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Psychologie (Fach) / Approbationsprüfung (Lektion)

Prüfungssammlung

Diese Lektion wurde von RiverWolff erstellt.

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  • Welches ist der wichtigste inhibitorische Neurotransmitter? a) Glutamat b) Dopamin c) GABA d) Serotonin e) Acetylcholin Richtig ist: c) GABA
  • Schizophrene Positivsymptomatik wird mit einer biochemischen Grundlage in Zusammenhang gebracht, bei der es zu einer Überaktivität von Bahnen kommen soll, die ins limbische System ziehen. Wie nennt man diese Hypothese, mit der auch die Wirkung von Neuroleptika erklärt werden kann? a) GABA-Hypothese b) Serotonin-Hypothese c) AChE-Hypothese d) Dopamin-Hypothese e) Nikotin-Hypothese Richtig ist: d) Dopamin-Hypothese
  • Welche der folgenden psychotropen Substanzen wirkt primär auf des GABAerge Transmittersystem? a) typische Neuroleptika (Antipsychotika) b) Benzodiazepine c) Opioide d) Halluzinogene e) Amphetamine Richtig ist: b) Benzodiazepine ?
  • In der Hypophyse werden einige Hormone gebildet. Andere Hormone werden dort gespeichert und ausgeschüttet. Wo befindet sich die Hypophyse (bezogen auf die aufrechte Kopfhaltung)? a) unterhalb des Kleinhirns b) oberhalb des 3. Hirnventrikels c) hinter der Medulla oblongata d) unterhalb des Hypothalamus e) in der Nebennierenrinde Richtig ist: d) unterhalb des Hypothalamus
  • Welche neurologische Erkrankung basiert auf einer Zerstörung der Myelinschichten, indem sich die Myelinscheiden entzünden und auflösen? a) Parkinson-Syndrom b) Diabestes mellitus Typ 1 c) Fibromyalgiesyndrom (Fibrositissyndrom) d) Multiple Sklerose (MS) e) Morbus Crohn Richtig ist: a) Parkinson-Syndrom
  • Bei welcher der folgenden Medikamentengruppen besteht am ehesten ein erhöhtes Risiko, dass Spätdyskinesien als unerwünschte Wirkung auftreten? a) Konventionelle Neuroleptika (Antipsychotika) b) Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer c) Benzodiazepine d) Lithiumsalze e) Psychostimulanzien Richtig ist: e) Psychostimulanzien
  • Ein Patient leidet seit Jahren unter einer Zwangsstörung mit im Vordergrund stehenden Kontrollzwänge. Neben einer kognitiv-behavioralen Therapie käme eine medikamentöse Behandlung zur Reduktion der Zwangssymptome in Betracht. Welche der folgenden Arzneistoffe wäre dazu am besten geeignet? a) Anticholinergikum b) kurz wirkendes Benzodiazepin c) Lithium d) niedrig potentes klassisches Neuroleptikum (Antipsychotikum) e) selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Richtig ist: e) selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
  • Von Caspar und Grawe wurde die Vertikale Verhaltensanalyse (auch: Plananalyse) entworfen, welche eine Ergänzung der Horizontalen Verhaltensanalyse in der Verhaltenstherapie darstellt. Wie werden die beiden Gruppen an zutreffendsten bezeichnet, in welche die bei der Vertikalen Verhaltensanalyse erarbeiteten Pläne (auch: Ziele, Schemata) eingeteilt werden können? a) Annäherungs- und Distanzpläne b) Versuchungs- und Versagungspläne c) Nähe- und Distanzpläne d) Annäherungs- und Vermeidungspläne e) Vermeidungs- und Versuchungspläne Richtig ist: d) Annäherungs- und Vermeidungspläne ?
