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Grundlagen der Agrartechnik (Fach) / Tiertechnik (Lektion)

Agrarwissenschaften - Agrartechnik - Tiertechnik

Diese Lektion wurde von bosni erstellt.

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  • Funktionsbereiche der "Milchviehaltung" "Futter und Wasseraufnahme" „Liegen“ „Laufen“ „Melken“
  • Funktionen eines Futtermischwagens Aufnahme von Grobfutter, Kraftfutter, und Mineralfutter durch Ladefahrzeug (Fremdbefüller), durch Entnahmefräsen oder Schneidschilder beim Selbstbefüller. Wiegung der einzelnen Komponenten zur Mengendosierung Auflösung und mischen der Futterbestandteile zu einer homogenen Mischung (ohne zu Zermusen) im Behälter Transport des Futters zum Futtertisch Ausbringung des Futters in gleichmäßigen "Schwad" auf den Futtertisch
  • Aufgabe Drehschieberpumpe Erzeugung eines Unterdrucks von ca. 50 kPa im Leitungssystem unter berücksichtung aller Leckageverluste
  • Funtionsbereiche am Standplatz der Kuh Melken Liegen Fressen Trinken Laufen
  • Funktionsprinzip Melkzeug Saug- und Entlastungstakt Vakuumzyklen
  • Arbeitsvorgänge im Melkstand Anrüsten: Einlassen Euter reinigen Vormelken Melkzeug ansetzten Stimulieren (Oxytocin) HauptgemelkNachgemelkMelkzeug abnehmenDippenAustreiben
  • Bezeichnung Melkstandtypen Stellung der Tiere zueinander nebeneinander ("side by side") ->     | | | | hintereinander ("Tandem" "Reihe") ->    __   __  __ schräg versetzt ("Fischgräten")->    /  /  /
  • Grasernte: Ziele beim Schneiden und Technische Lösungen Ziele: schnelle Abtrocknung geringe Verschmutzung wenig Narbenverletzung (schneller Austrieb) hohe Leistung (Wetterrisiko) Technische Lösungen Kreiselmähwerk Trommel- oder Scheibenmähwerk
  • Verfahrensgestaltung der Grasernte und -konservierung (Mähverfahren, Futterwerbung, Futterbergung) Mähverfahren: Mähen mit/ohne Aufbereiten Futterwerbung: Zetten//Wenden Schwaden Futterbergung: Verfahren der Anwelksilagebereitung Ladenwagen oder Häcksler Flachsilo, Hochsilo, Folienschlauch Rundballenpresse Wickelverfahren Quaderballenpresse Wickelverfahren, Stapelverfahren
  • Futterbergung: Ziele und Arbeitsketten Ziele: geringe Verschmutzung (Futterwert) zerkleinerung zur Steigerung der Verdichtung hohe Leistung (Wetterrisiko) Kostengünstiger Transport ins Lager Arbeitsketten: Ladewagen (bis 150 t/h Durchsatzleistung Selbstfahrende Exaktfeldhäcksler (bis 200 t/h) Rundballenpresse (bis 40 t/h) Quaderballenpresse (bis 50 t/h)
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  • Bauarten von Ladewagen (Grasernte) Ladewagen: leichter Aufbau Querverspannung über Laderaum Eignung nur für Grünfutterbergung Kombiwagen: druckfester Aufbau keine obere Querverspannung höheres Leergewicht Eignung für Grünfutterbergung und als Häckslertransportwagen
  • Silierung - mikrobiologischer Prozess Konservierung? Fermentation? Mikroorganismen? Konservierung des Futters durch Ansäuerung in Folge der Milchsäuregärung. Fermentation unter anaeroben Bedingungen von im Futter vorhandenen Kohlenhydraten zu Gärsäuren. Mikroorganismen: erwünscht: Milchsäurebakterien (Gärung mit geringen Stoffverlusten unter erhalt der Futterwerte und der hygienischen Qualität). unerwünscht: Butter- und Essigsäurebildner, Hefen und Schimmelpilze (Führen zu hohen Gärverlusten und geringer Futterqualität bis hin zum Verderb der Silage).
