20

Sopsy (Fach) / Prosoziale Motivation (Lektion)

Kapitel 3

Diese Lektion wurde von Amalaswinthaa erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Warum helfen Menschen? ·      Mitgefühl ·      Gut dastehen ·      Normen
  • Komponenten prosozialen Verhaltens 1.     Trägt zum Wohl anderer bei, 2.     Erfolgt intentional 3.     Erfolgt freiwillig
  • Prosoziales Verhalten und Altruismus ·      Motiv für prosoziales Verhalten kann positiv negativ oder beides sein ·      Altruistisches Verhalten wird nicht mit der Erwartung materieller oder sozialer Belohnungen oder der Vermeidung von Bestrafung ausgeführt
  • Evolutionspsychologische Sichtweise Verwandschaftsselektion ·      Kin selection ·      Menschen erhöhen die Chance ihre Gene weiter zu geben, in dem sie genetischen Verwandten zum Überleben verhelfen
  • Evolutionspsychologische Sichtweise Reziprozitätsnorm   ·      Wir helfen aus der Erwartung heraus, dass auch uns zukünftig geholfen wird ·      Erklärt nicht, warum prosoziales Verhalten auch dann gezeigt wird, wenn klar ist, dass keine weitere Interaktion mehr erfolgen wird
  • Evolutionspsychologische Sichtweise Soziales Lernen ·      Tendenz des Menschen, sozialen Einfluss zu akzeptieren ·      Menschen, die die Normen einer Gesellschaft am besten lernen haben einen Überlebensvorteil ·      Fähigkeit soziale Normen zu erwerben = Teil unseres genetischen Erbes
  • Empathie Altruismus Hypothese ·      Mitgefühl (empathy) und Unbehagen (personal distress) ·      Mitgefühl = affektive Reaktoin, die von der Wahrnehmung dse emotionalen Zustandes eines anderen stammt und durch auf den anderen orientierte Gefühle von Betroffenheit und Bedauern charakterisiert ist ·      Personal distress = affektive Reaktion, die von der Wahrnehmung des emotionalen Zustandes eines anderen stammt und durch auf das Selbst orientierte, unangenehme Gefühle wie Angst, Spannung und Unwohlsein charakterisiert ist ·      Reaktion von Mitgefühl in einer Notsituation à altruistische Motivation, Notlage zu beheben ·      Eher Gefühle von Anspannung und Unbehagen à egoistische Motivation der Reduzierung der eigenen Erregung
  • Warum helfen Menschen? Studie von Coke, Batson und McDavis ·      Vpn hören radiosendung über Person in Not, der sie Hilfe anbieten konnten ·      Leichte Fluchtbedingung, Kontakt kann vermieden werden (sehen nie wieder) ·      Schwere Fluchtbedingung, Kontakt kann nicht vermieden werden (Treffen in einer Veranstaltung nächste Woche) ·      Ausmaß von Mitgefühl/Unbehagen à gemessen über Selbsteinschätzungen ·      Hoch mitfühlende zeigen Hilfeverhalten in beiden Bedingungen ·      Überwiegen von Unbehagen à mehr Hilfe in der schwierigen Bedingung
  • Wie entstehen unterindividuelle Unterschiede im Mitgefühl? ·      Unglück wird nicht wahrgenommen, z.B. Zeitmangel ·      Situation kann falsch interpretiert werden ·      Betroffene Person kann als selbst verantwortlich für die Situation gesehen werden ·      Ähnlichkeit des Opfers ·      Je vertrauter, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer mitfühlenden Reaktion
  • Wann resultiert Unbehagen? Wenn die beobachtende Person durch das Ereignis so stark erregt wird, dass sie in erster Linie damit beschäftigt ist, ihre eigenen Emotionen unter Kontrolle zu bringen  Gründe: Dispositionen der Person Unsicherheit darüber, welches Verhalten angebracht ist Empathisches Overarousal --> mangelnde Kontrollierbarkeit der Situation
