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Ressourcenmärkte (Fach) / Wasser (Lektion)

Teil Wasser

Diese Lektion wurde von lisa_wie erstellt.

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  • Warum schränkt der Weltwasserrat als Sponsor des Weltwasserforums dessen Freiheiten ein? Im Weltwasserrat sitzen zwei führende Wasserkonzerne (Suez & Veolia), die die Entscheidungsprozesse (Lobbyismus) stark beeinflussen. Diese "objektive" Organisation verschleiert die Interessen der Anbieter, durch Gremien und Foren, wie bspw. das Weltwasserforum. Es werden auch Studien herausgegeben, die tendenziell zu dem Ergebnis gelangen, dass der Markt ,liberalisiert werden muss. Folglich soll Wasser zu einem Handelsgut werden. Dies entspricht der Meinung und den Interessen der führenden Wasserkonzerne. 
  • Welche Maßnahmen kann man setzen, um aus non-revenue Wasser revenue Wasser zu machen? Non-revenue Wasser = Wasser, das in das Leitungssystem eingespeist wurde, wofür jedoch nichts bezahlt wird und folglich auch nichts erwirtschaftet wird. Gründe dafür sind vor allem Leitungsverluste und fehlende Verbrauchsmessungen.  Maßnahmen dagegen: gezielte Investitionen: Wartungen von Leckagen und veralteten Versorgungssystemen, regelmäßiges Monitoring der Leitungen durch unterschiedliche Sensoren (Bsp. Schallsensoren) 
  • Was sind die Vor- und Nachteile des Great-Man-Made-River Projekts in Libyen für Bevölkerung und Landwirtschaft? Projekt: Fossiles Wasser, das eig nicht in den derzeitigen Wasserkreislauf miteingebunden ist und nicht durch Niederschläge erneuert wird, wird genutzt.  Vorteile: Durch Nutzung dieses Wassers für landwirts. Zwecke und zur Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser konnte eine Erhöhung des Lebensstandards für die dortige Bevölkerung erreicht werden.  Nachteile: Nutzung ist nicht nachhaltig, da sich das Wasser nicht wieder erneuert und der Grundwasserspiegel sinkt in angrenzenden Regionen ab. 
  • Was sind die Gründe für die Nahrungsmittelknappheit abgesehen von der Wasserverfügbarkeit? Bevölkerungswachstum ist sehr stark > bis 2050 um ~ 2,5 Mrd - dadurch steigt auch die Nachfrage nach Nahrungsmitteln. Um diese erhöhte Nachfrage stillen zu können, muss die landwirtschaftl. Fläche ausgeweitet werden und somit auch der Einsatz von Bewässerung erhöht werden. Der Eintrag von Schadstoffen muss durch erhöhten Pestizid- und Düngergebrauch reguliert werden. Folglich steigt die Nachfrage nach virtuellem Wasser und Wasser.  Auch die Nachfrage nach Energie, Konsumgütern und DL aller Art wird durch den Bevölkerungswachstum steigen. 
  • Was sind die Folgen von Preiserhöhung von Wasser? -> gewisse (arme) Bevölkerungsschichten könnten sich Wasser als Grundgut nicht mehr leisten.  Dennoch tragen höhere Wasserpreise auch zur Reduzierung des ineffizienten Wassereinsatzes , vor allem in der LW, bei. Dadurch kommt es zum Einsatz von effizienteren Bewässerungstechnologien (Tröpfchenberegnung).  Ein erhöhter Wasserpreis kann auch vermehrt zur Kostendeckung herbeigezogen werden --> staat würde somit finanziell entlastet werden. Zusätzlich können Investitionen, wie notwendige Wartungen, umgesetzt werden. 
  • Warum funktionieren PPPs oft nicht? Durch Private Public Partnerships können sowohl Finanzmittel, als auch know-how zur Verfügung gestellt werden. Dabei gründen Private und Kommune gemeinsam eine Gesellschaft. Die hoheitliche Verantwortung des Staates bleibt jedoch unangetastet.  Aufgrund von Korruption funktionieren PPPs oft nicht. Zudem wird kritisiert, dass oftmals eine Preiserhöhung stattfindet und gleichzeitig die Wasserqualität abnimmt.  Kritisiert wird die Vorstellung einer win-win Situation und die Ausweitung auf den Bereich der Daseinsvorsorge. Es besteht ein Zielkonflikt: Die Politik ist am Gemeinwohl orientiert und hat daher bei der Zuordnung von Ressourcen die Interessen jener Menschen wahrzunehmen, die ihre Bedürfnisse nicht oder nur unzureichend durch ihre kaufkraft nachfragen können. Das Hauptziel eines Unternehmens dagegen ist die Gewinnmaximierung für seine Eigentümer. Dadurch besteht die Gefahr der Verschlechterung des Leistungsangebots aufgrund der meist monopolartigen Eklusivverträge. Zudem besteht die Gefahr, dass ide Arbeitsweise der Privaten nicht ausreichend überwacht wird und da durch die Kontrolle durch die Behörden verloren geht. 
