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Sprachwissenschaft (Fach) / Semantik (Lektion)

Erforschung der Bedeutung von Sprachzeichen

Diese Lektion wurde von DebraBee erstellt.

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  • Was ist Semantik? Bezeichnung für wissenschaftliche Teildisziplinen, die die Bedeutung von (Sprach)Zeichen erforschen → Bedeutungslehre, hier: von Wörtern
  • Was versteht man unter Wortbedeutung/5 Ko's? Wortbedeutung: der gesamte Vorstellungsinhalt, der sich für die Mitglieder einer Sprachgemeinschaft mit einem Wort ergibt. Dieser ist konventionalisiert (Zeichensystem) kognitiv (im Kopf der Sprachbenutzer) kooperativ (als Resultat gemeinsamen Sprachgebrauchs) kontextabhängig kodifiziert (Wörterbuch)
  • Was ist ein Lexem? Wort, wie es uns im Lexikon begegnet; ohne Flexionsmerkmale
  • In welche beiden Gruppen kann man die Lexik (Wortschatz) einer Sprache einteilen? Autosemantika= Inhaltswörter, die unabhängig vom Kontext eine selbstständige Bedeutung besitzen und satzgliedfähig sind (Substantive, Verben, Adjektive, Adverbien), z.B. Baum, trinken, grün, hoch Synsemantika= Funktionswörter, die keine eigene lexikalische Bedeutung tragen, sondern primär grammatische Funktionen übernehmen und nicht satzgliedfähig sind (v.a. Artikel, Konjunktionen, manche Präpositionen)
  • Welche paradigmatischen Bedeutungsbeziehungen gibt es (fünf)? Übereinstimmung von Bedeutungen Überordnung-Unterordnung Gegensatz Reihung Mehrdeutigkeit (Ambiguität)
  • Wie wird die Übereinstimmung von Bedeutungen aufgeteilt? Synonymie = Bedeutungsgleichheit- Strikte Synonymie, z.B. Streichholz-Zündholz, Couch-Sofa, Anfang-Beginn- Partielle Synonyme (regionale Differenzierung), z.B. Brötchen-Semmel, Fahrstuhl/Aufzug-Lift, Appendix-Wurmfortsatz-Blinddarm- Bedeutungsähnlichkeit, z.B. Augenblick-Moment-Zeitpunkt-Zeitraum, ...; Geld-Knete-Zaster-Schotter-Zahlungsmittel, ... (Wortfelder)
  • Was bedeutet Überordnung-Unterordnung? Hyperonym (Oberbegriff)z.B. Mann Hyponym (Unterbegriff)z.B. Bursche, Chauvinist, Herr, Kerl, Lebensgefährte, ...= Kohyponyme (bilden eine Klasse)
  • Wie wird die Bedeutungsbeziehung "Gegensatz" aufgeteilt? Gegenwörter: miteinander inkompatibel; schließen einander aus Kontradiktionen: Wortpaare, die einen Bereich strikt in zwei Teile teilen (entweder-oder), z.B. tot-lebendig, rund-eckig, natürlich-künstlich, Himmel-Erde Antonyme: weniger strikt, es gibt Zwischenstufen, z.B. hell-dunkel, heiß-kalt, groß-klein
  • Was ist eine Reihung? Wortreihe, die einen Bedeutungsbereich vollständig abdeckt→ wird aus Heteronymen gebildet Januar-Februar-... DezemberMontag ... Sonntagsehr gut-gut ... ungenügend
  • In welche Unterkategorien wird die Mehrdeutigkeit eingeteilt? Ambiguität = Ausdrucksseite eines sprachlichen Zeichens werden verschiedene Bedeutungen zugeordnet, z.B. Bank = Geldinstitut bzw. Sitzmöbel Polysemie = Polyseme können etymologisch auf gemeinsame Kernbedeutung zurückgeführt werden Homonymie = Homonyme haben sprachgeschichtlich keine gemeinsame Grundbedeutung
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  • Was ist der Unterschied zwischen Wortfamilien und Wortfeldern? Worfamilien: Gruppe von Lexemen, die durch ausdrucksseitigen Bezug auf gemeinsamen Wortstamm/Kernlexem zurückgehen → ausdrucksseitige Verwandtschaftz.B. Busch - Büschel, Buschtrommel, buschig, ...Wortfelder: bedeutungsähnliche Lexeme → inhaltsseitige Verwandtschaftz.B. Belohnung, Honorar, Trinkgeld; Pferd - Zuchthengs, Gaul, Wallach, Ross, ...
  • Zähle die zehn Phraseologismen als syntagmatischen Verband auf. Verbale Phraseologismen z.B. ein Angebot machen, ein Befehl erteilen, alt aussehen, Amok laufen Zwillingsformelnz.B. klipp und klar, durch dirch und dünn Nominale Phraseologismenz.B. grauer Alltag, alte Schule Modellbildungenz.B. Glas um Glas, von Mann zu Mann Phraseologische Vergleichez.B. dumm wie Bohnenstroh Sprichwörterz.B. wer andern eine Grube gräbt Gemeinplätzez.B. was man hat, das hat man Routineformelnz.B. gute Nacht, guten Abend, mach's gut, wie bitte?, das gibt's doch nicht Onymische Phraseologismen (Eigennamen)z.B. Deutsches Rotes Kreuz, Ferner Osten, Weißes Haus Phraseologische Termini (Fachwörter)z.B. einstweilige Verfügung, in Konkurs gehen