  • Welche der folgenden Prinzipien kennzeichnet gemäß Miller und Rollnick am ehesten das Motivational Interviewing? a) Überzeugung mittels Beweisführung b) Symptomverschreibung c) Konfrontative Gesprächsführung d) Diskrepanzen entwickeln e) Expressed emotions Richtig ist: d) Diskrepanzen entwickeln
  • Wenn unbewusste Erlebens- und Verhaltensmuster eines Patienten, die aus früheren Erfahrungen mit wichtigen Bezugspersonen stammen, das aktuelle Erleben und Verhalten in Bezug zu Therapeuten beeinflussen, so ist dieses Phänomen in der Terminologie der psychodynamischen Therapieverfahren an zutreffendsten zu bezeichnen als a) Fixierung b) Regression c) Sublimierung d) Übertragung e) Verschiebung Richtig ist: d) Übertragung
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  • Welches der folgenden Ziele verfolgt die Intervention des Deutens in der Psychoanalyse am ehesten? a) die Erinnerung an Kindheitserlebnisse und Kindheitstraumata zu verbessern b) die Selbstaktualisierung des Patienten sicherzustellen c) Einsicht in eigene Beweggründe zu verbessern d) Triebregungen zu domestizieren und so kultur- und sozialverträglich zu machen e) Triebregungen von der Unterdrückung durch repressive Moralvorstellung zu befreien Richtig ist: c) Einsicht in eigene Beweggründe zu verbessern
  • Ein zentrales Konzept in der Störungstherapie der Gesprächspsychotherapie nach Rogers ist die sogenannte Inkongruenz. Inkongruenz besteht nach Rogers demnach am ehesten zwischen a) Unzureichend im persönlichen Bewertungssystem repräsentierten Erlebens- und Verhaltensmodi einer Person b) Dem Selbstkonzept und dem Erleben und Verhalten einer Person c) Der Selbstexploration und der Beziehungsfähigkeit einer Person d) Zwischen unterschiedlichen Wahrnehmungen einer Person von den Beziehungsangeboten anderer e) Verschiedenen Selbstaspekten einer Person Richtig ist: b) Dem Selbstkonzept und dem Erleben und Verhalten einer Person
  • Für Hirnschädigungen gibt es unterschiedliche neuropsychologische Therapiemethoden. Welche der nachfolgenden Therapiemethoden ist am ehesten auf Restitution aufgebaut? a) Substitution durch eine latente Fähigkeit b) Spezifische Stimulation (z.B. perzeptionsgesteuert) c) Visualisierungs- und Gedächtnishilfen (z.B. Therapielogbuch) d) Entwicklung einer neuen Fähigkeit e) Die Veränderung von Erwartungen Richtig ist: b) Spezifische Stimulation (z.B. perzeptionsgesteuert) ?
  • Welcher der folgenden Umschreibungen gibt am besten wieder, was entsprechend einer gängigen Definition (Jacobson & Truax, 1991) unter „Klinischer Signifikanz“ der in einer Pyschotherapiestudie erzielten Veränderungen zu verstehen ist? a) Ein vorher nicht mehr gezeigtes funktionales Verhalten kann wieder gezeigt werden. b) Die direkte Veränderungsmessung zeigt an, dass die jeweiligen Patienten mit ihrer Veränderung in der positiven Richtung zufrieden sind. c) Die Patienten sind zu mehreren Messzeitpunkten am Ende der Studie und im Katamnesezeitraum symptomfrei. d) Es ist eine statistisch reliable und auch in der jeweiligen Einschätzung des Klinikers nachvollziehbare positive Veränderung eingetreten. e) Die jeweiligen Veränderungen sind reliabel, statistisch signifikant und führten vom dysfunktionalen in den funktionalen Bereich. Richtig ist: e)     Die jeweiligen Veränderungen sind reliabel, statistisch signifikant und führten vom         dysfunktionalen in den funktionalen Bereich.
