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Diff (Fach) / Geschlechterunterschiede (Lektion)

Vorlesung vom 19.01.

Diese Lektion wurde von Amalaswinthaa erstellt.

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  • Gender vs. Sex Geschlecht ("Sex") = biologisch determiniert Geschlechtsrolle ("Gender") = kulturell geprägtes Geschlecht, kognitiv repräsentiert in Form von Geschlechtsstereotypen
  • Geschlechtsentwicklung - Betrachtungsebenen von Geschlechtsunterschieden Genetisches Geschlecht Hormonelles Geschlecht Neuronales Geschlecht Einstellungen und Verhalten Beziehungen zwischen den Ebenen entstehen im Verlauf der Entwicklung
  • Beobachtungsebenen - Hormonelles Geschlecht Effekt von Wehenhemmern: -Progesteron auf Basis weiblicher Steroide --> Mädchen häufiger homosexuell, Jungs verminderte räumliche Wahrnehmung - auf Basis männlicher steroide --> Mädchen vermehrt "männliches" Spielverhalten, bei Jungs keine Wirkung Kogenitale adrenale Hyperplasie - Überproduktion von männlichen Steroiden --> Mädchen häufiger homosexuell, vermehrt männliches Spielverhalten, höhere selbsteingeschätzte Aggressivität je höher der fötale Testosteronspiegel desto "männlicher" das Spielverhalten und desto geringer der Empathie Quotient
  • Betrachtungsebenen - Neuronales Geschlecht Beeinflussung der Entwicklung des Nervensystems durch hormonelle Unterschiede Im Tiermodell: Gabe von Testosteron bei Neugeborenen führt zur "Vermännlichung" einzelner Hirnstrukturen Neuronale Geschlechtsunterschiede auch beim Menschen
  • Geschlechtsstereotyp kulturell geprägtes System von Einstellungen, Überzeugungen, Erwartungen bzgl. der Eigenschaften der beiden Geschlechter
  • Geschlechtsstereotyp - Erwerb des Geschlechtsverhältnisses Erwerb von Geschlechtsstereotyp und Verständnis von Geschlechtsrollen beginnt im 2. LJ, detailliertes Wissen mit 3 Jahren weitgehend ausgebildet am Ende der Grundschulzeit rigides Geschlechtsstereotyp wird mehr und mehr erstezt durch ein flexibles Wichtig: geschlechtstypische Einstellungen entwickeln sich weitgehend unabhängig vom Erwerb von Geschlechtsstereotypen Geschlechtstypische Einstellungen/Verhalten durch Einflussnahme auf Geschlechtsstereotype zu verändern ist meist erfolglos
  • Geschlechtsstereotypen - Entwicklung des geschlechtstypischen verhaltens Verhalten zeigt einen besonders geringen Zusammenhang mit dem Geschlechtsverständnis Größe psychologischer Geschlechtsunterscheide im Verhalten nimmt im Verlauf der individuellen Entwicklung je nach Verhalentsmerkmal zu, ab oder zeigt einen nichtlinearen Verlauf
  • Kognitive Geschlechtsunterschiede IQ Tests ungeeignet, da sie meistens "geschlechtsfair" konstruiert wurden --> keine Unterschiede zu erwarten Unterschiede in spezifischen Leistungen: Räumliche, Verbale, Mathematische Fähigkeiten
  • Soziale Geschlechtsunterschiede - Aggression Stereotyp: Männer sind aggressiver als Frauen Männer neigen häufiger zu physischer und verbaler Gewalt Ausnahmen: Verdeckte Beziehungsaggressivität (häufiger bei Frauen), Aggression in Partnerschaften --> kein Unterschied in der Häufigkeit, männliche Aggressivität mit größeren Folgen Probleme: Stereotype und soziale Erwünschtheit
  • Lerntheoretische Ansätze - Bekräftigungstheorie Grundannahmen - Interaktionspartner haben differentielle Erwartungen an Mädchen und Jungen - Interaktionspartner bekräftigen differentiell - Differentielle bekräftigung beeinflusst tatsächlich das Verhalten Gute Belege für die differentielle Verstärkung duch die Eltern (Väter > Mütter)
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  • Lerntheoretische Ansätze - Imitationstheorie Grundannahmen: - Kinder haben mehr Gelegenheit gleichgeschlechtliche Modelle zu beobachten - Gleichgeschlechtliche Modelle werden häufiger imitiert (selektive Imitation) - dies trifft v.a. auf die Eltern als Modelle zu Eher schwache Belege