16

Sopsy (Fach) / Intergruppen Beziehungen (Lektion)

Vorlesung 10.12.

Diese Lektion wurde von Amalaswinthaa erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Rekategorisierungstheorie (Mummendey) Bei Fusionen verhandeln Gruppen, wer den Prototyp repräsentiert (z.B. der typische Deutsche = Westdeutsche) Abweichler vom Prototyp werden innerhalb der Gruppe diskriminiert Mitgliedschaft in einer Mehrheitsgruppe wird erschwert, wenn der Anwärter nicht dem Prototyp entspricht Eine neue Gruppe sucht sich eine neue Außengruppe (z.B. Wenn man sich als Mensch empfindet bevorzugt man die Eigengruppe Mensch im Gegensatz zu Pflanzen) Konflikte lösen -> Gruppen definieren sich vage und abstrakt; Bildung einer „Leitkultur“ vermeiden    
  • Kontakthypothese (Allport) Kontakt zwischen Gruppen verhindert Aggression und Diskriminierung Gleicher Status zwischen Gruppen Gemeinsame Ziele Kooperation (statt negativer Interdependenz) Unterstützung durch Autoritäten Meta-Analyse von Pettgrew und Tropp -Bedingungen sind nicht unbedingt notwendig, damit Kontakt einen positiven Effekt hat -Freundschaft mit einem Outgroup Mitglied hilft - Kontakt wirkt selbst dann, wenn Anzahl von Fremdgruppenmitgliedern bedrohlich erscheinen könnte
  • Dispositionelle Faktoren für Intergruppenkonflikte Bildung ·      Höher gebildete haben weniger Vorurteile weil sie weniger depriviert sind und mehr Kontakt mit Fremdgruppen haben ·      Stimmt aber nur teilweise à shooting bias
  • Dispositionelle Faktoren für Intergruppenkonflikte Autoritarismus Drei Komponenten: Autoritäre Unterwerfung: Unterwürfigkeit gegenüber Höhergestellten der eigenen Gruppe Autoritäre Aggression: Intoleranz und Härte gegenüber Abweichlern von Normen der eigenen Gruppe Konventionalismus: starre Bindung an Normen der eigenen Gruppe ·      Sowohl genetisch bedingt, als auch erlernt  
  • Dispositionelle Faktoren für Intergruppenkonflikte Soziale Dominanzorientierung Wunsch nach Beherrschung und Dominanz fremder Gruppen durch die eigene Gruppe  Bevorzugung sozialer Ungleichheit Hohe Korrelation mit gruppenbezogener aber auch allgemeiner Menschenfeindlichkeit Bevorzugen das Arbeiten in stark hierarchischen, konventionellen Systemen (z.B. mit Männern in der Führungsrolle)  
  • Akkulturation ·      Starke Identität mit dem Heimatland schließt starke Identität mit dem Gastland nicht aus ·      Olivia Spiegler o   Stärkere Exploration der eigenen Herkunftskultur führt zu Integration, weil man besser weiß, zu wem man gehört und Gruppenunterschiede deshalb besser würdigen kann à Erkundung der eigenen Kultur ab 13 Jahren o   Wenn der Ehepartner eine niedrige deutsche Identität hat und der Ehepartner eine starke, dann sinkt das Heimweh im Vergleich zu einem Paar wo beide schwach identifiziert sind o   Unterschiede in den Schichten à vorallem in der Oberschicht bei einer religiösen Erziehung starke türkische Identifizierung o   In der Unterschicht führt das zu einer schwächeren Identifikation mit dem Gastland (Separation)
  • 4 Identitätskategorien nach Phinney Idenfitifkatio mit Gastgeberland Hoch, mit Heimatland Niedrig = Assimilierte Gastgeberland niedrig, Heimatland hoch = marginalisierte Gastgeberland Hoch, Heimatland hoch = Integrierte Gastgeberland niedrig, Heimatland hoch = Separierte
  • Diversität am Arbeitsplatz Vorteile Charta der Vielfalt = Initiative zur Wertschätzung von Vielfalt am Arbeitsplatz Reichtum an Wissen und Strategien Tiefere Verarbeitung der Aufgabe, weil man sich mit den Sichtweisen anderer auseinandersetzen muss Weitere Käuferschichten werden angesprochen Stellen sich dann ein, wenn - Vertiefte Verarbeitung günstig ist - Wenn Innovationen erwartet werden - Wenn Leute motiviert sind, Probleme anzugehen - Wenn sie fähig sind, diese zu lösen
  • Diversität am Arbeitsplatz Nachteile ·      Subgruppenbildung kann Intergruppenkonflikte produzieren, besonders wenn erschwerende Fakoren hinzukommen (Wettbewerb, Hierarchien, ungleiche Verteilungen)