  • Für eine verbesserte Patientenversorgung werden in zunehmendem Maße Leitlinien erstellt und herausgegeben. Welche der folgenden Begrifflichkeiten oder Umschreibungen trifft auf die sogenannten S3-Leitliene der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaft (AWMF) am ehesten zu? a) Delphi-Konferenzen b) Handlungsempfehlungen von Expertengruppen c) Leitlinien, welche sich durch die „drei S“ (Sicherheit, soziale Ausgewogenheit, statistische Sauberkeit) auszeichnen d) Systematische Konsensusprozesse in einem repräsentativen Gremium nach einem nach definierten und formalisierten Prozess e) Evidenz- und konsensbasierte Leitlinien (mit allen Elementen systematischer Entwicklung) Richtig ist: e)     Evidenz- und konsensbasierte Leitlinien (mit allen Elementen systematischer         Entwicklung)
  • Im Rahmen der Evaluation von Leistungen des Gesundheitswesens können mehrere Ebenen der Qualitätssicherung unterschieden werden. Bei einer der Ebenen geht es darum, inwieweit sich die Durchführung der diagnostischen, therapeutischen und rehabilitativen Maßnahmen mit den expliziten Leitlinien deckt. Welche Ebene der Qualitätssicherung ist damit vorrangig angesprochen? a) Beziehungsqualität b) Ergebnisqualität c) Prozessqualität d) Strukturqualität e) Servicequalität Richtig ist: c) Prozessqualität
  • Bei Selbstzahlern, privat Versicherten und Patienten mit Anspruch auf staatliche Fürsorgeleistungen (z.B. Beihilfe) ist die Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) verbindlich, welche wiederum auf die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) Bezug nimmt. Ab welcher Überschreitung des 1-fachen Gebührensatzes ist für die meisten Leistungen dies gemäß GOP / GOÄ schriftlich besonders zu begründen? a) bei Überschreiten des 1-fachen Gebührensatzes b) bei Überschreiten des 1,5-fachen Gebührensatzes c) bei Überschreiten des 2,3-fachen Gebührensatzes d) bei Überschreiten des 3-fachen Gebührensatzes e) bei Überschreiten des 3,5-fachen Gebührensatzes Richtig ist: c) bei Überschreiten des 2,3-fachen Gebührensatzes
  • Eine Patientin, die sehr zufrieden mit ihrer psychotherapeutischen Behandlung ist, möchte ihre Dankbarkeit dem Psychotherapeuten gegenüber mit einem Geschenk ausdrücken. Da sie sehr vermögend ist, äußert sie die Absicht, dem Therapeuten nach Abschluss der Therapie 10.000 Euro zu überweisen. Der Therapeut sagt der Patientin, dass er das Geschenkt nicht annehmen möchte und darf. Das entsprechende Verbot findet sich a) Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) b) In den Berufsordnungen für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten c) In der Psychotherapie-Richtlinie d) Im Fünften Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) e) Im Psychotherapeutengesetz (PsychThG) Richtig ist: e) Im Psychotherapeutengesetz (PsychThG)
  • Die auch für Psychotherapeuten gültige Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV) regelt unter anderem a) die Sicherung der wirtschaftlichen Aspekte der Psychotherapie b) das Antragsverfahren der Richtlinienpsychotherapie c) den Zugang zu einer Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten d) die Festlegung, welche Störungsbilder mit Psychotherapie behandelt werden dürfen e) die Genehmigung von Berufsausübungsgemeinschaften Richtig ist: e) die Genehmigung von Berufsausübungsgemeinschaften
  • Reliabilität (auch: Zuverlässigkeit) bezeichnet die Messgenauigkeit eines Tests. Diese kann anhand von unterschiedlichen Verfahren bestimmt werden. Welches der folgenden Verfahren ist am wenigsten geeignet, die Reliabilität eines Tests zu bestimmen? a) Interrater-Reliabilität b) Paralleltest-Reliabilität c) Interne Konsistenz d) Retest-Reliabilität e) Split-Half-Reliabilität INFO: Diese Frage gilt als nicht gestellt.
  • Damit die Diagnose einer Substanzabhängigkeit gestellt werden kann, müssen gemäß ICD-10 (F1x.2) bestimmte Diagnosekriterien vorliegen. Was gehört nicht zu den Diagnosekriterien für eine Substanzabhängigkeit? a) Entzugssymptome b) Fehlende Einsicht in die Schädlichkeit der konsumierten Substanz c) Fortgesetzter Konsum trotz Wissen um körperliche oder psychische Schäden d) Konsum größerer Mengen als beabsichtigt e) Toleranzentwicklung Richtig ist: b) Fehlende Einsicht in die Schädlichkeit der konsumierten Substanz
