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Prävention (Fach) / Sozial-kognitive-Lerntheorie (Lektion)

Bandura

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  • Schlussfolgerung von Bandura Muss lernen bewusst mediiert werden? Bewusstheit (Awareness) ist kein "Alles-oder-Nichts" Phänomen kann in mehreren Abstufungen existieren, die davon abhängen wie nahe die gebildete Hypothese an der korrekten Lösung liegt
  • Sozial-kognitive-Lerntheorie Bandura Entstehung in de Zeit der kognitiven Wende Abgrenzung gegenüber der behavioristischen Lerntheorie - operantes Konditioneren - Konsequenzen steuern das Verhalten Muss lernen bewusst mediiert werden?
  • Rolle der Kognition Aufmerksamkeit langfristige Informationssammlung Kodieren und erinnern/ antizipieren Hypothesenbildung Reiz <-> Mensch/ Kognition -> Reaktion -> Konsequenz
  • Modelllernen Aufbau Verhaltensakquisition (Aneignungsphase): Aufmerksamkeitsprozesse Behaltensprozesse Verhaltensausführung: Motorische Reproduktion Motivationsprozesse
  • Aufmerksamkeitsprozesse Welche Bestandteile des beobachteten Modells interessieren? Attraktivität des Modells: Status - Macht Sympathie - positive emotionale Beziehung zum Modell Funktionalität - Hübsch Komplexität - Menschen, die die Bedürfnisse des Lernenden zufrieden stellen können Befinden des Beobachters: Kapazität - fehlendes Selbstvertrauen fördet Aufmerksamkeit Erregung - emotionale Befindlichkeit während der Beobachtung frühere Erfahrungen, Emotionen
  • Behaltensprozesse kodieren (Sprache/ Bilder = Symbole) einordnen (kognitive Organisation) wiederholen im Geist/ in de Tat (symbolische & motorische Nachbildung)
  • Motorische Reproduktion physische Fähigkeiten/ auch Teilreaktionen örtliche/ zeitliche Angemessenheit Selbstbeobachtungskompetenz/ und -korrektur Der Lerner erinnert sich und versucht, das Beobachtete, ihm vorteilhaft erscheinende Verhalten zu reproduzieren. Je nach Kreativität ist er eingeschränkt oder weitgehend in der Lage, das beobachtete Schema der Situation anzupassen
  • Motivationsprozesse Verstärkung: positive Konsequenz für mich: äußere Bekräftigung (Externe Verstärker), Selbstbelohnung/ verstärker für andere: stellvertretende Bekräftigung/ verstärker Nur wer sich vom Beachten und Durchführen einer Verhaltensweise einen Erfolg bzw. Vorteil verspricht oder einen Misserfolg bzw. Nachteil abzuwenden glaubt, wird entsprechende Aktivitäten entfalten. Motivation ist daher eng mit der Aussicht auf Bekräftigung verbunden.  
  • Die Theorie sozialen Lernens Ein Mensch wird nicht von den Konsequenzen seines Verhaltens gesteuert, sondern von Erwartungen: Konsequenz- Kompetenz- Instrumentalitätserwartungen
  • Kompetenzerwartungsmodell erfolgreiches Handeln erzeugt "mastery experience" - dies führt zu einer veränderten Kompetenzerwartung effektivster Weg eine hohe Kompetenzerwartung hervorzurufen: Erwartung - durch den Einsatz verfügbarer Mittel mit einer gewissen W`keit etwas bewirken zu können Beispiel: Wird jemand in der Disco aufgefordert einen Solotanz hinzulegen, so wird er dies nur tun, wenn er glaubt, er sei ein toller Tänzer. Eine Person wird ein Verhalten am ehesten dann zeigen, wenn die Kompetenzerwartung relativ hoch ist.
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  • alternative Wege hohe Kompetenzerwartungen hervorzurufen 2. Lernen durch Beobachtung: ähnliche Personen Erfolg durch anhaltende Anstrengung 3.  Physiologische und emotionale Zustände werden als Hinweisreize für die eigenen Fähigkeiten angesehen Stimmungen beeinflussen das Urteil über die eigene Kompetenz
  • zwei Ebenen auf denen Kompetenzerwartungen auf Gesundheit wirken 1. KE aktiviert biologische Systeme die Gesundheit und Krankheit mediieren 2. direkte Kontrolle von Gesundheitsverhaltensweisen und biologischer Alterungsprozess
  • Konsequenzerwartungen outcome experiences körperlich sozial selbstbewertend erwartete Verhaltenskonsequenzen werden zu einem Anreiz für Verhalten Beispiel: Ein Schüler erwartet sich von der Benutzung eines Spickzettels Erfolg, weil ihm sein Freund erzählt, dass dies bei ihm immer funktioniert.