  • Studie im Krankenhaus bei Arbeitsteams - Ergebnisse o   Leute, die sich mit ihrem eigenen Team identifizieren, haben größere Konflikte, aber vor allem dann, wenn sie sich nicht mit dem Krankenhaus als Ganzes identifizieren o   Wenn man sich mit Team und Krankenhaus identifiziert, sind die Konflikte am geringsten o   Letzterer Effekt wird noch verstärkt, wenn noch zusätzlich Kontakt zu anderen Teams  besteht
  • Anzeige
  • Theorie des Intergruppenkontakts Einstellungen gegenüber anderen geprägt durch persönliche Erfahrungen Kontakthypothese = persönlicher Kontakt mit Mitgliedern von Fremdgruppen reduziert die negative Einstellungen / Vorurteile gegenüber der Fremdgruppe Kontakt führt dazu, dass neue Infos verfügbar sind, die Stereotypen widersprechen , Ängste abgebaut werden und Empathie gegenüber „den Fremden“ entwickelt wird    
  • Autoritarismus, Soziale Dominanzorientierung und Bedrohung Untersucht ob sich Autoritarismus und SDO abhängig von der Situationen unterschiedlich auf die Vorurteile gegenüber Türken auswirken Studenten, deren SDO und Au.-Werte gemessen wurden, sollten türkischen Stellenbewerber bewerten Versuchsbedingungen: Türkischer Bewerber ist neutral vs. macht Antworten mit bedrohlichem Eindruck („bin stolz auf meine türkische Heimat“) Es zeigt sich Wechselwirkung von Autoritarismus und der Art, wie sich der türkische Bewerber darstellte, auf die anschließend erfassten Vorurteile Liegt jedoch nur im subjektiv bedrohlichen Kontext, nicht aber im neutralen vor 
  • Studie im Krankenhaus In 5 Krankenhäusern wurden die Subgruppen Krankenschwester, Krankenpfleger und Ärzte  gefragt : Wie stark sie sich mit Krankenhaus identifizieren Wie sehr sie Konflikte mit anderen Teams erleben Und wie häufig sie Kontakt zu den Mitgliedern des anderen Teams erleben Wie effektiv die die Teams kooperieren Ergebnisse : Beste Zusammenarbeit, wenn die Interessen des eigenen Teams beachtet werden, das Wohl der gesamten Organisation jedoch nicht aus den Augen verloren wird  
  • Minimalgruppenparadigma Keine Face-to-face-Interaktion zwischen Mitgliedern der eigenen oder der fremden Gruppe Minimale Gruppe (z.B. „Unterschätzer“ versus „Überschätzer“)  Belohnungen sollten der Eigen- oder der Fremdgruppe zugeteilt werden, Vpn hat keinen individuellen Vorteil  Ergebnisse: Eigengruppe wird bevorzugt  Unterscheidung ist wichtiger als objektiver Gewinn (lieber 11: 7 als 17: 17)  Achtung: Abwertung der Fremdgruppe oder gar Bestrafung nicht zwingend, Aufwertung der eigenen Gruppe ist „ausreichend“ 
  • Minimalgruppenparadigma Erklärung = Theorie der sozialen Identität Tajfel und Tuner Menschen wollen positives Selbstkonzept aufrecht erhalten Selbstkonzept besteht aus persönlicher Identität und Bewertungen durch andere Um positives Selbstkonzept zu erreichen , streben Personen nach positiver Distinktheit der Eigengruppe -> Man versucht die Eigengruppe besser dazustellen, damit man sich selbst als Bestandteil der Gruppe, positiv bewertet / betrachtet
  • Theorie der sozialen Identität Eigenschaften Kategorisierung: Zu wem gehöre ich eigentlich? -> Bspw. Ich bin auf einer Studentenparty – bin ich ein Mitglied der Gruppe Männer oder ein Mitglied der Gruppe Dozenten? Komparative Passung (Meta-Kontrast: Wo gibt es den größten Unterschied) -> Bspw: ich bin völlig anders angezogen als die Studenten, daher empfinde ich mich als Dozent Oder z.B. alle Männer reden über Fußball, daher empfinde ich mich als Mann Normative Passung (Was macht am meisten Sinn?) -> Bspw. Ich wurde als Dozent eingeladen, weil der Gastgeber auch gerne „Dozenten“ eingeladen wollte Zugänglichkeit (accessibility: was kommt mir in den Sinn?) -> Bspw. Ich bin der einzige Dozent auf der Party, daher fühle ich mich als Dozent, oder es ist nur eine Frau auf der Party, daher fühle ich mich als Mann