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Sozialwissenschaftliche Grundlagen (Fach) / B.Sowi.200 (Lektion)

Lernen für die Klausur. Sozialwissenschaftliche Grundbegriffe sowie die Zuordnung von Aussagen zu Personen.

Diese Lektion wurde von Michael_M erstellt.

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  • Ordnen Sie folgende Aussagen einer Person zu: -individuelle Präferenzen -Paradox der großen Gruppe -große Gruppen = wenig Anreize zu Handeln für das Individuum. Olson Olson, Mancur
  • Ordnen Sie folgende Aussagen der Person zu: -soziale Strukturen -Geschmack durch Klassenlage Bourdieu Bourdieu, Pierre Félix
  • Ordnen Sie folgende Aussagen einer Person zu: -soziale Konstruktionen / soziales Wissen --wird durch das handeln von Personen erst produziert -situationsbezogene Interpretation (durch eigenes oder allgemeines Wissen) -Situationen können somit verschieden Definiert werden. Watzlawick Watzlawick, Paul
  • Was wird hier beschrieben: (und wer hat dies gesagt?) Kulturvergleichende (neutral & nicht abwertend) Wissenschaft vom kulturell fremden. --Teilnehmende Beobachtung als zentrale Methode Problem: Durch Teilnahme wird Forschungsobjekt beeinflusst. Heidemann's Definition für: Ethnologie
  • Nach wem gilt folgender Satz? (Abstrakt) Jeder halt seine Kultur für die beste, andere werden als eher "abwegig" betrachtet (z.B. Heuschrecken essen, Regentanz) Nach Herodot
  • Welches Wort beschreibt folgendes: Vertrautes wird zum positiven bewertet und zum Maßstab für anderes genommen - wobei alles andere eher abwegig-negativ bewertet wird. Dies ist der Ethnozentrismus.
  • Person zuordnen: In die Andersartigkeit unabänderlich bestimmt sein. Der kulturell andere wird „ganz in seiner Andersartigkeit verortet“ was in der Fachliteratur auch als „othering“ bezeichnet wird. Nach Hahn 2013
  • Ordnen sie eine Person zu: die "emische Sichtweise" bedeutet Kulturen aus sich selbst heraus zu erfassen. Nach Malinovski
  • Karte zu: Reziproker Typisierung. Karte zu: Reziproker Typisierung.
  • Person zuordnen: Kultur entstand zur Befriedigung (sozialer) Bedürfnisse (Stichwort: Funktionalismus) --> Rituale die Gefühlsregungen beruhigen und rationales Handeln (wieder) ermöglichen. (Affektstabilisierung) - Talisman der beschützt, Regentanz, (...) Malinowski
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  • Ordnen Sie die Person zu: Kultur soill einen Zusammenhalt herstellen und erhalten. (gemeinsames Tanzen (Regentanz & warten auf den Regen) (gemeinsames Beten für jemanden oder etwas) gemeinsam = Zusammenhalt Radcliff Brown
  • Person Zuordnen & was soll hier Definiert werden?: „Streben nach Machtanteil oder nach Beeinflussung der Machtverteilung, sei es zwischen Staaten, sei es innerhalb eines Staates zwischen den Menschengruppen, die er umschließt.“ Politik nach Max Weber
  • Was wird Definiert und von wem? Autoritative und sanktionsbewehrte Verteilung von materiellen und nicht-materiellen Ressourcen in Entscheidungssystemen. Politik nach Easton
  • Was wird definiert: Herstellen von kollektiv verbindlichen Entscheidungen "Politik; als heute breit aktzeptierte Formel, nach Zapf"
  • Nennen Sie die drei Übersetzungen von Politik ins englische: politics, polity und policy
  • Der Begriff ‚#####‘ meint den Prozess, in dem politische Entscheidungen getroffen werden: Hier muss verhandelt werden, Pressemitteilungen werden geschrieben, der politische Gegner wird mal diffamiert, mal umgarnt (Sie sehen schon: Diese Art von Politik ist gemeint, wenn es um die ‚schmutzigen Geschäfte‘ geht). ‚politics‘
  • Dagegen ist unter ‚#####‘ der Inhalt dieser Prozesse zu verstehen: Wie soll die Umweltpolitik gestaltet werden, wie die Energiepolitik? Mit welchen Mitteln sollen die Arbeitslosenzahlen gesenkt werden? policy
  • Sowohl für die Inhalte wie auch für die Prozesse gibt es schließlich einen Rahmen, die ‚#####‘ – also das Normengefüge, an das man sich beim ‚Politik machen‘ zu halten hat. Dazu zählt z.B. das Grundgesetz oder die Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages. polity
