297

Soziologie (Fach) / - (Lektion)

-

Diese Lektion wurde von lisaae erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Sexuelle Orientierung Richtung der sexuellen romantischen Attraktion eines Menschen
  • sozialistischer Feminismus Die Überzeugung, dass Frauen in patriarchalen kapitalistischen Gesellschaften als Bürger zweiter Klasse behandelt werden und das sowohl die Ungleichheit im Eigentum der Produktionsmittel als auch die sozialen Erfahrungen der Frauen überwunden werden müssen, da die Wurzeln der Frauenunterdrückung im ökonomischen System des Kapitalismus liegen.
  • biomedizinsches Gesundheitsmodell Prinzipien der westlichen Medizin, durch die Krankheit objektiv anhand von Symptomen definiert werden kann. Das biomedizinische Modell geht davon aus, dass ein gesunder Körper durch wissenschaftlich überprüfte medizinische Behandlungsmethoden wieder hergestellt werden kann. Der menschliche Körper wird wie eine Maschine betrachtet, die man reparieren kann
  • demografie Wissenschaft der menschlichen Bevölkerung. Sie untersucht vor allem die Größe, die Zusammensetzung nach Altersgruppen und Geschlecht und die Veränderungen aufgrund von Geburt und Tod
  • disability Studies Soziologie der Behinderung: Ein Wissenschaftszweig, der sich im Sinne des sozialen Modells der Behinderung für die Rechte behinderter Menschen – insbesondere ihre volle Teilhabe an der Gesellschaft und ihr unabhängiges Leben im Alltag – stark macht. In den USA und Großbritannien wurden an Universitäten auch Studiengänge und Institute zu Disability Studies eingerichtet. Der Zugang der Disability Studies entspricht dem vieler sogenannter kulturwissenschaftlicher (Sub)Disziplinen (wie etwa Postcolonial Studies oder Critical Whiteness Studies usw.), bei denen ein Perspektivenwechsel vollzogen wird: Behinderte Menschen sind nicht mehr das Objekt der medizinischen und sozialpädagogischen Forschung, sondern behinderte Menschen wollen Behinderung in ihrer Vielfalt – durchaus auch interdisziplinär – zum Ausgangspunkt einer anderen Weltsicht machen und damit eine Umwertung dessen, was im Allgemeinen als ‚normal’ und ‚gesund’ gilt, erreichen.
  • epidemiologie Erforschung von Verteilungsmustern und Auftretenshäufigkeiten von Krankheiten und krankmachendem Verhalten (wie etwa Suchtverhalten) in der Bevölkerung.
  • individuelles Modell der Behinderung Theorie, die die individuellen Defizite eines behinderten Menschen als die Hauptursache für seine Schwierigkeiten betrachtet. In der körperlichen Abnormalität wird die Ursache der Behinderung oder funktionalen Beeinträchtigungen gesehen. Diese funktionale Beeinträchtigung wiederum führt zur Klassifizierung des behinderten Individuums als Invalide. Das individuelle Modell von Behinderung wird von Vertretern des sozialen Modells der Behinderung heftig kritisiert.
  • Institutionaleller Rassimus Diskriminierungspraktiken sozialer Institutionen, wobei die Diskriminierung auf ethnischen Unterschieden beruht.
  • Pathologien Buchstäblich die wissenschaftliche Erforschung der Krankheiten, ihrer Ursachen, Prozesse, Entwicklungen und Konsequenzen
  • Rolle der Kranken Ein Begriff, der vom amerikanischen Funktionalisten Talcott Parsons stammt und der die Verhaltensmuster beschreibt, die ein Kranker annimmt, um die Störung anderer so gering wie möglich zu halten, die seine Krankheit verursacht.
  • Anzeige
  • Soziales Modell der Behinderung Eine Theorie, die die Ursache für Behinderung in der Gesellschaft und nicht im Individuum sieht. Nicht die individuellen Beeinträchtigungen führen demnach zu Behinderung, sondern die Barrieren der Gesellschaft, die volle Teilhabe für behinderte Menschen vereiteln.
  • Sozialisierung der Natur Der Prozess durch den Menschen sich die Natur aneignen, also Prozesse kontrollieren, die als ‚natürlich’ gelten wie etwa die Fortpflanzung.
  • Soziologie des Körpers Die Untersuchung der sozialen Einflüsse auf unsere körperliche Beschaffenheit. Gesundheit und Krankheit sind beispielsweise von sozialen und kulturellen Einflüssen bestimmt
  • Stigma Ursprünglich vor allem körperliche Merkmale, die religiös als Zeichen für Ausgewähltheit gedeutet wurden, in der Soziologie aber auch soziale Merkmale, die benutzt werden, um als Anzeichen für Geringschätzung oder Abwertung benutzt zu werden.
