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Sopsy (Fach) / Prosoziale Motivation (Lektion)
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- Warum helfen Menschen? · Mitgefühl · Gut dastehen · Normen
- Komponenten prosozialen Verhaltens 1. Trägt zum Wohl anderer bei, 2. Erfolgt intentional 3. Erfolgt freiwillig
- Prosoziales Verhalten und Altruismus · Motiv für prosoziales Verhalten kann positiv negativ oder beides sein · Altruistisches Verhalten wird nicht mit der Erwartung materieller oder sozialer Belohnungen oder der Vermeidung von Bestrafung ausgeführt
- Evolutionspsychologische Sichtweise Verwandschaftsselektion · Kin selection · Menschen erhöhen die Chance ihre Gene weiter zu geben, in dem sie genetischen Verwandten zum Überleben verhelfen
- Evolutionspsychologische Sichtweise Reziprozitätsnorm · Wir helfen aus der Erwartung heraus, dass auch uns zukünftig geholfen wird · Erklärt nicht, warum prosoziales Verhalten auch dann gezeigt wird, wenn klar ist, dass keine weitere Interaktion mehr erfolgen wird
- Evolutionspsychologische Sichtweise Soziales Lernen · Tendenz des Menschen, sozialen Einfluss zu akzeptieren · Menschen, die die Normen einer Gesellschaft am besten lernen haben einen Überlebensvorteil · Fähigkeit soziale Normen zu erwerben = Teil unseres genetischen Erbes
- Empathie Altruismus Hypothese · Mitgefühl (empathy) und Unbehagen (personal distress) · Mitgefühl = affektive Reaktoin, die von der Wahrnehmung dse emotionalen Zustandes eines anderen stammt und durch auf den anderen orientierte Gefühle von Betroffenheit und Bedauern charakterisiert ist · Personal distress = affektive Reaktion, die von der Wahrnehmung des emotionalen Zustandes eines anderen stammt und durch auf das Selbst orientierte, unangenehme Gefühle wie Angst, Spannung und Unwohlsein charakterisiert ist · Reaktion von Mitgefühl in einer Notsituation à altruistische Motivation, Notlage zu beheben · Eher Gefühle von Anspannung und Unbehagen à egoistische Motivation der Reduzierung der eigenen Erregung
- Warum helfen Menschen? Studie von Coke, Batson und McDavis · Vpn hören radiosendung über Person in Not, der sie Hilfe anbieten konnten · Leichte Fluchtbedingung, Kontakt kann vermieden werden (sehen nie wieder) · Schwere Fluchtbedingung, Kontakt kann nicht vermieden werden (Treffen in einer Veranstaltung nächste Woche) · Ausmaß von Mitgefühl/Unbehagen à gemessen über Selbsteinschätzungen · Hoch mitfühlende zeigen Hilfeverhalten in beiden Bedingungen · Überwiegen von Unbehagen à mehr Hilfe in der schwierigen Bedingung
- Wie entstehen unterindividuelle Unterschiede im Mitgefühl? · Unglück wird nicht wahrgenommen, z.B. Zeitmangel · Situation kann falsch interpretiert werden · Betroffene Person kann als selbst verantwortlich für die Situation gesehen werden · Ähnlichkeit des Opfers · Je vertrauter, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer mitfühlenden Reaktion
- Wann resultiert Unbehagen? Wenn die beobachtende Person durch das Ereignis so stark erregt wird, dass sie in erster Linie damit beschäftigt ist, ihre eigenen Emotionen unter Kontrolle zu bringen Gründe: Dispositionen der Person Unsicherheit darüber, welches Verhalten angebracht ist Empathisches Overarousal --> mangelnde Kontrollierbarkeit der Situation
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- Entwicklung prosozialen Verhaltens · Erstes Auftreten tröstender Reaktionen à einige Monate nach dem 1. Geburtstag · Lebensalter scheint allerdings kein aussagekräftiger Prädiktor für die Entwicklung prosozialen Verhaltens zu sein · Hemmung, obwohl sich de kognitiven Vorraussetzungen für effektive Hilfeleistung verbessern (Wer gehört in den Kreis der Berechtigten?)
