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Political and Social Studies (Fach) / Vergleichende Politikwissenschaft (Lektion)
Analyse und Vergleich politischer Systeme
Diese Lektion wurde von LorenaSarter erstellt.
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- Zentrale Forschungsbereiche - Herrschafts- und Regierungssysteme - Merkmale und Funktionszusammenhänge unterschiedlicher Typen politischer Herschaft (demokratisch, autoritär, totalitär) - institutionelle Funktionsweise und Muster in verschiedenen Typen demokratischer Regierungssystem
- Zentrale Forschungsbereiche - Systemwechsel- und Transformationsforschung - Ursachen für Stabilität oder Zusammenbruch autokratischer bzw. demokratischer Herrschaftssysteme - Verläufe des Übergangs zur Demokratie oder Autokratie - Akteure des Transformationsprozesses - Konsolidierungschancen junger Demokratien - Stand der Demokratieentwiclung
- Zentrale Forschungsbereiche - Demokratiemessung - Demokratiemodelle und deren Operationalisierung - empirische Bestimmung der Qualität einer Demokratie - Klassifikation von politischen Systemen (Regimetypen und Subtypen)
- Zentrale Forschungsbereiche - Parteien und Parteiensysteme - Entstehung, Bedeutung und Funktion von politischen Parteien in unterschiedlichen politischen Systemen - Parteientypologien - Klassifikation von Parteiensystemen und deren Bedeutung
- Zentrale Forschungsbereiche - Verbände und Interessengruppen - Entstehung, Bedeutung und Funktion von Interessengruppen - Interessenvermittlung zwischen Staat und Zivilgesellschaft - Durchsetzungsfähigkeit und Einfluss von Interessengruppen (Lobbies) - Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen
- Zentrale Forschungsbereiche - Wahlen und Wahlsysteme - Eigenschaften unterschiedlicher Wahlsysteme - Auswirkungen des Wahlsystems auf die politische Willensbildung, das Parteiensysten und den Parteienwettbewerb
- Zentrale Forschungsbereiche - politische Kultur - Einstellungen der Bevölkerung gegenüber den verschiedenen Instanzen politischer Systeme - Typen politischer Kultur - Veränderungen in der politischen Kultur und deren Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft
- Zentrale Forschungsbereiche - Gender-Studien - Untersuchungen zur geschlechtsspezifischen Differenz von Politik hinsichtlich der Partiziptionsmöglichkeiten und der Politikformulierung - geschlechtsdifferenzierende Rolle von Institutionen in der Politik
- Zentrale Forschungsbereiche - Politikfelder Gestaltung, Steuerung und Wirkung von Wirtschafts- und Sozialpolitik, Umweltpolitik, Bildungspolitik etc.
- Erkenntnisinteresse POLITY Rahmenbedingungen von Politik
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- Ausrichtung POLITY Institutionenorientiert
- Erscheinungsformen POLITY Verfassungen Gesetze Normen formale und informelle Spielregeln
- Untersuchungsgegenstände POLITY Verfassungsrecht Staats- und Herrschaftsformen Regimetypen Regierungssysteme formale und informelle Institutionen
- Erkenntnisinteresse POLITICS Funktionsweise politischer Prozesse
- Ausrichtung POLITICS input-orientiert
- Erscheinungsformen POLITICS Verhalten Einstellungen Interessen Ressourcen Konflikte Entscheidungsfindung und durchsetung
- Untersuchungsgegenstände POLITICS Parteien Interessengruppen Verbände Wahlen politische Kultur politische Prozesse
- Erkenntnisinteresse POLICY Inhalte von Politik
- Ausrichtung POLICY Output-orientiert
- Erscheinungsformen POLICY Ziele Aufgaben Einflussfaktoren auf Politikfelder Tun und Lassen von Regierungen und anderen Akteuren politische Steuerung und Zielerreichung
- Untersuchungsgegenstände POLICY Poltikfelder (Wirtschafts-, Bildungs, Sozial-, Umweltpolitik etc.) Staatstätigkeit
- Historische Entwicklung und grundlegende Forschungsfragen - Aristoteles - Darstellung zeitgenössischer und historischer Verfassungen in der Athenaion Politeia - Typisierung von Regierungssystemen anhand zweier Merkmale (Zahl der Herrschenden und QUalität der Herrschaft)
- Historische Entwicklung und grundlegende Forschungsfragen - Alexis de Tocqueville Über die Demokratie in Amerika -> klassisches Beispiel für eine vergleichend angelegte Fallstudie
- Historische Entwicklung und grundlegende Forschungsfragen - Klassischer Systemvergleich - bis ca. 1950 - comparative government (vergleichende Regierungslehre) - Vertreter: Carl Joachim Friedrich, Hermann Finer, Karl Loewenstein, Klaus von Beyme, Arendt , Brzezinski - Institutionen im Mittelpunkt und zentral für die Handlungsorientierung der Akteure - enges Verständnis von Institutionen - Kritik: einzelfallorientiert a-theoretisch holistisch legalistisch deskriptiv auf westliche Staaten beschränkt
- Historische Entwicklung und grundlegende Forschungsfragen - comparative politics - vergleichende politische Systemforschung - höherer methodischer Anspruch an den Vergleich im Zuge der behaviouristischen Revolution -> Wende zum Empirischen - Entwicilung von umfassenden Begriffen und Analyserahmen - verändertes Forschungsinteresse: Einbeziehung anderer Weltreligionen und Politikbereiche
