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Schulpädagogik (Fach) / Sozialisation (Lektion)

Fragen+Antworten

Diese Lektion wurde von Claudio1 erstellt.

Lektion lernen

  • Welche Phasen der Sozialisation lassen sich grob unterscheiden? primäre Sozialisation: Familie sekundäre Sozialisation: Schule, peers tertiäre Sozialisation: Beruf Säugling: 0-1 frühe Kindheit: 2-4 Eintritt in Kiga Kindheit: 5-12 Schuleintritt Jugend: 13-? Geschlechtsreife, Schulentlassung, Eintritt in Berufsbildung Erwachsenenalter: ? – 65 Beruf, eigener Haushalt/Familie, Auszug eigener Kinder Alter: 65? - ? Pensionierung
  • Welche Sozialisationsbedingungen lassen sich nennen? Variieren für jedes Subjekt!          Ebene                                             Beispiele 4 Gesamtgesellschaft: ökonomische, soziale, politische Struktur 3 Institutionen: Betriebe, Massenmedien, Kirchen, Schule 2 Interaktionen/Tätigkeiten: Unterricht, Kommunikation, Eltern-Kind-Beziehung 1 Subjekt: Einstellungen, Erfahrungen, Werte, Fähigkeiten
  • Welche drei begrifflichen Perspektiven auf ›Sozialisation‹ lassen sich nach Kron unterscheiden? 1. Perspektive: Individuum wird handlungsfähig und bildet eine Persönlichkeit aus Annahme, dass dieser Prozess zwangläufig und ohne Intervention des Individuums abläuft führt zu ⇒ Vergesellschaftung (Anpassungsprozess) Inhalte des Lernprozesses (soz. Rollen) sind gesellschaftlich festgelegt und für die Individuen verbindlich 2. Perspektive: Vergesellschaftungsprozess als dynamischer Prozess Indiviuum hat die Chance, sich mit den gesell. und kult. Einflüssen auseinander zu setzten Chance zur aktiven Übernahme der vorgegebenen Rollen+Werte⇒Chance zur Personalisation 3.Perpektive: unterscheidet sich strukturell von den beiden vorgenannten Ansätzen Sozialisation = lebenslanger, gesell. und individueller Entwicklungsprozess Enstpr. der lebenslangen Leistungen wird von Sozilisationsphasen gesprochen
  • Was ist unter Enkulturation zu verstehen? unmerkliche Hereinwachsen Lernen der Kultur ist der eigentümliche und ganze Gegenstand der Pädagogik Terminus ›Enkulturation‹ von Kulturanthropologie übernommen Unterschied Enkulturation und Sozialisation: Enkulturation: Automatisches Erlernen der Muttersprache, richtige Kombination von Wörtern Sozialisation: Erlernte Sprache richtig normenkonform zu verwenden, z.B Unterschied bei einem Gespräch mit den Freunden und dem Professor (moralischer Code)
  • Wie können die Grundzüge einer ausgewählten Sozialisationstheorie skizziert werden? (struktur-funktionalistischer Sicht) Sozialisation aus struktur-funktionalistischer Sicht Talcott Parson Vier hierarchisch angeordnete Systeme: soziales System kulturelles System Persönlichkeitssystem System des Organismus Vermittlung zwischen diesen Systemen durch Sozialisation Sozialisation:Bedürfnisse der Person in Einklang mit  sozialem System⇒soziale Rollen Soziale Rollen: Set an normativen Verhaltenserwartungen zur Orientierung Sozialisation ist damit der Erwerb von Orientierungen, die für das Rollenhandelnund damit für die soziale Interaktion erforderlich sind.
  • Wie können die Grundzüge einer ausgewählten Sozialisationstheorie skizziert werden? (Ökologie der menschlichen Entwicklung (Bronfenbrenner)) Ökologie der menschlichen Entwicklung (Bronfenbrenner) komplexe Wechselspiel zwischen Mensch und Umwelt           Ebene                                           Konkretisierung                                          Chronosystem:: zeitliche Dimension und Zeitpunkte der Entwicklung:: Bsp:Schuleintritt Makrosystem:: Gesamtheit aller Beziehungen i.w.S.      ::                          Bsp:Normen, Politik, Gesetze Exosystem:: einflussreiche Lebensbereiche, an dem das Kind nicht aktiv beteiligt ist,:: Bsp: Arbeitsplatz Eltern Mesosystem:: Wechselbeziehungen zw. Lebensbereichen, an den Kind aktiv beteiligt ist :: Bsp: Beziehung Elternhaus -Schule Mikrosystem:: Muster an Tätigkeiten,Rollen,Beziehungen in unmittelbaren Umfeld des Kindes:: Bsp: Mutter - Kind
  • Wie können die Grundzüge einer ausgewählten Sozialisationstheorie skizziert werden? (Sozialisation aus Sicht des Symbolischen Interaktionismus) Interpretative Dimension des Rollenhandeln George Herbert Mead I: ist die psychische Komponente, die Spontaneität, Kreativität und Antriebsüberschuss beinhaltet. Me: ist die soziale Komponente, welche die Vorstellung von dem Bild meint, das der andere von mir haben (je nach Gegenüber hat man mehrere Me) Self: ist das Produkt zweier Größen, des I und des Me Bedeutsam: Perspektivenübernahme
  • Wie können die Grundzüge einer ausgewählten Sozialisationstheorie skizziert werden? (Sozialisation aus Sicht des historischen Materialismus) Sozialisation aus Sicht des historischen Materialismus »kulturelles Kapital« =  Handlungsdispositionen,  symbolische Güter (Bücher, Theaterabo),  institutionalisierter Zustand (Schulabschluss) »symbolische Kapitel« (alle 3 Kapitalsorten vereint) = Grundlage symbolischer Macht gibt Auskunft über sozialen Stand Habitus: System an dauerhaften Dispositionen (alle Erfahrungen vereinen sich) = Produkt der Vergangenheit, dient als Orientierungshilfe Sozialisation als Habitualisierung: Rollen und Lebenstil von Position im soz. Raum abhängig
  • Welche Felder der Sozialisation können genannt werden und wie lassen sich diese mit Blick auf die ›Individualisierungsthese‹ diskutieren? Familiale Kindheit Schulische Kindheit Bewegte Kindheit Mediale Kindheit Kulturelle Kindheit Riskante Kindheit Bleibende Kindheit Biografie des Menschen wird aus vorgegebenen traditionellen Fixierungen herauslöst Folge: Zugewinn an Optionen, aber Verlust von Sicherheiten, Normen und Werten Individuum wird alleiniger Akteur seiner Existenz dynamisch verlaufenden Prozess Individuen müssen, um Scheitern zu verhindern, langfristig planen, sich anpassen und mit Niederlagen leben können Beck 1986 ⇒ Trend zur Individualisierung
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