  • Barrieren, Hindernisse persönlich: integraler Bestandteil der Messung - (Ich kann mein Trainingsprogramm auch dann durchhalten wenn ich unter Arbeitsdruck stehe) gesellschaftlich: Gesundheitssystem, Verfügbarkeit von Gesundheitsressourcen
  • Banduras Fokus: Self Efficacy - Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung mit den eigenen Fähigkeiten die Verhaltensweisen organisieren und ausführen zu können, die nötig sind um zukünftige Informationen zu meistern
  • Banduras Idee Wenn ich auf die Kompetenzerwartung einwirke, kann ich Menschen dazu bringen sich eine Verhalten/ eine Verhaltensänderung eher zuzutrauen Verhaltensspezifische Kompetenzerwartung kann eine Verbesserung im Umgang mit Stress, Entwöhnung, Risikoverhalten, Schmerz bedeuten
  • Selbstwirksamkeit beeinflusst die Wahl der Situation das Ausmaß der Anstrengung die Ausdauer unser Gefühl bei der Bewältigung von Aufgaben und Anforderungen
  • Quellen der Selbstwirksamkeit direkte Erfahrung - selbst machen indirekte erfahrung - beobachten - lebendes symbolisches Modell verbale Bekräftigung - Suggestionen, gutes Zureden, Selbstinstruktion Gefühlserregung - physikalisch, biologische erregung -Angst
  • Dimensionen der Selbstwirksamkeit Niveau:Magitude, Schwierigkeitsgrad Allgemeinheit: generality/ Situation Gewissheit: strenght, angenommene W`keit das Verhalten in der Situation tatsächlich realisieren zu können
  • Kamolz et al. 1998 Vorhersage postoperativer Schmerzen in Bezug auf Selbstwiksamkeit und Kontrollüberzeugung FAZIT Personen mit hoher Selbstwirksamkeitsüberzeugung bz hoher internaler Kontrollüberzeugung bewerten Schmerzen als weniger schlimm sind länger motiviert Strategien zur Schmerzkontrolle anzuwenden umgekehrt: nehmen vermehrt Analgetika da Erwartungen an eigene Fähigkeiten gering sind empfinden Schmerzen intensiver Diagnose ist situationsspezifisch als mit spontan Interventionen veränderbar
  • Sozial-kognitive Lerntheorie Bandura FAZIT empirisch gut belegt allgemeine Lerntheorie, nicht speziell auf Gesundheit bezogen aber oft darauf angewendet Erwartungen gut mit FB & Interviews messbar Erwartungen sind in Gesundheitsförderungsprojekten beeinflussbar
  • Bandura 4 Thesen Gelerntes wird nicht zwangsläufig unmittelbar gezeigt. Durch Modellierungseffekte kann Gelerntes in späteren – vollkommen unterschiedlichen – Kontexten wieder auftauchen. Auch eine Beschreibung reicht, um eine kognitive Repräsentation hervorzurufen – der Lerninhalt muss nicht gesehen werden. Gelerntes kann auf andere Bereiche übertragen werden.
  • Unterschied zum operanten Konditionieren Das Lernen wird beim operanten Konditionieren im Wesentlichen durch den Verstärker bestimmt, während hier nun die Erwartung auf einen Verstärker die Lernwirkung bedingt und die Bildung einer eigenen Variation begünstigt
  • Effekte des Modellernens modellierend: An Vorbildern lernen Menschen neue, ihnen bisher unbekannte Verhaltensweisen sowie Einstellungen gegenüber Personen, Objekten und Sachverhalten, Vorurteile, Gefühle, Bedürfnisse usw. und modellieren sie um. enthemmend: Sehen Menschen, wie ein bestimmtes Verhalten anderer keine negativen Folgen oder sogar Belohnungen nach sich zieht, so kann dies ihre bisherige Hemmschwelle herabsetzen.    :                                                                            hemmend: Modellverhalten negative Konsequenzen nach sich zieht. Dabei sinkt die Bereitschaft, dem Vorbild nachzueifern. auslösend: Das Verhalten eines Modells veranlasst andere Menschen, es unmittelbar nachzuahmen. Die Verhaltensweisen sind weder neu, noch ergeben sich daraus besondere Konsequenzen, trotzdem erleichtert die Beobachtung einer Modellperson die Auslösung des entsprechenden eigenen Verhaltens.
  • Erwartung von Selbstbekräftigung Selbstregulation Beispiel: Ein Mensch, der Diebstahl aus innerer Einstellung ablehnt, wird sich durch das Beobachten eines Vorbilds, das in einem Kaufhaus CDs klaut, kaum zur Nachahmung dieses Verhaltens bringen lassen, selbst wenn ihm eine externe Bekräftigung dafür in Aussicht steht. Erwartung einer günstigen Selbstbewertung bei Zeigen eines nachzuahmenden Verhaltens, die zu Zufriedenheit, Wohlbefinden und Selbstbelohnung führt
  • Selbstwirksamkeit hat Auswirkungen auf: Verhalten - Vermeidung, Annäherung Ziele Ergebniserwartung: physisch, sozial, Selbstbewertend Wahl der Situation: Ressourcen, Hindernisse