  • In welchen Technologien liegt am meisten Potenzial? (Bewässerungsanlagen usw.) Es gibt folgende alternative Bewässerungstechnologien: Tröpchenbewässerung, Bodenfeuchtigkeitssensoren, Unterflurbewässerung, die vermehrte Nutzung von Gewächshäusern und Abwasser.  Vorteil der Tröpfchenbewässerung ist die konstante, aber regelmäßige Abgabe von Wasser an die Pflanze in Tröpfchen. Dadurch gibt es geringere Verdunstungs- und Versickerungsverluste und der Wirkungsgrad liegt bei über 90%. (50% bei Öberflächenbewässerung)  Technologisch anspruchsvoll sind die Bodenfeuchtigkeitssensoren: Diese werden über GPRS gesteuert und überwacht.  Die Unterflurbewässerung bringt sehr hohe Investitionskosten mit sich, da ein unterirdisches Rohrsystem gelegt werden muss. 
  • In welchen Technologien liegt am meisten Potenzial? (High- und Low-Tech Lösungen) für Abwasserbehandlung High-Tech-Lösungen: Separationstoiletten und Schwerkraftsystem, Vakuumtoilette mit Biogasanlage, Adaption des bestehenden Abwassersystems mit Separationstoiletten, Ordnungsrecht, Kontrolle der Grenzwerte Low-Tech-Lösungen: Trockentoiletten
  • Wie heißen die 3 größten internationalen Wasserversorger im Wassersektor? Suez Environnement Veolia RWE (gehört Thames Water)
  • Was verstehen Sie unter dem "Handel mit virtuellem Wasser"? Virtuelles Wasser gibt an, wie viel Wasser benötigt wird, um ein bestimmtes Gut herzustellen. Z.B. werden für eine Tasse Kaffee 35l Wasser benötigt! Wasser wird somit zu einem grenzüberschreitenden Handelsgut. Wenn ein land an Wasserknappheit leidet und teure Produkte im Inland zum Export herstellen will, wird zusätzlich mehr Wasser benötigt. Das Land produziert folglich Wassermangel durch diese Art der Güterproduktion selbst und "exportiert" Wasser. (Produktion, die Wasser entnimmt, bringt die Notwendigkeit die Wasserversorgung zu verbessern. Gelingt dies nicht aus eigenen Kräften, wird das Problem verschoben und das Land gerät in eine neue Abhängigkeit) Wenn Europa Konsumgüter aus China importier, erhöht dies den dortigen Wasserverbrauch --> China exportiert somit auch virtuelles Wasser
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  • Welcher Zusammenhang besteht Ihrer Meinung nach zwischen "Virtuellem Wasser" und dem internationalen Agrarhandel? Die LW ist sehr stark von Wasser bei der Produktion angewiesen. Dadurch ist auch der Anteil des virtuellen Wassers von lw Produkten sehr hoch. Besonders in den wasserarmen Regionen ist das nachteilig. Da im internationalen Agrarhandel verschiedene Produkte unterschiedlich stark nachgefragt werden, kommt es oftmals zum Anbau von stark wasserbedürftigen Produkten. Dadurch wird auch viel virtuelles Wasser exportiert. Bsp.China!
  • Was ist virtuelles Wasser? = die Menge an Wasser, welche zur Produktion eines landwirtschaftl. Erzeugnisses/Produktes gebraucht wird.
  • Argumente FÜR und GEGEN Liberalisierung PRO: Der Zugang zu Wasser wäre allen möglich. Wasser ist lebensnotwendig und es gibt auch Menschen, die keine Gegenleistung dafür erbringen können. CONTRA: Es könnte zu einer Vielzahl von Problemen kommen: z.B. gäbe es weniger Gelder für Leitungsbau oder möglicherweise nötige Verbesserungen der Abwasserreinigung.