  • Zuordnen einer Person: Die – auf den ersten Blick ziemlich einleuchtende – Idee, die dahinter steckt, ist die während der Aufklärung artikulierte Annahme, dass niemand sich selbst etwas auferlegen wird, was er nicht möchte. Hobbes
  • Die ##### Idee geht davon aus, dass es bei der Entscheidungsfindung zu einem kompromissartigen Ausgleich zwischen den verschiedenen, sich widerstreitenden Interessen kommt, so dass am Ende alle Parteien zufrieden sein können. liberale
  • Die ##### Idee besteht darin, einen durch die demokratische Auseinandersetzung entstehenden grundsätzlichen Konsens anzunehmen. Es findet eine Art der Selbstverständigung statt, die letztlich klärt, welche Entscheidungen für die Gemeinschaft richtig und wünschenswert sind. republikanische
  • Person zuordnen: Der Interessenausgleich, den die liberale Position annimmt, ist allem Anschein nach nur in verzerrter Form zu haben, weil unterschiedliche Interessen unterschiedlich organisationsfähig sind und die dahinterstehenden Parteien auf ganz unterschiedliche Ressourcen zurückgreifen können nach Offe 1970, Autor vermutlich eher unwichtig, aber die Aussage nicht.
  • Person zuordnen: So besteht eine Möglichkeit darin, Demokratie als Methode zu definieren: Die demokratische Methode ist diejenige Ordnung der Institutionen zur Erreichung politischer Entscheidungen, bei welcher einzelne die Entscheidungsbefugnis vermittels eines Konkurrenzkampfs um die Stimmen des Volkes erwerben.“ (Schumpeter 2005: 428) ((In diese ‚realistische‘ Definition fließen das Problem der Repräsentation und das der Mehrheitsentscheidung bereits ein: Entscheiden soll, wer in einem offenen Konkurrenzkampf die Mehrheit der Stimmen des Volkes enthält. Am Ende trifft dieser Definition zufolge eben doch eine – wenn auch gewählte – Elite die Entscheidungen.))
  • Person zuordnen: Die einzige Leistung, die Demokratie dementsprechend erbringt, ist der unblutige Austausch von Führungspersonal, der durch eine ganz punktuelle Partizipation der Wähler zustande kommt. Der offene Konkurrenzkampf, der dieser Partizipation vorausgeht, impliziert die Existenz einer freien, unzensierten Öffentlichkeit – das (neben dem unblutigen Austausch der Regierung) ist letztlich das einzige normative Kriterium, dass es in seiner Demokratietheorie gibt. Schumpeter
  • Die politischen Überzeugungen, die zu einer Wahlentscheidung führen, basieren nicht auf den rationalen Überlegungen der an der Wahl beteiligten Individuen. Vielmehr sind die Wählerinnen und Wähler in der Regel relativ schlecht informiert und allein schon aufgrund ihres individuell geringen Einflusses auf den Wahlausgang eher desinteressiert. "oft übersehenes Problem " nach Joseph Schumpeter
  • Darum sind die Interessen, die in den politischen Prozess einfließen, nicht exogen, also außerhalb dieses Prozesses, sondern endogen erzeugt: Sie sind Produkte des Prozesses selbst. Schumpeter (aussage zu endogen Prozessen, siehe Beispielfragen)
  • Person zuordnen: Polyarchie (‚Vielherrschaft‘). Demokratie ist bei ihm definiert durch „almost completely“ und „continuing responsiveness of the government to the preferences of its citizens, considered as political equals“ Robert Dahl Merkmale für eine starke Demokratie: -politischer Wettbewerb -viel Partizipation an der Politik (auch: hohe Bürgerbeteiligung, hoher Streitfaktor (Wettbewerb) Der Begriff Demokratie kennzeichnet nur ein "Ideal". Polyarchie als Annäherung
  • Person zuordnen: Da ##### Partizipation und Wettbewerb als zentrale Merkmale (... für eine starke Demokratie ...) definiert. Dahl
  • Person zuordnen: Die Kennzahl für Partizipation wird berechnet, indem die Anzahl der tatsächlichen Wähler bei der letzten Wahl durch die Anzahl der Bevölkerung insgesamt geteilt wird, das Ergebnis wird mal hundert genommen (P=Z/B*100). (W=100-S). (DI) nach ##### ergibt sich damit aus P*W/100. Vanhanen(-index) Der Demokratie-Index (DI) nach Vanhanen
  • Nennen Sie Probleme des DI Wahlmanipulation? Sehr junge Bevölkerung wegen hoher Fertilität, geringes Alter? Dürfen nur z.B.: Männer oder nur Weiße wählen? Sagt nichts darüber aus, ob die Regierung gute Arbeit geleistet hat. W hat Obergrenze von 70; (Gegen Verzerrung von Zweiparteien vs. Mehrparteiensystemen.)
