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Allgemeine 2 (Fach) / Analogien (Lektion)
Seminar 5
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- Was sind Analogien? wichtiges Element des kreativen Denkens strukturelle Ähnlichkeit zwischen einer Quell- und einer Zielsituation von Quellsituation wird Schlussfolgerung auf das Ziel übertragen oberflächliche oder strukturelle Ähnlichkeiten Zwei Dinge müssen sich in mindestens einem Merkmal ähnlich sein Das Sprichwort „Viele Köche verderben den Brei.“ wird gerne gebraucht, um durch Analogie gegen demokratische Entscheidungsstrukturen zu argumentieren.
- Wo kommen Analogien vor? a. Im Alltag als Metaphernb. Als Präzedenzfällec. Mittel für kreative Erklärungen
- 2 Arten von Ähnlichkeiten Oberflächlich: betrifft die Benennung oder das Aussehen des Objekts Strukturell: betrifft abstrakte Beziehungen, wie z.B. die Kausalstruktur: Licht breitet sich aus, wie Wasser - durch Wellen
- In welchen 4 Schritten erfolgt Problemlösen durch Analogie? a. Gedächtnisabruf (Erinnerung an früheres Bsp was als Analogiequelle dient)b. Abbildung (strukturelle Beziehungen zwischen Quelle und Bild finden)c. Bewertung (prüfen der Analogie um Fehler zu vermeiden)d. Lernen (Möglichkeit neues Wissen zu erwerben)
- Was unterstützt die oberflächliche Ähnlichkeit und was die strukturelle Ähnlichkeit bei der Problemlösung mit Analogien? oberflächliche Ähnlichkeit unterstützt Gedächtnisabruf strukturelle Ähnlichkeit unterstützt den Abruf + die Übertragung
- Was ist das Analogieparadoxon? Im Experiment ist die oberflächliche Ähnlichkeit wichtiger als im Alltag, aufgrund der Repräsentation der Analogiequelle im Gedächtnis und dem daraus resultierenden Abrufkontext in Phase 2 soll ein Problem gelöst werden und keine Analogie gebildet werden - in natürlichen Kontexten wollen Personen jedoch Analogien bilden und achten von vorneherein mehr auf strukturelle Merkmale
- Welche Funktionen erfüllt beispielbasiertes Problemlösen (Lösungsbeispiele)? a. Motivationale Funktion: macht neugierigb. Interpretationsfunktion: hilft zu verstehen, was abstrakte Begriffe bedeutenc. Hinweisfunktion: zeigt, in welcher Reihenfolge die Lösungsschritte anzuwenden sindd. Lernfunktion: trägt zum Wissenserwerb bei
- Ein Problem des beispielbasieren Problemlösens ist, dass der Transfer auf neue Aufgaben nicht immer gelingt. Was sind die Ursachen hierfür? a. Beispielstudoum meist zu oberflächlichb. Am Beispiel wird etwas falsches gelerntc. Beispiele werden oberflächlich statt strukturell gespeichert und abgerufend. Passende Analogiequelle wird oft nicht richtig übertragen
- Wie können Transferschwieirigkeiten bei beispielbasiertem Problemlösen gemildert werden? a. Gestaltung der Lehrmaterialienb. Kontrolle des Lernprozessesc. Variation der Beispiele, Trennung von irrelvanten (oberflächlichen) und lösungsrelevanten (strukturellen) Merkmalen erleichternd. Anleitung zum Lernen bestimmter Prinzipien und Schließen von Wissenslücken
- Gedächtnisabruf Untersuchungsdesign 1. Phase: Teilnehmer lesen mehrere Geschichten 2. Phase: einige Tage später soll Zielaufgabe gelöst werden, die zu einer der Geschichten analog ist Wie häufig erinnern sich Personen an analoge Geschichten und wie gut lösen sie die Aufgabe?
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- Abbildung Abbildung der Quellsituation auf das Ziel (Analogieschluss) - strukturelle Ähnlichkeiten zwischen beiden Situationen werden elaboriert - ein Aspekt soll von der Analogiequelle auf die Zielsituation übertragen werden um Frage zu beantworten - dabei gibt es 2 Prinzipien: 1-zu-1 Abbildung, Strukturkonsistenz
- 1-zu-1-Abbildung ein Element der Quellsituation sollte mit genau einem Element der Zielsituation korrespondieren Mehrdeutigkeiten ausgeschlossen, es kann jedoch Elemente geben die nicht korrespondieren
- strukturelle Konsistenz Quell- und Zielelemente die in einem Teil der Analogie korrespondieren sollten auch in allen anderen korrespondieren
- Isomorphie Abbildung folgt Prinzipien der 1-zu-1-Abbildung und Strukturkonsistenz
- Analogieschluss durch Kopieren und Anpassen eines Elements aus der Analogiequelle an Zielsituation alle spezifischen Aspekte der Quellsituation sind durch korrespondierende Aspekte der Zielsituation zu ersetzen
- Verletzung des 1-zu-1-Prinzips ein Element passt auf mehrere andere und es kann keine Entscheidung getroffen werden
- Bewertung als induktive Schlüsse sind Analogieschlüsse unsicher Ist die Analogiequelle angemessen also die abstrakte Struktur wirklich geeignet? - je vertrauter Zieldomäne desto leichter zu entscheiden Ist vorgenommene Abbildung von der Quelle auf das Ziel angemessen=? - Abbildung eindeutig? welche Aspekte der Quelle korrespondieren mit dem Ziel?
- Was kann mit Analogien gelernt werden? Verfügbarkeit der Quellsituation Zielsituation Korrespondenzen Schemata
- Verfügbarkeit der Quellsituation Quellsituation wird durch ihre Verwendung vertrauter und vertrautere Situationen sind für spätere Abrufe im Gedächtnis besser verfügbar
- Zielsituation Wird das gelöste Zielproblem im Gedächtnis gespeichert, kann es später selbst als Analogiequelle für eine andere Frage oder Aufgabe dienen Man hat also ein weiteres Beispiel gelernt
- Korrespondenzen Bei der Abbildung lernt man, wie man die Analogiequelle auf das Ziel überträgt, also wie die beiden Situationen korrespondieren
- Schemata manchmal lässt sich aus der Quell- und Zielsituation ein allgemeines Schema induktiv generalisieren, indem man die strukturellen Gemeinsamkeiten herausarbeitet resultierendes Schema ist leicht abrufbar und zu übertragen
- Monitoring Schüler lernten am Meisten, wenn sie ihr Verständnis genau überwachten
- Selbsterklärungseffekt beim Monitoring werden Verständnis- und Wissenslücken aufgedeckt und diese durch eigene Erfahrung zu füllen versucht
- Abruf einer Analogiequelle aus Gedächtnis wird durch oberflächliche Ähnlichkeiten gefördert