  • Welche der folgenden Störungen gehört in der ICD-10 nicht zu den sexuellen Funktionsstörungen? a) Nichtorganische Dyspareunie b) Sadomasochismus c) Versagen genitaler Reaktionen d) Orgasmusstörung e) Sexuelle Aversion Richtig ist: b) Sadomasochismus
  • Welches der folgenden Merkmale ist am wenigsten charakteristisch für eine Selbsthilfegruppe? a) Freiwilliger Zusammenschluss von Betroffenen b) Hilfe zur Bewältigung von Erkrankungen und deren Folgen c) Leitung durch einen Psychotherapeuten d) Es gibt unterschiedliche Formen, z.B. Anonymus-Gruppen und Gesprächsselbsthilfegruppen e) wechselseitiger Erfahrungsaustausch Richtig ist: c) Leitung durch einen Psychotherapeuten
  • Welches der genannten ist keine eigenständige Phase im 7-Phasen-Modell des diagnostisch-therapeutischen Prozesses nach Kanfer et al.? a) Verhaltensanalyse und funktionales Bedingungsmodell b) Schaffen günstiger Ausgangsbedingungen c) Katamnesephase d) Erfolgsoptimierung und Abschluss der Therapie e) Vereinbarung therapeutischer Ziele Richtig ist: c) Katamnesephase
  • In der Gesprächspsychotherapie werden mitunter sogenannte therapeutische „Basisvariablen“ und „Zusatzvariablen“ benannt. Welche der folgenden Variablen gehört weder zu diesen Basis – noch zu den Zusatzvariablen? a) Konkretisieren b) Selbsteinbringung c) Durcharbeiten d) Unbedingte Wertschätzung e) Konfrontieren Richtig ist: c) Durcharbeiten
  • Eine 35-jährige Patientin stellt sich einer niedergelassenen Psychotherapeutin in der Praxis vor. Sie berichtet, dass sie vor 5 Monaten in einen Unfall auf der Autobahn verwickelt gewesen sei, bei dem vor ihren Augen zwei Erwachsene und ein Kind im Auto verbrannt seien und sie selbst gerade noch gerettet werden konnte. Sie müsse immer wieder an diesen Unfall denken, die Bilder drängten sich ihr auf und sie habe häufig Albträume. Seitdem vermeide sie es, mit dem Auto zu fahren. Wenn sie Feuer sehe, erinnere sie dies an den Unfall. Sie leide seit dieser Zeit unter Konzentrationsschwierigkeiten und sei sehr schreckhaft. Welche Verdachtsdiagnose ist hier am ehesten in Betracht zu ziehen? PTBS
  • In einer Studie zur Verbreitung depressiver Störungen wird in einer definierten Population zu einem bestimmten Stichtag ermittelt, wie viele Personen die entsprechenden diagnostischen Kriterien erfüllen. Welches epidemiologische Maß erfasst diesen Sachverhalt? Prävalenz
  • Der Verlust der Erinnerung für wichtige aktuelle Ereignisse traumatischer oder belastender Natur, der nicht durch eine organische psychische Störung bedingt ist und für den Vergesslichkeit oder Ermüdung als Erklärung nicht ausreicht, wird diagnostisch-klassifikatorisch bezeichnet als: Dissoziative Amnesie Psychogene Amnesie
  • Es kann als empirisch gesichert gelten, dass das Familienklima den Krankheitsverlauf bei schizophrenen Psychosen mit beeinflusst. Insbesondere Gefühle und Einstellungen der Angehörigen dem Kranken gegenüber wie bspw. Missbilligung, Ärger, Abneigung, Feindseligkeit erhöhen die Rückfallgefährdung nachweislich. Welches Konzept zum Zusammenhang zwischen emotionalem Familienklima und Krankheitsverlauf schizophrener Psychosen ist hiermit angesprochen? Expressed Emotionen
  • Ein Patient mit Insomnie beschreibt, dass er täglich Angst vor der Nacht habe, da er vergeblich versuche einzuschlafen. Der Therapeut weist ihn an, an den kommenden Abenden ins Bett zu gehen und so lange wie möglich wach zu bleiben. Wie bezeichnet man das gewählte therapeutische Vorgehen? Paradoxe Intervention Symptomverschreibung
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  • Eine 25-jährige Mutter berichtet beschämt über immer wieder auftretende Gedanken, ihrer 4 Monate alten Tochter etwas anzutun. Sie liebe ihr Kind und finde es furchtbar, solche Gedanken zu haben. Sie versuche, die grauenvollen Gedanken zu unterdrücken und immer wieder an ihre positiven Gefühle dem Kind gegenüber zu denken. Wie bezeichnet man im kognitiven Modell der Zwangsstörungen die beschriebenen Versuche der Mutter, die Zwangsgedanken zu überwinden? Neutralisierung (oder auch: Gegengedanken)
