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Montagetechnik (Fach) / Montagetechnik (Lektion)
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- Wodurch zeichnet sich die stückweise Einzelplatzmontage aus? einfachste Form der Montage Durchführung aller zur Montage notwendigen Vorgänge stationärer Arbeitsplatz und stationäre Arbeitskraft gesamte Montageaufgabe an einem Platz (Losgröße, Arbeitsinhalte) Arbeitsplatz für ein Produkt (Produktvarianten)
- Wodurch zeichnet sich die Mehrfachpalette aus? verrichtungsweise Einzelplatzmontage unterschiedliche Paletteninhalte an einem Arbeitsplatz einsetzbar bis zu 20 Teileaufnahmen je Palette einfache Verkettung manuelle Weitergabe
- Wodurch zeichnet sich der Drehteller aus? verrichtungsweise Einzelplatzmontage bis 40 Teileaufnahmen je Drehteller beliebige Drehrichtung Transferbewegung intermittierend oder kontinuierlich Automatikstationen möglich
- Wodurch zeichnet sich die oval umlaufende Werkstückträgerkette aus? verrichtungsweise Einzelplatzmontage bis 50 Werkstückträger Transferbewegung Automatikstationen möglich intermittierend oder kontinuierlich nicht verkettbar flexibler Arbeitskräfteeinsatz
- Wodurch zeichnet sich die mäanderförmige Werkstückträgerkette aus? verrichtungsweise Einzelplatzmontage 25, 50 oder 100 Werkstückträger Transferbewegung intermittierend oder kontinuierlich einfache Verkettung durch schienengeführte Weitergabe
- Was sind die Merkmale der stückweisen Montage? geringer Planungsaufwand hohe Flexibilität bei Veränderungen von Stückzahl und Typen unmittelbare Auswirkung von Störungen sporadische Beschäftigung bei geringer Auslastung nei Kapazitätserhöhung Investitionen für teure Vorrichtungen hoher Kapitalaufwand für parallele Stationen
- Was sind die Merkmale der verrichtungsweisen Montage? Lerneffekte / Zeitersparung durch Bewegungswiederholung vereinfachter Bewegungsablauf steigende Produktivität ggü. stückweiser Montage 40% Produktivitätssteigerungen erreichbar erhöhte Effektivität
- Wodurch zeichnet sich die One Piece Flow Einzelplatzmontage aus und woraus besteht der Arbeitsplatz? Einzelstück-Fließmontage bestandsminimale Versorgung von Fertigungseinrichtungen verbrauchsnahe Bereitstellung zahlreicher unterschiedlicher Einzelteile und WZe homogene Taktung andernfalls Auslastungsverluste an einzelnen Arbeitsstationen bei Produkten mit vielen Teilen und Produktvarianten drehbarer Arbeitstisch mit WZ-Aufnahme Teilebereitstellung Kugelrollbahn Montageschlitten auf Kugelrollbahn
- Wodurch zeichnet sich die Fließmontage aus? kommt bei Unwirtschaftlichkeit der Einzelplatzmontage zum Einsatz Anordnung Montagearbeitsplätze nach Montagerangfolge Durchführung der Montagevorgänge zeitlich abgestimmt nicht taktgebunden möglichst zeitlich gleiche Arbeitsinhalte (Austaktung) Verteilung Montageaufwand auf mehrere verkettete Arbeitsplätze definierte Zeitvorgabe je Station
- Wie unterscheidet man nach materialflusstechnischer Verknüpfung bei der Fließmontage? manuelle Förderung mechanisch ungeordnete Förderung mechanisch geordnete Förderung
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- Welche Förderungsarten gibt es bei der mechanisch ungeordneten Förderung? Skelettbandanordnung Schoßbandordnung
- Was ist die Austaktung? Bestimmung der Ausbringung einer Fließmontage durch Station mit längster Ausführungszeit (Engpassstation) Auslastungsverluste durch Unterschiede in den Stationszeiten Austaktung ist Taktzeitausgleich bzw. Taktzeitharmonisierung
