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Grundlagen der Schulpädagogik (Fach) / Zusammenfassungen (Lektion)
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- Was ist Schule? EIn historisch-gesellschaftlich eingerichteter Lernort für die heranwachsende Generation
- Universelle Merkmale der modernen Schule (Addick 1992) staatlich-öffentliche Kontrolle systemisch geordnetes Schulwesen professionalisierte Lehrerschaft Unterricht in altershomogenen Schulklassen mit Leistungsbewertung nach vorgegebenen Standards
- Was ist Schulpädagogik? (2 Arbeitsdefinitionen) Schulpädagogik als Teilbereich der Erziehungswissenschaft mit Anwendungsfeld Schule Schulpädagogik ist die Theorie und Praxis der Entwicklung und Reflexion wissenschaftlicher Konzepte zur Gestaltung von Schulleben und Unterricht
- Position eines Pädagogen des 17. Jahrhunderts (Comenius) Der Lehrer soll so sein, wie die Schüler werden sollen Er soll die Kunst beherrschen, sie dahin zu bringen Er soll eifrig am Werke sein
- Mastery theme Fachliche Kompetenz der Lehrkraft Qualität des Unterrichts (Abwechslung, Motivation, Verständlichkeit) Disziplin
- Love theme Wärme, Verständnis Soziale Kompetenz Rücksicht
- Merkmale einer Profession Wissenschaftliche Ausbildung Gemeinwohlorientierung Existenz von Berufverbänden Autonomie im beruflichen Handeln
- Warum ist der Lehrerberuf semi-professionell? Nur teilweise berufliche Autonomie, bestimmte Vorgaben und Pläne müssen eingehalten werden. Nicht mehr so hoch angesehen wie früher
- Position zur Lehrerprofessionalität (Spranger) Der Lehrer als geborener Erzieher
- Position zu Lehrerprofessionalität (Helmke) Lehrerkompetenzen sind erlernbar
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- Persönlichkeitsparadigma Persönlichkeitsparadigma Emotionale Stabilität Objektivität Freundlichkeit Persönlichkeit Tatkraft Analyse von Lehrstilen und Stilen der Leistungsbewertung (Bezugsnormorientierung). Suche nach Persönlichkeitsmerkmalen, die Unterschiede im Lehrerfolg erklären können. Kaum konsistente Ergebnisse. Personeneigenschaften entweder trivial oder sehr komplex
- Prozess-Produkt-Paradigma Prozess-Produkt-Paradigma Prozess » Produkt -(konkretes) Lehrerhandeln -Lernzuwachs der Schüler -Verteilung des Sprechanteils -Kognitive Lernergebnisse -Positive Rückmeldungen zu Schüleräußerungen -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 70er Jahre: Wirkungen einzelner Lehrerverhaltensweisen auf Lernleistung. 80er Jahre (Erweiterung): Wechselseitige Einflussnahme, indirekte Einflüsse. Mehrebenenanalysen: Berücksichtigung von Schule und Schulform
- Expertenansatz Expertensansatz Lehrpersonen sind Experten im Unterrichten. Qualitative Unterschiede in der kategorialen Wahrnehmung von Unterricht Experten: Sehen typische Ergebnisse Klasse im Blick Interpretation der Ereignisse Novizen: Fokussierung auf einzelne Ereignisse und Schüler Konzentration auf (naive) Beschreibung
- Zusammenfassung Professionalisierung Lehrerinnen und Lehrer erwerben ein differenziertes pädagogisches Handlungsrepertoire nicht beiläufig. Es ist auch nicht angeboren, sondern wird gezielt aufgebaut
- Vier Funktionen des Zusammenhangs von Schule und Gesellschaft (Fend) Enkulturationsfunktion (Kulturelle Teilhabe und Identität) Qualifikationsfunktion (Ausbildung berufsrelevanter Fähigkeiten) Allokationsfunktion (Stellung in der schulischen Leistungshierarchie) Integrationsfunktion (Soziale Identität und politische Teilhabe)
- Frage des Verständnisses von Lernen Als Aufnahme gezeigter Sachinhalte Als aktive Aneignung durch Entdecken, Erkunden, Experimentieren Als persönlichkeits- und gefühlsbezogener Prozess
- Didaktik als Handlungswissenschaft Klärung theoretischer Grundlagen Empirische Analyse der vorfindlichen Praxis Warnung vor theoretischen und praktischen Irrwegen Hinweis auf uneingelöste Versprechen
- Notwendigkeit didaktischer Theoriebildung Professionelles didaktisches Handeln zeigt sich in rational begründbarem Verhalten Ausrichtung des Handelns nach intersubjektiv anerkannten Maßstäben Klar definierte Fachsprache ⇒ Analyse und Entscheidungsprozesse für alle nachvollziehbar, die ebenfalls über diese Theorie verfügen
- Aspekte professionellen Wissens von Lehrkräften Fachliches Wissen: Wissen aus dem Bereich des Schulfachs Curriculares Wissen: Unterrichtsbezogenes fachliches Wissen Philosophie des Schulfachs: Sinn und Zweck des Fachs Pädagogisch-psychologisches Wissen: Allg. Wissen über die Gestaltung von Lehr-Lernsituationen Fachspezifisches pädagogisches Wissen: Wissen über die fachbezogene Unterrichtsgestaltung