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  • die Reformpädagogik – also die Frage danach, wie erzieherisches Handeln verbessert werden kann. Ist Vorläufer welcher Wissenschaft? Der Erziehungswissenschaft. Ok die Frage ist n bissel einfach...
  • Person zuordnen: Eine Kritik gängiger Pädagogik, insbesondere eine Kritik an ihrer Zentriertheit auf Erwachsene, die „immer nur den Mann im Kind“ suchen, „ohne daran zu denken, was er vor seinem Mannsein war“ (Rousseau 1993: 5);
  • Person zuordnen: Alles ist gut, wenn es aus den Händen des Schöpfers hervorgeht; alles entartet unter den Händen der Menschen“ (Rousseau 1993: 5).
  • Person zuordnen: der Mensch „von Natur aus“ gut ist – sobald er sich jedoch in Gesellschaft befindet, verkommt er zu einem selbstsüchtigen Wesen, und es kostet viel Mühe, ihn aus diesem Status wieder zu befreien.1 Darum schlägt ##### vor, sogleich die Natur des Menschen in seiner Erziehung so gut wie möglich zu erhalten und zur Entfaltung zu bringen, und dabei möglichst wenig einzugreifen. Rousseau
  • Person zuordnen: dass Kinder ganz spezifische Bedürfnisse haben, die mit ihrer kognitiven und emotionalen Entwicklung korrespondieren. Tätigkeiten von kleinen Kindern, die uns stupide und unter Umständen nervig erscheinen, erkennt sie als hochgradig konzentriertes Spiel an – was für ihre Zeit einigermaßen revolutionär ist. Maria Montessori
  • ##### kennt durchaus das Setzen von Grenzen – und zwar in durchaus nachvollziehbaren Bereichen: So ist es aus antiautoritärer Sicht mit Sicherheit zuviel, wenn ein Kind die Haustür des eigenen Elternhauses bemalt, nur weil es gerade Lust dazu hat. Dass es aber sehr wohl sein eigenes Zimmer in diesem Haus bemalen darf, ist gesetzt – es soll nämlich die gleichen Rechte haben wie die Erwachsenen antiautoritäre Erziehung (nach Stein)
  • Nennen Sie die 4 "Leitbegriffe" der Erziehungswissenschaft: 1 Schule und Familie: meiste Erzieherische Tätigkeit unter stetigem Wechsel (nach Treml) 2 Bildung und Lernen (wird nach Stein 2009 eher von der pädagogischen Psychologie untersucht) 3 Sozialistation (in Familie und Schule) Geulen / Veith 4 Erziehung: Handlungen die durch Menschen  die "psychischen Dispositionen" anderer Menschen dauerhaft verändern (verbessern) und die als wertvoll beurteilten Bestandteile erhalten lassen.
  • Person zuordnen: „Erziehung ist dasjenige Handeln, in dem die Älteren (Erzieher) den Jüngeren Edukanden) im Rahmen gewisser Lebensvorstellungen [...] und unter konkreten Umständen [...] sowie mit bestimmten Aufgaben [...] und Maßnahmen [...] in der Absicht einer Veränderung [...] zur eigenen Lebensführung verhelfen, und zwar so, daß die Jüngeren das erzieherische Handeln der Älteren als notwendigen Beistand für ihr eigenes Dasein erfahren, kritisch zu beurteilen und selbst fortzuführen lernen“ Nach Bokelmann zit nach Raithel et al.)
