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Grundlagen der Psychologie (Fach) / 06.12. (Lektion)
06.12.
Diese Lektion wurde von Laura_Henc erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
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- Was versteht man unter dem Spacing-Effekt und was versteht man unter randomisieren? - Spacing-Effekt: wer schnell lernt, vergisst auch schnell - randomisieren: Reihenfolge verändern, shuffeln
- Was versteht man unter dem "Vampir-Effekt"? Werbung saugt Aufmerksamkeit, z.B durch Humor
- Ws bedeutet "rosiger Rückblick"? man erinnert sich eher an die positiven Sachen, nicht an die negativen, wenn das Gesamtbild positiv war. Bsp: Campingurlaub
- Was bedeutet "Quellenamnesie"? man denkt, etwas wäre die eigene Idee, obwohl es eigentlich von woanders her ist
- Was versteht man unter "kognitives Interviewen"? offene Fragen stlelen, z.B bei Kripo-Untersuchungen
- Was sind positive Effekte des Wiederholens bei der Enkodieren? die Menge der Infos, an die man sich erinnert, ist abhängig von der Zeit die man fürs Erlernen aufgebracht hat -> Übung macht den Meister
- Was ist der "Next-in-Line-Effekt"? wenn mehrere Personen und auch man selber etwas sagen erinnert man sich am wenigsten an denjenigen der direkt vor einem kam, weil man zu sehr mit seinem eigenen Auftritt beschäftigt ist
- Was ist der serielle Positionseffekt? In welche Bereiche unterteilt er sich? in einem Lernzyklus erinnert man sich am besten an die ersten (primacy-Effekt) und die letzten (recency-Effekt) Lerninhalte etwa einer Liste
- Was ist der "Selbstbezugseffekt"? positiver Effekt, der Verarbeitung von Lernmaterial vertieft, dadurch dass man persönlichen Bezug zum Lernmaterial herstellt
- Welche Arten von Enkodierung gibt es und wofür sind mentale Bilder da? - Visuelle Enkodierung (geschriebene Wörter) - Akustische Enkodierung (reimt sich auf) - semantische Enkodierung (Beziehung der Information) - Hilfe für bewusste Verarbeitung, besonders kombiniert mit semantischer Enkodierung: zwei Codes sind besser als einer
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- Was sind Mnemotechniken und welche Methoden zählen dazu? - Gedächtnishilfen mit Bildern & Ordnungsstruktur - helfen bei Organisation der enkodierten Info - Loci-Methode, auch Ortsmethode genannt: mentaler Spaziergang - Zahl-Symbol-System: Zuordnung von Zahlen zu Symbolen - Alphabet-Methode: Zitrone für Z
- Was ist "Chunking" bei Zahlen und bei Buchstaben? - statt eine lange Zahlenreihe 4er-Kombinationen lernen (wie Jahreszahlen geordnet) - einzelne nicht zusammenhängende Buchstaben sowie Buchstaben die ein Wort ergeben (das ist dann ein Chunk)
- Beschreiben Sie das Schaubild zum Thema "Wie organisieren wir Informationen, die enkodiert werden sollen?" Enkodieren und bewusstes Verarbeiten -> Sensorisches Gedächtnis ODER Kapazität des Ordnungs- und Arbeitsgedächtnisses ODER Bewusste Verhaltensstrategien -> Chunking, Mnemotechniken oder Hierarchien
- Wie heißt der Künstler, der ein fotografisches Gedächtnis hat und die Skylines von Metropolen detailgenau zeichnen kann ohne sie vorher mehr als einmal gesehen zu haben? Stephen Witshire
- Welche Formen des Zeitgedächtnisses gibt es und was bedeuten sie? - Ultrakurzzeitgedächtnis: sensorisch (visuell -> ikonisch, weniger als 1 Sekunde gespeichert) - Kurzzeitgedächtnis: wenn Input nicht mit Bedeutung angereichert und enkodiert oder wiederholt wird, verschwindet es wieder, sehr begrenzte bewusste Verarbeitung von einer Informationsmenge: 7 +- 2 Einheiten = "magische 7" - Langzeitgedächtnis: quasi unbegrenzte Speicherkapazität