- Entwicklung prosozialen Verhaltens Faktoren, unter denen Kinder Hilfe anbieten · Großer erlittener Schaden · Kein Eigenverschulden · Anderes Kind ist jünger und vertraut · Reziprozität · Mit steigendem Alter der Kinder nimmt der Einfluss der Rezipientenmerkmale zu
- Entwicklung prosozialen Verhaltens Bedeutungder Kultur · Six Cultures Study – Whiting und Whiting · Hilfreiches Verhalten von Kindern 3-11 Jahre in Kenia, Mexiko, Japan, Indien, Philippinen und USA · Niveau der Hilfeleistungen in Kulturen mit Großfamilien höher (Kenia, Mexiko, Philippinen)
- Entwicklung prosozialen Verhaltens Familiäre Einflussfaktoren · Familiäres Klima mit Wärme, Unterstützung und sicherem Bindungsmuster · Vermittlung von prosozialen Modellen · Kind darf ohne Scham traurig oder ängstlich sein · Darf andere Menschen nicht verletzen
- Verantwortungsdiffusion · Experiment Epileptischer Anfall (Darley und Latané) · Wahrscheinlichkeit und Geschwindigkeit des Eingreifens hängt von der Größe der Gruppe ab · Auch Bystander Effekt genannt · Ergebnisse o 2 (Vp und Opfer) 85% in 52 Sekunden o 3 (Vp, Opfer +1) 62% in 93 Sekunden o 6 (Vp, Opfer +4) 31% in 166 Sekunden · Auftreten ist besonders wahrscheinlich, wenn die Zeugen von einander wissen aber nicht miteinander kommunizieren
- Pluralistische Ignoranz · Zeugen haben Kenntnis von der Reaktion anderer à passives Verhalten bieten Modell für das Unterlassen von Hilfsbereitschaft · Hinweis, dass Eingreifen nicht angemessen ist
- Pluralistische Ignoranz STtudie von Darley, reger und Lewis · Simulation eines Unfalls à Person stürzt, Lärm, Schmerzschreie · Allein oder mit zweitem Zeugen · Rücken an Rücken à nur 20% greifen ein · Alleine à 90% · Direkt gegenüber à 80% Hilfsbereitschaft
- Schritte für oder gegen eine Intervention (darley und Latané) 1. Ereignis bemerken 2. Ereignis als Notfall interpretieren 3. Verantwortung übernehmen 4. Angemessene Hilfeleistung kennen 5. Intervenieren
- Verantwortung und prosoziales Verhalten · Zuschreibung von Verantwortung beim Hilfeempfänger löst emotionale Reaktion aus · Opfer nicht verantwortlich für die Situation à Mitgefühl à Hilfeverhalten · Situation für das Opfer kontrollierbar à selber schuld à Ärger
- Situative Faktoren für Hilfeleistung Wahrnehmung: Wird überhaupt Hilfe benötigt? Zeitmangel: Nehme ich die Situation überhaupt wahr? Interpretation: Ich habe die Situation wahrgenommen, aber ist meine Hilfe nötig und sinnvoll? Verantwortung: Sind die um Hilfe bittenden selbst verantwortlich? Konkurrierende Ziele: Sind andere Ziele salient? Normen (Kultur): Soll ich helfen (in dieser Situation)? Erregung: Bin ich so erregt, angeekelt, erschrocken, dass ich nichts mehr wahrnehme? -> mittlere Erregung ist optimal Ähnlichkeit des Opfers: Ist die mir ähnlich? Gehört die zu mir? Familiäre Strukturen Kompetenz: Kann ich überhaupt helfen? Werde ich für Fehler bestraft?