- Historische Entwicklung und grundlegende Forschungsfragen - Almond/Coleman 1960 - The politics of the Developing Areas -> Entwicklung eines strukturfunktionalistischen Analyserahmens und neue Begrifflichkeiten - Anknüpfend an Talcott Parsons Strukturfunktionalismus System-Perspektive Frage nach Bestandsbedingungen sozialer Systeme
- Almond/Coleman Zentralbegriff: politisches System - System von Interaktionen in allen unabhängigen Gesellschaften - Funktionen: Integration und Anpassung (Intern und zu anderen Gesellschaften) - Durch Anwendung oder Bedrohng der Anwendung von mehr oder weniger legitimirten Dingen
- Almond/Coleman: Rolle - alle Menschen haben viele verschiedene Handlungsfelder - Das Handlungsfeld von Einzelnen, das in politischen Prozessen beteiligt ist -> ROLLE Bsp. Richter, Parteivorsitzender
- Almond/Coleman - Structure - regelmäßige, in bestimmte Interaktionsmuster verbundene Rollen - wahrnehmbare Handlungsformen/Sätze von miteinander verbundenen Rollen -> Gestaltung von Interaktionen Bsp. Parlament, Parteien, Gereichte
- Almond/Coleman - Begründung der Begrifflichkeiten - Rolle und Struktur statt Institution und Amt -> eigentliches Verhalten der Individuen soll betont werden und die eigentliche Leistung ovn bestimmten Institutionen, empirisch wahrnehmbares Verhalten der Indivuden - Amt und Institution verweisen auf normative Regeln, SOLL
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- Almond/Coleman - Politische Kultur Muster von Orientierungen zu politischen Aktionen
- Almond/Coleman: Inputfunktionen zu Struktur und Rollen - politische Sozialisation (Einführung von Individuen in politische Kultur) und Rekrutierung - Interessenartikulation - Interessenaggregation - politische Kommunikation
- Almond/Coleman, Output Funktion von Struktur und Rollen Regelsetzung Regelanwendung Regelauslegung
- Historische Entwicklung und grundlegende Forschungsfragen - Neo-Institutionalismus - Institutionen: vom Menschen entwickelte Zwänge die Politik, Wirtschaft und soziale Interaktionen strukturieren, - Spielregeln, die das faktische Handeln leiten -> North - verbindliche Regeln, die Verhalten prägen und Erwartungen strukturieren
- Institutionen - Definition nach Richard Scott Institutionen beinhalten regulierende, normative und kulturell-kognitive Elemente Zusammen mit verbundenen Aktivitäten und Ressorcen unterstützen sie die Stabilität und Bedeutung des sozialen Leben
- Institutionen -> Varianten (Hall/Taylor) - Soziologisch: sehr weiter Institutionenbegriff - Historisch: enger Institutionenbegriff mit Schwerpunkt auf dem Aspekt der Pfadabhängigkeit und der institutionellen Stabilität - Rational Choice Institutionalism -> Institutionen als Antwort auf das Social Choice Dilemma
- Kritik am Struktur-funktionalistischen Systemmodell - einseitige Konzentration auf Input Seite - einseitige Konzentration auf Institutionenwandel -> auch politische Institutionen beeinflussen die Umwelt - Kriterienraster an USA orientiert, nicht allgemein gültig - keine ausreichende analytische Trennschärfte zwischen Struktur, Institution, Staat, politisches System
- Was kennzeichnet die vergleichende Methode? - comparing is controlling - wissenschaftliche Erklärung: Einrichtung von allgemeinen empirischen Beziehungen zwischen zwei oder mehreren Variablen Kontrolle und Konstant-Haltung der anderen Variable -> beide Elemente sind untrennbar: Eine Beziehung zwischen zwei Variablen kann nicht als wahr bezeichnet werden, wenn der Einfluss der anderen Variablen nicht kontrolliert wird - diese Bedingung ist unverzichtbar für emprische Verallgemeinerungen
- Was kennzeichnet die vergleichende Methode - Schmidt Systematischer Vergleich von Fällen einer Grundgesamtheit zwecks Enwicklung und Überprüfung von Hypothesen über Sachverhalte, Vorgänge oder Wechselbeziehungen zweier oder mehrerer Variablen
- Was kennzeichnet die vergleichende Methode- Controlling Ausschließen von einem Faktor und Isolierung eines Faktors
- Definition Variable - lat. variare (abwechselnd) bzw. variatio (Verschiedenheit) - bezeichnet Merkmale, die zwischen zwei oder mehreren Untersuchungsgegenständen variieren
- abhängige Variable Variable, deren Ursachen erklärt werden soll
- unabhängige Variable Variable, deren Wirkung erklärt werden soll
- Kategorie Oberbegriff, unter dem mehrere gleichartige Phänomene zusammengefasst werden
- Typisierung Komplexe Systematisierung anhand mindestens zweier Merkmale
- Operationalisierung Übertragung von abstrakten Begriffen in beobachtbare Größen
- Bildung von Kategorien - Kategorien bewegen sich auf einer Abstraktionsleiter -> je inklusiver, deso abstrakter - je größer die Extension (Reichweite) , desto geringen die Intension (Zahl der gemeinsamen Merkmale) Sartori: Kategorisieren bedeutet eine geordnete Gesamtheit in Kategorien zu ordnen, die sich gegenseitig ausschließen und zusammen flächendeckend sind
- Problem des conceputal stretching - Sartori - ursprüngliche (konventionelle) Bedeutung von Begriffen/Typologien trifft nicht genau auf die empirischen Befunde neuer Fälle neue Fälle werden trotzdem darunter subsumiert -> Urpsrungsbedeutung wird gedehnt und unklar
- Typologien ein Typus beschreibt ein Muster spezifischer Ausprägungen von mehr als einem Merkmal
- Realtypus abgeleitet aus empirischen Beobachtungen