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Psychologische Methodologie (Fach) / 23.11. (Lektion)

23.11.

Diese Lektion wurde von Laura_Henc erstellt.

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  • Nenne jeweils ein Beispiel für eine UV und eine AV. Unter welchem Umständen wird die AV gemessen? - UV: Medikamentegabe, Führungsstil - AV: Kaufbereitschaft, Stress - unter verschiedenen Ausprägungen der UV = Bedingungen
  • Was wird von der AV erwartet? eine Veränderung im Vergleich vor vs nach der Behandlung
  • Wie bezeichnet man das Ausmaß der Veränderung, dass man von der AV erwartet? Effekt
  • Was enthält die Versuchsplananlage? die strukturellen Informationen eines Experimentes (= Anzahl der Faktoren und möglichen Faktorstufen bzw ihren Kombinationen)
  • Was sind Haupteffekte und was einfache Haupteffekte? - Haupteffekte prüfen die isolierte Wirkung einer UV auf die AV - einfache Haupteffekte prüfen die kombinierte Wirkung von zwei UVn auf eine AV
  • Was ist ein Versuchsplan und wozu ist er da? - enthält eine konkrete Handlungsanweisung zur Erhebung von Daten - ökonomische und präzise experimentelle Hypothesenprüfung - Konkretisierung erfolgt auf der Grundlage einer zugehörigen Versuchsplananlage - 4 Entscheidungen müssen getroffen werden, um die Bedingungen anzugeben unter welchen die VPs beobachtet werden
  • Welche 4 Entscheidungen müssen beim Versuchsplan getroffen werden um die Bedingungen anzugeben unter welchen die VPs beobachtet werden? - Vervollständigung oder teilweise Realisierung der angelegten Zellen - Bestimmung der Anzahl der Beobachtungen pro Zelle - interindividuelle oder intraindividuelle Bedingungsvariation - randomisierte oder nicht randomisierte Zuordnung der VPs zu den Zellen
  • Was sind Störvariablen, wie werden sie abgekürzt und was tun sie? - StVn - alle Variablen außer der interessierenden UV, die einen Einfluss auf die AV haben könnten - StVn gefährden die Aussagekraft nur, wenn sie mit der UV konfundiert - wir können nie alle Störvariablen ausschließen
  • Was bedeutet "konfundieren"? vermengen
  • Was sind systematische Störvariablen und was tun sie? Erkläre anhand des Beispiels von trainierten und untrainierten Mitarbeitern, die zum Training geschickt werden. - können fälschlich einen Effekt der UV auf die AV suggerieren -> Trainierte zeigen bessere Leistung (AV) aber nicht wegen Training (UV) sondern wegen höherer Motivation (STV) - können einen vorhandenen Effekt verschleiern -> wenn vor allem unmotivierte MA zum Training geschickt werden - käme in beiden Fällen zu falschen Schlussfolgerungen bzgl des Effekts der UV auf die AV, wenn STV nicht berücksichtigt wird
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  • Was sind unsystematische Störvariablen und in welchen Studien kommen sie vor? - unsystematische Störvariablen = Variablen, die sich gleich über die Versuchsbedingungen verteilen - bringen zusätzliche Varianz in die erhobenen Messwerte - können systematische Effekte überdecken, aber ihr Aufreten meist nicht erklären - unsystematische STVn gibt es in jeder Studie
  • Was sind Quellen von Störvariablen? - Teilnehmer-Eigenschaften (Geschlecht, Intelligenz) - Situative Faktoren (Lärm, Beleuchtung) - Material (Farben, Bilder) - Reihenfolge (Messzeitpunkt bei Messwiederholung, Positionseffekte=erste Aufgaben aufmerksamer, Übungs- & Ermüdungseffekte - Versuchsleiter (Geschlecht, Autorität)
  • Wann ist eine STV unsystematisch und damit harmlos?  - wenn sie ganz unabhängig von der Quelle oder Art der STV mit der UV nicht systematisch gepaart ist - wenn EG nicht älter, reicher, dümmer etc als KG ist - wenn nicht EG zu Hause befragt wird und KG im Büro - man muss also möglichst in allen Bedingungen variieren oder konstant halten
  • Was passiert wenn der Versuchsleiter sich als Self-Fulfilling-Prophecy herausstellt? - Problem: die Erwartungen des VLs, bspw die Kenntnis der Hypothesen (Wunsch dass die zuvor aufgestellten Hypothesen sich auch bestätigen), souveränes Aufreten - Ergebnis spiegelt dann nur noch das Bedürfnis der VP für soziale Erwünschtheit (Wunsch des VLs) wider
  • Welche 7 Techniken können die Störvariablen kontrollieren? - Konstanthaltung - Elimination - systematische Variation - zufällige Variation - Randomisieren - Parallelisieren - Blindversuche
  • Was bedeutet die Technik "Konstanthalten"? Alle Maßnahmen der Standardisierung der Untersuchungssituation
  • Was bedeutet die Technik "Elimination"? Die Einflüsse einer Variablen werden auf Null gesetzt.
