30
Political and Social Studies (Fach) / Die EU (Lektion)
Anzeige
- Das Demokratiedefizit in der EU - EU ist zu kompliziert -> unverständlich für einzelne Bürger - Die Kommission besteht aus nicht gewählten Demokraten - Exekutivlastigkeit der EU. untergeordnete Rolle des Europäischen Parlament - Parlamente auf nationaler und europäischer Ebene überfordert -> können Kontrollfunktion nicht wahrnehmen - Fehlen europäischer Parteien
- Gründe, die gegen ein Demokratiedefizit in der EU sprechen - Intransparenz als unvermeidliche Begleiterscheinung von inklusiven Entscheidungsprozessen - es mangelt nicht an Beteiligungsmöglichkeiten, sindern an Betroffenheit - nationalen Regierungen sind stärker demokratisch legitimiert als das EP
- Reformvorschläge der EU - Stärkung des EP - stärkere Mitwirung der nationalen Parlamente - direkte Demokratie auf EU-Ebene - Einrichtung einer föderalen Parlamentskammer - Personalisierung des Wahlkampfs - Stärkung des Subsidiaritätsprinzip
- Krise der EU? - Scheitern des EU-Verfassungsvertrag 2005 - Eurokrise - Flüchtlingskrise - Brexit? - Aufstieg eurokritscher, rechtspopulisitscher Parteien
- Organe der GASP - Der europäische Auswärtige Dienst - Das politische und Sicherheitspolitische Komitee (PSK) - Der Militärstab der EU - Der Militärausschuss der EU (EUMC)
- Aufgabenverteilung in der GASP - Euroäische Rat: legt GASP fest - Rat (auswärtige Angelegenheiten): fasst erforderliche Beschlüsse - Vorsitz im Rat: Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik ( Federica Mogherini), sorgt zusammen mit den Mitgliedsstaaten für die Durchführung der GASP
- Der europäische Gerichtshof (EUGH) - legt das EU- Recht aus: -> gewährleistet damit, dass es in allen EU-Ländern auf die gleiche Weise angewendet wird -> entscheidet in Rechtsstreitigkeiten zwischen nationalen Regierungen und EU-Institutionen
- EUGH - Aufgaben - Rechtsauslegung - Rechtsdurchsetzung - Annullierung von EU-Rechtsakten
- EUGH - Struktur - ein/e RichterIn aus jedem EU-Land, ernannt für 6 Jahre - drei Gerichte: Gerichtshof, Gericht, Gericht für den öffentlichen Dienst - PräsidentIn gewählt für 3 Jahre. Koen Lenderts (Belgien) - teilweise ungeklärtes Verhältnis zum BVerfG
- Argumente für das Lobbying - notwendige Informationen für Entscheidungsträger - Entlastung des Gesetzgebungsprozess - Interessenvertretung ist notwendiger und legitimer Teil pluralistischer Entscheidungsfindung
- Anzeige
- Argumente gegen Lobbying - Einfluss über materielle Ressourcen - Instransparenz - mögliches Ungleichgewicht
- Aufgaben des Europäischen Parlaments - Gesetzgebung - Verabschiedung von EU-Rechtsvorschriften in Zusammenarbeit mit Rat der EU auf Grundlage der Vorschläge der Europäischen Kommission - Entscheidung über internationale Abkommen und Erweiterungen - kein Initiativrecht aber Aufforderung der Kommission, Rechtsvorschriften vorzuschlagen
- Aufgaben des Europäischen Parlaments - Aufsicht - Demokratische Kontrolle aller EU-Organe - Genehmigung von Ausgaben - Bearbeitung von Petitionen - Zustimmung zur Kommission als Kollegium, Möglichkeit des Misstrauensantrag gegenüber der gesamten Kommission - Einsetzung von Untersuchungsausschüssen
- Aufgaben des Europäischen Parlaments Haushalt (v.a. Genehmigung des langfristigen EU-HHplan)
- Das Europäische Parlament - Entstehung 1952 Gemeinsame Versammlung der EKGS 1962 als Europäisches Parlament 1979 erste direkte Wahl
- Das europäische Parlament - aktuelle Struktur - 751 Mitglieder - Präsident: Martin Schulz (SPD) - Standorte, Straßbourg, Brüssel, Luxemburg
- Tätigkeit der Kommission - Durchsetzung des EU-Rechts - wacht zusammen mit dem Gerichthof über ordnungsgemäße Anwendung des EU-Rechts in allen Mitgliedsstaaten
