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Pflanzenbau (Fach) / Pflanzenbau (Lektion)

Teil Rauber

Diese Lektion wurde von jhorsch erstellt.

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  • 2. Ein SW-Bestand hatte zum Erntezeitpunkt 500 tragende Halme/m2, 20 Körner/Ähre, 50mg/Korn>> Wie hoch ist der Kornertrag/ha? - 500Halme/m2 * 20Körner/Ähre * 50mg = 500.000mg/m2 - 10.000m2= 1ha - 1000mg =1g => 500g/m2 => 5000kg/ha => 50dt/ha
  • 3. Auf welche Pflanze in Mitteleuropa treffen folgende Merkmale zu: - einhäusig, frostempfindlich, Minimaltemperatur 8°C ??? Mais
  • 12. Nennen sie 5 wichtige Weidegrasarten. Wiesenschwingel, dt Weidelgras, Knaulgras, Wiesenrispe, Wiesenlieschgras, Rotschwingel,Wiesenfuchsschwanz,
  • 13. Welchen Einfluss hat die Jahreszeit auf den prozentualen Anteil von Gräsern, Leguminosen und Kräutern auf einer Weide? - Im Frühjahr mehr Gräser als im Herbst (im Frühjahr und Sommer über 50% Gräser) - Im Frühjahr weniger Leguminosen als im Herbst (Anteil der Leguminosen nie über 17%) - Im Spätsommer mehr Kräuter als sonst. (Anteil de Kräuter: F:20%; S:12%; H:37%)
  • 15. Was ist dry farming? Die Nutzung wird für ein oder mehrere Jahre unterbrochen, um Bodenvorräte an Wasser wieder auf zu füllen. Aufbau einer natürlichen Vegetation wird auf der Bracheflächen durch BB unterbunden. (Verbreitung des dry farming besonders in ariden Regionen)
  • 17. Was versteht man unter der Nmin -Methode? - wird meist vor Vegetationsbeginn in Frühjahr durchgeführt. - der im Boden (0-90cm) vorhandene mineralisierte N (NH4, NO3) wird ermittelt und um eine Düngeempfehlung für die Startgabe der Kulturfrüchte zu geben.
  • 18. Wie verändert sich der Zuckergehalt der Rübe mit steigender N-Düngung? - mit steigender N-Düngung nimmt der Zuckergehalt ab. - Hauptbedarf an N wegen seiner Bedeutung für den Blattaufbau in der Jugendphase bis zum Bestandsschluss - Zuckerertrag und Ausbeute nehmen ab, je später und intensiver die Düngung ist. - 10kg mehr als nötig=-0,1% weniger Zucker
  • 22. Wasserangebot nicht begrenzend; wird im Vgl. Zum Nährstoffmangel der Transpirationskoeffizient einer Feldfrucht (kg/TM) durch Ertrag verändert? Transpirationskoeffizient: Bezug von einer Pflanze verbrauchten Wassermenge und der gebildeten Pflanzenmasse. Bei besserer Nährstoffversorgung sinkt Transpirationskoeffizient
  • 25. Bei welchem Feuchtezustand des Bodens ist der rascheste Feldaufgang zu erwarten? - keine Verschlämmung, aber genug Wasser pflanzenverfügbar ohne Gefahr der Austrocknung - Aufquellen erfolgt aufgrund der Wasserspannungsdifferenz bis 1000bar, direkt nach der Ablage kann auch Wasser über den permanenten Welkepunkt hinaus aufgenommen werden, FK=0,1 bar
  • 27. Welche Bodeneigenschaft bzw. welcher bodenphysikalische Prozess wird durch eine oberflächliche Verschlemmung deutlich negativ beeinflusst? Schaffung von anaeroben Verhältnissen, kein Austausch von CO2 und O2. Beeinträchtigung von Bakterientätigkeit, weniger Umsetzung von organischem Material. Nitrifikation / Denitrifikation Anstieg von Schwefelwasserstoff in der Bodenluft (toxisch auf Pflanzenwurzeln)
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  • 28. Wie viel % der eingefallenen, photosynthetisch nutzbaren Energie werden an klaren Sommertagen von ZR produktiv verwertet – optimale Bedingungen vorrausgesetzt. 6,3% (6,3% genutzt, davon 1/3 wieder veratmet, netto werden also etwa 4%genutzt)