  • Was bedeutet die Technik "Systematische Variation"? Die potenzielle Störvariable wird zu einer weiteren UV gemacht.
  • Was ist die Technik "Zufällige Variation"? Der VL bildet möglichst viele Ausprägungsgrade der potenziellen Störvariablen und ordnet die Probanden diesen per Zufall zu.
  • Was ist die Technik "Randomisieren"? - die VPs werden per Zufall den expeirmentellen Bedingungen zugeteilt - setzt vorraus, dass eine große Stichprobe erhoben wird
  • Was ist die Technik "Parallelisieren"? - die interessierende Variable wird vor dem Experiment gemessen und die Probanden werden bzgl ihrer Ergebnisse in eine Rangreihe gebracht - danach werden Personen mit gleicher Merkmalsausprägung per Zufall den experimentellen Bedingungen zugeteilt - kann auch bei kleinen Stichproben angewendet werden
  • Was ist die Technik "Blindversuche"? - der VL kennt nicht die zugrundeliegende Hypothese
  • Was bedeutet "Doppelblindversuch"? Sowohl der VL als auch die VP haben keine Kenntnisse von der Hypothese oder den Untersuchungsbedingungen.
  • Was ist die Korrelationsstudie? - bestimmt die Richtung und Höhe des Zusammenhangs zwischen mindestens 2 Variablen - die numerische Erfassung des Zusammenhangs erfolgt mit dem Korrelationskoeffizient rxy - Wert schwankt zwischen r=-1 und r=+1 - r=-1= negativer Zusammenhang (z.B Schulnoten-Intelligenz), r=+1= positiver Zusmamenhang (z.B Größe-Gewicht)
  • Wie werden Korrelationen von mehr als 2 Variablen dargestellt? In Matrixform.
  • Was ist der Unterschied zwischen experimenteller und nicht-experimenteller Forschung? experimentelle Forschung: Experimentator greift aktiv ins Geschehen ein, variiert mindestens eine Variable & registriert den Effekt, den das auslöst, schaltet Wirkung von anderen Variablen aus, ermöglicht Untersuchung von Ursache-Wirkung nicht-experimentelle Forschung: Experimentator greift nicht aktiv ein, wird u.a verwendet, weil experimentelle Forschung oft nicht möglich ist -> praktische & moralische Gründe
  • Was ist die UV? - unabhängige Variable - Variable, die vom Experimentator aktiv verändert wird
  • Wie wird die UV bei Experimenten, bei denen mehrere UVs im Spiel sind, genannt? - Behandlung oder Faktor
  • Wie werden Stufen der UV oder ihre Kombinationen genannt? Bedingungen oder experimentelle Bedingungen
  • Was ist die AV und was ist deren Reaktion? - abhängige Variable, bei der der Effekt der UV beobachtet werden soll - Reaktion der AV = Ereignis, das vorhergesagt werden soll
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  • Wie viele Stufen muss die UV in einem Experiment haben? Nennen Sie ein Beispiel für die UV in einem Experiment. (Thema Lernen mit Pause oder nicht mit Pause) - mindestens 2 Stufen - beim Lernen ist nicht die Pause die UV, sondern das Einfügen oder Nicht-Einfügen einer Pause
  • Was soll mit der Störvariable in einem Experiment passieren? Nenne ein Beispiel. Thema Fahrprüfung(Theorie). - Variable, die ebenfalls die AV beeinflusst, deren Wirkung im Experiment neutralisiert werden soll, weil sie Effekt der UV stören würde - Bsp: Interesse der Schüler am Stoff der Theorieprüfung = Störvariable, deren Wirkung ausgeschaltet werden soll
  • Was ist die Moderatorvariable? Nenne ein Beispiel, Thema Lernen von sinnvollen & sinnfreien Dingen. - Merkmal einer Person oder Situation, von dem die Gültigkeit einer Hypothese abhängt - Bsp: Hypothese über das Lernen, die nur für sinnfreies Material gilt, aber nicht für sinnvoll strukturierte Lerninhalte - Moderatorvariablen sind u.a bei der Generalisierung eines Ergebnisses wichtig
  • Wie werden der Mensch und das Tier, die am Experiment teilnehmen, genannt? - Versuchsperson/Proband - Versuchstier
