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Sprechunflüssigkeiten (Fach) / Stottern (Lektion)

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  • Ziele der Stotterdiagnostik nach Zang 2012 Individuell ausgeprägtes Stottern erfassen Zustand vor,während und nach der Therapie Anzahl/Ausprägung der Kernsymptome Körperliches Begleitverhalten Erfassen der inneren Symptome Erfahrungen und Wünsche des Stotterers und seiner Umgebung
  • Behandlungsbedürftigkeit bei frühem entwicklungsbedingtem Stottern nach Lattermann 2011 länger als 2 Jahre Junge positiv persistirendes Vorkommen in der Familie Zunahme der Symptomatik phonologische Entwicklung verzögert sprachl. Entwicklung überdurchschnittlich Leidensdruck des Kindes
  • SSI-4 Stuttering serverity Instrument - Riley standardisiert, normiert quantitative Real-Time-Analyse etwa 20 Min für Erwachsene und Kinder misst Stotterhäufigkeit in Silben beim Lesen und in der Spontansprache, Dauer der drei längsten Symptome, Begleitverhalten
  • QBS Qualitative Beschreibung von Stotterverhalten - Schneider Fragebogen Ziele: Beschreibung des Typs der Kernsymptome Ableitung von Hypothesen über Defizite beim Sprechablauf (Vermeideverhalten, Fluchtverhalten, Coping-Strategien) Nachweis über qualitative Veränderungen während der Therapie Videoaufnahme und subjektive Einschätzung anhand 7 Skalen
  • FzS Fragebogen zum Sprechen - Cook orientiert an ICF 5-10 min Kinder und Jugendliche  8-18 Jahre 4 Kategorien: Einstellung zum Leben als stotterndes Kind Gefühle beim Stottern Gefühle in verschiedenen Sprechsituationen Einfluss des Stotterns auf das Leben
  • RSU Reaktion auf das Stottern des Untersuchers - Schneider Hinweise auf Selbst-und Fremdwahrnehmungsfähigkeiten von Eltern und Kind Tabuisierung innerhalb der Familie? RSU1: ab 3 Jahre, 5-10 min             Therapeut stottern wiederholt, Reaktionen des Kindes werden beobachtet aber              nicht thematisiert RSU2: ab Grundschulalter, 10-20 min             Kind vergleicht eigenes Stottern mit dem Stottern des Therapeuten             Einschätzung durch Eltern und Kind
  • WASSP Das Wright und Ayre Stotter-Selbsteinschätzungsprofil - Wright, Ayre und Grogan Verlaufs- und Ergebniskontrolle von Stottertherapien für Erwachsene 5 Subskalen: Verhaltensweisen Gedanken Gefühle bezogen auf das Stottern Vermeiden Nachteile Motivation und Möglichkeit zur Therapieplanung ableitbar
  • Lidcombe-Programm Eltern als Co-Therapeuten Prinzip:operante Konditionierung Therapeut zählt zu Beginn jeder Stunde den Prozentsatz gestotterter Silben Eltern beurteilen jeden Tag den Schweregrad von 1-10 Phase 1: 1x wöchentlich Therapie Rückmeldung in strukturierten Situationen Lob für flüssiges Sprechen Rückmeldung zu unflüssigem Sprechen im Verhältnis 5:1 Phase 2 wenn Prozentsatz gestotterter Silben 1 und Messungen der Eltern 3 Wochen lang 1-2 Phase 2: Therapie in unstrukturierten Situationen graduelle Reduktion der Therapie Kontrollbehandlungen über 12-18 Monaten Wieder Phase 1 bei Rückfall Wirksamkeitsnachweise kultureller Einfluss muss beachtet werden                 
  • KIDS-Konzept - Sandrieser und Schneider Mini-KIDS: 2-3 Jahre Eltern als Co-Therapeut Kinder lernen anstrengungsfreies nicht negativ konnotiertes Pseudostottern Enttabuisierung Mini-KIDS: 4-6 Jahre kleinschrittige Erarbeitung einer Technik Befreien aus Stotterereignissen: Pull-Out Ziel: Remission, Modifizierung der Kernsymptome, Zurückgewinnen der Sprechkontrolle Schul-KIDS: ab 7 Jahren Ziele s.o offener Umgang mit Stottern Infos übers Stottern Identifikation der Stotterereignisse und Pull-Out
  • IMS Intensivmodifikation Stottern - Zückner Ziel: Sprechen ermöglichen , das so flüssig und natürlich wie möglich ist Erwerb und Automatisierung von Blocklösetechniken Identifikationsphase: individuelle Stotterart analysieren, Vermeidungsreaktionen etc wahrnehmen Desensibilisierungsphase: Abbau negativer Gefühle Modifikationsphase: Einführen von Sprechtechniken Zeitlupensprechen: Sprechen um 50% verlangsamt, jeder Laut gleich lang Prolongation: Blockierung verhindern durch punktuellen Einsatz des Zeitlupensprechens Pull-Out: Befreiung aus Block und Aktivierung flüssigen Sprechens Im Block einfrieren Eingefroren bleiben und spüren, wie Spannung absinkt erst bei sicher wahrgenommener Muskelspannung weitersprechen Nachbesserung: Verbesserung der sprechmotorischen Fähigkeiten, gelassenes Ertragen des Zeitverlusts  4. Generalisierung: Anwenden der Sprechtechniken auch in schwierigen Situationen  5. Aufrechterhaltung: Stabilisierung
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  • Kernsymptome Poltern erhöhtes oder irreguläres Sprechtempo phonetisch-phonologische Auffälligkeiten Unflüssigkeiten (Pausen, Embolophonien, Wortkorrekturen, Wedeholungen) fehlendes Störungsbewusstsein
  • Therapiebereiche Poltern nach Sick Identifikation/Symptomwahrnehmung Modifikation Transfer in die Spontansprache Nachsorge in den Bereichen: Sprechtempo Phonetik/Phonologie Sprache Prosodie Pragmatik/Kommunikation Einstellungen/Gefühle
  • weitere Therapieprogramme Poltern Poltertherapie nach Lanouette Kinästhtetisch-kontrolliertes Sprechen Poltermodifikation nach Sick
  • Screening zur Spontansprache nach Sick Poltern Sprechprobe wird analysiert hinsichtlich: Phonetik Unflüssigkeiten Sprache, linguistische Fähigkeiten (Lexikon/Grammatik) Sprechtempo,Prosodie,Stimme
  • PCI Predictiv Cluttering Inventory - Van Zaalen et al. Bewertung von Beobachtungskriterien negativ: alle Items zählen gleich, nicht reliable, nicht valide evntl. für Therapieverlauf nutzbar
  • Definition Stottern Stottern ist eine unfreiwillige Unterbrechung des verbalen Audrucks gekennzeichnet durch hörbare oder stille Wiederholungen und Dehnungen bei der Äußerung kurzer Sprachelemente, insbesondere Lauten, Silben und einsilbigen Wörtern. Diese Unterbrechungen sind in der Regel deutlich hörbar oder häufig und nicht kontrollierbar.