  • Technologie Die Anwendung von Wissen auf die materielle Produktion. Bei der Technologie werden materielle Geräte entwickelt (wie z.B. Maschinen), die bei der Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur Anwendung finden.
  • deviante Subkultur Eine Subkultur, deren Mitglieder Werte haben, die sich von jenen der Mehrheit einer Gesellschaft beträchtlich unterscheiden
  • Devianz Verhaltensweisen, die nicht mit den von der Mehrzahl der Mitglieder einer Gruppe oder einer Gesellschaft akzeptierten Normen oder Werten übereinstimmen. Was als „deviant“ betrachtet wird, ist so vielfältig wie die Normen und Werte, die verschiedene Kulturen oder Subkulturen voneinander unterscheiden.
  • Devianzforschung befasst sich damit, abweichendes Verhalten zu erforschen und zu verstehen, warum bestimmtes Verhalten als deviant gilt
  • Devianzverstärkung nicht beabsichtigte Folge der Etikettierung eines Verhaltens als deviant durch eine Kontroll-Instanz, wodurch schließlich mehr von dem devianten Verhalten hervorgerufen wird.
  • Ettikettierunstheorie Ansatz der Untersuchung der Devianz, der nahelegt, dass Menschen „deviant“ werden oder bleiben, weil ihrem Verhalten von politischen Autoritäten und anderen bestimmte Etiketten angeheftet werden
  • Kontrolltheorie Theorie, die Kriminalität als den Ausdruck eines Ungleichgewichts zwischen kriminellen Impulsen und abschreckenden Kontrollmechanismen sieht. Kontrolltheoretiker sehen Kriminelle als rational handelnde Individuen, die ihren Gewinn zu maximieren trachten, und durch soziale und physische Kontrollen davon abgehalten werden müssen
  • Internetkriminellität Kriminelle Handlungen, die mithilfe elektronischer Netzwerke begangen werden oder die neue Informationstechnologien nutzen- Dazu gehört elektronische Geldwäsche, Identitätsdiebstahl
  • Kriminologie Erforschung des abweichenden Verhaltens, das gegen das Strafrecht verstößt
  • linker Realismus Der linke Realismus appellierte für eine Kriminologie, die sich für Verbrechenskontrolle und Sozialpolitik einsetzt
  • Moralische Panik die von den Medien ausgelöste Überreaktion auf eine Gruppe oder ein bestimmtes Verhalten zu beschreiben, das als symptomatisch für den allgemeinen Sittenverfall gesehen wird
  • neue Kriminolgie Richtung in der Kriminologie, die im Großbritannien der 1970er Jahre aufgekommen ist, und der Devianz als absichtliches Verhalten politischer Natur betrachtet. Die ‚Neuen Kriminologen’ argumentieren, dass man Kriminalität und Devianz nur im Zusammenhang mit Macht und sozialer Ungleichheit verstehen könne.
  • Null Toleranz ndem bereits Kleinkriminalität und Bagatelldelikte geahndet werden, spiegelt die Null Toleranz Strategie der Polizei die Prinzipien der Glasscherbenviertel Theorie (Broken Windows Theory) wider
  • Opferstudien Bevölkerungsumfragen, die darauf abzielen, den Anteil der Menschen zu erheben, der innerhalb einer bestimmten Periode Opfer eines Verbrechens geworden ist. Opferstudien versuchen die sogenannte „Dunkelziffer“ der nicht angezeigten Verbrechen auszugleichen, die bei der Interpretation der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) immer berücksichtigt werden muss, indem nach den direkten Erfahrungen der Menschen mit Kriminalität gefragt wird
  • organisiertes Verbrechen Kriminelle Aktivitäten von Organisationen, die als Wirtschaftsunternehmen etabliert sind.
  • primäre und sekundäre Devianz Der Ausdruck --- bezieht sich auf eine Handlung, die einer Norm oder einem Gesetz widerspricht – z.B. auf einen Ladendiebstahl. Lemert zufolge bleiben primär deviante Handlungen weitgehend unbedeutend für die Ich-Identität des Individuums und üblicherweise kommt es zu einer Normalisierung der devianten Handlung. Von --- spricht man dann, wenn dem Individuum, das die Handlung ausgeführt hat, ein Etikett angeheftet wird, z.B. wenn der Person, die etwas in einem Geschäft gestohlen hat, das Etikett „Ladendieb“ angeheftet wird.
  • Anzeige
  • rechter Realismus Er sieht eine Eskalation der Kriminalität als eine Folge des Niedergangs individueller Verantwortungsgefühle und moralischer Degeneration. Für rechte Realisten drückt Kriminalität und Devianz individuelle Pathologie aus, indem aus Selbstsüchtigkeit, mangelnder Selbstdisziplin und Moral eine Reihe destruktiver gesetzloser Handlungen gesetzt wird. Rechte Realisten betrachten die ‚theoretischen’ Zugänge zur Erforschung der Kriminalität als sinnlos
  • Rückfälligkeit auchRezidivismus). Der Rückfall von Straftätern.
