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Quantitative empirische Sozialforschung (Fach) / Experimente, Skalen, Befragungen (Lektion)
Einführung in die quantitative Sozialforschung
Diese Lektion wurde von IWOS erstellt.
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- Randomisierung Randomisierung ist ein Verfahren, bei dem die Versuchspersonen unter Verwendung eines Zufallsmechanismus unterschiedlichen Gruppen zugeordnet werden.
- Externe Validität Generalisierung: inwieweit gewonnene Ergebnisse auf das soziale Leben außerhalb des Labors übertragbar sind.
- Laborexperiment interne Validität hoch, externe Validität niedrig
- Feldexperiment interne Validität niedrig, externe Validität hoch
- Ex-Post-Facto-Studien · Vergleichsgruppen werden erst nachträglich bei der Datenauswertung gebildet · Verteilung folgt somit nicht dem Zufallsprinzip · Kein „echtes“ Experiment, weil nicht wiederholbar und variierbar, nur begrenzt kontrollierbar · Die fehlende Randomisierung soll durch Drittvariablen über Auswertungsverfahren eliminiert werden
- unabhängige Variable im „je“ Teil der Hypothese, beeinflusst die abhängige Variable
- abhängige Variable im „desto“ Teil der Hypothese
- Störvariablen · Alternative Erklärungsformen, die für die Veränderung in der Ausprägung der abhängigen Variable verantwortlich sein können
- Nullhypothese erwartet keinen Zusammenhang
- Alterantivhypothese erwartet einen Zusammenhang
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- Operationalisierung · Angabe, wie ein theoretischer Begriff (Konstrukt) einem empirisch beobachtbaren Sachverhalt zugeordnet wird · Zuweisung von Indikatoren wie der theoretische Begriff gemessen werden kann · Geschieht durch Korrespondenzregeln ( führt zum Korrespondenzproblem)
- Korrespondenzproblem Sind Indikatoren und Konstrukte korrekt verbunden?
- Objektivität Verhältnis zwischen Betrachter und dem empirischen Sachverhalt Kriterium: Unabhängigkeit des Ergebnisses vom Betrachter (z.B. durch vorab festgelegte kriterien/Regel) Ausprägung: Durchführungsobjektivität und Auswertungsobjektivität
- Reliabilität Verhältnis des Messwerte bei beliebig vielen Messungen Kriterium: Reproduzierbarkeit der Messwerte 2 Methoden der Bestimmung von Reliabilität 1. Intertemporale Stabilität der Messwerte 2. Interinstrumentelle Stabilität der Messwerte
- (Interne) Validität. Verhältnis von Messinstrument und dem was es messen soll. Gibt den Grad der Genauigkeit an, mit dem ein Instrument das misst was es messen soll
- Grundgesamtheit Menge von Individuen, Fällen, Ereignisse auf die sich die Aussage der Untersuchung beziehen soll. Menge der Objekte aus denen die Objekte ausgewählt werden, die in die empirische Untersuchung einbezogen werden sollen.
- Untersuchungseinheit (UE) Ein Element aus der Grundgesamtheit an dem die Messungen vorgenommen werden
- Explorative Studien: Während der Definitonsphase Wenn geringes Vorwissen über das Forschungsfeld vorhanden ist Keine Vermutung über Häufigkeiten, Verteilungen, Hypothesen oder Zusammenhänge Häufig werden qualitative Verfahren eingesetzt
- Zusammenhanghypothese: Zwischen zwei (oder mehr) Merkmalen besteht ein Zusammenhang
- Unterschiedshypothese Zwei (oder mehr) Populationen (GG) unterscheiden sich bezüglich einem (oder mehrere) Merkmale
- Veränderungshypothese Ausprägungen einer AV verändern sich im Laufe der Zeit
- Inferenzstatistik/Signifikanztest Trifft Wahrscheinlichkeitsaussagen über Populationswerte Mit welcher Wahrscheinlichkeit macht man einen Fehler, wenn man eine Hypothese annimmt.
- Formative Evaluation Ziel ist eine Verbesserung und Prozess begleitend, es wird aktiv Einfluss genommen um Ziele bestmöglich zu erreichen
- Summative Evaluation Ziel ist eine abschließende Bewertung des Erfüllungsgrades und Methodisch einfacher und zuverlässiger
- Querschnittdesign: Datenerhebung: Ein Zeitpunkt (kurze Zeitspanne), Einmalige Erhebung von verschiedenen Variablen (Eigenschaften), An einer Stichprobe Vor-/Nachteile: Relativ kostengünstig Keine Aussage über Wandel im Zeitverlauf und Kausalitätsproblem
- Trenddesign Datenerhebung:Mehrere Zeitpunkt (mehre kurze Zeitspannen), Wiederholte Erhebung der gleichen Variablen (Eigenschaft), Bei verschiedenen Stichproben (gleiche Grundgesamtheit) Vor-/Nachteile: Aussagen über Wandel im Zeitverlauf möglich, kein Kausalitätsproblem Weniger aufwändig und teuer Veränderungen der Grundgesamtheit können berücksichtigt werden Wandel nur auf der Aggregatebene nachvollziehbar
- Paneldesign (Längsschnittdesign) Datenerhebung: Mehrere Zeitpunkte (Mehre kurze Zeitspannen), Wiederholte Erhebung der gleichen Variablen (Eigenschaft), Bei identischer Stichproben Vor-/Nachteile: · Aussagen über Wandel im Zeitverlauf möglich, kein Kausalitätsproblem · Wandel auf Aggregatebene und Individualebene nachvollziehbar · Aufwendig und teuer, schwer zu realisieren · Veränderungen der Grundgesamtheit nicht zu berücksichtigen · Problem: Panelmortalität
- Kohortendesign Daten können mit Querschnitt- oder Paneldesign erhoben werden Kohorte: Eine Bevölkerungsgruppe, die sich durch ein zeitlich gemeinsames längerfristiges prägendes Startereignis definiert.
