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Politik/Geschichte/VWL (Fach) / VWL (Lektion)

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  • Das ökonomische Prinzip Nichtverschwendung knapper Mittel zur Erreichung eines gegebenen Ziels, wennHandlungsalternativen bestehen (Effizienz).
  • Effizienz Eine Allokation heißt effizient in Bezug auf ein bestimmtes Ziel, wenn zur Erreichung des Ziels keine knappen Mittel verschwendet werden.
  • Grenznutzen Nutzenzuwachs aus dem Konsum einer kleinen Menge zusätzlichen Gutes.Mehr ist zwar besser, aber immer weniger besser.GN am höchsten bei niedrigem Konsumniveau.GN nimmt ab, daher ist die 2. Ableitung negativ.
  • Perfekte Substitute Mann kann das eine leicht durch das andere ersetzen
  • Perfekte Komplemente ergänzen sich perfekt.werden immer in Kombination genossen
  • Subsistenzniveau Mindestniveau, unter dem kein Nutzen stattfindet.Unterhalb dieses Niveaus tauscht man nicht.Niveau ist keine Handcreme.
  • Präferenzrelation Präferenzrelation bedeutet, dass das Individuum Güterbündel Z1 mindestens so wertschätzt wie Güterbündel Z2.Notwendige Annahmen dafür: Rationalität:1. Vollständigkeit2. Transitivität (Widerspruchsfreiheit)3. Nicht-Sättigung4. Ausgewogenheit
  • Indifferenzkurven Eigenschaften: Monotonie (Nicht-Sättigung) negative Steigung, konvexe Krümmung durchschnittliche Güterbündel besser als extreme sind immer subjektiv und individuell
  • Ordinale Nutzenfunktion stellt Ordnung zwischen Güterbündeln her GN von Gut q sowie GRS zwischen Gut q und Gut x hängen nur von der Menge q ab, nicht von x Cobb-Douglas-Funktion gut, wenn man sich nur die Änderung eines Gutes ansehen will
  • Knappheit Ein Gut heißt knapp, wenn von diesem Gut nicht eine genügend große Menge existiert, um alle Bedürfnisse und Wünsche nach diesem Gut zu befriedigen.Knappheit resultiert aus Begrenztheit von Mitteln Unbegrenztheit von Bedürfnissen und Wünschen(Monotonie, Nichtsättigung der Präferenzen) Um eine Einheit eines knappen Gutes nutzen zu konnen, muss man etwas anderes aufgeben, z.B. eine bestimmte Menge eines anderen Gutes, die Möglichkeit, etwas tun zu können, einen bestimmten Geldbetrag, etc.Das heißt: Knappheit wird verstanden als relative Knappheit.Die Ökonomik beschäftigt sich ausschließlich mit relativer, nie mit absoluter Knappheit!
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  • Opportunitätskosten Ein Gut heit knapp, wenn seine Nutzung mit Opportunitätskosten verbunden istDas heißt: Um eine Einheit eines knappen Gutes nutzen zu können, muss man etwas anderes aufgeben, z.B. eine bestimmte Menge eines anderen Gutes, die Möglichkeit, etwas tun zu können, einen bestimmten Geldbetrag, etc. Die Opportunitätskosten einer knappen Ressource sind der entgangene Nutzen aus der besten alternativen Verwendung der Ressource. Brutto-Opportunitätskosten: Nutzen, der einem entgeht, weil man die zweitbeste Alternative NICHT wählt.Netto-Opportunitätskosten: Brutto-Opportunitätskosten-Kosten minus Nutzen der realisierten Alternative.
  • Positive Analyse / Aussagen Erkenntnisinteresse (wie funktioniert die Welt?) ist immer deskriptiv (Erklärung des Zustandekommens eines bestimmten Systemzustands >> Ursache – Wirkung) Positives Analysekonzept: Marktgleichgewicht (Angebot = Nachfrage >> pareto effizient) Positive Aussage: Im Jahr 2012 wurden 400 kg CO2 emittiert.
  • Normative Analyse / Aussagen Gestaltungsinteresse (die Welt verändern, nicht beschreiben) basierend auf z.T. sehr unterschiedlichen Normen präskriptiv-bewertend: wie soll die Welt sein? nicht falsifizierbar durch empirische/ logische Analyse Bsp. Der Feldhamster soll geschützt werden!Normatives Analysekonzept: Konsumenten-/Produzentenrente
  • Optimalbedingungen Grenznutzen = Grenzkosten gleicher Nettonutzen in allen Alternativen Grenzrate der (gesellschaftlichen) Substitution = Grenzrate der Transformation Verwendung von Optimalbedingunge: als positives Testkriterium einer Allokation. als normatives Zielkriterium für die Gestaltung von Politikmaßnahmen.