  • Eine Patientin berichtet Ihnen im Erstgespräch, dass sie große Schwierigkeiten in Beziehungen zu anderen Menschen habe: „Wenn mir jemand wichtig ist, möchte ich dauernd mit ihm zusammen sein. Ohne ihn fühle ich mich dann völlig verlassen, wie amputiert.“ Nach einiger Zeit gerate sie aber immer in heftige Auseinandersetzungen mit dieser Person: „Danach bricht der Kontakt völlig ab. Derjenige existiert dann für mich gar nicht mehr. Ich finde dann immer schnell jemand anderen.“ Dann beginne das Ganze von vorn. Welcher Konflikt liegt der hier zum Ausdruck kommender Bindungs- und Beziehungsproblematik aus Sicht der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD) am wahr-scheinlichsten zugrunde? Abhängigkeits-Autonomie-Konflikt
  • Bei der neurologischen Untersuchung fällt ein 13-jähriger Knabe, der durch Verkehrsunfall eine Contusio cerebri erlitt, dadurch auf, das seit dieser Verletzung seine Gedächtnisleistung eingeschränkt ist. Es fällt ihm schwer neue Informationen zu behalten. An weiter zurückliegende Ereignisse, die vor dem Unfall stattgefunden haben, kann er sich dagegen offensichtlich gut erinnern. Wie nennt man die Gedächtnisstörung, die bei diesem Patienten wahrscheinlich vorliegt? anterograde Amnesie
  • Ein Psychotherapeut schickt seinen Patienten, der über wiederholt auftretende starke Kopfschmerzen klagt, im Verlauf der probatorischen Sitzungen zum Neurologen mit der Bitte um Abklärung eventuell vorliegender organischer Ursachen. Wie nennt man diese in den Psychotherapie-Richtlinien vorgesehene Vorgehensweise? Konziliararztverfahren
  • Welche der beschriebenen Aspekte gehören zu den die Diagnose begründenden Erscheinungen der sozialen Phobie? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Angst vor dem Auftreten in der Öffentlichkeit (B) Missbrauch von Anxiolytika (C) Wiederholte und sozial-appellative Suizidversuche (D) Vermeidung bestimmter Handlungen in der Öffentlichkeit (Essen, Reden) (E) Verwahrlosung und sozialer Abstieg (F) Ertragen sozialer Situationen nur unter intensiver Angst (A) Angst vor dem Auftreten in der Öffentlichkeit(D) Vermeidung bestimmter Handlungen in der Öffentlichkeit (Essen, Reden)(F) Ertragen sozialer Situationen nur unter intensiver Angst
  • In der Psychotherapieforschung stellen neben dem Nachweis therapeutischer Wirksamkeit zunehmend die Analyse und das Verständnis der therapeutischen Prozesse wesentliche Schwerpunkte dar. Man unterscheidet im Rahmen der Psychotherapieforschung die Untersuchung von Makro- und Mikroprozessen. Welche der folgenden Aussagen trifft auf Mikroprozesse bzw. deren Analyse zu? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Analysen der psychotherapeutischen Mikroprozesse beziehen sich u. a. auf unbemerkte Vorgänge im sprachlichen und non-verbalen Austausch (B) Durch das Studium der mikroprozessualen Vorgänge versucht man, das Zusammenspiel des Patienten- und Therapeutenverhaltens innerhalb kurzer Episoden während der Therapie zu erfassen. (C) Grundlage der Analyse von Mikroprozessen stellen vorrangig subjektive Beschreibungen der Patienten und deren Beurteilung des therapeutischen Prozesses dar. (D) Mikroprozesse beziehen sich auf Struktur und Dynamik des Therapieablaufes und dienen der globalen Beschreibung des Gesamtverlaufs der Therapie eines Patienten. (E) Ziel der Analyse von Mikroprozessen ist im Wesentlichen die Beschreibung der einzelnen, indivi-duellen Therapiefortschritte und der Veränderungen im Verhalten des Patienten während des Therapieprozesses. Richtig sind: (A) Analysen der psychotherapeutischen Mikroprozesse beziehen sich u. a. auf       unbemerkte Vorgänge im sprachlichen und non-verbalen Austausch(B) Durch das Studium der mikroprozessualen Vorgänge versucht man, das       Zusammenspiel des Patienten- und Therapeutenverhaltens innerhalb kurzer       Episoden während der Therapie zu erfassen.