  • 33. Welcher Faktor übt den größten Einfluss auf den erreichbaren Gesamtertrag aus? BFI (Blattflächenindex): Einseitige Blattoberfläche des Pflanzenbestandes je Einheit Bodenfläche. Mit BFI von 3-5 wird von den meisten Feldfrüchten mehr als 95% der Einstrahlung absorbiert. [m2 einseitige Blattfläche / m2 Bodenfläche] NAR (Nettoassimilationsrate): Zuwachs von Pflanzenmasse je Zeiteinheit bezogen auf die Einheit assimilierender Pflanzensubstanz. [g TM / (m2 Blattfläche x Tag)] (CGR – Crop Groth Rate)
  • Welche Pflanzen eignen sich für die Untersaat? Klee => geringe Wuchshöhe, N-Fixierung Gras Kleegrasgemenge => sehr regenerationsfähig, für Futterzwecke geeignet
  • 36. Nennen Sie einige Winterzwischenfrüchte und ihre Ansprüche -  Landsbergergemenge: Aussaat Mitte Sept, geerntet spätestens Mitte Mai, hohe Temp. im Frühjahr, mittlere bis bessere Böden. -  Grünroggen: Aussaat im Sept. mit 180-200 kg bei genügend N-Dünger im April schon erstes Futter. Auch für leichte Böden geeignet. Bestockung vor Winter wichtig -  Winterraps + Winterrüben: Aussaat Anfang Sept. mögl. später Winterbeginn, frühere Nutzung (Anfang April) möglich. Aussaat bis 20.08. (Raps) und Mitte Sept. bei Rüben, weiter Drillstand => bessere Pflanzenausbildung. Raps wünscht bündige Böden und benötigt maritimes Klima.
  • 38. Nennen Sie einige Stoppelsaaten und ihre Ansprüche - Phacelia: - Leguminosen (Klee) - Einjähriges Weidelgras:  - Ölrettich / Senf
  • 40. Ausbringung von N für Getreide – Begründung! -  zu Vegetationsbeginn eine Gabe (Startgabe) evtl. 1a + 1b => 120 kg – Nmin in EC 13 -  2. Gabe vor Beginn der Hauptwachstumsphase EC 30 ca. 60 kg -  3. Gabe zu Beginn des Ährenschiebens EC50 Qualitätsbeeinflussung und TKG-Ausbildung bei Weizen EC 49 = Erntebetont; EC 59 Qualitätsbetont
  • 41. Worauf sollte man beim Zukauf von Saatgut achten? Z-Saatgut => Anforderungen: 92% Mindestkeimfähigkeit, Reinheit min. 98% bis zu 6 Körnern in 500g (anderen Pflanzenarten, davon Fremdgetreide 3) Def. neue Sorte: -  muss unterscheidbar sein -  hinreichend homogen -  in ihrer Art beständig -  von landeskulturellem Wert (Wertprüfung) -  BSA (Bundessortenamt) muss Eintragung in Sortenliste zur Orientierung des Saatgutkäufers vornehmen Saatgutverkehrsgesetz: Keimfähigkeit 92% Reinheit 98% Fremdbesatz 2% bestimmte Sortierung Sortenechtheit / - reinheit 98% TKG Gesundheit Feuchte 10- 16%
  • 54. Formal Saatstärke in kg / ha = (a x b x 100) x (c x d)-1 a = Tausendkorngewicht b = gewünschte Pflanzenanzahl c = Keimfähigkeit (%) d = Feldaufgang (%)
  • 64. Reifemerkmale und Rodezeitpunkt der Zuckerrübe - Rodezeitpunkt ist die technologische Reife - wenn mehr Zucker veratmet als durch Assimilation gebildet wird - beim Erreichen eines extraktionswürdigen Zuckergehaltes - geringe Gehalte an Melassebildnern - Aufhellung der Blätter (Vergilbung) - Relation Körper/Blatt 1/0,8
  • 70. Pillierung / Kalibrierung der ZR -  Pillierung Umhüllung des Saatgutes mit Füllmasse ( Tonerde ) und Wirkstoffen; Saatgut wird kugelförmig, genauere Ablage bei der Saat -  Kalibrierung Multigerme Knäuel werden segmentiert und damit wird ein hoher Grad an Einkeimigkeit erreicht (70% Einkeimigkeit). Dann Sortierung nach der Größe Kaliber
