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Sopsy (Fach) / Soziale Interaktion (Lektion)

Kapitel 6

Diese Lektion wurde von Amalaswinthaa erstellt.

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  • Definition sozialer Interaktionen = wechselseitig aufeinander bezogenes Handeln von mindestens zwei Akteuren = interdependente Beziehungen, in denen Personen aufeinander reagieren, einander beeinflussen oder steuern
  • Kennzeichen sozialer Interaktion befriedigt grundlegende Bedürfnisse des Menschen, ist eine Quelle von Inspiration und kann unsere Leistung steigern können aber auch Konflikt & Ärger erzeugt werden Beispiele für Interaktionen : Romantische Beziehung, Vorgesetzten-Mitarbeiter-Beziehung Auch wenn nur 2 Personen interagieren, können Dritte Einfluss nehmen- in der Vorstellung oder als Anwesende dynamisch und wird anhand von Interaktionssequenzen untersucht Erfolg wird an der Zielerreichung der Interaktionspartner gemessen 
  • Faktoren für den Verlauf der Interaktionen Gefühle bei der ersten Begegnung Verlauf der ersten Beziehungswoche : Ehrlichkeit, Aussehen & Zuverlässigkeit Interaktion mit sicher gebundenen Partner bevorzugt ( Erleichtern Anbahnung und Aufrechterhaltung der Interaktion)
  • Das klassische Gefangenendilemma Gestehen nur dann zwingend, wenn kein gegenseitiges Vertrauen besteht Wenn sich beide vertrauen kann günstiges Gesamtergebnis erreicht werden Die individuell rationale Entscheidung ist unter Berücksichtigung des Kooperationspotentials mehr als fragwürdig Kollektive Rationalität ergibt sowohl individuell akzeptable Ergebnisse als auch ein günstiges Gesamtergebnis Interpersonelle Erwartungen ( Vertrauen vs. Misstrauen) haben Einfluss aus Entscheidung Es entsteht Kontrast zwischen Selbstschutz und kooperativer Motivation
  • Das klassische Gefangenendilemma Ausrechnung Beide gestehen nicht = 1 Jahr einer gesteht = 3 Monate, der andere = 10 Jahre beide gestehen = 8 Jahre
  • Wiederholtes Gefangenendilemma Tit-for-Tat Strategie Bedingte Kooperation 1. Der erste Zug ist immer kooperativ 2. Alle weiteren Züge entsprechen dem Zug des Partners aus der vorherigen Runde -        Vorteile : Verwirklichung von Reziprozität :  Einfach in der Anwendung, leicht verständlich und mit gesellschaftlichen Normen konform Provoziert niemals Wettbewerb Nicht blind gegen Ausbeutung Verzeiht jedoch unkooperative Wahlen des Partners
  • Das N-Personen-Gefangenendilemma Generalisierung auf große Gruppen: Die Auswirkungen sind für alle ungünstig, wenn jeder unkooperativ ist, Beispiel : Treibhauseffekt, Luftverschmutzung Kennzeichen: Der Einzelne verdient mehr durch eine Wettbewerbswahl als durch eine kooperative Wahl Jeder Spielteilnehmer profitiert davon, wenn alle Parteien kooperieren Obwohl Personen individuell rational planen, wird langfristig ein Schaden angerichtet, der alle trifft Durch Kommunikation lässt sich die Kooperation als Mehrheitsentscheidung etablieren und der Egoismus des Einzelnen verringern Allerdings können Trittbrettfahrer meist nicht identifiziert werden à Diffusion der Verantwortung durch Anonymität Häufig wirken sich negative Effekte nicht sofort spürbar auf die Mitspieler aus, was Kooperation erschwert à Unterschied klassisches Gefangenendilemma
  • Einfluss unterschiedlicher Motive auf die Informationssuche und –Verarbeitung a)     Defensivmotivation = bezieht sich auf den Wunsch, Einstellungen und Überzeugungen zu sitzen, die kongruent sind zu selbstwertrelevanten Einstellungen -        Systematische Informationsverzerrung in Richtung der eigenen Entscheidungen und Einstellungen b)     Impression Motivation = bezieht sich auf den Wunsch, Einstellungen zu besitzen, die vom sozialen Umfeld positiv bewertet werden -        Erneute Verzerrung der Informationen c)     Accuracy Motivation = bezieht sich auf den Wunsch, Einstellungen zu besitzen, die objektiv der Wahrheit entsprechen -        Selbstkritische Betrachtung : abhängig von kognitiven Faktoren 
