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allg2 (Fach) / emotion kognition (Lektion)

emo

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  • Welche Aspekte können Bestandteil einer Arbeitsdefinition des Begriffs Emotion sein? Bewertung, subjektiv (bewusst) erlebtes Gefühl, physiologische Erregung, motivationaler Zustand, Ausdruck(sverhalten), adaptive Funktion
  • Formulieren Sie eine Arbeitsdefinition des Begriffs Emotion! Emotionen sind psychophysische Reaktionsmuster,􀂆 die auf mehr oder weniger komplexen Bewertungen einerReizsituation beruhen,􀂆 die mit einer Reihe peripherer physiologischer Veränderungen sowieder Aktivierung bestimmter zentralnervöser Systeme einhergehen,􀂆 zu bestimmten Klassen von Verhalten motivieren,􀂆 sich in spezifischer Mimik und Körperhaltung ausdrücken können􀂆 und häufig (aber nicht notwendig) mit einer subjektivenErlebnisqualität verbunden sind.
  • Stellen Sie Emotion und Stimmung gegenüber. Beschreibung: zentralnervös ausgelöstes psychophysisches Reaktionsmuster -- milde „Tönung“ / Hintergrund des Erlebens Dauer: Sekunden bis Minuten -- Stunden bis Tage Effekte: Handlungsbereitschaft -- Kognitive Verarbeitung Auslöser: Spezifisches Ereignis (z.B. Ärger oder Freude über etwas; Angst vor etwas; Stolz auf etwas) -- Unspezifisch; oft keine eindeutigeUrsache Intensität: Stark -- SchwachAutonome Erregung: Akut, evtl. spezifisch -- Variabel, diffus Neuronales Substrat: Subkortikale Hirnregionen (?) , phasische neurochemische Veränderungen -- kortikale Prozesse (?), tonische neurochemische Veränderungen
  • Was ist der Unterschied emotionalem state und trait? aktueller Zustand  z.B. Freude über ein Geschenk; Ärger über eine Beleidigung Disposition („trait“), unter bestimmten Anregungsbedingungen in einen bestimmten emotionalen Zustand zu kommenz.B. Ängstlichkeit als Persönlichkeitsdisposition
  • Was versteht man unter einem Gefühl? den subjektiven Erlebnisaspekt einer Emotion, bewusst aber: Annahme unbewusster emotionaler Reaktionen insb. inevolutionspsychologischen und neurowissenschaftlichen Theorien,
  • Wie können Emotionen erfasst werden? Ausdrucksverhalten physiologische Kennwerte (EMG, EEG, SC, Puls, Atemfrequenz, Lidschlagrate) Fragebogen, Adjektivchecklisten, Ratings introspektive Berichte zentralnervöse Aktivierung (fMRT) ABER: verschiedene Aktivationsindikatoren korrelieren häufig nicht untereinander Personen zeigen individuell unterschiedliche Musterpsychophysiologischer Reaktionen
  • Nennen Sie 2 Fragebögen zur Emotionserfassung1 Beck Depression Inventory (BDI)Beck Anxiety Inventory (BAI)
  • Nennen Sie Beispiele für emotionsspezifische Handlungen! Emotionsspezifische instrumentelle Handlungen􀂆 Wut 􀃆 Kampf / Aggression􀂆 Ekel 􀃆 Vermeidung􀂆 Liebe 􀃆 Annäherung􀂆 Angst 􀃆 Flucht
  • Nennen Sie Beispiele für emotionsspezifisches Ausdrucksverhalten! 􀂆 Mimik􀂆 Gestik􀂆 Körperhaltung􀂆 Körperbewegungen (z.B. plötzliches Zusammenzucken)􀂆 Intonation und Sprachmelodie
  • Nennen Si die 4 Komponenten einer Emotion! physiologische Komponente (vegetativ, zentralnervös) kognitive K. (Bewertung) konative K. (Verhalten expressiv, instrumentell) summiert sich alles zur Erlebniskomponente (subj. Gefühl)