- Wann kommt die manuelle Montage zum Einsatz? Automatisierung technologisch nicht möglich hohe Investitions- & Betriebskosten einer Automatisierung Automatisierung aufgrund hoher Komplexität und Variantenvielfalt nicht zulässig
- Was sind die Vor- & Nachteile der manuellen Montage? pro: hohe Variantenflexibilität hohe Stückzahlflexibilität geringe Fixkosten für Betriebsmittel Stufenweise ausbaufähig hohe Reaktionsfähigkeit auf Kundenwüsche contra: geringe Produktivität hohe Durchlaufzeiten hohe variable Kosten Qualität nicht sicher reproduzierbar manuelle Realisierung auch belastungsreicher Vorgänge
- Wodurch zeichnet sich die hybride Montage im Allgemeinen aus? Kombination von Automatikstationenen mit Handarbeitsplätzen systembedingte zeitliche Kopplung zwischen Mensch und Automat rationelle Herstellung von Kleingeräten bei vielen Varianten und kleinen Losen Stückzahl und Variantenvielfalt liegt zwischen manueller und automatisierter Montage
- Wodurch zeichnet sich die manuelle Montage im Allgemeinen aus? gänzlich vom Menschen durchgeführter Montageprozess Majorität der industriellen Montageprozesse keine mechanisierten bzw. automatisierten Komponenten Zusammenbau von Teilen und Baugruppen beliebiger Größe Einsatz von Standard- oder Spezialmontagehilfsmitteln
- Woraus besteht ein Arbeitsplatz eines hybriden Montagesystems? Stehplatte Arbeitsstuhl Arbeitstisch und Werkstückaufnahme Ablagefläche Steuerungselement Arbeitsanweisung Beleuchtung Greifbehälter Aufhängung Montagemittel Schutzeinrichtungen Bereitstellung von Material Verkettung
- Was sind die Einteilungsmöglichkeiten von hybriden Montagesystemen? räumliche Anordnung der Arbeitsplätze und Stationen: Kreis, Linie // Karree, kombiniert zeitliche Bindung: mit Taktzwang // ohne Taktzwang Arbeitsablauf: stückweise // verrichtungsweise Flexibilität: starr verknüpft // flexibel austauschbar Art des Umrüstens bei Typenwechsel: manuell // automatisch
- Wodurch zeichnet sich die Rundtaktausführung aus? kleine Baugruppen mit überschaubarem Arbeitsinhalt Anstreben verrichtungsweiser Montageabläufe Produktion mittlerer Stückzahlen
- Wodurch zeichnet sich die verkettete Rundtaktausführung aus? Kombination zweier oder mehrerer Rundtaktstationen Einzelplatzlösung nicht möglich (Stückleistung, Produktkomplexität- und Anzahl) Arbeitsstationsausrüstung nach produktbezogenen Anforderungen
- Wodurch zeichnet sich das Montagesystem für ein bis zwei Werker aus? Kombination von drei Arbeitsstationen mit sog. Parkweichen Bedienung durch zwei Mitarbeiter in Zeiten hoher Nachfrage Arbeitsstationsausrüstung nach produktbezogenen Anforderungen
- Wodurch zeichnet sich die One Set Flow hybride Montage aus? Weiterreichung einer festen Anzahl gleicher Baugruppen (Sets) Verkettung mehrerer Hybridsysteme zu einer Linienmontage bei komplexen Produkten oder stark schwankenden Stückzahlen Anstreben gleichmäßiger Austaktung und Aufteilung von Arbeitsinhalten
- Wodurch zeichnet sich die Längstransferanordnung aus? Kombination manueller und automatisierter Montagevorgänge Montage von Baugruppen größerer Abmessungen und Gewichten i.d.R. doppelgurtbandig Karree- oder Linienbauweise Nutzung standardisierter Basismodule Unterscheidung in Reihenschluss- und Nebenschlussanordnung
- Was sind die Vor- und Nachteile hybrider Montage? pro: bedarfsgerechter Automatisierungsgrad vereinfachte Materialdisposition an manuellen Stationen hohe Varianten-/Stückzahlflexibilät hohe Reaktionsfähigkeit auf Kundenwünsche contra: Vorschriften zur Ergonomie Gefahr des Einsatzes von Arbeitskräften als Lückenbüßer Gefahr der Stressverursachung durch feste Taktzeiten der automatischen Stationen z.T. umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich
- Wodurch zeichnet sich die automatische Montage im Allgemeinen aus? Fertigung von Massenprodukten mit geringer Varianz individuell für ein Produkt angepasste Sondermaschinen modularer Aufbau Kombination erprobter Baukastenkomponenten zu einer Anlage zusätzliche Handarbeitsplätze (hybrid) bei kleinen Stückzahlen, zahlreichen Varianten oder einzelnen, diffizilen Arbeitsschritten
- Wovon ist Automatisierbarkeit abhängig? Zugänglichkeit zum Fügeort Risiko des Verhakens von Fügeteilen Werkstücksteifigkeit (biegeschlaff/biegesteif) Notwendigkeit zur Sicherung von Teilen während der Montage leicht automatisierbar sind Verfahren, die mit einer einfachen Hauptbewegung auskommen (z.B. Längspressen)
- Wodurch wird die Organisation der Montage beschrieben? räumliche Anordnung (Verlauf der Hauptförderrichtung): offen // geschlossen zeitliche Bindung des Materialflusses: Reihenverkettung // Parallelverkettung Umfang und Art der Arbeitsteilung Bewegungszustand des Objekts während der Montage
- Wodurch zeichnet sich eine Einstationen-Maschine aus? Ausführung mehrerer Montageoperationen an einem Ort keine Weitergabe der Montageeinheit meist kleine Montageeinheiten aus wenigen Bauteilen Montieren aus mehreren Richtungen möglich Verzicht auf geordnetes Ablegen montierter Baugruppen Anwendung in Elektrogeräteindustrie und Feinwerktechnik
- Wodurch zeichnet sich eine Mehrstationen-Maschine aus? arbeitsteilige Montage von Baugruppen oder Produkten Stationen verbunden durch lineare Transfersysteme oder Rundschalttische zeitsynchron (taktweise oder kontinuierlich) oder zeitasynchron
- Wodurch zeichnet sich die Montagezelle bezüglich der Verkettung aus? Komplexität der Montageaufgabe begrenzt hoher Nebenzeitanteil schränkt Produktivität ein
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- Wodurch zeichnet sich eine Montagelinie aus? Feste Stationsreihenfolge Gute Zugänglichkeit Rückführstrecke nicht für Montage nutzbar
- Wodurch zeichnet sich ein Montagekarree (-ring) aus? Feste Stationsreihenfolge Werkstückträgertransport Innenraum schlecht zugänglich
- Wodurch zeichnet sich ein Montagenetz aus? Gliederung Vor- / Hauptmontagen Stationsreihenfolge wählbar Komplexe Systeme darstellbar
- Wodurch zeichnet sich ein Montagenetz aus? Stationsreihenfolge frei wählbar Hoher Steuerungsaufwand
- Welche zeitlichen Verkettungen kennen Sie? stationär: Stück- / Losweise synchron: Einzelstück asynchron: Losweise kontinuierlich
- Wodurch zeichnet sich Rundtakt-Montageanlagen aus? mehrere, kreisförmig angeordnete Stationen Fügen, Handhaben, Prüfen, Kennzeichnen und Verpacken Verkettung durch Rundschalttische oder Ringschalttische synchrone und getaktete Weitergabe
- Wodurch zeichnet sich Längstakt-Montageanlagen bezüglich Verkettung aus und welche Anlagen kennen Sie? linear angeordnete Stationen mit starrer Verkettung Fügen, Handhaben, Prüfen, Kennzeichnen und Verpacken synchrone und getaktete Weitergabe Raupentischmaschine Rundlaufmaschine
- Wodurch zeichnet sich die Rundtakt-Montageanlage bezüglich der Verkettung aus? mehrere, kreisförmig angeordneten Stationen Fügen, Handhaben, Prüfen, Kennzeichnen und Verpacken Verkettung durch Rundschalttische oder Ringschalttische synchrone und getakte Weitergabe