- Populationsparameter: · Populationsparameter der Grundgesamtheit durch griechische Buchstaben · Schätzungen der Stichprobe mit lateinischen Buchstaben
- Klumpenstichprobe: Mitglieder einer Institution oder Gruppe (Auswahl typischer/extremer Fälle)
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- Zufallsstichprobe: Ziehung von Zufallsstichproben: Aus Listen nach vorher festgelegten Regeln, Random Last Digit (Telefonbefragungen)
- Geschichtete Zufallsstichproben: Elemente der Grundgesamtheit in Schichten untergliedert und aus jeder Schicht eine Zufallsstichprobe gezoge
- Disproportionale Schichtung: Disproportional: nicht dem Größenverhältnis der Gruppen in der Grundgesamtheit entsprechend z.B. Vergleiche zwischen alten und neuen Bundesländern eine hinreichend große Stichprobe aus den neuen Ländern zu haben
- Repräsentativität: ...legt man wissenschaftliche Kriterien zugrunde, ungenau und unnötig: Entweder stellt eine Stichprobe eine Zufallsauswahl in Bezug auf ihre Gültigkeit beurteilen zu können, benötigt man genaue Angaben über Grundgesamtheit, Ziehungsprozess, Ausfälle und die verwendeten Instrumente.
- 3 Ebenen Sozialw. Messungen 1. Realität (Soziale Wirklichkeit): Gesamtheit/Ausschnitt der Wirklichkeit2. Theoretische Konstrukte/Konzepte:• Abstrakte Begriffe zur Beschreibung von spezifischen Ausschnitten der Realität• Konzeptspezifikation: Nominaldefinition klärt, welche Aspekte (Ausschnitte) der Realität durch ein theoretisches Konzept abgebildet werden.3. Indikatoren:• Beobachtbare Sachverhalte, die ein Konzept messbar machen• Zur Messung spezifischer Aspekte der Konzepte
- Nominaldefinition · Festlegung der Bedeutung eines Begriffs durch einen/mehren bereits bekannte Begriffe · Logische Sätze: Tautologien und keinen empirischen Gehalt, nicht falsifizierbar
- Intrinsische Motivation: ist die innere, aus sich selbst entstehende Motivation eines jeden Menschen
- Extrinsische Motivation: ist eine , durch äußere Reize hervorgerufene Form der Motivation
- Konstanten: Eigenschaften, die alle betrachteten Objekte gemeinsam haben
- Variablen Begriff für verschiedene Ausprägungen einer Eigenschaft
- Manifeste Variablen: Sind direkt beobachtbar
- Latente Variablen: Sind nicht direkt beobachtbar
- Inhaltsvalidität: Alle Aspekte der Dimensionen, die gemessen werden sollen, werden berücksichtigt
- Kriteriumsvalidität: Wenn Voraussagen, die auf einer ersten Messung mit dem Instrument beruhen, durch spätere Messungen mit einem anderen Instrument bestätigt werden können
- Konstrukvalidität: Liegt dann vor, wenn aus dem Konstrukt empirisch überprüfbare Aussagen über Zusammenhänge dieses Konstruktes mit anderen Konstrukten theoretisch hergeleitet werden können und sich diese Zusammenhänge empirisch nachweisen lassen.
- Gelegenheitsstrukturen: sind materielle und soziale Rahmenbedingungen, die ein Engagement ermöglichen, erleichtern, erschweren oder verhindern. Und beeinflussen sowohl die Entstehung als auch die weitere Entwicklung einer Handlung.
- Nominalskala: Wenn Eigenschaften sich als gleich oder ungleich interpretieren lassen• Merkmale schließen sich aus• Kennzeichnung der Ausprägung: Ziffern oder andere beliebige Symbole Geschlecht, Konfession, Familienstand
- Ordinalskala: • Wenn Eigenschaften sich zusätzlich in eine Rangordnung bringen lassen• Rangordnung besagt nicht das der Abstand gleich groß ist Höchster Bildungsabschluss, Kirchganghäufigkeit
- Intervallskala: • Wenn zusätzlich auch die Abstände zwischen Ausprägungen gleich sind• Verhältnis von Differenzen (Intervall) auf der Skala ist gleich groß• Kann sinnvoll interpretiert werden Temperatur in Celsius
- Ratioskala (Verhältnisskala) • Wenn zusätzlich auch ein absoluter, unveränderlicher Nullpunkt existiert• Verhältnis (Quotient) von zwei Ausprägungen kann sinnvoll interpretiert werden Gewicht, Körpergröße, Prozentwerte