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  • Welches sind die adaptiven Funtionen von Emotionen? Antworten der Evolution auf die Erfordernisse des Überlebens und der Reproduktion dar (förderliche Situationen aufsuchen und Gefahren meiden) Vermittler zwischen Reiz und Reaktion, mit Motivationssystemen verknüpft Selektion von Verhalten aufgrund antizipierter emotionaler Konsequenzen signalisieren Richtung des Verhaltens („Hin“ oder „Weg“), Befriedigungszustand von Bedürfnissen, Erfüllungsgrad von Zielen Emotion geht mit physiologischen Veränderungen einher, dieadaptive Handlung vorbereiten Emotion begleitet Handlungsergebnis (Erfolg vs. Mißerfolg) (relevant für KK und OK) Ausdrucksverhalten (Mimik, Gestik,Haltung, Vokalisation) hat kommunikative Funktion, signalisiert Handlunsgdispositionen Kognition: modulieren den Fokus der Aufmerksamkeit beeinflussen die Speicherung und den Abruf vonGedächtnisinhalten modulieren die Art und Weise, in der Informationenverarbeitet und Probleme gelöst werden (z.B. analytische vs.intuitiv)    
  • Welches sind die basalen Motivations- / Verhaltenssysteme nach Plutchik? Reiz wird bewertet, gut oder schlecht? gut: Annäherung (Exploration--Erwartung, Hoffnung, Orientierung--Überraschung, Einverleiben--Vertrauen, Akzeptieren, Fortpflanzung--Freude, Erregung) schlecht: Vermeidung (kämpfen/zerstören--Ärger, fliehen--Furcht, Hilfesuchen--Trauer, Erbrechen/zurückweisen--Ekel)  
  • Formulieren Sie die verschiedenen Auffassungen zur Natur von Emotionen! Resultat der Wahrnehmung peripherphysiologischer und/oder viszeraler Veränderungen oder Resultat zentralnervöser Prozesse / Aktivität in emotionsrelevanten Hirnregionen? -- Ergebnis bewusster kognitiver Situationsbewertung oder Ergebnis automatischer Reaktionsprogramme, die teilweiseunabhängig von bewussten Kognitionen sind? -- primär kulturell geformte, sozial erworbene Formen des Erlebens und Ausdrucks oder universelle evolutionäre Antworten auf adaptive Probleme des Überlebens und der Fortpflanzung?
  • Welche (2) Ansätze gibt es zur Klassifikation von Emotionen? Beschreiben Sie diese kurz! dimensionaler Ansatz kategorialer Ansatz   dimensionaler Ansatz: Fokus auf das subjektive Emotionserleben, Annahme einer kleinen Zahl grundlegender Dimensionen des Emotionserlebens Erfassung der Rohdaten mittels Emotionslisten (linguistischer Ansatz), Bestimmung der Ähnlichkeit zw. den Begriffen (zB semantisches Differenzial, Paarvgl, empirische Kovariation, Sortiermethoden), Datenreduktion (MDS, Faktorenanalyse) Zwei Dimensionen zeigen sich replizierbar und stabil in vielenStudien: Lust - Unlust + Erregung - Ruhe (beachte: Erregung heißt nicht Intensität) Beispielmodelle: Wundt (59), Marx (73), Russel (77), Watson/Tellegens (78) Problem: spiegeln die Dimensionen des semantischen Raums tatsächlich das Emotionserleben? Kritik: mangelnde Differenzierung von spezifischen Emotionen, einige Emotionen liegen im 2-D-Emotionsraum nahe beieinander, obwohlsie qualitativ verschieden sind (Trauer/Mitleid; Angst/Hass)Fraglich , ob die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Emotionen erschöpfend durch zwei Grunddimensionen beschrieben werden können.   kategoriale Ansätze: Methode: Clusteranalyse, Paarvergleiche, Sortierung nach Ähnlichkeit, Kritik: untersucht werden nicht Emotionen direkt, sondern das alltäglicheSprachverständnis der Probanden für emotionale Wörter, Ergebnisse spiegeln möglicherweise subjektive Theorien über die Ähnlichkeit von Emotionen