  • Täter Opfer Ausgleich Eine der Maßnahmen der Strafjustiz, bei der Haftstrafen durch Geldbußen oder überwachte und begleitete gemeinnützige Arbeiten ersetzt werden, um in den Tätern eine Bewusstsein für den angerichteten Schaden zu erzeugen
  • Verbrechen der Mächtigen Verbrecherische Aktivitäten, die von Personen begangen werden, die sich in Machtpositionen befinden
  • White collar Verbrechen Die kriminellen Aktivitäten von Professionals und jenen in white-collar-Positionen (der mittleren und höheren Angestellten).
  • duales Ausbildungssystem Das, vor allem in Deutschland und Österreich übliche System, das auf einer Trennung von Berufsausbildung (durch Lehre) und Allgemeinbildung (in Schulen) beruht.
  • elaborierter Code Ein Sprachstil, der auf der bewussten und konstruierten Verwendung von Wörtern basiert, um präzise Bedeutungen zu vermitteln.
  • emotionale Intellligenz Die Fähigkeit einer Person, sich auf ihre eigenen Emotionen und die Emotionen anderer einzustellen.
  • funktionale Illiterialität oder funktionaler bzw. sekundärer Analphabetismus). Moderne Erscheinungsform des Analphabetismus. Damit ist gemeint, dass Menschen zwar eine schulische Ausbildung durchlaufen haben, aber mit essentiellen Anforderungen der heutigen Welt nicht zurande kommen
  • Intelligenz Ausmaß der intellektuellen Fähigkeit, vor allem wie sie durch Intelligenztests und den IQ gemessen wird.
  • Asimillation Die Absorption einer Minderheit durch die Mehrheitsbevölkerung, wobei die Minderheitengruppe die Werte und Normen der dominanten Kultur übernimmt.
  • Diskriminierung Aktivitäten, durch die den Mitgliedern einer bestimmten Gruppe Ressourcen oder Auszahlungen vorenthalten werden, die anderen zur Verfügung stehen. Diskriminierung muss von Vorurteilen unterschieden werden, obwohl die beiden Phänomene für gewöhnlich in einem engen Zusammenhang stehen. Es kann vorkommen, dass Personen zwar Vorurteile gegenüber bestimmten Menschen haben, diese aber nicht diskriminieren; umgekehrt kann jemand Leute diskriminieren, gegen die er keinerlei Vorurteile hegt.
  • Emigration Die Wanderung von Personen von einem Land in ein anderes, in dem sie sich permanent niederlassen wollen
  • Endogamie Verbot der Heirat oder von sexuellen Beziehungen mit Personen anderer als der eigenen sozialen Gruppe.
  • Etnie Eine Bevölkerungsgruppe, die Vorstellungen über gemeinsame Vorfahren, eine geteilte kulturelle Identität und eine Verbindung zu einem bestimmten als Heimat begriffenen Territorium teilen.
  • Etnische Säuberung Die Schaffung ethnisch homogener Territorien durch die Vertreibung von Mitgliedern anderer ethnischer Gruppen.
  • Etnizität Kulturelle Werte und Normen, die die Mitglieder einer gegebenen Gruppe von anderen unterscheiden. Die Mitglieder einer ethnischen Gruppe verfügen über ein deutliches Bewusstsein einer gemeinsamen kulturellen Identität, die sich von den sie umgebenden Gruppen abhebt. In praktisch allen Gesellschaften sind ethnische Unterschiede mit Unterschieden der Macht und des Besitzes verknüpft. Haben ethnische Distinktionen eine „rassische“ Basis, sind derartige Unterschiede nicht selten besonders stark ausgeprägt.
  • Etnozentrismus Die Tendenz, die Ideen oder Praktiken einer anderen Kultur unter Bezug auf jene der eigenen Kultur zu interpretieren. Ethnozentrischen Urteilen gelingt es nicht, die wahren Qualitäten anderer Kulturen zu erkennen. Ein ethnozentrisches Individuum ist jemand, der unfähig oder unwillig ist, andere Kulturen relativ zu deren eigenen Kriterien zu betrachten.
  • Genozid Die systematisch geplante Ausrottung einer „rassischen“, politischen oder kulturellen Gruppe.
  • Globale Dispora Eine ethnische Gruppe, die oft als Resultat gewaltsamer Vertreibung außerhalb des Heimatlandes lebt, in der Fremde aber den Zusammenhalt als ethnische Gruppe bewahren kann