  • richtige Einlagerung der Silage (optimierung für Milchsäuregärung) Wie werden anaerobe Verhältnisse geschaffen? !Die Lebensbedingungen für Milchsäurebakterien optimieren um Gärschädlinge zu vermeiden! Luftabschluss für anaerobe Verhältnisse: walzen während des Einlagerns zusatz von Siliermitteln zerkleinern während der Bergung Folienabdeckung (kein Luftzutritt) Beschweren der Folie gegen Flattern Krähenschutz (je nach Standort) Zaun um die Silos
  • Flachsilo - Optimale Verdichtungstechnik Gleichmäßige Verteilung des Silierguts Schwerer Walzschlepper ohne Zwillingsreifen Max. 40 cm Schichtdicke zum Walzen (eher drunter bis 20cm) Abstimmung Walzkapazität auf Schlagkraft des Ernteverfahrens Reifendruck 0,2 MPa (2 bar) 4 km/h Walzgeschwindigkeit bei ca 3 Überfahrten mind. 0,5 bis 1h Nachwalzen, je nach TS Gehalt
  • Silo - Abdeckung des Silos mit Silofolie Oben: Unterziehfolie Silofolie (Schutz vor UV-Licht und mech. Belastung) Gewebefolie (hohes Flächengewicht) (Multisilofolie) Unten: Bodenfolie (Alternative zur Wasserundurchlässigen Betonplatte) Seiten: Randfolie (Wandschutz, Abdichtung der Silowände)
  • Funtionsprinzip Siloschlauchpresse Einlagerung Futter in einen vor Ort abgelegten Folienschlauch Verdichtung des Siliergutes im Stahltunnel durch Pressrotor Schneller Luftabschluss im geschlossenen Folienschlauch Variable Schlauchdurchmesser von 2 - 3,6m
  • Ballenpresse: Vorteile Press-Wickel-Kombination Ballen wird nicht zweimal "hantiert" Dichte bleibt im Ballen weniger Luft im Ballen Ballen wird sofort eingewickelt keine Fehler in der Erntekette Gärung kann sofort beginnen niedrige Gärtemperatur Keine Bodenberührung des Ballens mehr kein zusätzlicher Schmutz im Ballen
  • Flüssigmist - Homogenisieren mit Mixern Je größer der Behälter, desto sinnvoller Einsatz eines Rührwerks; Auswahl eines Rührwerks mit Elektro oder Schlepperantrieb; Schweinegülle muss während gesamter Ausbringkampange homogenisiert werden (Rührwerk mit Schlepperantrieb nicht sinnvoll, da Schlepper beaufsichtigt werden muss); Rindergülle bleibt nach dem Homogenisieren mehrere Tage in vermischten Zustand.