  • Was ist das IAPS? International Affective Picture System Bilder weisen 2 Dimensionen auf (Erregungspotenzial (arousal) und Valenz (pleasentness)), beide Dimensionen korrelieren mit physiologischen Werten (zB EMG, EEG, Herzrate, SC)
  • Welches sind die Grundnnahmen zu den Basisemotionen? Emotionen sind durch natürliche Selektion entstanden haben eine genetische Grundlage Emotion sind evolutionäre Anpassungen zur Bewältigung grundlegender Anforderungen bei der Verhaltenssteuerung (z.B. Nahrungsaufnahme, Fortpflanzung, Schutz vor Feinden) begrenzte Zahl angeborener primärer Emotionen
  • Welches sind die 8 Basisemotionen nach Plutchik? Freude, Akzeptanz, Angst, Überraschung, Traurigkeit, Ekel, Ärger,Erwartung jeder Basisemotion sind spezifische motivationale Reaktionen, Verhaltenssysteme (annäherung, flucht, kämpfen ...) und kognitive Einschätzungen zugeordnet alle anderen Emotionen sind „Mischungen“ der primären Emotionen
  • Welche Kriterien sollten Basisemotionen erfüllen? interkulturelle Invarianz universeller mimischer Ausdruck adaptive Funktion angeborene Reaktionsmuster (dh sollten auch bei Säuglingen vorhanden sein) emotionsspezifische Gehirnsysteme
  • Was versteht man unter Intentionsbewegungen? unvollständige / abgeschwächte Ausführung eines VerhaltensmustersRitualisierung u. Kommunikation, in der Stammesgeschichte habenIntentionsbewegungen eine kommunikative Funktion erhalten und wurden ihrerseits zu Auslösern für angeborene Aktionsmuster Z.B. Entblößen der Zähne als Drohgeste Signal für einen bevorstehenden Angriff
  • Welches ist die Gegenthese zum Modell der Basisemotionen? Sozialkonstruktivistische Gegenthese Annahme: Emotionen sind das Produkt von Sozialisation, Lernerfahrungen und kultureller UmweltBeleg: Berichte über interkulturelle Unterschiede im emotionalen AusdrucksverhaltenGegenargument: kulturspezifische „display rules“ schließen angeboreneemotionale Reaktionsmuster nicht aus
  • Welche Befunde gibt es zur Universalität und interkulturellen Übereinstimmung des Emotionsuasdrucks? vor allem Ekman&Friesen, zB: 1971:Neuguinea, Geschichte emotionaln Inhalts, Bilder zuordnen --> bei Freude, Trauer, Ärger, Ekel Trefferquote > 80% --- Folgestudie: Emotionen mimen, amerikanische Studneten identifizierten korrekt weitere Studien (auch anderer Forscher): Zuordnung von vorgegebenen (besser noch freie Zuordnung) Emotionsworten zu Bikdern aus unterschiedlichen Kulturen Fazit: einige emotionale Gesichtsausdrücke scheinen universell zusein (Freude, Überraschung, Furcht, Traurigkeit, Ärger, Ekel) e inige Emotionen (z.B. Stolz, Schuld, Eifersucht, Scham etc.) sind nurschwer aufgrund des Gesichtsausdrucks, sondern nur aufgrund desGesamtverhaltens eindeutig zu erschließen  
  • Welche Probleme und Einschränkungen gibt es zum Thema Basisemotionen? - in verschiedene Theorien werden z.T. unterschiedliche vieleBasisemotionen postuliert - keine eindeutige Evidenz für emotionsspezifische peripher-physiologische Reaktionsmuster - keine eindeutige Beziehung zwischen Emotionen und spezifischen Handlungsimpulsen - kognitive Bewertungsmuster sind nicht spezifisch für Basisemotionen, sondern charakterisieren auch „sekundäre“ Emotionen - gleiche Emotionsworte beschreiben möglicherweise in verschiedenenKulturen unterschiedliche Zustände, manche Emotionsworte gibt es nur in bestimmten Kulturen - unklar, wie durch „Mischung“ primärer Emotionen sekundäreEmotionen entstehen sollen (Vpn sollten angeben, wie häufig man jede von fünf Basisemotionen erlebt, wenn man eine von 48sekundären Emotionen erlebt --> nur 1/5 der sekundären Emotionen wurde konsistent mit bestimmten Primäremotionen assoziiert)
