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Schulpädagogik (Fach) / Professionalität im Lehrerberuf (Lektion)

Fragen+Antworten

Diese Lektion wurde von Claudio1 erstellt.

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  • Warum kann professionelles Handeln nicht alleine auf Erfahrung beruhen? Erfahrungen prägen und präformieren das Denken über Erziehung und Bildung ⇒beeinflussen das eigene pädagogische Handeln stärker als manches Fachbuch Professionelles Handeln in Bildung und Erziehung:  lebt davon, dass es den besseren Argumenten bzw. den empirischen Belegen folgt und nicht Ausdruck zufälliger persönlicher Erfahrungen, Vorlieben oder Beliebigkeiten ist. So entsteht erst die Möglichkeit, Bildung und Erziehung in unserer Gesellschaft »rational und nicht egoistisch, empirisch gesättigt und nicht prinzipien-illusionistisch zu gestalten«.  
  • Wie lassen sich die Begriffe ›Profession‹, ›Professionalisierung‹ und ›Professionalität‹ voneinander unterscheiden? Makroebene — Gesellschaft — Profession — Ärzte, Juristen Mesoebene — Institution, Beruf, Individuum — Professionalisierung, kollektive Entwicklung des Berufs zur Profession, individuelle Entwicklung (Akademisierung des Lehrerberufs) Mikroebene — Interaktion — Professionalität — Qualität der Ausführungen der Tätigkeit (der Lehrkraft)
  • Wie können ›kollektive‹ und ›individuelle‹ Professionalisierung voneinander unterschieden werden? historisch/kollektiv: der Prozess, in dessen Verlauf sich ein Beruf schrittweise zu einer Profession entwickelt lebensgeschichtlich/individuell: der Ausbildungs- und Sozialisationsprozess, in dessen Verlauf sich Anfänger in Professionelle verwandeln
  • Welche Merkmale haben Professionen aus berufssoziologischer Sicht und warum reichen diese nicht aus, um den Kern der beruflichen Tätigkeit von Lehrerinnen und Lehrern zu bestimmen? (5) Übereinstimmung: ·    Wissenschaftliche Ausbildung, lange Spezialisierung ·    Nicht standardisierbar ·    Altruistisch motivierte, klientenbezogene Berufsausübung, dient dem öffentlichen Wohl Teilweise Übereinstimmung (z.B. Ansehen hängt von der momentanen gesellschaftlichen Wahrnehmung ab): ·         Hohes gesellschaftliches Ansehen ·         Anerkennung als Experten ·         Autonomie der Berufsausübung Keine Übereinstimmung: ·         Keine berufsethischen Standards die kontrolliert werden Warum reichen diese Merkmale nicht aus, um den Kern der berufl. Tätigkeit von Lehrerinnen und Lehrern zu bestimmen? Es ist nicht ganz klar, was eigentlich das gesellschaftlich und individuell hochgradig bedeutsame, existenzielle Problem ist, das vom Lehrerberuf bearbeitet wird: kulturelle und/oder wirtschaftliche Verluste der Gesellschaft ohne Schule und Unterricht oder eher fehlende Bildung und drohende Dummheit der Einzelnen – oder alles zugleich? Für das klassische Professionen-Konzept ist der Lehrerberuf immer ein Rätsel geblieben guter, erfahrener Handwerker“ - praktizistisch „begnadeter Erzieher“ & Kinderfreund - personalistisch „wissenschaftlicher Experte“ - technokratisch „pädagogisch-politischer Aufklärungshelfer“ - politisch „reflektierender Praktiker“, der weiter lernt - pragmatisch Mischformen, z.B. „Philosoph und Handwerker“ (Reusser)
  • Wie lässt sich professionelle Handlungskompetenz nach dem ›kompetenzorientierten Ansatz‹ bestimmen? Kompetenztheoretisch: Expertise-Ansatz – empirische Befunde zu erfolgreichem Lehrerhandeln Lehrer als Experte 4 zentrale Kompetenzfelder:  Motivationale Orientierungen Überzeugungen/Werthaltungen Selbstregulierende Fähigkeiten (z.B. Frustrationstoleranz, Beanspruechungserleben) Professionswissen (im Schaubild vergrößert)
  • Wie lässt sich dem ›strukturtheoretischen Ansatz‹ folgend die Lehrerinnen-/Lehrerprofessionalität bestimmen? Strukturtheoretisch: Aufzeigen der spezifischen Widersprüche und Balanceprobleme des Lehrerberufs – Umgang mit Unsicherheit Professionalität: erfolgreiches Handeln unter Unsicherheit Professionalität: Reflexivität Nähe vs. Distanz zum Schüler Person des Schülers vs. Anspruch der Sache Einheitlichkeit vs. Differenz Organisation vs. Interaktion Autonomie vs. Heteronomie
  • Wie lässt sich Professionalität im Lehrerinnen-/Lehrerberuf konform zum ›berufsbiografischen Ansatz‹ bestimmen? Berufsbiographisch: Professionalität als individuelle berufsbiographische Entwicklung Professionalität ist ein berufsbiografisches Entwicklungsproblem Lehrer durchlaufen im Laufe ihrer Berufspraxis bestimmte Phasen, in denenjeweils typische, sich verändernde Aufgaben und Lösungsstrategien anstehen Wissens- und erfahrungsgestützt entwickeln sich Kompetenzen Verschiedene Phasen: Überleben/Entdecken-Aktivismus/Selbstzweifel-Gelassenheit/Konservatismus-Gelassenheit/Bitterkeit
  • Wie verhalten sich die in den vorangehenden drei Fragen genannten Ansätze zueinander? Stehen in einem akademischen Diskurs, im Alltag sind sie dennoch miteinander vereinbar
  • Welche Kompetenzbereiche weisen die KMK-Standards für die Lehrerbildung aus: Was sollen der Bildungspolitik zufolge Lehrerinnen und Lehrer in der Lehrerbildung lernen? Unterrichten  Erziehen  Beurteilen  Innovieren Standards des Wissens und Kennens konzeptualisiert 11 Kompetenzen anschauen
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