- Tätigkeit der Kommission Vertretung der EU auf internationaler Ebene Durchsetzung des EU-Rechts Einführung der EU-Strategien und Vergabe von Finanzmitteln Gesetesinitiativrecht
- Tätigkeit der Kommission - Durchführung der EU-Strategien und Vergabe von Finanzmitteln - EU-Kommission legt gemeinsam mit dem Rat und dem Parlament die Schwerpunkte der Mittelvergabe fest. - erstellt Jahreshaushaltspläne zur Annahme durch Parlament und Rat - überwacht, wie das Geld ausgegeben wird
- Tätigkeit der Kommission - Gesetzesinitiativrecht - Vorschläge für neue Rechtsvorschriften (einziges EU-Organ, Parlament und Rat stimmen darüber ab) Verordnungen: verbindlicher Rechtsakt, den alle EU-Länder in vollem Umfang umsetzen müssen Richtlinien: Rechtsakt, in dem ein Ziel festgelegt wird, das alle EU-Länder verwirklichen müssen; Wie sie dies bewerkstelligen, können die Länder selber entscheiden (wird von Kommission überprüft)
- Die Europäische Kommission (Exekutive) - politisch unabhängige Exekutive der EU - allein zuständig für die Erarbetung von Vorschlägen für neue europäische Rechtsvorschriften - setzt Beschlüsse de EP und Rats der EU um
- Struktur Europäische Kommission - Mitglieder Kollegium aus 28 Kommissionsmitgliedern (einer aus jedem Land)- Präsident: Jean-Claude Junker - gegründet 1958 - Standort: Brüssel berlaymont - untergliedert in Generaldirektionen ca. 25 000 MG
- Ministerrat (Rat der Europäischen Union) - Struktur - zusammengesetzt aus Vertretern der Mitgliedsstaaten - wechselnde Zusammensetzung nach Entscheidungsgegenstand unterstützt vom Rat der ständigen Vertreter (COREPER)
- Ministerrat - Aufgaben (Rat der EU) - Gesetzgebung - Abstimmung der Grundzüge der WIrtschaftspolitik Abschluss internationaler Übereinkünfte Genehmigung des HHplan der EU Entwicklung der Leitlinien der GASP Koordination der ZUsammenarbeit von Gerichtenund Polizei außerdem: Ernennung des Kommissionspräsidenten) einstimmige Entscheidungen, absolute oder qualifizierte Mehrheit, abh. vom Politikfeld ab 2017: Verfahren der doppelten Mehrheit (55%MG-Staaten, 65% BV)
- Der europäische Rat Bestimmung der allgemeinen politischen Zielvorstellungen und Prioritäten der EU Mitglieder: Staats und Regierungschefs der EU-Länder Präsident der Europäischen-Kommission Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Vorsitz: Donald Tusk gegründet: 1974: informelles Forum -> 1992 offizieller Status -> 2009 offizielles EU OrganStandort: Brüssel
- Europäische Institutionen Europäischer Gerichtshof Europäische Investitionsbank Europäischer Rechtshof Ausschuss der Regionen Europäische Zentralbank Wirtschafts- und Sozialausschuss Rat der EU Europäischer Rat europäische Kommission europäisches Parlament
- Intergouvernemental oder Supranational? EWG und EG: internationale Organisationen (supranational= seit 1980er: ambivalentes Gebilde mit intergouvernenementalen und supranationalen Elementen
- Die intergouvernementale Perspektive Nationalstaaten: einige relevante Akteure EU: besonderer Typ internationaler OrganisationFokus: (horizontale) intergouvernementale Beziehungen
- Die supranationale Perspektive Orientierung am Modell des demokratischen Nationalstaats Fokus: (vertikale) Beziehungen zwischen Regierten und europäischen Regierenden
- Supranational oder Intergouvernemental - Besonderheiten starke Fragmentierung und Machtdiffusion überlappende Kompetenzen hohe Dynamik, permanenter Wandel nebeneinander verschiedene Entscheidungsmodi wechselnde Akteurskonstellationen Entwicklung policy-spezifischer Netzwerke Mehrebenen-Charakter -> weder mit Begriffen der Systemlehre noch der IB angemessen zu beschreiben -> Phänomen : System sui generis