  • Beschreiben Sie die unterschiedlichen Theorien zur Emotionsgenese! alltagstheorie: Reiz  -> Gefühl -> Reaktion james-lange-1: reiz -> reaktion (emotionsspezifische körperliche veränderungen (willk./unwillk. muskulatur) -> gefühl james-lange-2: reiz -> kogn. bewertung -> reaktion (fokus emotionsspez. viszerale veränderungen) -> gefühl cannons kritik: viszerale reaktion nicht notwendig (durchtrennung nerven --> trotzdem emotion), viszeral r. ist unspezifisch, wahrnehmung visz. r. ist zu diffus (in der tat sind viszerale reaktionen relativ schlecht diskriminierbar), viszerale r. zu langsam (teilw. zeigen befunde latenz zw. wahrg. emotion und sc-veränderung (emodias ansehen), aber: afferente kopie der sc-veränd. könnte emo auslösen), künstliche viszerale veränderungen erzeugen keine emotion ----> alternative theorie von cannon/bard: Die Auslösung emotionaler Reaktionen beruht auf zentralnervösen Prozessen in emotions-spezifischen Hirnregionen, emotionale Reize lösen gleichzeitig physiologische Reaktionen und subjektives Gefühlserleben aus (Experimente mit Hunden und Katzen (Cannon, 1927): emotionalesVerhalten blieb nach Trennung der viszeralen Rückmeldungen zumZNS intakt) Aber: James behauptete nicht, dass das emotionale Verhalten,sondern das Erleben der Emotion von viszeralen Rückmeldungenabhängt weitere Theorie: 2-Faktoren-Theorei von Schachter und Singer (siehe separate Karte)
  • Welche Befunde gibt es zu der Frage ob peripher physiologische Veränderungen notwendig, hinreichend spezifisch für Emotionen sind? Experimente mit Hunden und Katzen (Cannon, 1927): emotionalesVerhalten blieb nach Trennung der viszeralen Rückmeldungen zumZNS intaktAber: James behauptete nicht, dass das emotionale Verhalten,sondern das Erleben der Emotion von viszeralen Rückmeldungenabhängt querschnittsgelähmte: reduziertes emotionserleben? zT ja, kann allerdings auf lebensumstände zurückgeführt werden, überwiegend nein (129) spezifität physiologischer reaktionen?: gewisses maß an spezifität nachweisbar, ekman: schauspieler mimen emotionen / emotionsinduktion, muster in herzrate und hauttemperatur(134) -- vgl. befund mit mitgliedern einer muslimischen agrarkultur mit der norm emotionen nicht zu zeigen --- aber alles nicht hinreichend spezifisch beachte: selbst wenn es eine spezifität gibt, heißt das noch lange nicht, dass die wahrnehmung dieser spezifität notwendig ist um die emotion zu erleben
  • Was versteht man unter der "facial feedback hypothesis"? neo-james'sche emotionstheorie, rückmeldung des mimischen ausdrucksverhaltens als grundlage des emotionserlebens Experimentell induzierte emotionale (z.B. fröhliche oder ärgerliche)Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen verstärken erlebte Emotion Effekte lassen sich auch nachweisen, wenn die Mimik aufvon den Versuchspersonen nicht durchschaubare) Weisebeeinflusst wird (Stiftexperimente, betrachten von Cartoons(145ff)) zusammenfassende bewertung: Mimik und Körperhaltung haben nachweisliche Effekte auf dasEmotionserlebenEffekte sind allerdings relativ kleinUnterdrückung der Mimik führt nicht zu reduziertemEmotionserleben Mimik und Emotionserleben können dissoziieren => mimische Rückmeldung ist keine notwendige Bedingung fürEmotionen=> mimische Rückmeldung ist nicht hinreichend für stärkereEmotionen