- Wodurch zeichnet sich die Montagelinie im Allgemeinen aus? automatisierte oder teilautomatisierte Montagestationen übereinstimmende mittlere Zykluszeiten der Montagestationen Verbindung mehrerer Montagestationen Transport auf Werkstückträgern zeitasynchrone Weitergabe hoher Standardisierungsgrad begrenz flexibel einsetz- bzw. ausrüstbar
- Wodurch zeichnet sich die Rotormaschine im Allgemeinen aus? Montage kleiner einfacher Baugruppen und Massenprodukte Stückzahl mindestens 10 Millionen / Jahr zeitsynchron kontinuierlich Automaten zum Füllen, Etikettierung und Verschließen von Behältern Ausführung nur eines Arbeitsganges je Rotor i.d.R. Verkettung mehrerer Arbeitsrotoren zu einer Linie Reihen-Parallel-Schaltung
- Was sind die Vor- und Nachteile der automatischen Montage? pro: hohe Produktivität geringe Durchlaufzeiten Übernahme monotoner Montagetätigkeiten von automatisierten Stationen wirtschaftlicher Einsatz bei Großserien contra: Einsatz auf Großserien begrenzt hohe Fixkosten definierte Stückzahlobergrenze kaum kapazitive Erweiterungsmöglichkeiten
- Wodurch zeichnet sich die flexibel automatisierte Montage im Allgemeinen aus? Montage unterschiedlicher Produkte oder Produktvarianten in beliebiger Reihenfolge Integration programmierbarer Handhabungsgeräte, Füge- und Prüfeinrichtungen
- Was sind die Eigenschaften der flexibel automatisierten Montagesysteme? Komplettmontierbarkeit einer Produktfamilie Produktumrüstbarkeit des Montagesystems Wiederverwendbarkeit von Anlagenkomponenten
- Was sind die Voraussetzungen der flexibel automatisierten Montagesysteme? automatisierungsfähige Produkte: montagegerechte Konstruktion automatisierungsgerechte Produktkomplexität geordnetes Angebot der Einzelteile: strukturierte Teilezuführung prozessstabile Teilebereitstellung
- Wodurch kann die Stückleistung bei der flexiblen Automatisierung positiv beeinflusst werden? Montageablauf: verrichtungsweise Vorgangsfolge strukturoptimierte Montagesequenz Arbeitsraum: kurze Handhabungswege minimale Anzahl von Greiferwechseln Wandlungsfähigkeit: automatisierte Rüstprozesse standardisierte Umbauvorgänge Montagelogistik: auslastungsoptimierte Produktsequenz entnahmegerechte Teilebereitstellung
- Wodurch zeichnen sich kurze Handhabungswege aus? Handhabungsweg für Hinlangen und Bringen entspricht Position der aufzunehmenden Einzelteile relativ zur Fügeposition Teilebereitstellung beeinflusst Handhabungswege Ziel ist einheitlich kurze Handhabungswege bei fester Greifposition Beispiel: Vibrationswendelförderer
- Was gilt bezüglich des Greiferwechsels? minimale Anzahl von Greiferwechsel anzustreben Greiferwechsel sind Sekundäraufwand Greiferwechsel senken Stückleistung
- Wodurch zeichnet sich die flexible hybride Montageanlage im Allgemeinen aus? Vermeidung von Gefahrquellen für Mitarbeiter durch ausreichenden Abstand zum Roboterarbeitsplatz Werkstückträgerumlaufsysteme und Zuführschienen als Zwischenpuffer zwischen automatisierten und manuellen Tätigkeiten gleichmäßige Auslastung der Arbeitsplätze durch angemessenen Anteil automatischer und manueller Tätigkeit Umrüstmöglichkeit zur Anpassung an wechselnde Produkte durch zusätzliche Querbahnen, Peripheriepaletten und programmierbare Schiebetische Reduktion der Rüstzeit auf wenige Minuten
- Wodurch zeichnen sich flexible automatisierte Montageanlagen im Allgemeinen aus? selbstgesteuerte Ausführung verschiedener Aufgaben begrenzte Produktvarianten- und Stückzahlflexibilität schnelle Umrüstung schnelle Erweiterung oder Rückbau der Anlage Eignung zum flexiblen Personaleinsatz