  • 74. Vorkeimen der Kartoffel - Pflanzkartoffeln sollten ungekeimt aus dem Lager kommen - sie müssen auf eine Knollentemperatur von 10-12°C gebracht werden um die Keimung anzuregen - bei mittelfrühen bis späten Sorten 1-2mm lange Keime (Keimstimulierung) - die sehr frühen Sorten sollten vorgekeimt werden 1,5-2cm elastische Fruchtkeime ohne Wurzelbildung - bei Speisekartoffeln ist Vorkeimen unverzichtbar für befriedigende Frührodeleistung wachsen bei niedriger Temperatur weiter laufen früher auf erreichen früher Altersresistenz gegen Viren setzen früher Knollen an, das Kraut kann früher abgetötet werden
  • 75. Wie verwertet Kartoffel Stallmist und wann sollte er gegeben werden? - Gut verrotteter, kurzstrohiger Stallmist sollte im Herbst gegeben werden, damit er weiter verrotten kann (150-200dt/ha). Wenn er nicht gut verrottet ist sollte er schon zur Vorfrucht gegeben werden. Seine Wirkung für den Kartoffelbau liegt weniger in der Zufuhr von Nährstoffen, im Vordergrund liegt die bodenlockernde Wirkung sowie die Verbesserung des Wasserhaushaltes besonders auf leichten Böden - zu hohe Frühjahrsgaben verursachen einen verspäteten Stickstoffstoß übermäßiger Krautwuchs, Qualitätseinbuße, Ertragseinbuße
  • 76. Warum sind Jauche und Flüssigmist für die Kartoffeldüngung nicht zu empfehlen? - Jauche und Gülle sind weniger geeignet, da sie Chlorverbindungen enthalten, die sich negativ auf die Qualität der Kartoffeln auswirken (Stärkewert, Stärkegehalt, Geschmacksbeeinträchtigungen). Außerdem bewirken sie nicht die nachhaltige Bodenverbesserung wie Mist.
  • 77. Nennen Sie Pflanzgutbedarf (dt/ha), Pflanztiefe, Reihenweite und Abstand in der Reihe beim Kartoffelbau - Pflanzgutbedarf: 40.000 Knollen / ha = 25 – 30 dt - Pflanzentiefe: 6- 8 cm ( Dammkultur) Ablage auf Boden, dann Dämme häufeln - Reihenabstand: 62,5 , 68 oder 75 cm (ergibt sich aus der Schlepperspur) - Abstand in der Reihe: (20-40 cm), um entsprechend dem Reihenabstand auf die gewünschte Bestandesdichte zu bekommen
  • 78. Warum werden Kartoffeln gelegt? - vermindernde mechanische Belastung der Knollen - exakte Ablage der Knollen wichtig (teures Pflanzgut) - optimale Pflanzraumausnutzung - Beschädigung bei Pflege und Ernte können so am besten vermieden werden
  • 79. Reifemerkmale der Kartoffel? - welkes Kraut - feste Schale - Knollen lösen sich von Stolonen - Knollentemperatur - Pflanz- und Frühkartoffeln werden eher geerntet ( Kraut 10-14%)vorher abtöten
  • 81. Wachstumsverlauf Kartoffel Pflanzung, Auflaufen, Blatt- und Stengelausbildung, Knospenausbildung, Blühperiode, Knollenausbildung, Reservestoffausbildung, Abreife, Reife ( 90-160 Tage Vegetationszeit)
  • 82. Inhalt der Kartoffelknolle Vitamine 0,02%, Zucker 0,6 %, Mineralstoffe 0,6%, Rohfaser 0,8%, Wasser 77-81%
  • 83. Welche Anforderungen stellen Brennereien und Stärkefabriken an Kartoffeln? - hoher Stärke- ; geringer Schalenanteil - weniger als 25% < 28mm Ǿ - geringe Verunreinigung - ausgereifte Knollen (gr. Stärkekörner) - wenig Beschädigungen -> Lagerfähigkeit
  • 84. Stärkegehalt und überflüssige Inhaltsstoffe bei der Chipsherstellung - Stärkegehalt 15 – 20% - möglichst wenig reduzierender Zucker (können zur Verbraunung und bitteren Geschmack führen durch Maillard Reaktion) - alle Knollen möglichst > 55mm Ǿ - Acrylamidbildung aus Glucose und Asparagin vermeiden