  • Erläutern Sie die 2-Faktoren-Theorie von Schachter und Singer! neu eingeführte Komponente ist die kognitive Bewertung der notwendigen, aber nicht ausreichend spezifischen, physiologischen Erregung 1. Faktor: physiologische Erregungsstärke bestimmt die Intensität der Emotion, 2. Faktor: kognitive Interpretation (mit Kausalattribution der Erregung auf die Situation und/oder deren Bewertung) bestimmt die Qualität der Emotion Theoretische Annahmen(1) Der gleiche physiologische Erregungszustand kann als Freude oderWut erlebt werden, je nachdem, auf welche Ursache die Person ihreErregung zurückführt(2) Physiologische Erregung, für die es eine plausible nicht-emotionaleErklärung gibt, führt nicht zum Erleben einer Emotion(3) Eine Person reagiert nur dann emotional auf eine Situation, wenn sieauch eine physiologische Erregung wahrnimmt        
  • Wie wurde die 2-Faktoren-Theorie von Schachter und Singer experimentell untersucht? schachter und singer (1962): 4 Versuchsgruppen, Placebo, AdrenalinInformiert, Adrenalin nicht informiert, Adrenalin falsch informiert Konfident mimt Freude oder Ärger 2 AV: selbsteingeschätzte Emotion, emotionales Verhalten (Fremdrating) Ergebnis: Selbsteinschätzung: Euphorie: Adr/Inf-Gruppe weniger euphorisch als Fehlinf/Uninf -- Ärger: Adr/Uninf deskriptiv, aber nicht signifikant ärgerlicher als Adr/Inf (Fehlinf kein Proband) -- ABER: Placebo: liegt erwartungskonträr dazwischen (fast so hoch wie uninf/fehlinf) emotionales Verhalten: Euphorie: wie Selbtseinschätzung, Ärger: vollst. hypothesenkonform Die Hypothesen der Zwei-Faktoren-Theorie konnten nur teilweisebestätigt werden hohe Werte der Placebo-Gruppen gegenüber den Adr/Inf-Gruppensind unerwartet Verhaltenseffekte (Ärger-Bedingung) z.T. erst nach post-hocModifikation des „Ansteckungs-Index“ signifikant Keine Begründung für die Gewichtung der Verhaltensindizes Absolute Unterschiede in den Selbsteinschätzungen waren sehr klein Experimente wurde dennoch oft als klarer Beleg für die Theoriebetrachtet   Replikationsstudie von Marshall & Zimbardo (1979)  Ergebnisse von Schachter & Singer wurden nicht repliziert,Adrenalin verstärkte generell eher negative Emotionen Mögliche Erklärung: durch Adrenalin erzeugte Erregung trittAngst / Furcht auf und ist mit negativen Emotionen assoziiert Wird durch neuere Studien bestätigt (Mezzacappa et al., Vpn erhielten Adrenalininjektion + Fehlinformation Danach sahen sie Filme, die Ärger, Furcht oder Belustigung Adrenalininjektion führte im Vergleich zu Kontrollgruppe nurFurcht-Film zu stärkerem Emotionserleben Belege dafür, dass physiologische Erregung unspezifisch undbeliebig kognitiv interpretierbar ist, sind eher schwach
  • Ist emotionale Erregung notwendig für Emotionen? nein pinup-herzraten-experiment von valin --> höhere attraktivitätseinschätzungen Reale Erregung ist nicht notwendig, sondern die subjektive Überzeugung, dass manerregt ist, reicht hin, um emotionale Reaktionen zu beeinflussen ( Fehlattribution) Lassen Attraktivitätseinschätzungen wirklich auf Emotionenschließen?Könnte fälschliche Rückmeldung der Herzfrequenz zu einerfaktischen Erregungssteigerung geführt haben?  