  • Marginalprinzip Wenn es das Ziel eines Entscheiders ist, eine ökonomische Zielgröße zu maximieren, dann wird die optimale Nutzung natürlicher Ressourcen und Dienstleistungen, bzw. der optimale Aufwand für Umweltschutz nach der Regel bestimmt:Grenznutzen = Grenzkosten
  • Grenzkosten Die Grenzkosten eines Gutes sind die Kosten einer zusätzlichen (marginalen) Einheit desGutes.
  • Tausch Grundsatz: wenn man Akteure etwas tauschen läßt, ist das gut Der Nutzen aller Beteiligten kann sich verbessern Entscheidend sind die jeweiligen Präferenze Verbesserung gibt es nur wegen unterschiedlicher Präferenzen Tauschobjekte Konsumgüter, Kapitalgüter, Arbeitsleistung, natürliche Ressourcen, Umweltverschmutzung, Risiken, Zeit Voraussetzungen: mindestens 2 Akteure, mind. 2 Güter, Heterogenität zwischen den Akteuren (in Präferenzen, Anfangsausstattung, Technologien)• In eine heterogenen Welt bringt freiwilliger Tausch/Handel Wohlfahrtsverbesserung.• Er sollte daher uneingeschränkt möglich und mit so wenig Transaktionskosten wie möglich verbunden sein!
  • Pareto-superior Eine erreichbare Allokation x heißt im Vergleich zu einer anderen erreichbarenAllokation y pareto-superior genau dann, wenn in x alle Individuen gegenüber y nichtschlechter gestellt sind und mindestens eines echt besser gestellt ist.
  • Pareto-effizient Eine erreichbare Allokation x heißt Pareto-effizient, genau dann, wenn es keine andereerreichbare Allokation x2 gibt, die Pareto-superior zu x istDas heißt, man kann in einer Pareto-effizienten Allokation niemanden mehr besser stellen, ohne die Situation eines anderen zu verschlechtern.
  • Pareto-Gerechtigkeit Gleichverteilung von Gütern Verbesserung der am schlechtesten gestellten Person Neidfreiheit der Allokation
  • Markt Ein Markt ist eine Institution, die mehreren Beteiligten freiwilligen Tausch ermöglicht Ein Markt ist defi niert über das dort gehandelte, homogene Gut Angebot und Nachfrage bestimmen Menge und Preis im Marktgleichgewicht möglicherweise viele Anbieter und Nachfrager Gestaltung und Di fferenzierung von Märkten ist möglich durch Regeln für Angebot, Nachfrage und Allokation
  • Allokation Zuordnung von beschränkten Ressourcen zu potentiellen Verwendern.
  • 1. Wohlfahrtstheorem Unter bestimmten Bedingungen ist das allgemeine Gleichgewicht aufWettbewerbsmarkten Pareto-effizient. Das Theorem macht nur eine Allokations-Aussage und keine Verteilungs-Aussage. Marktgleichgewichte konnen mit sehr ungleichen (ungerechten) Verteilungen verbunden sein.>> Ein freier Markt sorgt fur Effizienz, aber nicht unbedingt fur Gerechtigkeit.
  • 2. Wohlfahrtstheorem Unter bestimmten anderen (stärkeren) Bedingungen kann jede Pareto-effiziente Allokation als allgemeines Wettbewerbsmarktgleichgewicht implementiert werden, indem die Anfangsausstattungen geeignet zwischen den Individuen umverteilt werden.>> Der Staat kann Verteilungsgerechtigkeit herstellen, ohne dabei die Fähigkeit vonWettbewerbsmärkten zu beeinträchtigen, für Effizienz zu sorgen.