  • Wie wird der Wissenschaftler, der einen Versuch oder 2.) ein Experiment leitet, genannt? - Versuchsleiter - Experimentator/Versuchsleiter
  • Was ist die Definition eines Experimentes? - der VL verändert aktiv mindestens eine UV & beobachtet die Wirkung dieser Veränderung an mindestens einer AV - er schaltet die Wirkung der Störvariablen aus - mit dieser Forschungsmethode kann man Hypothesen prüfen, die eine kausale Beziehung zwischen UV (als Ursache) und AV (als Wirkung) behaupten - die Störvariable kann entweder als UV in ein Experiment mit einbezogen werden oder sie muss kontrolliert werden - Störvariable kontrollieren = ihre Wirkung ausschalten
  • Welche Möglichkeiten gibt es, um Störvariablen zu kontrollieren? Nenne ein Beispiel. - man sorgt dafür, dass die Störvariable des gesamten Experimentes konstant bleibt. Bsp: alle erhalten gleichen Lernstoff, gleiche Zeit. Diese Technik kann aber nicht bei allen Störvariablen eingesetzt werden. Bsp: nicht alle finden denselben Prüfer sympathisch. Nachteil: wenn nur Personen einer Wertestufe mit einbezogen werden, kann das Ergebnis nicht generalisiert werden - Neutralisierung der Wirkung einer Störvariablen dadurch, dass man mehrere verschiedene Stufen der Störvariable zufällig mit den Stufen der UV kombiniert. Bsp: VPs auf dem gesamten Spektrum der Intelligenz. Aufteilung auf die beiden Gruppen (mit/ohne Pause) durch Zufallsverfahren. Dadurch kann, wenn beide Gruppen unterschiedlichen Lernerfolg erzielen, nicht die Störvariable Intelligenz die Ursache sein. Nachteil: Zufall ist unsicher, ungleiche Verteilung könnte geschehen.
  • Wonach werden Experimente eingeteilt? Welche 3 Typen von Experimenten gibt es? Prüfexperimente, Erkundungsexperimente, Vorexperimente
  • Wodurch zeichnet sich ein Prüfexperiment aus? - Hypothesen werden geprüft
  • Welches der 3 Experimentellen ist mit dem Begriff "Experiment" gemeint? Prüfexperiment
  • Was ist der Zweck eines Erkundungsexperimentes? - Daten sammeln, um neue Hypothese bilden zu können - Variierung von einer oder mehrere UV noch ohne Hypothesen formuliert zu haben, um zu erkunden, wie die AV darauf reagiert
  • Was ist die allgemeine Bezeichnung für eine empirische Untersuchung mit Erkundungsabsicht? pilot study
  • Was sind unifaktorielle, multifaktorielle, univariate und multivariate Experimente? - unifaktoriell & multifaktoriell: Einteilung nach Zahl der UVs - univariat & multivariat: Einteilung nach Zahl der AVs
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Labor- und einem Feldexperiment und was sind die Vor- und Nachteile beider? - Laborexperiment: spezieller Untersuchungsraum in einem Institut. VL hat bessere Kontrolle über die Störvariablen & die Operationalisierbarung. Generalisierbarkeit auf eine spezielle, natürliche Situation ist dann gewährleistet, wenn das Laboerxperiment die kritischen Variablen dieser natürlichen Situation mit einbezieht - Feldexperiment: natürliche Umwelt der VP, z.B Schule, Betrieb, eigene Wohnung. Im Feld ist Kontrolle der Störvariablen meistens schwieriger, das ist aber Vorraussetzung für Generalisierbarkeit des Ergebnisses
  • Was sind Internet-Experimente? - gesamter Ablauf des Experimentes ist programmiert - Programm wird von der VP übers Internet abgerufen - VP und VL stehen nicht in direktem Kontakt miteinander
  • Was ist ein "echtes Experiment"? VL ist in der Lage, mindestens einen UV aktiv zu variieren & die Wirkung von relevanten Störvariablen auszuschalten
  • Was ist ein "Quasi-Experiment"? Nenne ein Beispiel für ein typisches Anwendungsgebiet. - VL ist in der Lage, mindestens einen UV aktiv zu variieren - Bsp: Betriebspsychologie -> testen von Gleitzeit in einer Filiale, in der anderen keine Gleitzeit. Man kann die MAs aber nicht zufällig auf beide Filialen aufteilen.