  • Anzeige
  • Entwicklung prosozialen Verhaltens ·      Erstes Auftreten tröstender Reaktionen à einige Monate nach dem 1. Geburtstag ·      Lebensalter scheint allerdings kein aussagekräftiger Prädiktor für die Entwicklung prosozialen Verhaltens zu sein ·      Hemmung, obwohl sich de kognitiven Vorraussetzungen für effektive Hilfeleistung verbessern (Wer gehört in den Kreis der Berechtigten?)
  • Entwicklung prosozialen Verhaltens Faktoren, unter denen Kinder Hilfe anbieten ·      Großer erlittener Schaden ·      Kein Eigenverschulden ·      Anderes Kind ist jünger und vertraut ·      Reziprozität ·      Mit steigendem Alter der Kinder nimmt der Einfluss der Rezipientenmerkmale zu
  • Entwicklung prosozialen Verhaltens Bedeutungder Kultur ·      Six Cultures Study – Whiting und Whiting ·      Hilfreiches Verhalten von Kindern 3-11 Jahre in Kenia, Mexiko, Japan, Indien, Philippinen und USA ·      Niveau der Hilfeleistungen in Kulturen mit Großfamilien höher (Kenia, Mexiko, Philippinen)
  • Entwicklung prosozialen Verhaltens Familiäre Einflussfaktoren ·      Familiäres Klima mit Wärme, Unterstützung und sicherem Bindungsmuster ·      Vermittlung von prosozialen Modellen ·      Kind darf ohne Scham traurig oder ängstlich sein ·      Darf andere Menschen nicht verletzen
  • Verantwortungsdiffusion ·      Experiment Epileptischer Anfall (Darley und Latané) ·      Wahrscheinlichkeit und Geschwindigkeit des Eingreifens hängt von der Größe der Gruppe ab ·      Auch Bystander Effekt genannt ·      Ergebnisse o   2 (Vp und Opfer) 85% in 52 Sekunden o   3 (Vp, Opfer +1) 62% in 93 Sekunden o   6 (Vp, Opfer +4) 31% in 166 Sekunden ·      Auftreten ist besonders wahrscheinlich, wenn die Zeugen von einander wissen aber nicht miteinander kommunizieren
  • Pluralistische Ignoranz ·      Zeugen haben Kenntnis von der Reaktion anderer à passives Verhalten bieten Modell für das Unterlassen von Hilfsbereitschaft ·      Hinweis, dass Eingreifen nicht angemessen ist
  • Pluralistische Ignoranz STtudie von Darley, reger und Lewis ·      Simulation eines Unfalls à Person stürzt, Lärm, Schmerzschreie ·      Allein oder mit zweitem Zeugen ·      Rücken an Rücken à nur 20% greifen ein ·      Alleine à 90% ·      Direkt gegenüber à 80% Hilfsbereitschaft
  • Schritte für oder gegen eine Intervention (darley und Latané) 1.     Ereignis bemerken 2.     Ereignis als Notfall interpretieren 3.     Verantwortung übernehmen 4.     Angemessene Hilfeleistung kennen 5.     Intervenieren
  • Verantwortung und prosoziales Verhalten ·      Zuschreibung von Verantwortung beim Hilfeempfänger löst emotionale Reaktion aus ·      Opfer nicht verantwortlich für die Situation à Mitgefühl à Hilfeverhalten ·      Situation für das Opfer kontrollierbar à selber schuld à Ärger
  • Situative Faktoren für Hilfeleistung Wahrnehmung: Wird überhaupt Hilfe benötigt? Zeitmangel: Nehme ich die Situation überhaupt wahr? Interpretation: Ich habe die Situation wahrgenommen, aber ist meine Hilfe nötig und sinnvoll? Verantwortung: Sind die um Hilfe bittenden selbst verantwortlich? Konkurrierende Ziele: Sind andere Ziele salient? Normen (Kultur): Soll ich helfen (in dieser Situation)? Erregung: Bin ich so erregt, angeekelt, erschrocken, dass ich nichts mehr wahrnehme? -> mittlere Erregung ist optimal Ähnlichkeit des Opfers: Ist die mir ähnlich? Gehört die zu mir? Familiäre Strukturen Kompetenz: Kann ich überhaupt helfen? Werde ich für Fehler bestraft?