8
Informationsmanagement (Fach) / Begriff Informationsmanagement (Lektion)
Informationsmanagement - WS15/16
Diese Lektion wurde von burak_c52 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
- „Die richtige Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ Welcher zentrale betriebswirtschaftliche Aspekt wird in dieser Definition vernachlässigt? Nennen Sie stichpunktartig Konsequenzen eines Informationsmanagements nach dieser (unvollständigen) Definition. (2 Punkte) o In dieser Aussage fehlt die Kostenbetrachtung (ggf. im Zusammenhang mit einer Nutzenbetrachtung).o Konsequenzen:o Kosten der Informationsbeschaffung und –distribution (Transaktionskosten) vernachlässigt o Keine Gegenüberstellung von Transaktions- und Opportunitätskosten o Folglich Informationsbereitstellung auch bei zu hohen Kosten
- Für ein Umweltinformationssystem soll ermittelt werden, welche Informationen überhaupt erhältlich sind (und damit in das System integriert werden können) und welche Informationen aus dem System zu welchen Zeitpunkten an welche Behörden zu senden sind. Ist diese Aufgabe dem funktionalen Informationsmanagement oder dem institutionellen Informationsmanagement zuzuordnen? Wo würden Sie diese Aufgabe im Ebenen-Modell von Wollnik einordnen? Begründen Sie Ihre Zuordnung. (3 Punkte) Das gehört zum funktionalen Informationsmanagement, weil hier Ermittlung der Informationsbedarfe und die Planung der Informationsbereitstellung im Mittelpunkt stehen. Bei diesen Aufgaben stehen die Informationen selbst im Vordergrund, d.h. das gehört zur oberen Ebene des Ebenenmodells nach Wollnik. Das institutionelle Informationsmanagement beschäftigt sich dagegen mit den Rahmenbedingungen für den Informationseinsatz, z.B. der Software und Hardware.
- Nennen Sie in Stichpunkten drei wesentliche Ziele, die mit Informationsmanagement verfolgt werden. (3 Punkte) o Effiziente Unterstützung von Entscheidungen und Entscheidungsprozessen o Minimierung der Transaktionskosten durch effiziente Gestaltung aller Informations- und Kommunikationsaktivitäten o (Effiziente) Ausgestaltung bestehender Organisationsformen o Aufzeigen von Möglichkeiten zur Re- oder Neuorganisation bestehender Koordinationsformen (und deren Realisierung) o Aufhebung von Informationsasymmetrien innerhalb des Unternehmens o Schaffung von Informations- und Koordinationsvorsprüngen gegenüber Wettbewerbern o Gestaltung der Datenhaltung in Hinblick auf Informationssysteme, und die Bereitstellung von Lösungsverfahren in z.B. entscheidungsunterstützenden Systemen
- Was versteht man unter einem Total-Ansatz im Informationsmanagement? (2 Punkte) Ansatz zur Informationsbedarfsermittlung für ein gesamtes Unternehmen Vorgehen: o Ermittlung des Informationsbedarfs einer großen Anzahl von Führungskräften des Unternehmens o Zusammenfassen dieser Bedarfe und Vergleich mit dem Informationsangebot der bestehenden Informationssysteme o Ggf. Modifikation der Informationssysteme zum Abdecken des gesamten Informationsbedarfs
- „Die richtige Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ Setzen Sie sich mit dieser Aussage als Definition des Informationsmanagements aus ökonomischer Sicht auseinander (5 Punkte). In dieser Aussage fehlt die Kostenbetrachtung (ggf. im Zusammenhang mit einer Nutzenbetrachtung) völlig. Aus unternehmerischer Sicht ist es nicht immer sinnvoll, alle notwendigen (d.h. richtigen) Informationen tatsächlich zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen, da die Informationsbeschaffung und -distribution auch Kosten verursacht (Stichwort Transaktionskosten), diese jedoch unter Umständen so hoch sein können, dass sie die Opportunitätskosten einer Entscheidung ohne diese Information übersteigen. In diesem Fall wäre es aus ökonomischer Sicht sinnvoller, diese „teuren“ Informationen nicht zur Verfügung zu stellen und stattdessen auf den (ökonomisch kleineren) zusätzlichen Nutzen durch diese Information zu verzichten.
- „Informationsmanagement ist die Verarbeitung und Allokation von Informationen als Ressource zur Vorbereitung und Unterstützung von Entscheidungen (Entscheidungsprozessen).“ Setzen Sie sich mit dieser Aussage als Definition des Informationsmanagements hinsichtlich Aufgabensicht und ökonomischer Sicht auseinander (6 Punkte). Definition ist diejenige von Voß/Gutenschwager, wobei die Aspekte der wirtschaftlich effizienten Planung, Beschaffung die Distribution von Informationen und die Vorbereitung und Unterstützung von Entscheidungen (Entscheidungsprozessen) für das IM fehlen. Beurteilung aus ökonomischer Sicht: in dieser Aussage fehlt die Kostenbetrachtung (ggf. im Zusammenhang mit einer Nutzenbetrachtung) völlig. Aus unternehmerischer Sicht ist es nicht immer sinnvoll, alle notwendigen (d.h. richtigen) Informationen tatsächlich zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen, da die Informationsbeschaffung und - distribution auch Kosten verursacht (Stichwort Transaktionskosten), diese jedoch unter Umständen so hoch sein können, dass sie die Opportunitätskosten einer Entscheidung ohne diese Information übersteigen. In diesem Fall wäre es aus ökonomischer Sicht sinnvoller, diese „teuren“ Informationen nicht zur Verfügung zu stellen und stattdessen auf den (ökonomisch kleineren) zusätzlichen Nutzen durch diese Information zu verzichten.
- Nennen Sie vier Analyseaufgaben des Informationsmanagements die sich auf den Informationseinsatz konzentrieren. (4 Punkte) - Informationsbedarfsanalysen - Kommunikationsbedarfsanalysen - Verfahren zur Wissensakquisition - Situationsanalyse - Technologiebedarfsanalysen Analysen im organisatorischen Umfeld (Organisationsanalysen und Prozessanalysen)
- Nennen Sie jeweils vier Vorteile der zum einen zentralen Positionierung des Informationsmanagements im Unternehmen und zum anderen der dezentralen Organisation des Informationsmanagements. (4 Punkte) Vorteile einer zentralen Einheit: - integrierte Datenmodelle können entworfen und weiterentwickelt werden,- zentrales Datenmanagement mit Erreichbarkeit und Suchmechanismen,- Wildwuchs und Mehrfacharbeiten werden vermieden,- höhere Kompatibilität kann gewährleistet werden (inkl. Wartung),- einheitliche Standards,- Betreuung von Systemen auf breiterem Know How; Help Desk bei Problemen erreichbar, - Einfachere Zuordnung und Aufrechterhaltung von Verantwortung, Budgetierung und Finanzkontrolle Vorteile einer (aufgabenbezogenen) Dezentralisierung: - weitgehende Autonomie von Fachabteilungen, d.h. keine Abhängigkeiten von Prioritätsentscheidungen, übergeordneter Abteilungen,- Entwicklungen und Veränderung von Anwendungen innerhalb kurzer Zeit,- Ggf. geeignetes (spezielles) Fachwissen liegt vor.- Es entfallen Akzeptanzprobleme und Reibungsverluste bei Abstimmungen mit einer übergeordneten Instanz
Anzeige