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  • 85. Einteilung der Speisekartoffeln nach dem Kochtyp festkochend (Salatkartoffel) - lange Knollenform - beim Kochen nicht aufspringend - festes Fleisch, feucht, feinkörnig - milder bis angenehm kräftiger Geschmack vorwiegend festkochend - beim Kochen nur wenig aufspringend - mäßig festes Fleisch, mäßig feucht und feinkörnig - milder bis angenehm kräftiger Geschmack mehlig- kochend - beim Kochen stärker aufspringend - lockeres, trockenes und etwas grobkörniges Fleisch - angenehm kräftiger Geschmack
  • 86. Was ist bei der Verwendung von eigenem Pflanzgut zu beachten? 1. Kontrolle auf Befall mit Nematoden und Krankheiten: - Heterodera rostochiensis / pallida - Viruskrankheiten - Kartoffelkrebs - Bakterienringfäule - Phytophtora infestans - Schwarzbeinigkeit - Rhizoctonia 2. weiterhin - möglichst früher Pflanztermin mit vorgekeimten Knollen (Senkung der Blattlausgefahr; - frühe Ernte mit vorübergehender Krautabtötung und keine mechanische Unkrautbekämpfung - sollten hohe Triebkraft haben - große Knollen -> höhere Erträge -> gleichmäßigere Sortierung (Ǿ 25-35mm)
  • 91. Was ist bei der Düngung von Mais zu beachten? - Verwendung organischen Düngers ist günstig, denn im Vegetationsverlauf der Maispflanze verlaufen die Mineralisierungsprozesse im Boden wegen der hohen Temperaturen in dieser Zeit rasch ab - zur raschen Jungendentwicklung (oft noch feuchte, kühle, für den Mais sehr ungünstige Witterungen) sollte dem Mais beim Drillen eine Unterfußdüngung vom DAP gegeben werden (5cm neben & 5 cm unter der Saatreihe) - wenn mineralischer Dünger gegeben werden soll, sind langsam fließende N – Dünger – Formen zu bevorzugen - bei Ausbringung von festen Düngemitteln in heranwachsenden Beständen ergeben sich technische Probleme (Dünger kann in tütenförmige Blätter fallen und den Vegetationskegel schädigen -> Verätzungen)
  • 92. Warum wird Maissaatgut inkrustriert und gegen welche Schädlinge richtet sich dieses? Inkrustrierung mit Spezialbeize richtet sich abgesehen von den normalen Auflaufkrankheiten (Phytium, Fusarien) gegen Vogelfraß und Fritfliegenbefall, Maisbeulenbrand. Die Beize wird mittels eines Spezialklebers angelagert, so dass die Wirkstoffe saug- und abriebsfest am Korn haften bleiben.
  • 95. Wie unterscheiden sich die Lebenszyklen einer annuellen von einer perennen Pflanze? 1.) Eine annuelle Pflanze (z.B. Getreide) macht in einem Jahr vegetative und generative Entwicklung durch und stirbt dann ab. Die biologische Reife bestimmt weitgehend mit der technologischen Reife zusammen. 2.) Eine perennierende Pflanze (z.B. Zuckerrübe) pflanzt sich nach mehr als einem Jahr fort (generative und vegetative Phase in unterschiedlichen Jahren). Technologische Reife liegt hier meist erheblich vor der biologischen Reife.
  • 96. Welche bodenspezifische Grenzwerte gibt es hinsichtlich der Bearbeitbarkeit eines Ackerbodens? - bei Abnahme des Bodenwassergehaltes nehmen die Kohäsionskräfte zu, was bei Tonanteil von > 20% und Schluffanteilen von > 28% zu Verhärtung und Unbearbeitbarkeit des Bodens führt - bei Zunahme des Wassergehalts nehmen die Adhäsionskräfte zu und der Boden wird plastisch und damit unbearbeitbar - Böden mit Ton- bzw. Schluffanteilen von <10% können auch bei unterschiedlichsten Wassergehalten relativ leicht bearbeitet werden - übersteigt der Ton- bzw. Schluffgehalt 10%, so wird mit zunehmendem Anteil die Bearbeitbarkeit in immer engere Grenzen durch den Bodenwassergehalt eingeschränkt.