  • Welche EEG-Merkmale sind beim gesunden Erwachsenen im Wachzustand überwiegend zu beobachten? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Alpha-Wellen (B) Beta-Wellen (C) Delta-Wellen (D) K-Komplexe (E) Theta-Wellen und Vertex-Zacken Richtig sind: (A) Alpha-Wellen(B) Beta-Wellen
  • Welche Veränderungen sind bei älteren Männern (> 55 Jahre) hinsichtlich ihrer sexuellen Reaktionen am ehesten zu erwarten? Wählen sie 2 Antworten! (A) kein Ejakulat mehr (B) Minderung der Gliedsteife (C) Verlangsamung des Erektionseintritts (D) Verlust des Erektionseintritts (E) Verlust der Erektionsfähigkeit (F) Zunahme devianter sexueller Phantasien (G) Zunahme sexuellen Interesses Richtig sind: (B) Minderung der Gliedsteife(C) Verlangsamung des Erektionseintritts
  • Welche der folgenden Aussagen charakterisieren Aspekte des psychoanalytischen Konzepts des Über-Ich am zutreffendsten? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Das Über-Ich repräsentiert die aktuellen Forderungen der Umwelt (B) Das Über-Ich folgt dem Primärvorgang …? (C) Das Über-Ich repräsentiert die verinnerlichten Normen. (D) Das Über-Ich setzt sich aus spezifischen Objektrepräsentanzen zusammen. (E) Das Über-Ich vermittelt zwischen Forderungen des Es und der Realität. Richtig sind: (C) Das Über-Ich repräsentiert die verinnerlichten Normen.(D) Das Über-Ich setzt sich aus spezifischen Objektrepräsentanzen zusammen.
  • Welche der folgenden Auffälligkeiten können am ehesten Folge von Cannabis-Konsum sein? Wählen Sie 3 Antworten! (A) amotivationales Syndrom (B) Angststörung (C) Psychotische Störung (D) Ticstörung (E) Zwangsstörung (F) Somatoforme Schmerzstörung Richtig sind: (A) amotivationales Syndrom(B) Angststörung(C) Psychotische Störung
  • Welche der nachfolgenden Aussagen sind charakteristisch für die psychoanalytische Kindertherapie und unterscheiden diese von der Psychoanalyse Erwachsener? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Das Kind tendiert dazu, seine Probleme als intrapsychisch bedingt zu betrachten. (B) Der Kindertherapeut nimmt eine aktivere Rolle ein als der Therapeut in der Erwachsenentherapie. (C) Der Therapeut lässt das Spiel des Kindes gefühlsmäßig auf sich wirken ohne es zu deuten. (D) Der Traum ist der vorrangige Zugang zum Unbewussten des Kindes. (E) Die Technik der freien Assoziation wird in der Kindertherapie durch das Spiel ersetzt. (F) Mit dem Kind kann grundsätzlich kein Behandlungsbündnis erreicht werden. Richtig sind: (B) Der Kindertherapeut nimmt eine aktivere Rolle ein als der Therapeut in der       Erwachsenentherapie.(E) Die Technik der freien Assoziation wird in der Kindertherapie durch das Spiel       ersetzt.
  • Ein Patient wird wegen Alkoholabhängigkeit in einer Klinik behandelt. Nachdem 4 Wochen vergangen sind, kommt es zu einem Rückfall und er trinkt 2 Glas Wein. Der behandelnde Psychotherapeut arbeitet nach dem verhaltenstherapeutischen Konzept der Rückfallprävention bei Suchtmittelabhängigkeit. Welches Vorgehen entspricht am ehesten diesem Konzept? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Die Frequenz der einzeltherapeutischen Behandlungen wird erhöht. (B) Der Patient erhält eine weitere Chance, der Vorfall wird nicht weiter thematisiert, um die Aufmerk-samkeit nicht noch mehr darauf zu lenken. (C) Die Behandlung wird in jedem Falle abgebrochen und der Patient wird entlassen. (D) Die Situation wird mit dem Patienten analysiert und seine Kontrollmöglichkeiten verstärkt. (E) Es wird dem Patienten vermittelt, dass er den Ablauf trotz des Rückfalls beeinflussen kann. Richtig sind: (D) Die Situation wird mit dem Patienten analysiert und seine Kontrollmöglichkeiten       verstärkt.(E) Es wird dem Patienten vermittelt, dass er den Ablauf trotz des Rückfalls      beeinflussen kann.
