Klinische Psychologie (Fach) / Kapitel 6 Angststörungen (Lektion)

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  • Was ist Agoraphophie? a. Angst vor Schlagen b. Höhenangst c. Platzangst d. Angst vor Plätzen e. Angst vor Menschen d EINTEILUNG 1. Ungerichtete Angst anfallsartig = Panikstörungen dauernd = Generalisierte Angststörung   2. Gerichtete Angst Plätzen = Agoraphobie Menschen = Sozialphobie Dingen = Spezifische Phobie
  • Zu welchem Kapitel gehören phobische Störungen (gerichtete)? a. F30 b. F31 c. F40 d. F41 e. F50 f. F51 c
  • Zu welchem Kapitel gehören ungerichtete Störungen ("andere Angststörungen")? a. F30 b. F31 c. F40 d. F41 e. F50 f. F51 d
  • F40.0 Was trifft auf Agoraphobie zu? a. Situation wird so schnell wie mögl verlassen b. tritt nie mit Angst vor Panikattacke auf c. tritt häufig mit Angst vor Panikattacke auf d. Angst, das eigene Haus zu verlassen cd Angst, dass Situation nur schwer verlassen werden kann (keine Hilfe; peinlich, wenn man jetzt geht) häufig in Kombi mit Angst vor Panikattacke > Agoraphobie mit und ohne Panikattacke
  • F40.1 Soziale Phobie: Was ist richtig? a. Beginn oft in frühen Kindheit b. rationale Angst vor neg Bewertung anderer c. bei Frauen häufiger d. bei Männer häufiger e. Niedrige Komorbididätsrate mit anderen Stör nichts richtig Beginn oft in JUGEND irrationale Angst vor neg. Bewertung anderer Vermeidung soz Situationen, SICHERHEITSSTRATEGIEN KLAR ABGEGRENZT zB nur Essen, Sprechen in Öffentlichkeit, ... ODER  UNBESTIMMT zB in fast allen Situationen außerhalb des Familienkreises bei Männern und Frauen GLEICH HÄUFIG HOHE KOMORBITITÄT mit anderen Störungen zB affektive Störungen ist keine starke Schüchternheit! Leiden und Beeinträchtigung! Schule wird früher verlassen, höheres Risiko für Arbeitslosigkeit
  • F40.2 Spezifische Phobien: a. Angst vor Objekten b. Angst vor Situationen c. dauerhafte, unangemessene, intensive Furcht d. dauerhafte, unangemessene, intensive Vermeidung a, b, c, d Dauerhafte, unangemessene, intensive Furcht / Vermeidung von spezifischen Objekten und Situationen Blut - Injektionen - Verletzungstypus Situativer Typus (zB Flugzeug) Tiertypus (zB Spinnen) Naturgewaltentypus (zB Höhe, Wasser) Andere (zB Dunkelheit)
  • F40.2 Spezifische Phobien - Ätiologie: a. Lernerfahrung wichtig b. Lernerfahrung eher unwichtig c. Besondere Löschungsresistenz d. Nicht besond. löschungsresistent e. Zwei-Faktoren-Theorie f. Vier-Faktoren-Theorie a, c, e Gerade bei spez. Phobien Lernerfahrung sehr wichtig Besondere Löschungsresistenz Stärkere Generalisierung Zwei-Faktoren-Theorie von MOWRER
  • Was ist die Zwei-Faktoren-Theorie? a. Gehört zu Agoraphobie b. zu sozialer Phobie c. zu spezif. Phobie d. ist von Maurer e. von Mowrer f. von Bauer g. von Brewer c, e
  • Zwei-Faktoren-Theorie a. kogn. Ansatz b. lerntheoreth. Ansatz c. Neutrale Reize werden wg. traumat. Ereignisse mit Angst assoz. (Klass. Kond) d. Darauffolgende Vermeidung d. Reize wird verstärkt, da dadurch Zustand der Angst abgebaut wird (Opera b, c, d Neutrale Reize werden aufgrund traumatischer Erlebnisse mit Angst assoziiert (Klassische Konditionierung) Die darauf folgende Vermeidung dieser Reize wird verstärkt, da dadurch der Zustand der Angst abgebaut wird (Operante Konditionierung) Diese Theorie reicht allerdings als Erklärung nicht aus! Reiz-Reaktions-Verbindungen werden leichter gelernt, weil sie biologisch vorbereitet sind (Preparedness-Annahme) Auch diese Annahme kann nicht alle Probleme der Zwei-Faktoren-Theorie lösen, denn auch MODELLLERNEN und INSTRUKTIONSLERNEN (zB durch Warnungen der Eltern) von Bedeutung!
