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Grundnahrungsmittel (tierisch) (Fach) / Ei Qualität (Lektion)

WW'15/'16

Diese Lektion wurde von melxying erstellt.

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  • Eiqualitätsmerkmale und Methoden ihrer Messung Äußere Qualitätsmerkmale Durchleuchten der Eier  Eigewicht = auf 0,1g genau  Eiform über Formindex  Eischalenqualität  Untersuchungen am aufgeschlagenen Ei 
  • Äußere Qualitätsmerkmale von Eier Saubere Eischale, normale Eiform ohne Schalendeformation; intakte Schale ohne Knickstellen oder Risse
  • Methoden der Messung (Durchleuchten der Eier)  Luftkammermessung, Höhe in mm  Risse, Knicke oder Lichtsprünge in der Eischale  Dotter freibewegl. in Eimitte als schwacher Schatten  Einschlüsse (Blutflecken und sonstige Einschlüsse)
  • Aussehen der Eischale Deformationen, rauhe oder gefurchte Schale (looks like waves on the schell) ⇒ Nicht marktfähig, innere Qualität ok  Furchungen (cleavage) durch Beschädigung im Legetrakt  Sprenkelung (speckels) Lichtsprünge = Verletzung der Kutikula , Knick und Brucheier 
  • Wie ist die Eiform über Formindex bestimmt? 1. Formindex 74 = (Höhe x 100) ÷ Länge - (mit Schieblehre (Capilary Ruler) / Formindexmeßgerät  2. Farbe: Blut- und/oder Gallenfarbstoffe in den äußeren Schalenschichten  ⇒ Wichtig für Versandeignung 
  • Eischalenqualität 1. ohne Beschädigung des Eies Spezifisches Gewicht (hohe Korrelation zu Eischalenstärke) Elastische Deformation in 1 μm bzw. 1/1000 mm: ⇒ elastische Verformung d. Eischale bei einer Belastung d. Eiäquators m. 9,8 N.  2. mit Beschädigung des Eies  Bruchfestigkeit in kp bzw. Newton (N) ⇒  gewichtsmäßige Belastung des Eies an beiden Polen bei waagerechter Aufhängung  Schalendicke in 1/100 mm (Meßuhr) ⇒ Durchschnittswert aus den Messungen der Schalenproben m. Schalenhaut: - vom stumpfen Pol - spitzen Pol - Äquatorzone  Schalengewicht in g Schalenanteil in % (Schalengewicht Eigewicht x 100)
  • Untersuchungen des Dotters des Ei (am aufgeschlagenen Ei) 1. Dotterqualität (Größe): Dotterhöhe in mm (Meßuhr=dial gauge -spider looking thing) Dotterdurchmesser in mm (Schieblehre) Dotterindex = (Dotterhöhe ⁄ Dotterdurchm) x 100 4. Dotterfarbe: subjektive Feststellung mit Farbfächer (colour scheme) Photometer = elektrophotometrische Messung = dreidimensionale Farbmessung: Farbton, Farbsättigung, Farbhelligkeit) 5. Dottergewicht in g 6. Dotteranteil in % = (Dottergewicht / Eigewicht) x 100
  • Untersuchung des Eiklares des Eies Eiklarqualität: 1. Eiklarhöhe in mm (Meßuhr) = Messung 1 cm vom Dotter entfernt 2. Mittlerer Eiklardurchmesser in mm (Schieblehre) = aus Breite und Länge des dicken Eiklars 3. Eiklarindex = (Eiklarhöhe ⁄ mittleren Eiklardurchm) x 1000 4. Haugh Units (H.U.) = 100 log (h – 1,7G0,37 + 7,6) h = Höhe des festen Eiklars in m,       G = Eigewicht in g (Ablesen von H.U. an Skala des H.U.-Messapparates bei Einstellung des Eigewichts und Messung der Eiklarhöhe)
  • Untersuchung von Eieinschlüsse (am aufgeschlagenen Ei) 1. Blutflecken (entstehen durch Verletzung von Blutgefäßen) Anzahl Größe = > 3 mm groß / < 3 mm klein *Blut- und Fleischflecken sind Flecken, die durch Blutgefäßrisse oder Gewebeabschürfungen im Uterus zustande kommen und werden nicht verkauft, weil diese beim Eiersortieren bzw. Durchleuchten meist erfasst und aussortiert werden. 
  • Was werden am aufgeschlagenen Ei untersucht? 1. Dotterqualität 2. Eiklarqualität 3. Eieinschlüsse
