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Bodenkunde (Fach) / Geologische Grundlagen (Lektion)
2) Geologische Grundlagen
Diese Lektion wurde von Judl erstellt.
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- 2. Erklären Sie kurz, wieso man die Erde in geologischen Zeiträumen als „Gesteinsrührwerk“ bezeichnen kann. geologische Substanz wird durch Senkund und Überlagerung in dei Tiefe der Erde aufgeschmmolzen, durch Aufstieg erkaltet sie wieder. Bei erneuter Senkung schmilzt sie wieder schmelzen & auskristallisieren
- 3. Woher stammt die Energie, die im Erdinneren gespeichert ist? Reibung und Kompresion bei der Erdkörperentstehung radioaktiver Zerfall
- 4. Wieso würde es viel weniger oder vielleicht sogar gar keine Böden geben, wenn es auf der Erde keine endogenen Prozesse gäbe? endogene Prozesse -> Entstehung von magmatischen/metamorphen GEstein/ Vulkanausbrüche (Prozesse die Energie erfordern) Energie wird geliefert von der im Erdineren gespeicherten Energie ohne endogene Prozesse kein Gestein, ohne Gestein kein Boden
- 5. Welche Faktoren treiben die exogenen Prozesse auf der Erde an? Woher kommt die Energie? Faktoren: Klima& Wasser Sonnenenergie, Rotationsenergie, Schwerkraft treiben exogene Prozesse Bildung von Sedimentgestein Erosion, Transport, Ablagerungsprozesse
- 6. Erläutern Sie kurz das Konzept der Plattentektonik. Was ist die Ursache für Vulkanismus und Metamorphose? unten heißes Magma; durch Konvektion und geringere Dichte steigt es auf, kühlt oben ab und sinkt wieder wegen höherer Dichte Kreislauf dabei tritt heißes Magma aus dem Erdmantel aus, erkaltet, bildet eine Platte tritt die erkaltete Platte auf eine andere (Konvergenz) sinkt sie (die schwerere) unter die andere ab und wird unten wieder aufgeschmolzen Ursache Vulkanismus: Konvektion von heißem Magma und Austritt über Förderschlot Ursache metamorphose: hohe Temp, hoher Druck (Veränderung der Gesteinszusammensetzung)
- 7. Wie kann man i. d. R. Vulkanite und Plutonite im Gelände voneinander unterscheiden Vulkanite: Gesteine die an der Erdoberfläche entstanden sind (dort erkaltet sind) → feinkörnigere Matrix Plutonite: Gesteine die unter der Erdoberfläche entstanden sind (dort erkaltet sind) → auskristallisiert (Prozess der Erkaltung dauerte länger, Auskristallisierung erfordert Zeit); gröbere Mineralkörner
- 8. Was ist „Metamorphose“, wie kann man „Metamorphite“ im Gelände i. d. R. Erkennen? Metamorphose: Gesteine wurden unter hohen Druck und hoher Temperatur verändert → Umkristallisation, gerichtete Anordung, Schieferung, keine Hohlräume
- 9. Wie heißt das metamorphe Gesteinsäquivalent des Calcits (Kalkstein)? Mamor
- 10. Wieso ist bei strömendem Wasser die Mobilisierungsenergie für Feinsand geringer als für Ton? - sandpartikel sind größer als Tonpartikel und haben somit eine spezifisch kleinere Oberfläche. deswegen sind die Anziehungskräfte zwischen den Partikeln kleiner und es wird weniger Energie für den Transport benötigt
- 11. Nennen Sie drei typische „Requisiten“ einer glazial geformten Landschaft. Moränenlandschaft (Endmoränen, Grundmoränen, Seitenmoränen etc) Karseen -> Gletscher formte eine Eintiefung in der irgendwann das Eis schmolz U-Tal (Trogtal) (vor der Vergletscherung: V-Tal)
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- 11. Was versteht man unter „periglazialen Solifluktionsdecken“? Soliflukation: Bodenfließen periglazial: unvergletschertes Gebiet, aber durch Frostprozesse beeinflusst -> periglaziale Soliflukationsdecken: in einem periglazialen Gebiet taut der Boden oberflächlich auf und erodiert was zum Bodenfließen führt. Tritt das ganze flächenartig auf spricht man von Soliflukationsdecken
- 13. Nennen Sie je ein Beispiel für ein klastisches Sediment, ein chemisches Sediment und ein biogenes Sediment. klastische: aus Gesteinsstücken, aus der Zerstörung anderer Gesteine -> Sandstein nicht klastisch: chemisch: entstehen durch die Fällung gelöster Stoffe aus übersättigten Lösungen -> Dolomit biogen: organischer Ursprung, durch Aktivitäten von lebenden Organismen oder Resten von toten Organismen -> Steinkohle
- 14. Was ist der Unterschied zwischen Kalkstein und Dolomit? Dolomit ist ein Doppelsalz das durch Einsickerung von magnesiumhaltigen Wasser in noch nicht auskristallisierte Calciumcarbonatschlämme entsteht. Dolomit ist härter und dichter als kalkstein, oft gelblich und zuckerkörnig Kalkstein entsteht durch Kristallisation von Calciumcarbonat