  • Angststörungen können mit negativen Symptomen einhergehen, die auch bei Schilddrüsenerkrankungen auftreten, was eine differentialdiagnostische Abklärung erforderlich machen kann. Welche der nachstehenden Patienten-Äußerungen können am ehesten auf eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) hinweisen? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Ich habe in letzter Zeit abgenommen, obwohl ich nicht selten richtige Heißhungerattacken habe. (B) Ich hab öfter Herzrasen und der Blutdruck ist zu hoch. (C) Ich habe überhaupt keinen Schwung, bin ständig müde und niedergeschlagen und alles geht mir mühsam von der Hand. (D) Ich habe warme, feuchte Haut am ganzen Körper. (E) Kälte vertrage ich gar nicht gut. (F) Meine Haut ist trocken und das Haar ist spröde und richtig brüchig. (G) Mit der Verdauung klappt es auch nicht so richtig, ich neige zu Verstopfungen. Richtig sind: (A) Ich habe in letzter Zeit abgenommen, obwohl ich nicht selten richtige       Heißhungerattacken habe.(B) Ich hab öfter Herzrasen und der Blutdruck ist zu hoch.(D) Ich habe warme, feuchte Haut am ganzen Körper.
  • Die OPD ist ein Diagnosesystem, das psychodynamische Aspekte berücksichtigt und als Erweiterung der ICD-10 gelten kann. Welches sind die Achsen dieses Systems? Wählen Sie vier Antworten! (A) Abwehrmechanismen (B) Beziehung (C) Kategorien zur Traumarbeit (D) Konflikt (E) Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen (F) Paar- und Familiensystem (G) Struktur Richtig sind: (B) Beziehung(D) Konflikt(E) Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen(G) Struktur  
  • Welches sind die Grundannahmen des klientenzentrierten Therapiekonzepts nach Rogers? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Bedürfnis jedes Menschen nach Anerkennung und positiver Wertschätzung (B) Die jedem Menschen innewohnende Selbstaktualisierungstendenz (C) Fremdkontrolle als notwendiger Einstieg in Veränderungen (D) Irrationale Überzeugungen sowie kognitive Umstrukturierung als wesentlicher Therapieansatz (E) Unbewusste, triebhafte Impulse, die den Menschen steuern (F) Wahrgenommene Inkongruenz zwischen Selbstkonzept und neuen Erfahrungen als Grundlage psychischer Störungen Richtig sind: (A) Bedürfnis jedes Menschen nach Anerkennung und positiver Wertschätzung(B) Die jedem Menschen innewohnende Selbstaktualisierungstendenz(F) Wahrgenommene Inkongruenz zwischen Selbstkonzept und neuen Erfahrungen als       Grundlage psychischer Störungen
  • Zur Verschwiegenheit sind Ärzte, Psychotherapeuten und auch andere Berufsgruppen verpflichtet, denen im Rahmen ihrer Tätigkeit fremde, zum persönlichen Lebensbereich anderer Personen gehörende Sachverhalte anvertraut werden. In welchen der nachstehenden Fälle kann eine Weitergabe entsprechender Daten durch den Psychotherapeuten gerechtfertigt sein? Wählen Sie 2 Antworten! (A) auf Wunsch des Arbeitgebers (B) gegenüber anderen Ärzten und Psychotherapeuten im Rahmen klinischer Studien (C) gegenüber Verwandten 1. Grades (D) grundsätzlich bei Minderjährigkeit des Patienten (E) soweit zum Schutz eines höherwertigen Rechtsguts erforderlich (F) nach Entbindung von der Schweigepflicht durch den Patienten Richtig sind: (E) soweit zum Schutz eines höherwertigen Rechtsguts erforderlich(F) nach Entbindung von der Schweigepflicht durch den Patienten