- Welche Formen von "Wissen" gibt es und was bedeuten sie im Bezug auf das "Speichern" von Informationen im Gedächtnis? - Deklaratives/Explizites Wissen (knowing that): semantisches Gedächtnis (Faktenwissen) & episodisches Gedächtnis (selbst erlebte Ereignisse) - prozeduales/implizites Wissen (knowing how): Wissen zeigt sich im Verhalten, kann aber nicht bewusst abgerufen werden (motorische, kognitive Fähigkeiten)
- Was bedeutet "Abrufen" und welche Anbrufhilfen gibt es, bzw wie werden sie noch genannt? - "recall", freie Reproduktion, gelernte Information aktiv abrufen, z.B Ausfüllen der Leerstellen eines Tests - "retrieval cues" (Assoziationen): Priming (Assoziatives Netzwerk), Mnemotechniken, Kontext Effekte, Deja-Vu-Erfahrung, Emotionen (stimmungskongruente Erinnerungen)
- Was sind "stimmungskongruente Erinnerungen"? Menschen erinnern sich vor allem an Erfahrungen, die mit der aktuellen guten oder schlechten Stimmung übereinstimmen
- Was ist ein "Deja-Vu"? Hinweisreize aus der aktuellen Situation können unterbewusst die Erinnerung an eine frühere Situation auslösen
- Welche Gründe gibt es fürs "Vergessen"? - proaktive Interferenz (vorwärts gerichtet): Störeffekt von früher Gelerntem auf die Reproduktion von neuer Info -> Neu erworbenes wird durch früher Gelerntes überlagert, zuvor eingeprägte Info interferiert mit gerade eingeprägter Info, Bsp: bevor man sich einen Namen einprägt, hat man mehrere Namen im Kopf, häufiges Parken am gleichen Parkplatz - retroaktive Interferenz (rückwärts gerichtet): Störeffekt von neu gelernter Info auf die Reproduktion von alter Info -> Überlagerung des Alten durch das Neue, gerade eingeprägte Info interferiert mit zuvor eingeprägter Info, Bsp: wenn sich Ihre Telefonnummer/PIN ändert
- Wodurch wird Vergessen auch noch verursacht? - Scheiterung der Enkodierung/Abrufens, z.B durch selektive Aufmerksamkeit, Spurenzerfall
- Was ist die Definition des identifizierenden Berichtes eines Augenzeugen? - komplexer und heikler Prozess, der Wahrnehmung, der Aufbewahrung und der Wiedergewinnung, angreifbar in jedem Schritt
- Was ist der Fehlinformationseffekt, was wissen Sie zum Experiment zur Konstruktion von Erinnerungen, und zum Experiment des Slate Magazins? - Fehlinformationseffekt: irreführende Information, die in die Erinnerung an ein Ereignis eingebaut wird - VPs sahen Film über Autounfall, dann stellte man ihnen eine Frage, die sie in eine bestimmte Richtung lenken sollte: Wie schnell fuhren die Autos, als sie ineinander fuhren/krachten/kollidierten?, Unfall erschien ihnen dann schwerwiegender je nach Frage, als er war - Leser des Slate Magazins wurden befragt, ob sie sich an verschiedene Weltereignisse erinnerten, davon 3 reale und ein erfundenes: Handschlag zwischen Obama und damaligen iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, 26 % bejahten das, obwohl es nie passiert war
- Welche 2 Hypothesen gibt es zur Konstruktion von Erinnerungen? - je mehr die Erinnerung nach einer Zeit verblasst, desto leichter wird es, eine Fehlinformation einfließen zu lassen - etwas, das man sich einbildet, kommt einem nach einiger Zeit vertraut vor und Vertrautes kommt einem realer vor, je lebhafter also die Fantasie, desto wahrscheinlicher, dass sich die Vorstellung in eine Erinnerung umwandelt
- Welche Bereiche im Gehirn zeigen die höchste Aktivität beim Enkodieren und beim Abrufen? - Enkodieren: linker präfrontaler Cortex beim Enkodieren episodischer Information - Abrufen: rechter präfrontaler Cortex für den Abruf episodischer Information