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Mediensysteme (Fach) / Pressegeschichte bis 1933 (Lektion)

Pressegeschichte bis 1933

Diese Lektion wurde von Charlie1234 erstellt.

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  • Ausdifferenzierung der Zeitungen in der 2. Hälfte des 19. Jh. rechtlicher Faktor: Was geschah?  Aufhebung der Zensur 1848, Aufhebung des Intelligenzzwangs 1850, Reichspressegesetz 1874
  • Ausdifferenzierung der Zeitungen in der 2. Hälfte des 19. Jh. politischer Faktor: Was geschah? Gründung von Parteien(zeitungen), Entwicklung von politischer (Streit-)Kultur, Entwicklung von politischer Mündigkeit der Bevölkerung
  • Ausdifferenzierung der Zeitungen in der 2. Hälfte des 19. Jh. ökonomischer Faktor: Was geschah?  expandierende Arbeitsmärkte steigende Kaufkraft Aufhebung des Anzeigenmonopols Entwicklung der «Generalanzeiger»-Presse (ab 1870 in der Tradition der nicht staatsnahen Intelligenzblätter) sinkende Verkaufspreise sinkende Papierpreise
  • Ausdifferenzierung der Zeitungen in der 2. Hälfte des 19. Jh. Technischer Faktor. Was geschah? industrialisierte Papierverarbeitung (Rollen statt Bögen) dampfmaschinenbetriebene Rotationspressen, Eisenbahn (1835) Telegrafie (1849), Telefon (1876) Nachrichtenbüros als Vorläufer der Nachrichtenagenturen
  • Ausdifferenzierung der Zeitungen in der 2. Hälfte des 19. Jh. kultureller Faktor. Was geschah? wachsende Bildung und Alphabetisierung wachsendes Interesse der Bevölkerung an Informationen aus allen Bereichen rasant anwachsender Anstieg von Informationen und Wissen Professionalisierung und Spezialisierung des Journalistenberufs => Ausdifferenzierung redaktioneller Bereiche => Entwicklung der Zeitungsressorts im letzten Drittel des 19. Jh.
  • Wann wurde die Zensur aufgehoben? 1848
  • Wann wurde der Intelligenzzwang aufgehoben? 1850
  • Wann wurde das Reichspressegesetz aufgehoben? 1874
  • Wann wurden die Eisenbahnen, Telegrafie und das Telefon erfunden? 1835, 1849, 1876
  • Entwicklung der Zeitungspresse in Zahlen Wie entwickelte sich die Anzahl der Titel von 1862 bis 1890er Jahre? 1300 Titel - 3400 Titel
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  • Entwicklung der Zeitungspresse in Zahlen Wie entwickelte sich die Anzahl der Titel um die Jahrhundertwende? nur 11% haben eine Auflage von mind. 5000 Stück, 42% haben max. 1000 Stück Auflage («Kleinstzeitungen»)
  • Entwicklung der Zeitungspresse in Zahlen Wie entwickelte sich die Anzahl der Zeitungen von 1914 bis 1932? • 1914: ca. 4.200 Titel (mit ca. 18 Mio. Auflage, während des Krieges zeitweise sogar bei 25 Mio. Auflage) • 1926: ca. 3.250 Titel (mit ca. 20. Mio. Auflage) • 1932: ca. 4.700 Titel (mit ca. 18,6 Mio. Auflage)
  • Um die Jahrhundertwende (19-20Jhd): Welche drei Zeitungstypen gab es? a) Gesinnungs-/Parteipresse b) Generalanzeiger c) überregionale (großstädtische) Qualitätszeitungen Die Hälfte der Zeitungen sind Typ a), die höchsten Auflagen verzeichnen Zeitungen des Typ b)
  • Wann und von wem wurde die erste Boulevardzeitung auf den Markt gebracht? 1904, Ulstein bringt mit der «BZ am Mittag» die erste Boulevardzeitung auf den Markt 
  • Wann kam es bei den Zeitschriften zu Modernisierungen? erstes Drittel des 19 Jhd
  • Modernisierung der Zeitschriften im 19. Jh., wann erschien das Pfennig-Magazin? 1833
  • Das «Pfennig-Magazin der Gesellschaft zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnisse» wurde zum Prototypen der...?  illustrierten Massenpresse; Tiefpreis: 1 Groschen; wöchentl. Erscheinen, 35.000 Auflage im 1. Jahr  Unterhielt die Leserschaft mit Entwicklungen im Bereich der Technik und anderen Wissensgebieten
  • Wie entstand das Brockhaus-Lexikon? • 1834: das «Pfennig-Magazin» geht in den Besitz des Verlags F. A. Brockhaus über, der damals bereits Mehrfachverwertungen beabsichtigte und als «Abfallprodukt» ein Lexikon herausbrachte
  • Nenne Gegenmodelle zum Pfennig-Magazin. Leipziger «Illustrirte Zeitung» (1843) «Berliner Illustrirte Zeitung» (1891) • berühmteste Vertreterin • um 1900: ca. 40.000 Auflage • wöchentl. wurde über das aktuelle Geschehen informiert und dieses mit aktuellen Bildern veranschaulicht
  • Modernisierung der Zeitschriften im 19. Jh. Was waren die Nachfolger der moralischen Wochenschriften? Ab wann? Ab 1850: Familienzeitschriftenals Nachfolger der moralischen Wochenschriften
  • Modernisierung der Zeitschriften im 19. Jh. Wann und wie viele Familienzeitschriften wurden von 1850-1930 gegründet? 313
  • Wie hieß der Prototyp der Familienzeitschrift? Die Gartenlaube
  • Was war der Inhalt der Gartenlaube?  Illustrierte Geschichten, Erzählungen, Schilderungen von Sitten und Gebräuchen, Lehrreiches aus Medizin und Naturwissenschaften
  • Wer schrieb für die Gartenlaube? Berühmte Schriftsteller wie Theodor Fontane oder Theodor Storm wurden als Autoren gewonnen
  • Für was war der Titel "die Gartenlaube" ein treffendes Symbol? für die Abgeschiedenheit des häuslichen Glücks
  • Modernisierung der Zeitschriften im 19. Jh. Welche weiteren Ausdifferenzierungen ergaben sich?  Kulturpolitische Revuen: Bsp.: «Deutsches Museum» Rundschauzeitschriften: kleineres Format, textlastig, Politik-, Wissenschafts- und Kulturberichterstattung, namengebend: «Deutsche Rundschau» (1874), auch investigative Magazine wie (am bekanntesten): «Weltbühne» Satirezeitschriften: Berliner «Kladeradatsch», «Münchener Punsch»; nach der Märzrevolution schossen allein in Berlin ca. 35 satirische und humoristische Magazine aus dem Boden; am erfolgreichsten: der Münchner «Simplicissimus» (1896); Blütezeit der politischen Karikatur Kirchlich-konfessionelle Zeitschriften: allein zwischen 1815 und 1847 gründeten sich 92 neue Titel, 1892: allein 238 evang. Zeitschriften
  • Entwicklung der Zeitschriften in Zahlen Wie entwickelte sich die Anzahl der Zeitschriften von 1806 bis 1914? • 1806: ca. 1.000 Zeitschriften • 1892: ca. 3.500 Zeitschriften (600 Mio. Jahresauflage) • 1914: ca. 7.000 Zeitschriften (1,6 Mrd. Jahresauflage)
  • Entwicklung der Zeitschriften in Zahlen Wie entwickelte sich die Anzahl der Zeitschriften von 1923 bis 1932? • 1923: ca. 3.700 Zeitschriften • 1932: 7.650 Zeitschriften