  • Aufgabenfolge „Patient mit Angstzuständen“ – Teil 1 (Einfachauswahlaufgabe) Ein Patient berichtet über schwere Angstzustände. Er verspüre ein richtiges Panikgefühl, die Brust schnüre sich zusammen, er habe das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen und ihm werde ganz schwindelig. Meistens fange er dann auch noch an zu schwitzen. Zu den Beschwerden komme es vor allem dann, wenn er in einer Schlange an einer Kasse stehe, in der letzten Zeit seien die Symptome aber auch beim U-Bahn-Fahren, im Auto und im Bus aufgetreten. Mittlerweile löse bereits der Gedanke, dass er einkaufen gehen solle, leichte Angstzustände aus. In der Regel verlasse er diese Situationen so schnell wie möglich, gehe an die frische Luft und verschaffe sich so Erleichterung. In einer am „SORKC-Schema“ nach Kanfer (S: Stimulus; O: Organismus; R: Rektion; K: Kontingenz; C: Konsequenz) ausgerichteten Verhaltensanalyse klären Sie die Bedingungen der Entstehung und Aufrechterhaltung des Störungsbildes des Patienten ab. Welche der nachfolgenden Zuordnungen entspricht nicht diesem Modell? (A) S: Schlange an der Kasse, U-Bahn-Fahren etc., Gedanken, das Haus zu verlassen (B) R physiologisch: Atemnot, Schwitzen (C) R emotional: intensive Angst (D) R motorisch: Verlassen der Situation, Gang an die frische Luft (E) K: Abnahme der Angst, Erleichterung Richtig sind: (E) K: Abnahme der Angst, Erleichterung
  • Ein Patient berichtet über schwere Angstzustände. Er verspüre ein richtiges Panikgefühl, die Brust schnüre sich zusammen, er habe das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen und ihm werde ganz schwindelig. Meistens fange er dann auch noch an zu schwitzen. Zu den Beschwerden komme es vor allem dann, wenn er in einer Schlange an einer Kasse stehe, in der letzten Zeit seien die Symptome aber auch beim U-Bahn-Fahren, im Auto und im Bus aufgetreten. Mittlerweile löse bereits der Gedanke, dass er einkaufen gehen solle, leichte Angstzustände aus. In der Regel verlasse er diese Situationen so schnell wie möglich, gehe an die frische Luft und verschaffe sich so Erleichterung. In einer am „SORKC-Schema“ nach Kanfer (S: Stimulus; O: Organismus; R: Rektion; K: Kontingenz; C: Konsequenz) ausgerichteten Verhaltensanalyse klären Sie die Bedingungen der Entstehung und Auf-rechterhaltung des Störungsbildes des Patienten ab. Aufgabenfolge „Patient mit Angstzuständen“ – Teil 2 (Ende) (Kurzantwortaufgabe) Welches lerntheoretische Prinzip erklärt die Ausweitung der Ängste des Patienten? Generalisierung Konditionierung höherer Ordnung Reizgeneralisation
  • Aufgabenfolge „Patientin mit psychotischer Symptomatik“ – Teil 1 (Einfachwahlaufgabe) Eine 30-jährige Patientin berichtet erregt, das sie von bärtigen Männern verfolgt werde. Nach einer ersten Begegnung mit einem bärtigen Mann im Bus würde sie jetzt systematisch beobachtet und verfolgt. Man hätte bärtige Männer vor ihrem Haus postiert und in öffentlichen Verkehrsmitteln würden sie ihr auflauern. Sie könnte die Wohnung nicht mehr verlassen, weil sie sich ständig in Gefahr befände. Welches Psychopathologische Phänomen kommt hier am ehesten zum Ausdruck? (A) illusionäre Verkennung (B) Ideenflucht (C) Optische Halluzination (D) Wahnidee (E) Zwangsgedanke Richtig ist: (D) Wahnidee
  • Eine 30-jährige Patientin berichtet erregt, das sie von bärtigen Männern verfolgt werde. Nach einer ersten Begegnung mit einem bärtigen Mann im Bus würde sie jetzt systematisch beobachtet und verfolgt. Man hätte bärtige Männer vor ihrem haus postiert und in öffentlichen Verkehrsmitteln würden sie ihr auflauern. Sie könnte die Wohnung nicht mehr verlassen, weil sie sich ständig in Gefahr befände. Aufgabenfolge „Patientin mit psychotischer Symptomatik“ – Teil 2 (Ende) (Einfachwahlaufgabe) Nach Abklingen der akuten Symptomatik entwickelt sich bei der Patientin eine schwere depressive Episode; nach Remission verbleibt eine ausgeprägte Negativsymptomatik. Welches der nachfolgenden Symptome zählt nicht zu der schizophrenen Negativsymptomatik? (A) Affektverflachung (B) Antriebsarmut (C) Gedankenausbreitung (D) Sozialer Rückzug (E) Sprachverarmung Richtig ist: (C) Gedankenausbreitung