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  • Verwertungs funktionelle Eigenschaften des Eies 1. Viskosität: Einwandfreie (faultfree) Differenzierung von dickem & dünnem Eiklar = negativer Einfluss durch Alter der Eier und der Hühner Temperatureinfluss Messung: Instrumente mit Kapillar- und Rotationssystemen 2. Emulsionseignung (mixing suitability): Erstellen von Protein und Fettmischungen, z.B. Mayonaise - ganzer Dotter: bester Emulgator Emulgierung verbessert sich mit dem Alter der Tiere Messung: Fett-Proteinmischung bei best. pH-Wert  3. Bindekraft/Backfähigkeit: Wichtig für die Herstellung von Teig (dough) Backfähigkeit bestimmen für Eiklar (Baiser-Meringue), Eigelb (Biskuit), Vollei (27% Dotter, 60% Eiklar) → Best. von Gebäckhöhe, Porenvolumen, Porenverteilung 4. Schaumbildungsvermögen: Durch äußere Einflüsse: Bildung kleiner Aggregate, die in ihren Zwischenräumen Luft aufnehmen Alter der Eier: Schaumbildung positiv, Schaumbeständigkeit (Stability) negativ 
  • Sensorische Eigenschaften Eigenschaften: - Aroma, Geschmack, Farbe ⇒ Sensorische Prüfungen = Trainiertes Feinschmeckergremium Zubereitung der Eier: Ei aufschlagen → homogenisieren (im Becherglas erwärmen bis zum Stocken (thicken)) ⇒ Geruch besonders gut klassifizierbar 
  • Worum geht Sensorische Eigenschaften des Eies? Eigenschaften: - Aroma, Geschmack, Farbe ⇒ Sensorische Prüfungen = Trainiertes Feinschmeckergremium Zubereitung der Eier: Ei aufschlagen → homogenisieren (im Becherglas erwärmen bis zum Stocken (thicken)) ⇒ Geruch besonders gut klassifizierbar 
  • Testen von Sensorische Eigenschaften von Eiern 1. Entscheidungstest =  Dreieckstest: aus drei Proben muss die einzelne erkannt werden keine Beschreibung der Eigenschaften, aber Zusatzfragen Vorteil: einfache Auswertung  Nachteil: für sichere Aussagen mehrere Wiederholungen ⇒ Doppelprüfung pro Testperson  2. Rangierungstest Rangliste mit Merkmalen, aus der der Prüfer die passende Beschreibung für seine Probe entnehmen kann z.B.:ideal, wohlschmeckend, angenehm, noch typisch, fade, fremdartig oder ungenießbar Vorteil: der Tester weiß, welche Eigenschaften er zu untersuchen hat Nachteil: Abstände zwischen den Merkmalen, können nicht in Zahlenwerte übertragen werden 
  • Eiqualitätskriterien von Eiprodukten für Konsum 1. Konsum Aüßere Qualität = Schalenstabilität Eigewicht Aussehen der Eischale Geruch des Eies  innere Qualität =  Frische Nährstoffgehalt Aussehen von Dotter und Eiklar Geruch und Gesmack   
  • Eiqualitätskriterien von Eiprodukten zur Herstellung 1. Packstellenvollei = - TS (>24 %) - pH (> 7) - Milchsäure < 1000 mg/kg TS - Bernsteinsäure < 25 mg/kg TS - keine Salmonelle - keine e-Coli-Keime, Keimzahl, Trockensubstanz/Nährstoffgehalt, technologische Eigenschaften  2. Schaleneier  - sauber - Schalenhäute - unversehrt (undamaged) - Handelsklasse A-B 
  • Alterungsprozesse im Ei 1. Abkühlung und Luftkammerbildung ⇒  Eiklar → Wasser → Verdunstung (Luftkammer wird größer) → Abgabe an Dotter (Dotter strafft sich) (CO2 – Abgasung (pH steigt))  -  Zähflüssiges Eiklar → Ovomucin wird umgeformt, unter Einfluss von pH, Lysozym u. Temp. ⇒ Folge = Eiklarhöhe fällt, Hagelschnüre werden kleiner, Dottermembran schwächer, Dotter verlagert sich (shift) - Dotter nimmt Wasser auf, wird flacher und fleckig  -  Chemische Änderungen ⇒ Eiklar – Bildung von Ammoniak und Schwefelwasserstoff Dotter – mehrfach ungesättigte Fettsäuren oxydieren 
  • Chemische Veränderungen im Ei während der Lagerung 1. Freisetzung von: anorg. Phosphor Ammoniak  Aminosäuren 2. Bildung von Milchsäure 3. Umwandlung von Ovalbumin in S-Ovalbumin Veränderungen an Proteinen werden im elektrophonetischen Verhalten sichtbar. 
  • Merkmale eines frischen und alten Eie frisch  Schalen = Glänzend Luftklammer = Klein Eiklar = Zählflüssig (thick) Dotter = in der Mitte liegend, Kaum beweglich, zusammenhaltend, hoch, haut gespannt, einheitliche Farbe ohne Geruch aromatisch Geschmack Alt Schalen = matt, stumpft (blunt) Luftklammer = vergrößert Eiklar = dünnflüssig  Dotter = beweglich, flach, leicht zerfließend, Haut faltig bis runzlig wolkiges Aussehen  Geruch = muffig (musty), später unangenehm riechend  Geschmack = fade (bland), zunehmend eklig