- 15. Was versteht man unter „Diagenese“, wie wird sie von der Metamorphose abgegrenzt? Diagenese: Verfestigung von Lockersedimenten zu Sedimentgesteinen unte verhältnismäßig niedrigen Drücken und Temperaturen Metamorphose: Drücke und Temperaturen sind bei weiten höher als bei der Diagnese. Dadurch kommt es hier zu einer Veränderung des Stoff- und Mineralbestandes, die bei der Diagnese nicht stattfindet
- 16. Was ist der Unterschied zwischen Grundgebirge und Deckgebirge? Nennen Sie je ein Beispiel? Welche Gesteinsbildenden Prozesse laufen jeweils ab? Grundgebirge: Gesteinsbasis, Untergrund eines Sedimentbeckens. Die ätlesten, tragenden Gesteinskomplexe der oberen Erdkruste. Bestehen aus Metamorphiten die mit Plutoniten durchgezogen sind . Gesteinsbildende Prozesse: Metamorphose, Kristallisation Deckgebierge: unterscheidet sich im Deformationsstil und Metamorphosegrad vom Grundgebirge. Überlagerung erfolgt diskordant oder konkordant. Lockersedimente. Gesteinsbildender Prozess: Diagenese
- 18. Charakterisieren Sie kurz die Klimageschichte des Pleistozäns im Quartär. Quartär: letzte 2,6 Millionen Jahre Pleistozän: vor 2,6 bis 0,01 Millionen Jahren Temperaturschwankungen in Zyklen von etwa 100.000 jahren Warm/Kaltzeiten letzte Kaltzeit: Weichsel Kaltzeit (Nordeuroa); Würm-Kaltzeit (Alpenraum) seit 11.600 Jahren: rezente Warmzeit (Holozän)
- 19. Welches Erdzeitalter hat die größte zeitliche Ausdehnung? Das Präkambrium mit ca 4 Mrd Jahren
- 20. Geologen bezeichnen die kristallinen Gesteine Gneis und Granit als typisch für das „Kellergeschoß“ (Grundgebirge) der festen Erdkruste. Wieso muss man in Freiburg bergauf fahren, um dieses „Kellergeschoß“ besichtigen zu können? - durch alpidische Orogenese and die Oberfläche verfrachtet. liegt höher als die umgebenen Deckgebirge (Diskordanz)
- 22. Wann entstand der Schwarzwald? in mehreren Phasen. Die Hebung des Schwarzwaldes zu seiner heutigen Form war eine Einwirkung der alpidischen Orogenese, besonders im Pliozän (vor ca. 7 Mio Jahren) Einbruch des Oberrheingraben im Eozän: Schwarzwald -> östlich, Vogesen -> westlich
- 22. 1969 landeten die Amerikaner erstmals auf dem Mond. Die Presse berichtete, die Astronauten hätten auf dem Mond Bodenproben gesammelt und zur Erde mitgebracht. Stimmt das? Sie haben Gesteinsporben gesammelt, keine Bodenproben. Boden kann auf dem Mond nicht entstehen da Boden dadurch definiert ist dass er belebt ist und ein Wandel von anorganischen und organischen Substanzen stattfindet
- 23. Die Eigenschaften der Sohlensedimente eines Flusses im Oberlauf eines Flusses und an der Mündung unterscheiden sich. Wie? Warum? Im Oberlauf dominiert die Erosion (aufgrund hoher Fließgeschwindigkeit). Auch große Gesteinsbrocken werden hier errodiert. Wenig wird sedimentiert. In Richtung Mündung dominiert immer mehr die Sedimenation. Auch kleinere Korngrößen werden hier abgelagert. Sedimente werden also mit zunehmender Entfernung von der Quelle immer kleiner
- 24. Nach den verschiedenen Hochphasen der letzten Eiszeit vertieften sich aufgrund der hohen Schmelzwasservorkommen in den folgenden wärmeren Phasen die Flüsse zunehmend. So entstanden unterschiedliche Flussterrassen. Durch Nacheiszeitliche Verwehung wurden die Flussterrassen mit einer Schicht von Löss überzogen. Auf welcher Terrasse findet sich diese Lößschicht nicht? Warum? Auf der Oberterrasse findet sich kein Löss da dieser durch Wind und Niederschlag wieder abgetragen wurde bevor sich nennenswerte Mengen akkumulieren konnten.
- 25. Was wäre im Schwarzwald anders, hätte es keine Eiszeit gegeben? Nennen Sie zwei Beispiele. Ohne Eiszeit keine Vergletscherung des Schwarzwaldes. Relikte des Schwarzwaldgletscher wie Moränenlandschaften und karseen gäbe es nicht
- 26. Magnesium-Mangel wird als Folge von Bodenversauerung und Mg-Auswaschung in Wäldern beobachtet. Auf welchen Geologischen Einheiten würden Sie in Süddeutschland besonders mit Mg-Mangel rechnen? Warum? Auf sauren Braunerden aus Buntsandsteinen, Graniten und Orthogneisen. Also fast im gesamten Gebiet des Schwarzwaldes.Besonders Nordschwarzwald. Aufgrund der schlechten Kationenaustauschkapazität. Im sauren Böden lagern sich H+ Ionen an die Bodenpartikel an, Mg wird deswegen ausgewaschen
- 27. Erläutern Sie kurz, wieso aus einer einzigen silikatischen Schmelze sehr unterschiedliche Gesteine entstehen können. Jedes Mineral kristallisiert bei einer bestimmten Temperatur/Druck aus. Ort der Kristallisation sowie Geschwindigkeit der Temperatur/Druckänderungen ist entscheidend für die Gesteinsbildung