  • Fehlattribution von Erregung schöck/ lärm-attributuionsexperiment, vermeidungspuzzle als furchtindikator brückenexperiment (Interpretation: physiologische Aktivierung wurde auf Attraktivität der Befragerin attribuiert)  
  • Erregungstransfer Wenn Erregungsrest aus einer vorhergehenden Situation (z.B.spannender Film, Sport etc.) nicht auf die wahre Ursachezurückgeführt wird, kann dies zur Verstärkung einer Emotionführen, die in neuer Situation ausgelöst wird,Empirische Evidenz: physiologische Aktivierung (z.B. nach Trainingauf Hometrainer) verstärkt induzierten Ärger, wenn Training einigeMinuten zurück liegt, so dass Resterregung nicht auf das Trainingattribuiert wird
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  • Grundannahmen der emotionalen Bewertungstheorien (lazarus)? Emotionen basieren auf Kognitionen (Bewertungen, Überzeugungen) Intensität und Qualität emotionaler Reaktionen hängt von kognitiverEinschätzung (appraisal) der Situation ab Unterschiedliche Emotionen beruhen auf unterschiedlichen Mustern vonEinschätzungen Begrenzte Anzahl von Einschätzungsdimensionen kognition ist notwendige (und hinreichende) bedingung für emotion
  • Lazarus: Emotionen=Reaktionssyndrome Welche Bestandteile? emotion =kognitive bewertungen + handlungsimpuls + vegetative reaktionen = erlebniskomponente=subjektives gefühle
  • Lazarus: welche 3 arten von bewertungsprozessen? primär (motivrelevanz/kongruenz, ich-beteiligung (werte/ideale--zb scham=ichideal verletzt)?) sekundär (handlungs- und bewältigungsmöglichkeiten?(situation veränderbar? (situationsbezogen) anpassung an situation möglich? (emotionsbezogen) selbst oder fremdverantwortung (verschulden oder veerdinest)? zukunftserwartungen) einschätzungsmuster führt zu spezifischer emotion (bsp: Furcht: Person glaubt, ein antizipiertes negatives Ereignis nicht sicher verhindern zu können Ärger: Person glaubt, Bedrohung durch Angriff beseitigen zu können) personenfaktoren beeinflussen die primäre einschätzung physiologische reaktionen sind abhängig von der aus der primären und sekundären bewertung abgeleiteten handlungstendenz neueinschätzung als rückkopplungsschleife
  • lazarus: funktion von emotionen?  Emotionen als evolutionär entstandene Strategien zur Bewältigungvon motivrelevanten Situationen Emotionen lösen Handlungsimpulse aus, die auf Beseitigung oderReduzierung einer Bedrohung gerichtet sind Problemorientierte Bewältigungsstrategien: Veränderung der Situation durch instrumentelle Handlungen / Problemlösen Emotionsorientierte Bewältigungsstrategien: Reduktion der Stressgefühle durch Ablenkung der Aufmerksamkeit oderNeueinschätzung (reappraisal)
  • 5 dimensionen des stimulus evaluation checks von scherer neuheit valenz zielrelevanz bewältigungspotenzial norm-/selbstkompatibilität beispiele:  Überraschung = positives Ergebnis des Novelty Checks Freude = positives Ergebnis des Pleasantness Checks Ärger = Ereignis ist zielrelevant (Zielrelevanz) behindert die Zielerreichung (Zielförderlichkeit) man glaubt, das Hindernis überwinden zu können (Bewältigungspotential) Furcht = wie Ärger, aber Bewältigungspotential wird als gering eingeschätzt
  • Empirische Überprüfung von Bewertungstheorien Häufige Methode Probanden beurteilen Ereignisse auf verschiedenenEinschätzungsdimensionen und geben an, welche Emotionen sie in derSituationen erlebt haben oder erleben würden Suche nach Zusammenhängen zwischen Einschätzungsmustern undberichteten Emotionen Ergebnisse Berichtete Emotionen wurden überzufällig durch Einschätzungsmustervorhergesagt (Smith & Ellsworth, 1995; Frijda et al., 1989; Reisenzein &Spielhofer, 1994) Kritik Aussagen spiegeln möglicherweise subjektive Emotionstheorien wieder