  • F41. Andere (ungerichtete) Angststörungen: F41.0 Panikstörung: a. Anfälle dauern meist nur Minuten b. Anfälle gehen meist über Stunden c. plötzlicher, unerklärlicher Angstanfall d. plötzlicher, spezifischer Angstanfall a, c Panikstörung = plötzliche, unerklärliche Angstanfälle Mit sekundärer Angst zu sterben, Kontrollverlust, Angst wahnsinnig zu werden Einzelne Anfälle dauern meist nur Minuten, manchmal auch länger (max 30 Minuten) Atemnot, Erstickungsgefühl Herzrasen Übelkeit Brustschmerz Schwindel Schwitzen Zittern Entfremdungsgefühle (DEPERSONALISATION oder DEREALISATION)
  • Einteilung Angstörungen - Übersicht EINTEILUNG 1. Ungerichtete Angst anfallsartig = Panikstörungen dauernd = Generalisierte Angststörung   2. Gerichtete Angst Plätzen = Agoraphobie Menschen = Sozialphobie Dingen = Spezifische Phobie
  • Generalisierte Angststörung: a. wurde von Freud als Angstneurose beschrieben b. frei flottierend - chron. und unkontrollierte Sorge um alles mögliche c. gleiche Intensität wie Panikattake d. schlimmere Intens wie PA e. geringere Intens wie PA f a, b, e, Patienten berichten über vegetative Symptome zB Herzrasen, Schwitzen, beim Arzt wird lediglich erhöhte Anspannung festgestellt, aber keine erhöhte vegetative Erregung. Freud "Angstneurose" frei flottierende Angst Chronische und unkontrollierte Sorge um alles mögliche erreicht NICHT Intensität einer Panikattake
  • F42 Zwangsstörung a. = persönlichkeitsnahe Gedanken & Handlungen b. = persönlichkeitsfremde -"- c. = Ich-dyston d. = Ich-dystal e. willentl. kontrollierbar d. zählen zu Angststörungen b, c, d Zwangsgedanken - und Handlungen persönlichkeitsFREMDe (Ich-dyston, Ich-fremd) aufgezwungene und willentlich nicht kontrollierbare Stereotypien = Angststörungen, weil Zwangsgedanken Angst auslösen und Zwangshandlungen Angst vorübergehend verhindern/verringern
  • Kogn. Modellvorstellungen IDEEN / GEDANKEN, KOGN. PROZESSE Aufdringlicher Gedanke (ich könnte das Kind verletzen) Bewertung des Gedankens (als Mutter darf ich das nicht) Emot. / phys. Unruhe (Erregung, Aktivierung, Handlungsbedarf) Neutralisieren - Ritual (Waschen, gedankl. Rituale, ...)