  • Person zuordnen: „Unter Erziehung werden Handlungen verstanden, durch die Menschen versuchen, das Gefüge der psychischen Disposition anderer Menschen in irgendeiner Hinsicht dauerhaft zu verbessern und seine als wertvoll beurteilten Bestandteile zu erhalten" nach Brezinka zit. nach Stein
  • Namen zuordnen zu Erziehungsziele: Erziehungsziele „Unterordnung und Gehorsam“ seit den 1950er Jahren in Deutschland erheblich an Boden eingebüßt haben, während „Selbstständigkeit und freier Wille“ deutlich häufiger als Erziehungsziele angekündigt werden nach Stein (Autor wohl wieder egal und aussage wichtig)
  • Person zuordnen: zwischen Ost- und Westdeutschland zum Teil erhebliche Unterschiede gibt – während Toleranz für 71% der westdeutschen Eltern ein wichtiges Ziel ist, sagten das nur 58% der ostdeutschen Eltern. Umgekehrt scheint den westdeutschen Eltern ‚Wissensdurst‘ ein weniger erstrebenswertes Ziel (55%) als den ostdeutschen (67%) Autor wohl egal, Inhalt ggf. wichtig: Deißner 2011
  • Person zuordnen: Das sozialwissenschaftliche Arbeit ganz fundamental immer auch ein Kampf um die richtige Definition ist – richtig allerdings nicht im Sinne von wahr, sondern von sinnvoll. Zapf
  • Nennen Sie die fünf verschiedenen Erziehungsstile (aus Vorlesungsfolien) Autoritär permissiv-lasser faire permassiv-vernachläsigend Sozialintegrativ / autoritativ, demokratisch überbehütet
  • Person zuordnen: intentionale Erziehung funktionale Erziehung extensionale Erziehung nach Alfred Treml: intensionale: absichtlich bestimmte "Dispositionen" verändern funktional: unabsichtlich im Sinne der sozialisation (Vater lebt vor sich im haushalt zu beteiligen, Sohn macht die nach) extensional: absichtliche Gestaltung eines Settings das Funktional und sozialisierend wirkt. Trotz der Abwesenheit des Erziehers, Kind wird vor eine Herausforderung gestellt (Kauf im Supermarkt, Auslandsaufenthalt etc.)
  • Die ##### Erziehung ist diejenige Art von Erziehung, an die man umstandslos denkt, wenn der Begriff fällt: Es geht ja offensichtlich darum, absichtlich bestimmte Dispositionen zu erwirken. intentionale
  • die ##### Erziehung (ist) eine Art von Verhalten, die sich durchaus auf Dispositionen eines Edukanden auswirkt, ohne dass diese Absicht bestünde (oder zumindest im Vordergund steht). Wer als Kind erlebt, dass der Vater sich aktiv in bestimmte Bereiche der Hausarbeit einbringt (vom Glühbirnen wechseln abgesehen), der wird das für ziemlich normal halten – zumindest, bis er in einem anderen Kontext mit einer anderen ‚Normalität‘ konfrontiert wird. In diesem Sinne geht der Begriff der ##### Beziehung über in den Begriff der Sozialisation. funktionale
  • Die ##### Erziehung schließlich bezeichnet eine erzieherische Tätigkeit, die – paradoxer Weise – durch die Abwesenheit des Erziehers gekennzeichnet ist. Eine Mutter, die ihre Tochter in den Supermarkt schickt, um eine Packung Windeln für das Nachbarskind zu kaufen, setzt ihre Tochter einer Situation aus, in der sie sich bewähren muss – und das gleiche gilt für den Sohn, der gerade sein Auslandsjahr an der High School verbringt. Entsprechend ist extensionale Erziehung die (absichtliche!) Gestaltung eines Settings, das auf den Edukanden in der Form von funktionaler Erziehung bzw. Sozialisation wirkt. extensionale
  • Fehlendes Wort: "In diesem Sinne kann ##### also als eine Form von allgemeinem Wissen aufgefasst werden, das sich durch seine spätere Verwertbarkeit am Arbeitsmarkt auszeichnet." Bildung (Inhaltlich ggf. relevant) Anderes Verständnis von Bildung ((Wissen, das gerade nicht verwertungsrelevant ist)):  Vielmehr ist Bildung dann etwas, das einen in die Lage versetzt, sich kritisch mit dem eigenen Leben und gesellschaftlichen Problemen insgesamt auseinanderzusetzen. Zugleich beinhaltet Bildung dann eine starke normative Dimension, also: Die Vermittlung und Reflexion von Werten.
  • Ordnen Sie eine Person zu: „viele grenzüberschreitende Austausch- und Produktionsprozesse sowohl territorial hinsichtlich ihrer Reichweite als auch hinsichtlich der beteiligten Akteure […] signifikant ausgeweitet“, zugleich jedoch sind sie meistens „weit von der Globalität entfernt“ lokale Handelsströme nach Zürn
  • Wer prägte den Begriff der "Denationalisierung"? Michael Zürn