  • 102. Biotische und abitotische Faktoren, die den Ertrag beeinflussen: biotisch: - Ertragspotenzial der Sorte - Krankheitsdruck z.B durch zu enge Fruchtfolge - Schädlinge abiotisch: - Witterungsverhältnisse - Nährstoffverfügbarkeit - Temperatur, Licht - Bodentyp
  • 103. Beziehungen zwischen Einstrahlung, Blattfläche, Substanzproduktion eines Pflanzenbestands - mit steigender Blattfläche u./o. Einstrahlung steigt die Substanzproduktion NAR= 1/(BFI)*(dW/dt) (gCO2/m2*h) NAR = Nettoassimilationsrate C3 Pflanzen mit Lichtsättigungspunkt, C4 ohne
  • 105. Wie kann man hohe Qualitäten beim Weizen erreichen? - Bestanddichte (größte Beeinflussbarkeit!) - Sortenwahl - Schutz vor Krankheiten (Ährenmehltau, Fusarien, Spelzenbräune) und vor Saugschäden - Stickstoffgabe zu Ährenschieben- Blüte von 30 – 50% des Gesamt – N (60-80kg/ha) Splitten in Gabe für Ertrag (TKG) EC 39 und Qualität (Protein) EC55 - gute Wasserversorgung -> ggf. Beregnung - CCC (Vorbeuge gegen Auswuchs im Lager) - rechtzeitige Ernte -> Auswuchsgefahr
  • 106. Was ist BFI, was NAR? Welchen Einfluss auf Ertragszuwachs je Fläche und Zeit? - BFI: Blattflächenindex: Beziehung zwischen assimilierender Pflanzenoberfläche und der Erdoberfläche - NAR: Nettoassimilationsrate -> TM – Zuwachs eines Pflanzenbestandes während eines Zeitintervalls bezogen auf die Blattfläche NAR = 1/(BFI9*(dW/dt)(gCO2*h) - da die NAR auf den BFI bezogen ist, ist der BFI wichtig für den TM- Zuwachs einer Feldfrucht - der optimale BFI ist von der eingestrahlten Lichtmenge abhängig - bei geringer Einstrahlung werden nur die oberen Blätter photosynthetisch aktiv, die unteren verbrauchen Assimilate (Atmung) - die NAR nimmt mit zunehmenden BFI ab
  • 108. Wie groß kann die Evaporationsrate (H2O/Tag) eines geschlossenen Feldfruchtbestandes mit optimaler Wasserversorgung max. sein, wenn die eingestrahlte Energie 500cal/m2 und Tag beträgt? - Verdampfungsenergie von Wasser: 538cal/g - 500/538 = 0,93mm/m2 und Tag
  • 111. In welchen wesentlichen Eigenschaften unterscheiden sich Winter- und Sommerform des Weizens? WW: -  vor dem Winter gesät, lange Vegetationszeit 300 Tage, hohe Erträge -  winterhart bis -20 °C -  hohe Vernalisationsansprüche, 40-70 Tage; 0-3°C -  Wachstumsbeginn bei 3-4 °C -  Höheres TKG; 45-50 -  Vegetationszeit 275 Tage -  Mehltau empfindlich SW: -  nach dem Winter gesät, kürzere Vegetationszeit 175 Tage, geringere Erträge -  nicht winterhart -  geringe Vernalisationsansprüche, 0-14 Tage; 0-8°C -  Wachstumsbeginn bei 6-8°C -  Geringes TKG, Qualität ausschließlich A6-A9 -  146 Tage Vegetationsdauer -  Keine Mehltauprobleme
  • 114. Einfluss des Schnittzeitpunktes auf den Futterwert von Gräsern Je später geschnitten wird desto: -  weniger Energie -  weniger Rohprotein -  mehr Rohfaser -  geringere Verdaulichkeit -  höhere TM-Erträge -   Siloreife:Beginn/MitteÄhrenschieben -   Heureife:Vollblüte
