachten will ob sich ein Mensch intelligent verhält, muss man einen Begriff/eine Theorie der Intelligenz haben. (inwiefern kann aus Theorie Erfahrung abgeleitet werden?)
- Erklären sie ausführlich und verständlich den Begriff der Deduktion Im Gegensatz zur Induktion wird hier von einer allgemeinen Beobachtung auf etwas spezielles (einzelnes) geschlossen. Beispiel: Alle Menschen sind sterblich -> Sokrates ist ein Mensch -> Sokrates ist sterblich. Die ersten Sätze werden auch All Sätze bzw. Axiome genannt und sollten nicht hinterfragbar sein.
- Bringen Sie ein eigenständiges Beispiel für deduktive wissenschaftliche Forschung Alle Fische schwimmen im Wasser -> ein Lachs ist ein Fisch -> ein Lachs schwimmt im Wasser
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- Worin liegen die wissenschaftlichen Vor- und Nachteile der deduktiven Methode? Der Vorteil ist, dass die Erkenntnisse logisch sind und von daher einfach zu verstehen. Der Nachteil ist allerdings, das kein neues Wissen geschafft wird, die Deduktion also tautologisch ist – dh. nur eine Wiederholung des bereits Gesagten.
- Was versteht man unter „Reduktion“? Führen sie ein eigenständiges Beispiel an Wenn A, dann B; wenn B gilt, gilt also auch A. z.B. Schlecht gelaunte Lehrer geben schlechte Note -> Ich habe eine schlechte Note, also war der Lehrer schlecht gelaunt. Ist nicht streng logisch (wie Induktion), man schließt aus einer Folge auf die Ursache
- Erläutern Sie ausführlich und verständlich die Position des Idealismus Ein Idealist ist jemand, der an eine Idee glaubt, die in der Realität (noch nicht) existiert. Er ist aber überzeugt, diese zu verwirklichen bzw. sich ihr zumindest annähern zu können. Idealisten sind Menschen, die einer Idee nachstreben, obwohl sie die Früchte nicht gleich ernten können. Im Idealismus steht das Geistige über dem Materiellen – es wird an die perfekte Idee von etwas geglaubt. Der Prozess dieser Erkenntnis soll weg vom sinnliche Wahrnehmbaren, hin zu einer Einsicht in das Wesen der Dinge führen.
- Worin liegen die wissenschaftlichen Probleme der idealistischen Position? Das Problem ist, dass diese Ideen bzw.- Möglichkeiten diese Umzusetzen empirisch nicht geprüft sind. Es ist fraglich, ob es vernünftig ist die Realität nur nach Idealvorstellungen zu modellieren, andererseits würde sich auch wenig verändern. So ist Platons Idee vom Jenseits und der Welt zwar interessant, aber es gibt absolut keine empirischen Beweise dafür. Wo das Wissen aufhört, muss geglaubt werden.
- Was sind die Gemeinsamkeiten der idealistischen und der dogmatischen Position? Die Gemeinsamkeit liegt im Glauben. Beide können ihre Anschauungen nicht empirisch nachweisen. Ohne genaues Wissen muss geglaubt werden. Beide verteidigen ihre Berechtigung mit esoterischen Argumenten. (ein chistlicher Dogmatiker, der zb. an Gott glaubt, kann eben so wenig wie ein Hundezüchter als Idealist, der daran glaubt den perfekten Hund zu züchten, seine Argumente beweisen) Beide stellen das Geistige über das Materielle und stehen so im Gegensatz zum Materialismus und Realismus.
- Auf welche Weise tritt die realistische Position der idealistischen entgegen? Der Realismus lässt nur gelten, was durch den Menschen objektiv überprüft werden kann. (weg von Offenbarungen und religiösem Wissen) und steht wie oben bereits erklärt im vollkommenen Gegensatz zu idealistischen Ansicht, da diese wissenschaftlich nicht belegt werden kann.
- Skeptismus Der Skeptizismus (Gorgias von Leontinoi 400 v. Chr) Alles wird in Frage gestellt. Man ist sich niemals sicher. Kritische Haltung lässt das Ganze mit Abstand betrachten. Überdosis Skepsis ist allerdings tödlich, man verliert den Sinn der eigenen Tätigkeit, radikale Skepsis ist widersprüchlich. Denn wenn man alles anzweifelt kommt man zu dem Schluss dass es keinen Sinn macht alles anzuzweifeln. Skepsis ist ein Standpunkt! Man sollte zu allem eine Meinung haben, aber sich bewusst sein, dass diese falsch sein könnte
- Die logischen Grundsätze Der Satz der Identität - logischer Grundsatz. A=A. Er ist „Prinzip des Begriffs“ Der Satz vom Widerspruch – Ein und derselben Sache kann nicht zugleich Identität und Nicht-Identität zukommen. A kann nicht zugleich Nicht-A sein. „Prinzip des Urteils“. Der Satz vom ausgeschlossenen Dritten – Alles, was ist, ist entweder A oder Nicht-A. Ein Drittes gibt es nicht Der Satz vom zureichenden Grund –Alles muss einen zureichenden Grund haben. „Keine Aussage kann wahr sein, ohne dass ein zureichender Grund dafür vorhanden wäre, warum es gerade so und nicht anders ist.“