  • Was sind die 3 Marktsegmente im Wassermarkt? Flaschenmarkt Leitungsmarkt Dienstleistungsunternehmen Wasserexport Trinkwasserversorgung Export von Anlagen und Know-How
  • Prozentuellen Anteile der Wassernutzung? Landwirtschaft: 70% Industrie: 20% Haushalte: 10%
  • Wertschöpfung entlang der Wasserbereitstellung Wassergewinnung -> Aufbereitung -> a) Abfüllung (Flaschen,...) -vorerst Ende b) Transport -> Verbrauch (Kunden - Wasserleitung) --> Sammlung des "benutzten" Wassers -> Behandlung -> Wiederaufbereitung -> zurück zu b
  • Welchen Einfluss hat das GATS Handelsabkommen auf nationale Wassermärkte? Es kommt dadurch zu einer teilweisen Privatisierung von Wasser durch PPPs. Damit sind vor allem große Konzerne Gewinner dieses Handelsabkommens. GATS = Das allgemeine Abkommen über den Handel mit DL ist ein internationales, multilaterales Handelsabkommen der WTO, das den grenzüberschreitenden Handel mit DL regelt und dessen fortschreitende Liberalisierung zum Ziel hat.
  • Welche transnationalen Konzerne agieren international? SAUR SUEX E.ON RWE (?)
  • Welche Global Player sind am größten? Suez/Ondeo (Suez Environnement) und Veolia sind mit einem Weltmarktanteil von 8 bzw. 13% die größten Global Player im Wassersektor. Es folgt mit großem Abstand das britische Unternehmen Thames Water (3%),das 2000 vom deutschen Energiekonzern RWE gekauft wurde. Die Zahl dieser Global Player ist sehr beschränkt: etwa 20 Versorgungsunternehmen teilen sich weitgehend den globalen Markt.
  • Was sind die Unterschiede zwischen den Zielen von Profit und Non-Profit Unternehmen? Erkläre sie anhand eines Beispiels. Non-Profit-Unternehmen: Ziel ist die Gemeinnützigkeit zu erreichen (Gemeinden) Profit-Unternehmen: Ziel ist wirtschaftlicher Erfolg
  • Was ist eine negative Auswirkung der Liberalisierung des internationalen Wassermarktes für Kommunen? Trotz der höheren Wasserpreise kommt es zu einer Verschlechterung der Wasserqualität.
  • Wer sind die Betreiber von Liberalisierung? Konzerne, Weltbank, WTO, Währungsfonds
  • Was sind die Verpflichtungen Österreichs für eine nachhaltige Wassernutzung? Wasser wird in Ö ziemlich sicher nicht verkauft. Jedoch wird das Know-How über Aufbereitung, Filter- und Reinigungsanlagen verkauft, u.a. in China, Naher und Mittlerer Osten, Südamerika und Südostasien (= Zukunftsmärkte). Zudem ist in Ö ein sehr emotionaler Zugang zu Wasser vorhanden. Dies ist vor allem in der Reaktion der Medien sichtbar: "Ausverkauf des österreichischen Wassers".
  • Wie sieht Ihrer Meinung nach die Zukunft am internationalen Wassermarkt aus und wie steht die EU,... zu dieser Entwicklung? Die Eu erkennt an, dass Wasser ein lebensnotwendiges Gut ist. Dennoch gibt es Bestrebungen, den Markt zu liberalisieren, d.h. Wasser ist an sich kein Handelsgut, die Versorgung jedoch schon. Damit fährt die EU doppelgleisig, denn wenn man keinen Zugang zu sauberem Wasser hat, verliert man automatisch das Recht auf Wasser als lebensnotwendiges Gut und man muss für die Versorgung zahlen.
  • Was sind Near Water Drinks und zähle ein BSP auf. Near Water Drinks bestehen aus Wasser und leichtem zusätzl. Frucht- oder Kräutergeschmnack, welcher einen Mehrwert zur Ernährung und Fitness beitragen sollen. Bsp: Römerquelle Emotion, Water Joe (Wasser mit Koffein) - ist dem "functional food" ähnlich
  • Was gibt es zum Know-How von österreichischen Wasserfirmen zu sagen? Wasser wird in Ö nicht verkauft, sehr wohl aber das Know-How über Aufbereitung, Filter- und Reinigungsanlagen. Vor allem wird dieses Wissen nach China, Südostasien, den arabischen Raum und Südosteuropa (+weitere Zukunftsmärkte) exportiert.
  • Wo findet der Wissensaustausch der österreichischen Firmen statt? ?