  • 117. Vegetative / Generative Phase einer Pflanze Abgrenzungskriterien Während der vegetativen Phase bleibt die Pflanze meist im Rosettenstadium. Das Längenwachstum ( Schossen) führt zur Ausbildung der vegt. Organe. Das vegetative System ist nun voll funktionsfähig. Dann werden auch die generativen Organe (Blütenstände) sichtbar ( Ährenschieben, Öffnung der Knospen). Hier kann man die Grenze zwischen vegt. Und generativer Phase erkennen. Veg. Phase: Bildung von Wurzeln, Blättern und Stengeln Generative Phase: Blüten und Fruchtbildung ZR meist nur technische Reife, machen nur veg. Phase mit (annuelle Pflanzen)
  • 118. Welche Standortfaktoren wirken im besonderen Maße auf die Geschwindigkeit der Entwicklung der Feldfrüchte ein? 1. Licht: - LTP, KTP (Photoperiodismus, Tageslänge löst Blüte aus) - Lichtkeimer (Photoperiodismus, Keimung nur bei Licht) 2. Temperatur: - Vernalisationsansprüche einiger Kulturpflanzenarten - z.B. Beta Rübe absoluten Vernalisationsanspruch - Winter Getreide relative Vernalisationsansprüche 3. Standortfaktoren: - alle standortabhängigen Wachstumsfaktoren Bodentyp, Wasserverfügbarkeit, Nährstoffverfügbarkeit
  • 120. Was bewirkt eine flache Stoppelbearbeitung im Anschluß an die Ernte? - Vermeidung von Wasserverlusten - Unkrautbekämpfung ( Rasches Auflaufen von Unkräutern und Ausfallgetreide)                  - Einarbeitung von Ernterückständen - Lockerung und Wiederherstellung der Krümelstruktur - Begünstigung der Niederschlagsaufnahme in der Ackerkrume
  • 123. Was versteht man unter: Fruchtartenverhältnis, Fruchtfolge, Rotation, Monokultur, Fruchtfolgeglied? Fruchtartenverhältnis: (auch Anbau- oder Ackerbauverhältnis) • Anteil, den die einzelnen Feldfrüchten an der Ackerfläche einnehmen Fruchtfolge: • die zeitliche Aufeinanderfolge und die regelmäßige Wiederkehr der Feldfrüchte auf dem gleichen Schlag Rotation: • Fruchtfolge Monokultur: • fortgesetzter Anbau nur einer Kulturpflanzenart Fruchtfolgeglied: • diejenigen zeitlich aufeinanderfolgenden Früchte, nach deren Anbau sich die positiven und negativen Wirkungen der Feldfrüchte auf die Produktivität der Ackerböden annähernd wieder ausgeglichen haben
  • 127. Erklären Sie das UI ́sche Dreieck! Aus dem UI ́schen Dreieck kann man bei Kenntnis zweier Korngrößenfraktionen die Bodenart ablesen.
  • 128. Erklären Sie die Begriffe „Artbastard“ und „Gattungsbastard“. Nennen Sie zu jedem ein Beispiel! - Gattungsbastard ist eine Kreuzung zwischen Gattungen einer Familie (z. B. Triticale) - Artbastard ist eine Kreuzung zwischen zwei Arten einer Gattung (z. B. Bastardweidelgras oder – luzerne)
  • 133. Erklären Sie den Begriff Dormanz! Samen keimen nicht, obwohl die Umweltbedingungen optimal sind (Sauerstoff, Temperatur, Wasser (Licht)) Gründe: z. B. Hartschaligkeit oder Hemmstoffe Unterscheidung in: Absolute Dormanz: Samen keimen auch bei optimalen Bedingungen nicht relative Dormanz: Samen keimen bei optimalen Bedingungen, jedoch nicht bei Bedingung oberhalbdes Optimums primäre Dormanz: verhindert die Keimung schon während der Entwicklung auf der Mutterpflnaze und auch noch kurze Zeit danach (bis 4 Wochen nach dem Samenfall) sekundäre Dormanz: entsteht nach dem Samenfall in Samen, die nicht primär dormant sind oder deren primäre Dormanz teilweise oder ganz abgebaut ist