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Biopsychologie! (Fach) / Endokrine Systeme 2 (Lektion)
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- Beschreibe die beiden nicht glandotropen Hormone des HVL 1. GH (Growth hormone) = STH ( Somatotrophes Hormon) - Sekretion in Pulsen (3-4 mal pro Tag) - nachts gegenläufig zu Cortisol Funktion à normale kindliche Entwicklung à Somatomendine (Wachstumsfaktoren) à Zellwachstum und –teilung à Synapsenbildung in ZNS à Lernen 2. Prolaktin Funktion à Milchsynthese in Brustdrüse à Regulation Salz-Wasser-Haushalt und Metabolismus (Stoffwechsel) à Zellwachstum und –reifung à Einfluss auf Immunfunktion (stressrensponsiv) in Tierexperiment: 1. senkt männliches Sexualverhalten à hemmt Wirkung von Dopamin dass Erhöhung sex. Erregung bewirkt 2. erhöht weibliches Aufzuchtverhalten à Menge Prolaktinausschüttung proportional zu empfundener geschlechtlicher Befriedigung; bewirkt Brutpflegeverhalten
- Beschreibe die beiden Hormone Vasopressin und Oxytocyn des HHL Vasopressin und Oxytocin sind Neurohormone - kurzkettige Peptidhormone aus nur 9 Aminosäuren - Produktionsort: Nucleus supraopticus und Nucleus paraventricularis - gelangen durch axonalen Transport durch Hypophysenstiel in HHL - Speicherung in HHL a) Vasopressin à DH (Antidiuretisches Hormon) Funktion: a) Beiligung an Regulation Salz-Wasser-Haushalt – Natrium-Kalium-Haushalt a) senkt Wasserausscheidung in Niere à beteiligt an RAAS (Renin-Angiostensin-Aldosteron-System) à Steuerung Salz-Wasserhaushalt à Steuerung Blutdruck b) fördert Lern- und Gedächtnisprozesse c) Releasinghormon für ACTH à Bezug zu HHNA und Stress à bei Mangel: Diabetes insipidus d) erhöhte Urinsausscheidung und stärkerer Durst Therapie: Subsitution ADH b) Oxytocin Funktion: a) Milchejektionsreflex b) Einleitung Wehentätigkeit (Ferguson-Reflex) c) steigert sexuelle Appetenz d) Tierversuch: stärkt soziale Bindungen
- Nenne Eigenschaften und Funktion der Schilddrüse à Thyreoidea - ca. 25-30 g schwer - Hypothalamus-Hypophysen-Schildrüsen-System à aus Hypothalamus TRH à steuert TSH aus HVL à steuert Synthese Schildrüsenhorme à negatives Feedback Schildrüsenhormone auf Schilddrüsenhormone Synthese - Bildung Thyreoglobulin - Anlagerung von 1 oder 2 Jodmoleküle an Aminosäure Tyrosin (Aufnahme Jod über Nahrung, ca. 150 μg/Tag) - Verbindung zweier jodierter Tyrosinmoleküle, Entstehung von a) Thyoroxin T4 b) Trijodthyronin T3 à nur T3 biologisch aktiv à Entstehung durch Abspaltung eines Jodatoms von T4 à Inaktivierung durch Anlagerung an Eiweiße - Speicherung verändertes Thyreoglobulin in Schilddrüsenfolikeln Freisetzung - Rückführung in Drüsenzellen und Abbau zu T3 und T4, dann Abgabe in Blutkreislauf
- Welche Funktion hat T3 (Schilddrüse) Funktion T3 à Kalorische Wirkung a) steigert Energieumsatz b) steigert Wachstum c) steigert Verknöcherung d) fördert Hirnreifung Pathologie: à Hypothyreose (Unterfunktion) - rumabildung (Vergrößerung Schildrüse) - sinken Grundumsatz (bis zu 50%) - dikeit - ieren - weniger Leistungsfähigkeit - Störungen Wachstum + Knochenbau - Kretinismus in früher Kindheit (geistige Reradierung) Therapie: Gabe von Jod und Schildrüsenhormonen Ursachen: z.B. Hashimoto’s disease (Autoimmungerkrankung Schildrüsengewebe) à Hyperthyreose (Überfunktion) (z.B. Morbus Basedow) à Erhöhung Stoffwechseltätigkeit - Exophthalmus (Hervortreten Augäpfel) - Reizbarkeit / Nervosität - Schlafprobleme - Schwitzen - starker Appetit Therapie: Thyreostatika
- Woraus besteht die Nebenniere Nebennierenmark und Nebennierenrinde