  • Unsicherheit aufgrund unterschiedlicher Informationsverteilung : Die Prinzipal-Agent-Theorie Bei Aufgabenteilung gibt es immer : Auftraggeber (Prinzipal), Auftragnehmer(Agent)& Informationsasymmetrie Grundannahme der Nutzenmaximierung wie bei Austauschtheorie à kann zu Interessenkonflikten führen Agent könnte Informationsvorsprung ausnutzen, nicht alles mitteilen, um  den Prinzipal von sich abhängig zu machen Genauso gut könnte Prinzipal Agenten ausnutzen Wird durch Sanktionen / Belohnungen vermieden 
  • Risikofaktoren bei der Übertragung von Aufgaben an andere Personen: Adverse Selection -        Nachteilige Auswahl -        Dem Prinzipal bleiben wesentliche Infos verborgen und wählt so unerwünschte Vertragspartner -        Kann durch Infos Dritter oder Gütesiegel vermieden werden
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  • Risikofaktoren bei der Übertragung von Aufgaben an andere Personen Moral Hazard -        Moralisches Wagnis -        Agent kann wichtige Handlungen zur Aufgabenerfüllung auslassen  z.B. nur eine oberflächliche Beratung liefern -        Kann durch Sanktionen /Belohnungen behoben werden
  • Risikofaktoren bei der Übertragung von Aufgaben an andere Personen: Hold Up (Überfall) -        Unsicherheit über die tatsächlichen Absichten des Vertragspartners -        Reduziert die Bereitschaft für Belohnungen / Sanktionen um nicht in eine einseitige Abhängigkeit zu kommen Abhängigkeitsverhältnis muss ausgeglichen werden 
  • Transformation der gegebenen Matrix Wettbewerbsorientierung max rel -        Zielvorgabe : Maximierung des Abstands zwischen sich und dem Partner zu eigenen Gunsten -        Der andere Beteiligte soll übertroffen werden, selbst wenn dabei eigene Verlust entstehen -        Hauptsache, die Verluste des anderen sind größer
  • Transformation der gegebenen Matrix Altruistische Orientierung max other -        Eigenes Handeln orientiert sich an der Maximierung der positiven Konsequenzen für den Partner -        Eigene Konsequenzen bleiben unberücksichtigt
  • Tranformation der gegebenen Matrix Kooperative Orientierung max joint -        Interpersonale Orientierung, bei der die Akteure den Gesamtgewinn maximieren wollen -        Entspricht einem gleichzeitigen Interesse an den eigenen Gewinnen und denen der anderen
  • Transformation der gegebenen Matrix Streben nach Gleichheit der Ergebnisse min diff -        Minimierung der Ergebnisdifferenzen zwischen den Partnern -        Einsicht : Interaktionen verlaufen dann langfristig erfolgreich, wenn beide Seiten durch die Gewinnaufteilung ähnliche Vorteile erzielen -        Gleichverteilung der Ergebnisse unter den Akteuren wird aber nur von einer Minderheit bevorzugt
  • Ursachen von Motivationstransformation -        Proximale, in der Situation liegende Ursachen -        Distale, durch individuelle Unterschiede der Interaktionspartner bedingte Ursachen ·       Abhängig davon, -        Welche Absichten dem Interaktionspartner zugeschrieben werden -        Welche Absichten der Akteur kommunizieren will Welche Gefühle angeregt werden 
  • Urteilsfehler False consensus: Man hält eigene Meinung für überrepräsentiert bei anderen, und denkt dass andere automatisch genauso denken Hot / cold empathy gap: Die eigene emotionale Situationn beeinflusst die Vorhersage, wie es anderen geht oder wie sie sich verhalten Illusion of transparency:  Überzeugung, die eigenen Gedanken & Gefühle seien für andere offensichtlich Naive cynicism: Personen nehmen an, dass andere voreingenommener sind und negativere Intentionen haben, als es tatsächlich der Fall ist