  • Die Wohlfahrtstheoreme im Hinblick auf natürliche Umwelt Nutzen einer Person ist nur abhängig von ihrem eigenen Konsum. Aber Umweltverschmutzung (z.B. durch Autoabgase, Zigarettenqualm etc.), die das Wohlbefi nden einer Person negativ beeinflusst, wird auch von anderen verursacht und ist nicht unter voller Kontrolle der betroff enen Person. (>> Externe E ffekte) Güter sind privat: jede Einheit eines Gutes kann nur von einem Konsumenten konsumiert werden. Umweltgüter (Wald, saubere Luft, Naturparks) können dagegen häufi g von mehreren gleichzeitig genutzt werden. (>>Öffentliche Güter) Individuen müssen auf dem Markt dem Verkaufer einen Preis bezahlen, um in den Besitz des zu konsumierenden Gutes zu kommen. Fur viele Umweltgüter sind jedoch keine Eigentumsrechte de finiert und es existieren keine Preise, obwohl sie knapp sind. (>>nicht de nierte Eigentumsrechte, fehlende Märkte, unbeschränkter Zugang) Märkte sind kompetitiv (Wettbewerbsmärkte): alle Käufer und Verkäufer nehmen diePreise als gegeben an. Aber viele natürliche Ressourcen sind im Besitz von Monopolisten oder Oligopolisten, die über Marktmacht verfügen und den Marktpreis der Ressource beeinflussen können.(>> Marktmacht) Alle Akteure haben vollständige und vollkommene Informationen uber alle Güter. Aber bei vielen Umweltgütern (z.B. Biodiversität) ist das Wissen über ihre Eigenschaften unvollständig oder asymmetrisch verteilt.(>> Asymmetrische Information") Praferenzen und Produktionstechnologien sind konvex: durchschnittliche Güterbundel sind besser und einfacher zu produzieren als extreme. Aber in vielen Ökosystemen führen z.B. Unteilbarkeiten, Schwellen oder dynamische Nichtlinearitaten dazu, dass die Produktion von Okosystemdienstleistungen nicht-konvex ist.(>> Nichtkonvexitäten) Unter diesen Voraussetzungen kommt es zu Marktversagen. Das Marktgleichgewicht als Ergebnis individueller, nutzenmaximierender Entscheidungen ist nicht Pareto-effizient.Durch geeignete Politikmanahmen, d.h. regulierende Eingriff e des Staates in bestehende Märkte oder durch Scha ffung neuer Märkte, lässt sich eine Pareto-Verbesserung erreichen (Ge-/Verbote, Steuern, Abgaben, etc.
  • Konsumentenrente Die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten abzüglich ihrer tatsächlichen Zahlungen. Sie misst die Wohlfahrt der Konsumenten.
  • Produzentenrente Der aggregierte Erlös der Produzenten abzüglich ihrer aggregierten Kosten.Sie misst die Wohlfahrt des Produzenten.
  • Externer Effekt Wirtschaftssubjekt A übt auf Wirtschaftssubjekt B einen (positiven oder negativen) externen Eff ekt aus, wenn die Handlungen von A das Wohlbe nden von B direkt beeinflussen, ohne dass das B dem zustimmt oder dafur kompensiert wird.
  • Internalisierung des externen Effektes durch Marktregulierung Korrigierender Eingriff des Regulators in den Markt, so dass das regulierte Marktgleichgewicht gesellschaftlich optimal ist. Regulierungsmöglichkeiten: Ordnungsrechtliche Eingri ffe: Ge- und Verbote Marktwirtschaftliche Eingriff e: Steuern und Subventionen Zuteilung von Eigentumsrechten Zusammenschluss der betro ffenen Entscheidungsträger Internalisierung ist die Einbeziehung sozialer Zusatzkosten/-nutzen (Kostenrechnung), die durch externe Effekte (auch Externalitäten) verursacht werden, in das Wirtschaftlichkeitskalkül des Verursachers. Ziel der Internalisierung ist es, die durch Marktversagen (allokative Marktmängel) entstandenen Ineffizienzen zu minimieren und so das Wohlfahrtsoptimum zu erreichen.
  • Nash-Gleichgewicht Ein Zustand heißt Nash-Gleichgewicht, wenn keiner der beteiligten Individuen bei dem gegebenen Verhalten der jeweils anderen einen Anreiz sieht, sein eigenes Verhalten zu ändern.
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  • Staatsversagen Staatliche Intervention kann die Koordinations- und Informationsfunktion eines Marktes beeinträchtigen. Damit kann auch die Fähigkeit von Märkten gestört werden, effizient auf Umwelt- und Ressourcenprobleme zu reagieren. Durch staatliche Intervention können kontraproduktive Anreize fur individuelles Handeln gesetzt und Umweltprobleme dadurch verstärkt oder überhaupt erst verursacht werden.