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Markt und Staat (Fach) / 5. Grundprinzipien staatlicher Eingriffe (Lektion)

5. Grundprinzipien staatlicher Eingriffe

Diese Lektion wurde von Stelak erstellt.

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  • Politische Entscheidungen über staatliches Handeln weisen drei Problemebenen auf: • Zielebene: Welche Ziele sollen erreicht werden?• Mittelebene: Welche Mittel sollen dafür eingesetzt werden?• Trägerebene: Wer entscheidet und führt die politischen Maßnahmen durch?
  • Drei Dimensionen politischer Entscheidungen: • Ziele• Mittel• Träger
  • Die Wirtschaftstheorie erklärt bestimmte wirtschaftliche Phänomene bzw. Ereignisse als kausale) Wirkung bestimmter Ursachen (allgemeine empirische Gesetze sowie konkrete Anfangs- und Randbedingungen) und sie sagt umgekehrt, ausgehend von den Ursachen, das Eintreten bestimmter Wirkungenvoraus.
  • Aus der entscheidungsorientierten Perspektive (der neoklassischen Theorie der Wirtschaftspolitik) geht es somit darum, den für ein gegebenes Ziel optimalen Mitteleinsatz zu bestimmen.
  • Aus der entscheidungsorientierten Perspektive (der neoklassischen Theorie der Wirtschaftspolitik) geht es somit darum, den für ein gegebenes Ziel optimalen Mitteleinsatz zu bestimmen. Dazu müssen die verfügbaren Mittel bzw. Handlungsalternativen bekannt sein. Fernermuss auch bei staatlichem Handeln eine Budgetrestriktion berücksichtigt werden.
  • Eine Minimalanforderung für den Einsatz eines Mittels ist seine Effektivität (Zielwirksamkeit).Diese Anforderung ist eigentlich trivial; denn es wäre sinnlos, einen Weg zu beschreiten,der gar nicht zum Ziel führt.
  • Effektivität: Vorliegen von Zielwirksamkeit eines Mittels
  • Effizienz: optimalerWirkungsgradeines Mittels(ökonomischesPrinzip)
  • Effizienz bedeutet, dass er gewählte Eingriff die bestmögliche Zielerreichung gewährleistet.
  • Zielkonformität im weiteren Sinn erfordert dann, den Mitteleinsatz unter Berücksichtigungder Nebenwirkungen zu optimieren.
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  • Die neoklassische Wohlfahrtsökonomik nutzt das neoklassische Standardmodell als normativenReferenzmaßstab für einen gesamtgesellschaftlich anzustrebenden optimalen Zustand.
  • Pareto-Prinzip: Im Optimum kann sich keiner besser stellen, ohne mindestens einen anderen schlechterzu stellen.
  • Diesen Zustand effizienter Marktallokation bezeichnet man als pareto-effizient, weil er das (auf Vilfredo Pareto zurückgehende) Pareto-Prinzip erfüllt: Ein Zustand ist optimal, wenn niemand besser gestellt werden kann, ohne mindestenseinen anderen schlechter zu stellen.
  • Erste Pareto- Regel: Im Tauschoptimum sind alle Grenzraten der Gütersubstitution gleich.
  • Das durch den Markt hergestellte Tauschoptimum sorgt dafür, dass alle Tauschpartner einen optimalen Konsumplan (Zweites Gossensches Gesetz: Ausgleich der Grenznutzen) realisieren d.h. ihre individuellen Grenzrten der Substitution entsprechen jeweils dem (negativen) Kehrwert des Güterpreisverhältnisses.
  • Alle Unternehmen realisieren einen optimalen Produktionsplan, der durch den Tausch vonFaktoren nicht mehr ohne Nachteil für ein anderes Unternehmen verbessert werden kann.
  • Second-Best-Lösungen. Dabei wird unterstellt, dass es sinnvoll und möglich ist, die Folgen vorhandenen Abweichungen zumindest teilweise durch wirtschaftspolitische Eingriffe zu kompensieren, die selbst zu weiteren Abweichungen gegenüber der vollständigen Konkurrenz führen. Es soll also gewissermaßen Feuer mit Feuerbekämpft werden.
  • Die Pareto-Effizienz im neoklassischen Standard-Modell bezieht sich auf einen Zustand, sie misst daher nur d ie statische Effizienz. Wie wir jedoch wissen, kommt es im Marktprozessständig zu Anpassungen und evolutionären Veränderungen
  • „Tintenfleckentheorie“: Nicht ordnungskonforme Eingriffe können zu einer Kumulation staatlicher Eingriffeführen.
  • Eine steigende Staatsquote beeinträchtigt zunehmend den Marktmechanismus.
  • Subsidiaritätsprinzip: • Eigenverantwortung vor fremder Hilfe• Beschränkung staatlicher Hilfe auf das Notwendige
  • Subsidiaritätsprinzip, Subsidiarität bedeutet, dassjedes Individuen, aber auch soziale Gruppen und Institutionen zunächst für sich selbst Verantwortungtragen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten handeln. Nur soweit dies nichtmöglich ist, soll schrittweise auf fremde Hilfe und die Unterstützung größerer privater oderstaatlicher Institutionen zurückgegriffen werden, was mit einem Verlust an Handlungsautonomieund Eigenverantwortung verbunden ist.
  • Das Subsidiaritätsprinzip basiert zum einen auf den liberalen Ideen der individuellen Freiheit und der Eigenverantwortung.
  • Subsidiarität impliziert föderalen Staat mit dezentraler Aufgabenverteilung
  • drei Pareto-Regeln ein Tausch-, ein Produktionsoptimumund ein simultanes Tausch- und Produktionsoptimum.