- Standards für die Lehrerbildung Unterrichten Erziehen Beurteilen Innovieren
- Für die Schule relevante Heterogenitätsdimensionen Lernvoraussetzungen (kognitiv, emotional, sozial, psychisch) Lernausgangslage (Kompetenzen, Vorwissen) Geschlecht Behinderung, besonderer Förderbedarf Lernmotivation
- Umgang des Schulsystems mit Heterogenität Homogenisierungssehnsucht Selektivität als Strukturmerkmal der modernen Schule ⇒ Ausprägung einer heterogenitätsfeindlichen Mentalität
- 3 Konzepte zum Umgang mit Heterogenität Konzept der Separierung Konzept der Anpassung Inklusionsmodell
- Was ist Bildung? Erkennen der höchsten Idee des guten und gerechten Lebens aller. Bildung zielt darauf ab, den Menschen zur Mündigkeit zu befähigen. Bilden kann aber nur jeder sich selbst
- Berliner Modell - Voraussetzungen Anthropogene Voraussetzungen = Bedingungen auf Seiten der Menschen: Alter/Entwicklung Motivation Einstellung Sozio-kulturelle Voraussetzungen = Bedingungen auf Seiten der Kultur und Gesellschaft Lernort Zeit Material
- Konstruktivistische Didaktik - Grundannahmen Schüler sind keine passiven Rezipienten Schüler lernen aktiv Schüler lernen selbstgesteuert Lehrende sind nicht vorwiegend Vermittler Lehrer sind Mitgestalter von Lernumgebungen
- Drei Teile der konstruktivistischen Didaktik Konstruktion = Neue Sachverhalte werden erfunden Rekonstruktion = Sachverhalte werden aufgrund von Vorwissen entdeckt Dekonstruktion = Neue Erkenntnisse können die Welt "enttarnen"
- Vier Arten von Zielen bei fachdidaktischer Planung Kognitive Ziele: Wissen über Fakten, Konzepte ⇒ Sachverhalte verstehen Psychomotorische Ziele: Beherrschung von Bewegungsabläufen und Verhaltensweisen ⇒ Automatisierung des Regulationsaufwandes durch Kompetenz Affektive Ziele: Interessen, Einstellungen, Werte ⇒ Fähigkeit, angemessene Werturteile zu bilden Soziale Ziele: Miteinander in Gesellschaft und Schule ⇒ Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit Anderen
- Was ist pädagogische Diagnostik? Systematische und methodisch kontrollierte Messung von: Voraussetzungen und Bedingungen geplanter Lehr- und Lernprozesse Lernverläufen und -ergebnissen
- Formative Leistungsmessung prozessorientiert mehrmals, daher Möglichkeit der Verbesserung Fehler als Chance damit motivierender
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- Summative Leistungsmessung ergebnisorientiert "nicht" wiederholbar Fehler unerwünscht Motivation (?)
- Gütekriterien diagnostischer Urteile Objektivität Reliabilität Validität
- Urteilsfehler Wissen-um-die-Folgen-Fehler Ungleichmäßige Ausschöpfung des Beurteilungsspektrums (Strenge-, Mildefehler) Inferenzfehler (Halo-Effekt, Logischer Fehler) Referenzrahmeneffekte (Einfluss der Schule, Lehrkräfte)
- Angebote/Formate inklusiver Schulen Kooperationsklassen Partnerklassen Offene Klassen der Förderschule Inklusion einzelner Schüler
- Pfeiler inklusiven Unterrichts Individualisierter Unterricht: Jeder Schüler soll seinem Niveau nach entsprechend gefördert werden Lern- und Kooperationsformen: Schüler arbeiten gemeinsam an Aufgaben oder Themen Lernen durch Lehren: Schüler sind untereinander Lernhelfer
- Qualität im Bildungssystem auf verschiedenen Ebenen Systemqualität z.B. Leistungsniveaus, Abschlüsse Schulqualität z.B. Organisation der Schule, Schulklima, räumliche Ausstattung Unterrichts-, Lehrerqualität z.B. Klarheit, Klassenführung, Professionalität
- Merkmale guter Schulen Professionelles Schulleitungshandeln positives Klima förderliche Lernumgebung hohe Erwartung an die Schüler in allen Bereichen Schule als "lernende Organisation"
- Merkmale guten Unterrichts Klarheit, Verständlichkeit Lernförderliches Unterrichtsklima Vielfältige Arten der Motivierung Effiziente Klassenführung und Zeitnutzung Schülerorientierung, Unterstützung
- Kompetenzbegriffe Selbstkompetenz: Selbstregulation, Flexibilität, Motivation Fachkompetenz: Fachwissen haben und anwenden können Sozialkompetenz: Kommunikation, Verantwortung, Teamfähigkeit Methodenkompetenz: Lernstrategien, Zeitmanagement
- Typische Bereiche für Konflikte Aufsichtspflicht: kontinuierlich, präventiv, aktiv Ordnungsmaßnahmen: Erzieherische Maßnahmen haben Vorrang, Frage der Verhältnismäßigkeit