5
Theorien der Sozialen Arbeit (Fach) / Psychoanalytische Konzepte (Lektion)
- Trauma und Wiederholungszwang
- Abstinenz
- Szenisches Verstehen
- Gegenübertragung
- das Unbewusste
- Vergleich mit System- und Prozesstheorie
Diese Lektion wurde von LuLiberty erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
- Trauma und Wiederholungszwang Trauma: bei einem großen teil der psychischen und psychosomatischen symptome handelt es sich um posttraumatische reaktionen. traumatische erfahrung kann an eine oder mehrere extremsituationen gekoppelt sein z.B. gewalterfahrungen, verlust eines geliebten menschen.. traumatische erfahrung kann auch - teilweise zusätzlich - in einem konstant traumatogenen umfeld liegen mit traumatogenen beziehungsstrukturen. z.b. permanenter mangel an fürsorge, seelischer und körperlicher missbrauch, wirtschaftlich und soziale not kumulative traumata: aufeinanderfolge von ereignissen und situationen (einzeln eher unbedeutend) aber in ihrer kombination durchbrechen sie den reizschutz (psychisches immunsystem) des menschen und werden als traumatogen bezeichnet. abhängigkeit des klienten: weitgehende psychische und oder physische abhängigkeit vom traumatisierenden objekt oder der traumatogenen situation. klient kann sich nicht selbst helfen. Wiederholungszwang: trauma kann nicht bewältigt werden weil die intensität der schmerzlichen affekte zu groß ist. trauma wird zwanghaft wiederholt > mechanismus der projektiven identifizierung (psychischer abwehrmechanismus und bewältigungsversuch) : projektion der im trauma erlittenen ohnmacht, der angst, der schmerzen und der grenzenlosen wut und scham auf eine andere person. phantasma allein genügt nicht, der empfänger der projizierten unerträglichen gefühle soll gezwungen werden diese zu übernehmen und sich mit dem traumatisierten individuum zu identifizieren. gestaltung der interaktion- und kommunikationsabläufe: sozpäd wird mit vielfältigen mitteln in die rolle des opfers von damals gedrängt. und klient übernimmt die rolle des täters.
- Abstinenz fähigkeit, eine innere distanz, einen beobachterstandpunkt wahren, auch gegenüber sich selbst, gegenüber eigenen affekten, die in der beziehungsdynamik entstehen. keine kühle distanz selbstkontrolle im sinne von selbstreflexion (supervision) es geht nicht um die persönliche befriedigung der helferin), dass der Analytiker den Patienten nicht für seine Bedürfnisse ausnutzt. unterscheidung zwischen eignen, emotionalen, oft unbewussten bedürfnissen der helfenen und den bedürfnissen der klienten
- Szenisches Verstehen psychoanalytische Erkennen = das Verstehen von Szenen kernbegriff der psychoanalytischen sozialarbeit unbewusste inszenierung also Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse als Schlüssel zum Verstehen der Szene (verstehen des klienten) besondere verstehensart, mit deren hilfe unbewusste, aber auch handlungs- und erlebnisleitende themen in der interaktion erfasst werden können. affektive beteiligung nutzen, um den klienten zu verstehen (erkenntnisgewinnung!!) erfasst logische und psychologische zusammenhänge und die sich herstellenden bewussten und unbewussten interaktionsfiguren zwischen 2 oder mehreren beteiligten. voraussetzung:aneignung von th. erkenntnissen der psychoanalyse, schulung dieser methode, selbsterfahrung notwendige selbstreflexion > supervision Bsp. Gespräch mit jugendlichen unbewusst verschoben
- das Unbewusste - verdrängte bereiche - große bereiche sind unbewusst determiniert - unkontrollierbarkeit von wichtigen bedingungsfaktoren
- Gegenübertragung es handelt sich dabei um unbewusste Identifizierungen mit dem in der Übertragung angebotenen Beziehungsmuster
Anzeige