  • Festmist - Mengenbemessung, Verteilung und verlustarme Ausbringung Gute Durchmischung Gleichmäßige Beladung Kontrolle der Ausbringmenge sauberes Anschlussverfahren bei Breitstreuen Anpassung des Gewichts des Zugfahrzeug und Streuer an die Tragfähigkeit des Bodens
  • Flüssigmist - Anforderungen an die Flüssigmistausbringung Ausbringung auch kleiner Mengen (ca. 20 m3/ha) Exakte Längsverteilung Effektive Arbeitsbreite möglichst mindestens 12 m Geringer Bodendruck Minderung von N-Verlusten (Luft,Boden) Geruchsminderung
  • Flüssigmist - Technik zur Ausbringung Tankwagen Pumpentankwagen (Excenterschneckenpumpe od. Drehkolbenpumpe) Vorteile: durch hohen Druck TS-unabhängig Nachteile: hoher Bauaufwand Zuordnung: für Betriebe mit zähen Mistkonsitenzen Kompressortankwagen Vorteile: einfache Konstruktion, kostengünstig Nachteile (bei hohem TS-Gehalt): begrenzter Druck für die Verteilung Zuordnung: für kleinere Betrieben und geringen TS-Gehalt Kombination Beregnungsmaschinen
  • Flüssigmist - Berechnungen zur Ausbringung → was gibt es für Werte/Einflussgrößen Einflussgrößen mit Einheiten: Pumpenleistung [m3/h] Fahrgeschwindigkeit [km/h oder m/s] Effektive Arbeitsbreite [m] Fassvolumen [m3] Nährstoffgehalt [kg/m3] Ausbringmenge [m3/ha] Effektive Ausbringleistung [m3/h] Hof-Feld Entfernung [km] ø Transportgeschwindigkeit [km/h] Umlaufzeit [h]
  • Bodenbearbeitung - Maßnahmen gegen Bodenverdichtungen Breitreifen, Zwillingbereifung Tandem-, Tridemachsen Liftachsen Reifendrucksenkung Reifendruckregelanlagen Hundegang-Lenkung Dreirad-Fahrwerk Gewichtsverteilung controlled traffic
  • Flüssigmist - Einflussfaktoren auf die NH3-Verluste Flüssigmist-Zusammensetzung Ausbringungstechnik Temperatur Infiltration Bewuchs Bodenart Dauer bis zur Einarbeitung
  • Flüssigmist - Flüssigmistverteiler Breitverteile breitflächige Ablage auf die Pflanzen- bzw. Bodenoberfläche Schleppschlauchverteiler streifenförmige Ablage auf die Pflanzen- bzw. Bodenoberfläche Schleppschuhverteiler streifenförmige Ablage unter die Pflanzen bzw. in den obersten Krumenbereich Injektoren direkte Gülleeinarbeitung bis in den mittleren Krumenbereich (eigene Notizen)(zu 1. Bei Prallkopf hat Gülle viel Kontakt mit Luft)(zu 2. höhere Kosten, höheres Gewicht)(zu 3. mit Scharen, nur ohne Pflanzenbestand oder zwischen Reihen)(zu 4. auch Güllegrubber geannt)
  • Flachsilo - Silageentnahmetechnik - Womit? Worauf ist zu achten? Vermeidung der Anschnittflächenauflockerung Einhalten des Mindestvorschubs ( >1m im Winter, >1,5 - 2 m im Sommer) Entnahme mit Silofräse, Blockschneider, Schneidschaufel oder Greifschaufel
  • Kälberaufzucht - Aufgaben Tränkeautomat Milchzuteilung Frühentwöhnung Krankheitsfrüherkennung (Tränkeplan/Tränkekurve mit Computer einfacher durchzusetzten)(nach Plan ab etwa 40 Tagen nur noch Raufutter)(lohnt ab 50 Kühe aufwärts)
  • Kälberaufzucht - Methoden zur Entwöhnung der Aufzuchtkälber nach einem festen Zeitplan (altersabhängig) nach dem absoluten Tiergewicht (Vorderfußwiegung) nach der täglichen Zunahme (errechnet aus Vorderfußgewicht) nach der Kraftfutteraufnahme (geschätzt oder mit Abrufstation erfasst) nach der Raufutteraufnahme (geschätzt aus Trogvolumen oder zukünftig "Wiegetrog")
  • Kuh Fütterung - Kraftfutter-Abrufstation (bei Einzeltiererkennung) Kuh wird durch Transponder am Hals durch PC erkannt Abfrage ob Kuh schon Futter bekam je nach dem, Futtervorlage PC speichert neue Futtergabe
  • Ziele der Kälberaufzucht und Unternehmenstypen Ziele kostengünstige Aufzucht hohe Zunahmen keine Tierverluste frühe Grundfuttergewöhnung frühe Gewöhnung an den nächsten Haltungsabschnitt Unternehmenstypen Milcherzeugung Milcherzeugung + Zuchttiere Fressverkauf Masttiere / Fleischerzeugung