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Sozialpsychologie (Fach) / Methoden (Lektion)

Methoden

Diese Lektion wurde von CThomas erstellt.

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  • Rückschaufehler (hindsight bias) Der Rückschaufehler (hindsight bias) ist die Neigung des Menschen zu überschätzen, inwieweit er ein Ereignis hätte voraussagen können, nachdem es bereits eingetreten ist.
  • Das Formulieren von Hypothesen und Theorien: 1. Inspiration durch frühere Theorien und Forschungsergebnisse2. auf persönliche Beobachtungen basierende Hypothesen
  • Beobachtungsmethode Die Beobachtungsmethode ist eine Technik, mit deren Hilfe Forscher/innen Menschen beobachten und systematisch Messungen oder Eindrücke protokollieren, die sie aus ihrem Verhalten gewinnen.
  • Interrater-Reliabilität Die Interrater-Reliabilität ist der Grad der Übereinstimmung zwischen zwei oder mehr Menschen, die unabhängig voneinander Verhalten beobachten und einen Datensatz kodieren. Indem man aufzeigt, dass zwei oder mehr Beobachter/innen unabhängig voneinander die gleichen Beobachtungen machen, stellt man sicher, dass es sich bei den Beobachtungen nicht um die subjektiv verzerrten Eindrücke einer Einzelperson handelt.
  • Nachteile der Beobachtungsmethode gewisse Verhaltensweisen lassen sich nur schwer beobachten (z.B. Seltenheit des Ereignisses) oder kommen nur bzw. vorwiegend im Privaten vor (z.B. Sexualverhalten) Forschung zu Dokumenten ist von der Quelle des Materials abhängig (z.B. Verfasser/innen von Zeitungsartikeln) Sozialpsychologie will Verhalten nicht nur beschreiben, sondern auch vorhersagen und erklären
  • Korrelationsmethode Die Korrelationsmethode ist eine Technik, bei der zwei oder mehr Variablen systematisch gemessen und die Beziehung zwischen ihnen (das heißt, inwieweit eine Variable durch die andere vorhergesagt werden kann) bestimmt wird.
  • Korrelationskoeffizient Der Korrelationskoeffizient ist ein statistischer Wert, der anzeigt, wie gut sich eine Variable durch eine andere vorhersagen lässt.
  • Vorteile der Korrelationsmethode ermöglicht es, die Beziehung zwischen Variablen zu beurteilen, die sich schwer beobachten lassen Möglichkeit, repräsentative Segmente der Bevölkerung auszuwählen - Zufallsauswahl zur Sicherung der Repräsentativität
  • Nachteile der Korrelationsmethode Genauigkeit der Antworten (z.B. hypothetisches Verhalten, Pseudo-Einstellung, "Telling more than you can know" Nisbett & Wilson, 1977; Erinnerungsfehler bei retrospektiven Befragungen, soziale Erwünschtheit) -> Befragung
  • experimentelle Methode Die experimentelle Methode ist eine Methode, bei der die Forscher/innen die Beteiligten nach dem Zufallsprinzip verschiedenen experimentellen Bedingungen zuordnen und sicherstellen, dass diese Bedingungen, mit Ausnahme der unabhängigen Variable, identisch sind. //einzige Option Kausalität festzustellen//
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  • unabhängige Variable (UV) Eine unabhängige Variable (UV) ist eine Variable, die Forscher/innen verändern oder variieren, um zu sehen, ob diese eine Auswirkung auf eine Variable hat. (Independent Variable, IV)
  • abhängige Variable (AV) Eine abhängige Variable (AV) ist eine Variable, die Forscher/innen messen, um festzustellen, ob sie von der unabhängigen Variable beeinflusst wird. Überprüft wird die Hypothese, dass die abhängige Variable vom Grad der unabhängigen Variable bestimmt wird. (Dependent Variable, DV)
  • Interne Validität Wenn bei einem Experiment alles außer der unabhängigen Variablen gleich bleibt, sprechen wir von interner Validität (Grad, zu dem Veränderung in AV auf Variation der UV zurückzuführen ist) Wichtige Voraussetzung ist die Zufallszuordnung zu den Bedingungen (Randomisierung)
  • Externe Validität Die externe Validität ist das Ausmaß, in dem die Ergebnisse einer Untersuchung auf andere Situationen und andere Personen übertragen werden können Zwei Arten von Generalisierbarkeit - Ausmaß, in dem wir von der im Experiment konstruierten Situation auf reale Situationen schließen können (Generalisierbarkeit in Bezug auf die Situation, z.B. einseitige Unterhaltung über Lautsprecher) - Ausmaß, in dem wir von den Teilnehmern/innen eines Experiments auf Menschen im Allgemeinen schließen können (Generalisierbarkeit in Bezug auf die Personen, z.B. Studierende USA/Deutschland)
  • offensichtlicher Realismus in der Sozialpsychologie wird versucht, die Versuchsanordnung so realistisch wie möglich zu gestalten
  • psychologische Realismus der durch das Ausmaß bestimmt wird, in dem die bei einem Experiment ausgelösten psychologische Prozesse solchen des realen Lebens gleichen
  • Fazit aus interner und externer Validität Eine hohe interne Validität (die sicherstellt, dass nichts außer der unabhängigen Variable die Ergebnisse beeinflusst) sowie eine hohe externe Validität (die sicherstellt, dass die Ergebnisse auf alle Menschen und Situationen generalisiert werden können) sollten gewährleistet sein. Dilemma: Erhöhung von externer Validität in natürlicher Umgebung ("Feld"), Erhöhung von interner Validität in – künstlicher – Laborsituation
  • Grundlagenforschung Unter Grundlagenforschung verstehen wir Untersuchungen, mit denen die beste Antwort darauf gefunden werden soll, warum Menschen sich auf eine bestimmte Weise verhalten, und die allein aus Gründen intellektueller Neugier durchgeführt werden.
  • angewandte Forschung Unter angewandter Forschung versteht man Untersuchungen, mit denen ein bestimmtes soziales Problem gelöst werden soll.