  • Was kann Patient selbst tun bei Angstsstörungen? 12 Punkte Aufklärung und Information - Psychoedukation Alarmfunktion von Angst Angst = normale körperl. Reaktion Angst = nicht gefährlich, nur unangenehm Angst entsteht durch Gedanken, nicht durch konkrete Ereignisse Vermeiden vergrößert Angst Was muss ich über Angst wissen Was kann ich gg meine Angst tun? 4 Ebenen der Angst Angst- und Stressmodell Teufelskreis der Angst 2. Bibliotherapie (angeleitetes Lesen), Entspannungstraining, Atemtraining, Selbsthilfegruppe, Angehörigenarbeit
  • Ablauf kogn.-verhaltenstherapeut. Angstbehandlung a. Vorbereitung = ..... b. Therapie = ..... c. Kognitive Strategie = ..... a. VORBEREITUNG Detaillierte Problemanalyse / Verhaltensanalyse individuelle Zielbestimmung konkrete Therapieplanung b. THERAPIE Psychoedukation Auseinandersetzung mit angstbez. Reizen Kogn. Neubewertung Realitätsprüfung Selbstverbalisation im Hier & Jetzt bleiben Entspannungsverfahren, Atemübungen c. KOGN. STRATEGIEN 1. Diskriminationstraining Frühzeit. Erkennen von eigenen Angstreaktionen, um erste Anzeichen zu diskriminieren & Bewältigungsmaßnahmen zu setzen (zB Atmung, Selbstverbalisation) - Erstes Gefühl der Kontrolle 2. Angstmanagement  
  • Konfrontationsmethoden - Exposition: a. = "exposure" b. = "exposition" c. Darbietung angstbesetzte Situation d. Variation in Dauer & Geschwindigkeit e. Variation in Häufigkeit f. Variation in Intensität g. in sensu vs in vivo a, c, d
  • Konfrontationsmethoden - Reaktionsverhinderung a. Verhinderung der Angst b. Verhinderung Vermeidungsverhalten c. Neutralisieren bei Zwangsstörungen d. Variationen hins Dauer & Geschwindigkeit e. Reaktionsmanagement b, c, e
  • Welche Kontrontationsmethoden gibt es? 7 Stück Exposition Reaktionsverhinderung Systemat. Desensibilisierung Reizüberflutung (Flooding) Graduierte Konfrontation Guided Imagery Habitation
  • Konfrontationsmethoden - System. Desensibilisierung a. Variation hins Dauer & Geschwindigk b. Reaktionsmanagement c. Angstsituationen in hierarch Reihenfolge d. progress. Musikelentspannung e. Angstsituation unter Entspannungsbedingungen darbiet c, d, e
  • Konfrontationsmeth. - Reizüberflutung (Flooding) a. Angst in Hierarch. b. Reaktionsmanagem. c. Provokation v Emotionen & körperl Reaktionen d. rasche & wiederholte Darbietung Reize e. vorsichtig wiederholende Darbietungen f. Implosion g. Explo c, d, f
  • Konfrontationsmeth. - Graduierte Konfr. a. rasche & intens Darbiet. b. schrittweise & system c. langsame aber intensive Darb d. mit extrem schwachen Reizen beginnen e. mit leicht angsterreg. Reizen beg. b, d
  • Konfrontationsmeth. - Guided Imagery a. in sensu b. in vivo c. pro Sitzung mehrmalige Darbietg. d. pro Sitzung nur 1 x Darb. e. system. Sequenz f. freie Gestaltung der Sequenz g. rasch & intensiv h. schrittweise & systemat a, d, f
  • Übersicht Konfronationsmethoden (7) 1. Exposition ("Exposure") Darbietung angstbesetzte Situation in sensu vs in vivo Variation in Dauer & Geschwindigkeit 2. Reaktionsverhinderung Verhinderung des Vermeidungsverhaltens Neutralisieren bei Zwängen Reaktionsmanagement 3. Systemat. Desesibilisierung (von Wolpe) Hierarch. Reihenfolge Muskelentspannung Angstsituationen unter Entspannungsbedingungen 4. Reizüberflutung ("Flooding") Provokation von emot. und körperl. Angstreaktionen rasche & intensive Darbietung Implosion 5. Graduierte Konfrontation (von Rimm & Masters) schrittweise & systematisch mit extrem schwachen Reizen beginnen 6. Guided Imagery in sensu pro Sitzung nur 1x dargeboten freie Gestaltung der Sequenz möglich 7. Habituation