29
Allgemeine 2 (Fach) / Attributionstheorien (Lektion)
Weiner, Heider, Kelley
Diese Lektion wurde von makem erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Attribution Ursachenzuschreibung
- 2 fragen der Attributionsanalyse Wo liegt die Ursache des Verhaltens? a) in der Person: (internale oder dispositionale Kausalität) b) in der Situation: (externale oder situative Kausalität) Wer ist verantwortlich für das Ergebnis?
- Attributionstheorien Wie nehmen wir unsere Umwelt und uns selbst wahr und gelangen hierbei zu Ursachenzuschreibung Wir fragen nach: Gründen von Handlungen Ursachen von Handlungsergebnissen 2 Gruppen von Theorien: Attributions- und Attributionale Theorien
- Attributionale Theorien Auswirkungen der Attribution auf Verhalten und Erleben auf emotionale Reaktionen auf Verhaltensweisen in unterschiedlichen Kontexten
- Attributionale Theorien 3 Kausaldimensionen Lokation - Internalität - Liegt die Ursache in der Person oder der Situation? Stabilität - Verändert sich die Ursache über die Zeit? Kontrollierbarkeit - Kann die Ursache durch den Handelnden kontrolliert werden?
- Psychologische Konsequenzen der Ursachenzuschreibung Kognitive Konsequenzen Attributionale Theorien Erwartung bzgl Erfolg/ Misserfolg wird E/M auf stabile Ursachen hin attribuiert, wird E/M auch weiterhin bei solchen Aufgaben erwartet und umgekehrt wird Ursache als global eingeschätzt, wird diese Erwartung auch auf andere Aufgaben übertragen
- Psychologische Konsequenzen der Ursachenzuschreibung Affektive Konsequenzen Attributionale Theorien Emotionen Lokation beeinflusst das Auftreten selbstgerichteter Emotionen (Stolz, Selbstachtung) Kontrollierbarkeit beeinflusst selbst- und fremdgerichtete Emotionen (Schuld, Ärger, dankbarkeit)
- Psychologische Konsequenzen der Ursachenzuschreibung Affektive Konsequenzen Attributionale Theorien Emotionen Lokation beeinflusst das Auftreten selbstgerichteter Emotionen (Stolz, Selbstachtung) Kontrollierbarkeit beeinflusst selbst- und fremdgerichtete Emotionen (Schuld, Ärger, dankbarkeit)
- Attributionale Theorie Vorhersage von Hilfeverhalten Zuschreibung von Verantwortlichkeit bestimmt W`keit der Hilfe Verantwortlichkeit: persönliche Kausalität kontrollierbare Ursache Abwesenheit mildernder Umstände geringe Kontrollierbarkeit/Verantwortlichkeit -> Mitleid -> Hilfe
- Verhaltensmerkmale: Weiner Die kognitiven und affektiven Konsequenzen der Ursachenanalyse bestimmen das nachfolgende Verhalten Intensität Latenz Ausdauer
- Anzeige
- Attributionstheorie Fritz Heider 1896 - 1988 Begründer der Atributionstheorie Gestaltpsychologe
- Menschenbild der Attributionstheorie Menschen analysieren kausal um die soziale Welt zu verstehen Hobby-Psychologen versuchen Verhaltensursachen zu finden
- Fokus der Attributionstheorien Welche Informationen werden genutzt? Welche Ursachenkategorien gibt es? Nach welchen Regeln wird von Informationen auf Ursachen gefolgert?