- Beschreibe das Nebennierenmark Nebennierenmark (NNM) - Drüsenzellen sind postganglionäre modifizierte Zellen des sympathischen Nervensystem (NNM Teil des ANS) - Sekretion von Adrenalin (80%) und Noradrenalin (20%) (Verhältnis in NNM) à haben gleiche Erfolgorgane wie Sympathikus (steigern Glykogenolyse und mobilisieren freie Fettsäuren) (Entstehung von Glukose aus Glykogen) - Sympathikoadrenales System: à neben HHNA 2. wichtigstes stresssensitives System à Aktivierung NNM über limbisches System à Hypothalamus- und Noradrenalin-Neurone in Locus coeruleus à bei Belastung bis 10fach gesteigerte Adrenalin und Noradrenalin Ausschüttung (Notfallreaktion)
- Beschreibe die Nebennierenrinde Nebennierenrinde (NNR) Aufbau in 3 Schichten 1. Zona reticularis à Androgene 2. Zona fasciculata à Glucocorticoide (wichtig für HHNA) 3. Zona glomerulos à Mineralcorticoide, z.B. Aldosteron à reguliert Salz-Wasserhaushalt und Urinabgabe, Balance K+ und Na+ - insgesamt über 40 Steroidhormone produziert - Pathologie NNR à Cushing Syndrom à Hypercortisolismus infolge Tumor in NNR oder in HVL - Fettsucht (an Körperstamm und Mondgesicht, sowie Büffenacken) - erhöhter Blutzuckerspiegel - erhöhte H2O und NaCl-Retention (Zurückhaltung) - Hypertonie (Bluthochdruck) - Osteoporose - kognitive Störungen (Depressionen…) à Addison Syndrom à Störungen H2O und NaCl-Haushalt - verstärkte Pigmentierung Haut (bronzefarben) (Bezug zu ACTH, POMC
- Was ist das Cushing Syndrom Was ist das Addison Syndrom à Cushing Syndrom à Hypercortisolismus infolge Tumor in NNR oder in HVL - Fettsucht (an Körperstamm und Mondgesicht, sowie Büffenacken) - erhöhter Blutzuckerspiegel - erhöhte H2O und NaCl-Retention (Zurückhaltung) - Hypertonie (Bluthochdruck) - Osteoporose - kognitive Störungen (Depressionen… à Addison Syndrom à Störungen H2O und NaCl-Haushalt - verstärkte Pigmentierung Haut (bronzefarben) (Bezug zu ACTH, POMC
- Nenne die Geschlechtshormone und ihre Eigenschaften Geschlechtshormone Sexualsteroide à von Gonaden sezerniert (=Abgeben von Sekreten) à Sexualsteroide bei Männern und Frauen in unterschiedlichem Verhältnis a) Androgene à Entwicklung primärer und sekundärer männlicher Sexualmerkmale - z.B. Testosteron - 30% Produktion Androgene beim Mann in Hoden - bei Frauen in NNR b) Östrogene (Östradiol) + Gestagene (Progesteron) à Entwicklung primärer und sekundärer weiblicher Sexualmerkmale - Produktion in Ovarien - Freisetzung verläuft zyklisch c) Gestagene: 2. wichtige Klasse weiblicher Geschlechtshormone - Vorbereitung der Uterusschleimhaut für befruchtetes Ei - Vorbereitung der Brust für Milchsekretion
- Was ist die Hypothalamus- Hypophysen Gonaden Achse? Diese Achse ist ein Kreislaufsystem der hormonellen Kommunikation zwischen Hypothalamus, Hypophyse und Gonaden - GnRH steuert FSH und LH (über Pfortadersystem) - FSH und LH steuern Gonaden (über Blutbahn) - pulsatile Freisetzung der Östrogene (Frau) und Androgene (Mann) Mann: 3-4 Stunden Frau: 90 min (Zyklusphase 1) und 3-4 Stunden (Phase II)
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- Beschreibe die Effekte von Hormone nauf GnRH- Produktion 1. Dopamin: wirkt hemmend auf GnRH-Produktion 2. Serotonin (5-HT): wirkt stark hemmend auf GnRH-Produktion 3. Noardrenalin: wirkt steigernd auf GnRH-Produktion 4. Östradiol + Progesteron: wirkt steigernd auf GnRH-Produktion 5. Testosteron: wirkt hemmend auf GnRH-Produktion à negatives Feedback Testosteron auf GnRH-Produktion
- Welche Funktionen haben LH und FSH bei Frauen und Männern? bei Frauen - steuern Wachstum und Transformation Follikel in Ovarien - steuern Produktion Östrogene - zyklische Ausschüttung (Menstruationzyklus) bei Männern - hemmen Spermatogenese und Testosteronproduktion (negatives Feedback von Testosteron auf GnRH-Produktion) - Einfluss Sexualhormone auf sexuelle Differenzierung
