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Psychologische Methodologie (Fach) / 16.11. (Lektion)

16.11.

Diese Lektion wurde von Laura_Henc erstellt.

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  • Was sind die 4 Merkmale von Hypothesen? - präzise & widerspruchsfreie Formulierung - prinzipielle Widerlegbarkeit - Operationalisierbarkeit - Begründbarkeit
  • Beispiel: Bei starkem Zigarettenkonsum kann es zu einem Herzinfarkt kommen. Ist die Hypothese in Ordnung? Nein. Kann-Sätze sind nicht widerlegbar.
  • Wann sind Hypothesen am wertvollsten? je größer ihr empirischer Gehalt ist, desto wertvoller
  • Wann ist der empirische Gehalt einer Hypothese hoch? - je mehr potenzielle Falsifikatoren es gibt, desto höher der empirische Gehalt - wenn Randbedingungen allgemein und Vorhersagen sehr spezifisch sind
  • Wann ist der empirische Gehalt einer Hypothese gering? - ist umso geringer, je mehr Einschränkungen im Wenn-Teil vorliegen - ist umso geringer, je weniger Einschränkungen im Dann-Teil vorliegen
  • Was sind die Inhalte einer Hypothese? - Variablen = Was wird untersucht? - das vorausgesagte Ergebnis - Population = Für welche Gruppe soll die Prognose gelten?
  • Was ist die Aufgabe einer Hypothese? - wandelt die Forschungsfrage in eine Feststellung um, die das erwartete Ergebnis vorhersagt
  • Welche Arten von Hypothesen gibt es? Erkläre sie an dem Beispiel Intelligenz bedingt Ängstlichkeit. Welche Hypothese wird am häufigsten eingesetzt? - Universelle Hypothese. Intelligenz bedingt Ängstlichkeit. - Beschränkt universelle Hypothese. Intelligenz bedingt bei erwachsenen Personen die Ängstlichkeit. - Quasiuniverselle Hypothese. Die Intelligenz bedingt zumeist die Ängstlichkeit. - Quasiuniverselle Hypothese
  • Was ist nötig, um eine Hypothese weiter zu bestätigen? Wiederholungsstudien (=Replikationen)
  • Wie geht man in der empirischen Forschung vor? Theorien -> Vergleich von Hypothesen & Daten -> Überprüfbare Hypothesen -> Überprüfung mit Forschungsdesign und -methode -> Vergleich der Daten mit der Hypothese -> Bestätigung oder Falsifizierung
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  • Verwendet man bei der Prüfung von Hypothesen quantitative oder qualitative Vorgehensweisen? quantitative Vorgehensweisen
  • Wie werden eine Kausalhypothese und eine Zusammenhangshypothese geprüft? - Kausalhypothese: Experiment - Zusammenhangshypothese: Korrelationsstudien
  • Was ist die Population? - Grundgesamtheit - Menge aller potenziellen Untersuchungsobjekte für eine gegebene Fragestellung
  • Warum sind Vollerhebungen bei Untersuchungen nicht immer möglich? - Population ist unendlich groß - Population ist nur teilweise bekannt - Art der Untersuchung würde die Population zu stark beeinträchtigen - Untersuchung ist zu aufwendig
  • Was bedeutet es, dass eine Stichprobe repräsentativ sein muss? Sie muss in ihrer Zusammensetzung der Population möglichst stark ähneln.
  • Welche Bedingung muss eine Stichprobe erfüllen, damit die Stichprobenergebnisse auf die Population übertragen werden können? Die Stichprobe sollte alle Merkmale der Population adäquat enthalten.
  • Sind große Stichproben ein Kriterium für Repräsentativität? Nein
  • Wie heißen die Stichproben, die fast immer für die Überprüfung einer Hypothese verwendet werden und in welche Kategorien unterteilen sie sich? - Zufallsstichproben - einfache Zufallsstichprobe - geschichtete Zufallsstichprobe - Klumpenstichprobe - mehrstufige Zufallsstichprobe
  • Wie funktioniert die einfache Zufallsstichprobe? Erkläre anhand des Beispiels Wie umfangreich sind psychologische Masterarbeiten? Population: Alle Masterarbeitet der vergangenen 10 Jahre. - man zieht aus einer vollständigen Liste aller Objekte der Zielpopulation - Zufallsprinzip - man wählt eine Anzahl von Objekten aus, wobei die Auswahlwahrscheinlichkeit aller Objekte gleich groß sein muss - es werden zufällig 100 Masterarbeiten herausgegriffen
  • Wie funktioniert die geschichtete Stichprobe? Erkläre anhand des Beispiels Wie umfangreich sind psychologische Masterarbeiten? Population: Alle Masterarbeitet der vergangenen 10 Jahre. - man teilt die Zielpopulation auf der Basis eines oder mehrerer Merkmale in Teilpopulationen auf - pro Merkmalsausprägung entsteht eine Teilpopulation - und man entnimmt aus jeder dieser Schichten eine Zufallsstichprobe - pro Schicht vollständige Liste aller Objekte - es werden 2 Schichten gebildet: Literaturarbeiten & empirische Arbeiten
  • Wie funktioniert die Klumpenstichprobe? Erkläre anhand des Beispiels Wie umfangreich sind psychologische Masterarbeiten? Population: Alle Masterarbeitet der vergangenen 10 Jahre. - man zieht, indem man aus einer in natürlichen Gruppen gegliederten Population nach dem Zufallsprinzip eine Anzahl von Klumpen dann vollständig untersucht - Klumpen = die an psychologischen Instituten pro Semester abgeschlossenen Masterarbeiten & die von einem Dozent betreuten Arbeiten
  • Wie funktioniert die mehrstufige Stichprobe? Erkläre anhand des Beispiels Wie umfangreich sind psychologische Masterarbeiten? Population: Alle Masterarbeitet der vergangenen 10 Jahre. - man zieht zuerst zufällig eine Klumpenstichprobe mit großen Klumpen (=1. Ziehungsstufe) - aus diesen Klumpen wird eine Zufallsstichprobe der Untersuchungsobjekte gezogen (= 2. Ziehungsstufe) - auf der zweiten Stufe zieht man wieder eine Klumpenstichprobe, dann ergibt sich durch Ziehung einer Zufallsstichprobe aus diesem Klumpen eine 3. Stufe usw. - 1. Auswahlstufe: alle psychologischen Institute in Deutschland als Klumpen, von denen 10 ausgewählt werden. 2. Auswahlstufe: aus allen Masterarbeiten dieser 10 Institute werden zufällig Arbeiten ausgewählt (proportional zur Gesamtanzahl der Arbeiten am Institut)
  • Welche beiden Stichproben gibt es bei nicht repräsentativen Stichproben? Quotenstichprobe & Anfallende Stichprobe
  • Was ist die Quotenstichprobe? - Forscher gibt die Merkmale/Kombinationen vor - wählt die Teilnehmer gezielt und nicht zufällig aus - Interviewer bekommt Quoten für bestimme Merkmalskategorien vorgegeben (z.B 30% Jugendliche aus Arbeiterfamilien, 20% aus Unternehmerfamilien usw) - nur anzuwenden, wenn wenig Zeit und Geld
  • Was ist die anfallende Stichprobe? - man benutzt die aktuell leich verfügbaren Populationsmitglieder