- Heiders naive Handlungsanalyse Beschreibungen über die intuitiven Annahmen über das Zusammenwirken von Ursachenfaktoren wir schreiben Ergebisse/ Ereignisse zwei grundlegend unterschiedlichen Ursachen zu: Faktoren, die in der Person liegen Faktoren, die in der Umwelt liegen Basis: V=F(P,U) - Lewin Feldtheorie Handlungsergebnis = effektive Kraft d. Person + effektive Kraft d. Situation
- Kovariationsmodell von Kelley Kovariationsprinzip = Effekt kovarriert mit seiner Ursache Verhalten wird dann auf einen Kausalfaktor attribuiert, wenn Faktor immer gegeben war, wenn Verhalten auftritt systematisiert Prozesse, welche Informationen zu Ursachenzuschreibungen zuordnen Rückschlüsse von Effekten auf Personen, Situationen oder Zufall
- Kelley allgemeine These Ein Effekt wird derjenigen seiner möglichen Ursachen zugeschrieben, mit der er über die Zeit hinweg kovarriert
- Attributionstheorie Kovariationsmodell von Kelley ausführliche Definition finden am häufigsten unter Bedingungen der Unsicherheit statt Zur Attributionsfindung der Ursachen eines Verhaltens, betrachten wir systematisch das Muster, das sich aus dem Vorhanden und NIchtvorhandensein kausaler Faktoren ergibt und ob oder nicht dieses Verhalten auftritt
- Kovariationsmodell Kelley Unterschied zu bisherigen Theorien Informationen über mehrere Handlungen derselben Person und anderer Personen, zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit verschiedenen Zielgegenständen in verschiedenen Situationen Ursache einer Handlung wird aus Kovariationsmuster von 4 Kriteriumsdimensionen gezogen -> Distinktheit, Konsens, Konsistenz des Handelns über Zeit, Modalitäten
- Entität Aufgabenart
- Kovariationsmodell Kelley 4 Kriteriumsdimensionen Distinktheit der Entitäten - Wird der Effekt auch in anderen Aufgabenarten erzielt? Konsens - Übereinstimmung verschiedener Personen Konsistenz des Handelns über die Zeit Konsistenz des Handelns über verschiedenen Modalitäten - Stellt sich die gleiche Handlung ein, wenn die Entität in andere Situationsumstände eingebettet ist?
- Kelley Attributionsasymmetrie Ergebnisse hauptsächlich Fremdattribuierung Selbstattribuierung: Rationale Informationsverarbeitung wird durch selbstwertdienliche Tendenzen verzerrt Menschen schreiben sich eher erwartete Handlungsergebnisse zu Anstrengungsbemühungen und zunehmender Erfolgsserie wird mehr ZUsammenhang gesehen als mit Misserfolg Wirkungszusammenhang von eigenem Erfolg höher als mit Misserfolg
- Kovariationsmodell Kelley Vorgehen Lokalisierung der Ursachen in: Distinktheit (Entität) - Konsistenz (Zeit)- Konsens (Person) Entität Umstände Person je nachdem ob Kriteriumsdimensionen hoch oder niedrig eingestuft werden, kann eine Lokalisierung der Ursache vorgenommen werden
- Weiner Attributionale Theorie Kausaldimensionen sind Klassifikationsschemata für Ursachen von Erfolg und Misserfolg auf den Folien dargestellt: Lokation und Stabilität Kontrollierbarkeit und Stabilität Kombination aller 3 Kausaldimensionen
- Lokalisierung der Ursachen in Entität Information über Distinktheit: hoch Konsens über Personen: hoch Konsistenz über Zeitpunkte: hoch
- Lokalisierung der Ursachen in Umstände Information über Distinktheit: hoch (in anderen Aufgabenarten fällt das Ergebnis) anders aus) Konsens über Personen: niedrig (andere Personen erzielen nicht das Ergebnis) Konsistenz über Zeitpunkte: niedrig (bisher fiel das Ergebnis für dire Aufgabe anders aus)
- Distinktheit hoch Ergebnis wir nur in dieser Aufgabe erzielt
- Konsens über Personen hoch alle Personen erzielen das Ergebnis
- Konsistenz hoch Ergebnis für Aufgabe fällt immer gleich aus
- Lokalisierung der Ursache in Person Information über Distinktheit: niedrig Konsens über Personen: niedrig Konsistenz über Zeitpunkte: hoch