  • êinschätzungsmuster bewertungstheorien interkulturell? 7 emos (Freude, Ärger, Furcht, Trauer, Ekel, Scham, Schuld) in 37 ländern --> weitgehende übereinstimmung
  • bewertungstheorien empirischer beleg? film beschneidungsritual scr: traumatisierung > kein kommentar > leugnung > intellektualisierung ähnlicher beudnsägewerksfilm
  • neuronasle korrelate kognitive emotheorie? emotionsunterdrückung dias neg. emotionen (zb trauer) --> reduzierte aktivierung amygdala, erhöht frontzal/parietalcortex rechts
  • funktion amygdala? verbindungen zu subkortikalen zentren vermittelt autonome/endokrine reaktionen, vermittelt zwischen sensorischen reizen und autonomen reaktionen 5 kerne, insbesondere von bedeutung:zentraler und lateraler kern affen mit läsion (kluver-bucy-syndrom): reduzierte furcht, keine furchtkondiitonierung, abnormes emotionales verhalten, abstieg in sozialer hierarchie menschen: reduzierte angst, furchtkonditionierung, erkennen ängstlicher gesichtsausdrücke empirie: amygdala wird durch furchtworte aktiviert (farbe benennen), emotionale worte werden leichter erkannt und zeigen reduzierten attentional blink dissoziation von emotionalem und deklarativem gedächtnis, furchtkonditionierung ohne bewusste erinnerung  (reaktion von betroffenen auf traumareize ohne sich bewusst an diese erinnern zu können, furchtkonditionierung auch bei amnestischen patienten möglich;empirie: farbdias, ton (cs), scr --> keine konditionierung (scr) nur bei amyläsion, aber: reaktion auf us auch bei amyläsion (komisch?!) ujd deklaratives gedächtnis nicht durch amyläsion beeinträchtigt, nur durch hippoläsion) erhöhte aktivierung bei subliminaler darbietung ängstlicher gesichter konditionierte furchtreaktion auch auf subliminal (unbewusst) dargebotene reize (geht mit erhöhter aktivierung von colliculus superior (vierhügelplatte) und pulvinar (thalamus) einher bilaterae amyläsion: negative gesichter werden als vertrauenswürdig eingestuft erhöhte aktivierung bei reaktion auf farbige gesichter im iat (korreiert mit rt) amygdala fördert selektiv die enkodierung emotionaler inhalte (zB filme, bilder), emotional erregende filme/bilder werden besser erinnert als neutrale (3 wochen), korrelation mit amygdalaktiviät, amygdalaktivität korreliert mit hippoaktivität, effekt verschwindet bei amyläsion                  
  • furcht 2wege-theorie le doux amygdala erhält sensoriche info über 2wege: kortex (postkognitive emotionsgenese, langsam) und thalamus (präkognitive emotionsgenese, schnell) (befund: auditorische furchtkonditionierung auch nach zerstörung des auditkortex möglich, erhöhte feuerungsrate in amyg nach furchtkondi)      
  • lazarus zajonc kontroverse? lazarus: kognition notwendig und hinreichend für emotion zajonc emotion braucht keine kognition, ist primär (erster Eindruck oft affektiv, kognitive Bewertung erst später, emotionale Urteile mitunter nur schwer durch kognitive Einsicht zu modifizieren, emotionale Reaktionen oft schwer zu verbalisieren, Ursache emotionaler Reaktionen kann uns verborgen sein), affektive repräsentation eines reizes führt zu emotion, kognitive repräsentation zu davon unabhängiger bewertung empirie: mere exposure effect (chinesiche schriftzeichen, auch bei unbewusster wahrnehmung), shadowing --> erhöhte scr auf furchtkonditionierte worte auf nicht beachtetem kanal auflösung: zajonc konzentrierte sich hauptsächlich auf einfache präferenzurteile (angenehmheit) / bewertung von reizen --- lazarus eher auf komplexere emotionen (angst, freude, ärger), betrachtet kognition als informationsverarbeitung (die auch teilweise unbewusst sein kann)        
