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Medizin (Fach) / Pathophysiologie (Lektion)

Pathophysiologie von Ernährung und Energiestoffwechsel

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  • Hypothermie Zustand der Unterkühlung des Körpers bzw. eines Gewebes
  • Symptome der Hypothermie (1. Stadium von insg. 3) 1. Erregungsstadium: milde HT, 35-32 °C - maximales Muskelzittern >>> erhöter GU - alle Glukosequellen aktiviert (Hyperglykämie) - O2-Verbrauch erhöht sich auf 6-fache - Tachykardie u. Vasokonstriktion>>>hoher BP - Akren schmerzen durch Vasokonstriktion  Gegenmaßnahme: Wiederaufwärmenpassiv extern: warmer Raum, Decke, Folien 
  • Symptome der Hypothermie (2.Stadium) 2. Erschöpfungsstadium: mäßige HT, 32-28°C - Hypoglykämie - Bradykardie - Arrhythmien - Atemdepression  Gegenmaßnahme: aktive Wärmebehandlung unter Monitorüberwachung: Heizdecken, warme Infusionen, u.U. Hämodialyse 
  • Symptome der Hypothermie (3. Stadium) Lähmungsstadium: schwere HT, <28 °C Koma Pupillenreaktion erlischt (hier kein Zeichen des Hirntodes)Kammerflimmern  Gegenmaßnahme: aktive Aufwärmung mittels extrakorporaler Zirkulation (Herz-Lungen-Maschine) 
  • Hyperthermie Überwärmung des Körpers gegen die Tendenz des Wärmeregulationszentrums (im Gegensatz zu Fieber) 
  • Welche Arten von Hyperthermien lassen sich unterscheiden? Maligne Hyperthermie: erhöhte Körpertemperatur als schwere unerwünschte Arzneimittelwirkung-potentiell tödl. Folge von heterogenen genetischen Defekten -Inhalationsnarkotika >>> generalisierte, unkoordinierte Muskelzuckungen mit hohem O2-Verbrauch und enormer Wärmeentwicklung. Therapie: Absetzen des N /M, Gabe von Ca2+- Freisetzungsblocker (Dantrolen) und Körperkühlung  Therapeutische Hyperthermie: künstlich erzeugte Temperaturerhöhung zur Behandlung z. B. von Krebserkrankungen
  • Wie funktioniert der Hungermetabolismus? Leber wandelt verstärkt Fettsäuren zu Ketonkörpern um.  Synthese beginnt, wenn Angebot an Acetyl-CoA dessen Abbaugeschwindigkeit im Citratcyclus übersteigt.  Ketonkörper werden von allen Geweben, außer der Leber selbst zur Energiegewinnung herangezogen.  Gleichzeitig werden im Hungerzustand AS zur Gluconeogenese (=Neusynthese von Glucose) genutzt. 
  • nutritive und Energiestoffwechsel- Bilanz bei Intensivpatienten Energie: 15-25 kcal/kgKG  Protein: 15-20 Energie%               1.2-1.5 g/kgKG                → BUN Spiegel < 100 mg/dl halten                 (Blood Urea Nitrogen; Stickstoffgehalt des Harnstoff)Kohlenhydrate: 30-70Energie%                           2-5 g/kgKG                            → Glukosespiegel < 200 mg/dl halten  Fett: 15-30 Energie%         0,5-1,0 g/kgKG         → Triglyzeridspiegel < 300 mg/dl halten 
  • Was ist Anthropometrie? Messungen, bei denen unterschiedlicher Körpermaße bestimmt werden, um daraus indirekt Rückschlüsse auf die Körperzusammensetzung zu ziehen
  • Methoden der Anthropometrie Bestimmung von: Körpergewicht (wichtigster Parameter zur Beurteilung des Ernährungszustandes) Körpergröße  Trizepshautfalte (an der Rückseite des OA zw. Olekranon und Akromion) Armumfang (MAMC =Armumfang (cm) - (0,314 x TSF (mm))
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  • Welche Laborparameter werden zur Beurteilung des Ernährungszustandes herangezogen? Serumproteinkonzentrationenbeeinflusst durch: SyntheserateHWZKatabolismus, Verluste ins Intestinum durch erhöhte externe Verluste
  • Welche Formen der Esstörung gibt es? Anorexia nervosa (Magersucht) Bulimia nervosa (Ess- Brech- Sucht) Ess- Sucht Binge Eating ("Fressanfälle")
  • Anorexia nervosa ist mit Untergewicht assoziiert (BMI <17,5 kg/m2) tritt meist im mittleren Jugendalter auf Frauen sind 10mal häufiger betroffen als Männer Einhaltung einer strikten Diät bis hin zur völligen Nahrungsmittelverweigerung z.T. Laxanzien- und Diuretika- Abusus exzessiver Sport Körperschemastörung (Person findet sich trotz starkem Untergewicht zu dick)
  • Was sind mögliche Folgen der Anorexia nervosa? starkes Untergewicht BMI <17,5 kg/m2 --> künstliche Ernährung erforderlich  vegetativ- endokrine Regulationsstörungen- Cortisol ↑- Gonadotropin ↓ (Amenorrhoe, Lipido- u. Potenzverlust beim Mann)- Hypothermie- Kälteintoleranz- Hypotonie- Bradykardie- Haarausfall- hohe Sterblichkeit durch Infektionen, Arrythmien, Suizid bei langjährigem Verlauf
  • Bulimia nervosa meist mit Normalgewicht assoziiert (aber Gewichtsphobie) Frauen 10mal häufiger betroffen als Männer  Essattacken mit anschließendem willentlichen Erbrechen oder Mißbrauch von Abführmitteln, Diuretika und Einläufen 
  • Körperliche Komplikationen und Folgeschäden der Bulimia nervosa Zahnerosionen (HCl)internistisch: akute Magendilatation, Magenruptur Hypokaliämie Alkalose Hypochlorämie GI-Reflux, Ösophagitis  Dehydration  Ödeme  Druchfälle  chronische Obstipation,Darmlähmung Vitaminmangel Nierenschäden  endokrin/ gynäkologisch: anovulatorische Zyklen, Vasopressin (ADH aus HHL)  HNO: chronische Heiserkeit, Halsschmerzenneurologisch: Adynamie, Lethargie, Tetanien, cerebrale Krampfanfälle
  • Ess- Sucht Betroffene sind übergewichtig bis adipös ständiger Gedanke an Essen betrifft alle Altersgruppen und beide Geschlechter
  • Binge Eating Heißhungerattacken ohne anschließendem Erbrechen --> Übergewicht Diagnostisches Kriterium: Mindestens 2 Essanfälle pro Woche über 6 Monate  - Verschlingen großer Essensmengen in kurzer Zeit - Kontrollverlust hinsichtlich des Essens- Essen bis zum Unwohlsein- Essen ohne Hunger - Essen ohne Plan (Mahlzeiten)- Essen ohne Gemeinschaft - Gefühl der Selbstverachtung und Schuld beim Essen- Depressionen nach dem Essen