- Nenne die sensitven Perioden für Androgenwirkung: - pränatal: vor allem 8.-22. Schwangerschaftswoche à geschlechtspezifische Formung ZNS (Hypothalamus und limbisches System à 7. und 8. Schwangerschaftswoche: Beginn Androgenproduktion + Beginn Bildung Geschlechtsorgane - postnatal: 0-6 Wochen und Pubertät - Sexuelle Differenzierung in Gehirn - Nucleus präopticus in Hypothalamus (bei Frauen zyklische Aktivität ab Pubertät) - Corpus Callosum (Balken) bei Frauen größer - Gehirn bei Männern größer und mehr Neurone - linke Hemisphäre bei Frauen dicker, rechte Hemisphäre bei Männern dicker
- Erkläre den Zusammenhang zwischen Testosteron und Aggressivität - frühe Andregenosierung: Testosteron eher organisierend Effekt auf Verhalten während Embryonalentwicklung à Aufbau neuronale Verbindungen, die für aggressives Verhalten verantwortlich (wenn Tiere gleich nach Geburt kastriert, keine Wirkung später bei Testosterongabe, da „Infra-Struktur“ fehlt à aber aktivierender Effekt von Testosteron bei späterer Kastrierung) - späteres Leben: keine direkte Korrelation Testosteron und Aggression - aggressives Verhalten aber unwahrscheinlicher bei sehr niedrigem / fehlendem Testosteron - Serotonin: je mehr Serotonin vorhanden, desto geringer Aggressionen (unklar, ob spezifisch aggressionshemmend oder allgemein beruhigend wirkt) à komplexe (z.T. widersprüchliche) Befundlage
- Welche Funktion haben die Hormone der Bauchspeicheldrüse (des Pankreas) à Regulation Blutzuckerspiegel - Konstanthaltung über Insulin und Glukagon auf 80-100mg pro 100 ml Blut - Langerhans’sche Inseln in Pankreas - einige 1000 Zellen „eingestreut“, produzieren: à 3 Peptidhormone: a) B-Zellen (60% Insulin) b) A-Zellen (25% Glukagon) c) D-Zellen (15% Somatostatin (hemmt Ausschüttung Glukagon und Insulin))
- Beschreibe die Wirkungen von Insulin und Somatostasin 1. Insulin - bei Anstieg Blutzuckerspiegel à Anstieg Insulinspiegelsenkt à Blutzuckerspiegel sinkt durch: Glykogenese: Verbrauch Glukose in Zellen und Speicherung Energie in Form von Glykogen Speicherung als Fett in Fettzellen - bei Absinken Blutzuckerspiegel à Hemmung Insulinausschüttung und Glukagonausschüttung Glukagon 2. Somatostatin - wirkt parakrin (auf unmittelbare Nachbarzellen) hemmend auf A- und B-Zellen - wirkt hemmend auf Magen-Darm-Trakt (Gallenblase, Verdauungsäfte) à Verlangsamung Verdauung 3. Pathalogie à verschiedene Formen, z.B. Typ I: - Prävalenz 4% - primär genetische Faktoren - Insulinmangel à Ansteigen Blutglukose auf 300-1200mg / 100 ml à Diurese (Entwässerung) à Fettstoffwechselstörungen, z.B. Arteriosklerose Therapie: strenge Diät (bei vorhandener restlicher Insulinprodukion), ansonsten Injektion Insulin + strenge Diät
- Welche Funktion hat die Zirbeldrüse (Epiphyse) Epiphyse (Zirbeldrüse) à Bildung Melatonin (Peptid-Hormon) - gesteuert durch Nucleus suprachiasmaticus in Hypothalamus - Ausschüttung bei Dunkelheit Funktion: - Synchronisation vieler endogener Rhythmen - schlafanregend (Bezug zu Jet-Lag)
- Wie wird der Kalzium- und Phophathaushalt reguliert? Regulation Kalzium- und Phosphathaushalt durch 1. Parathormon (PTH): erhöht Kalzium-Konzentration in Blutplasma (Bildungsort: Nebenschilddrüsen) Gegenspieler: 2. Kalzitonin (in Schilddrüse gebildet) à Kalzium und Phosphor wichtig für Knochenbau und Erregungsprozesse (Kalzium als Ca2+) - Vitamin-D-Hormon (Synthese aus Vitamin-D in Leber und Niere) Pathologie: Rachitis à Mangel an Vitamin-D-Hormon à Störung Knochenwachstum (z.B. O-Beine) Hypoparathyreodismus à Unterfunktion Nebenschildrüsen - erniedrigter Kalzium-Spiegel - Erhöhung neuromuskulärer Erregbarkeit - Krämpfe, Tetanie Hyperparathyreodismus à benigne Tumore (Adenome), die PTH produzieren, an Nebenschildrüse à erhöhter Kalziumspiegel - erhöhter Harndrang + erhöhter Durst - Reflexabschwächungen - EEG-Veränderungen - Kalkeinlagerungen in Gefäßen und Nieren (Nierensteine) Osteoporose à Abbau von Knochenmasse à primär durch Östrogenmangel (oft beiFrauen nach der Menopause)