  • was versteht man unter blitzlichterinnerungen? 9/11, werden mit der zeit verzerrt Nur relativ allgemeine Information wurde korrekt erinnertErinnerungen an Details waren Mischung aus wenigen spezifischenAspekte und Rekonstruktionen aufgrund allgemeinen Wissens
  • emotion und gedächtnis? blitzlichterinnerungen waffenfokus:Verminderte Fähigkeit von Augenzeugen, zu einem späteren Zeitpunkt einen Angreifer zu identifizieren, wenn eine Waffe verwendet wurde, einengung der aufmerksamkeit durch hohe erregung neg. emotionale dias: zentrale info wird besser erinnert, periphere schlechter (als bei neutrlaen / ungewöhnlichen dias (fahhradfrau) emotional erregende filme/bilder werden besser erinnert als neutrale (3 wochen), korrelation mit amygdalaktiviät, amygdalaktivität korreliert mit hippoaktivität, effekt verschwindet bei amyläsion akuter Stress beeinträchtigt neuronale Plastizität (long-termpotentiation) im Hippokampus sowie räumliches Lernen imWasserlabyrinth; Läsion der Amygdala blockiert diese Effekte (hohe dichte von glucokortikoid-rt in amy und hippo) ptsd: Bei extremen Stress werden durch die (nach wie vor funktionsfähige) Amygdala Einzelaspekte der Episode mit Angstreaktionen assoziiert, kontextuelle Integration der Episode ins deklarative Gedächtnis ist wegen Blockierung des Hippokampus beeinträchtigt            
  • effekte von stress auf das gedächtnis Mäßige emotionale Erregung• Besseres Behalten emotional erregender Ereignisse:„Blitzlichterinnerungen“• Vermutlich vermittelt über Modulation des Hippokampus durch die Amygdala Extremer / chronischer Stress:• Verminderte Neuroplastizität im Hippokampus• beeinträchtigte Speicherung von Ereignissen im deklarativen Gedächtnis• beeinträchtigte Integration von Einzelelementen in eine kohärente Episode (Fragmentierung der Gedächtnisinhalte)• beeinträchtigte Speicherung des raumzeitlichen Kontexts eines Ereignisses   hippokampusvolumen sagt bei eez vunerabilität für traumafolgen vorher Stresswirkung auf Amygdala• vermutlich auch bei hohem Stress aktiv• Nicht-deklaratives (implizites) Gedächtnis: Assoziationen einzelnerElemente des traumatischen Ereignisses mit affektiven Reaktionen
  • folgen orbitofrontaler läsionen? bedeutung vm-pfc? Beeinträchtigte Entscheidungsfähigkeit in komplexen alltäglichen und sozialen Situationen, unangepasstes Sozialverhalten,  Mangel an Selbstkontrolle, emotionale Instabilität und Impulsivität vm-pfc verbindungen zu amy, vermittelt evtl verhaltensuasrichtung an konsequenzen (belohnung/bestrafung)  
  • damasios somatische marker? kognitive repräsentationen von handlungsergebnissen (belohnung/betrafung) werden mit somatischen und emotionalen reaktionen assoziiert, spätere antizipation von handlungsergebnisse führt zur aktivierung der gespeicherten muster, diese leiten dann das entscheidungsverhalten ---> emotionenunterstützen das denken (entscheidung = integration kognitiver repräsentation der handlungsfolgen und aktivierung der somatischen marker) vm-pfc spielt dabei eine entscheidende rolle aktivierung der repräsentation kann mit oder ohne somatische reaktion erfolgen, dh evtl. nur im somatosensorichen cortex repräsentiert (ohne körperliche reaktionen) soll verhalten von patienten mit vm-pfc-läsionen erklären: Entscheidungen und Handlungen werden nicht durch Emotionen moduliert, die mit antizipierten Konsequenzen des Verhaltens assoziiert sind (obwohl rein kognitiv die bessere entschidung bekannt ist) evidenz: iowa-gambling-task, kein lernen bei patienten mit vm-pfc/orbitofrontalen läsionen, patienten zeigen insgesamt verringerte antizipatorische scr und keine erhöhte scr vor dem ziehen vom baddeck beachte die replikation mit umkehrung der betragshöhen in der iowatask und daraus folgende kritik folie 440