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Entwicklungspsychologie (Fach) / MC-Fragen (Lektion)
Klausurvorbereitung
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- Welche der folgenden Schlüsse lassen sich aus empirischen Untersuchungen mit dem „Moralisches-Urteils-Test“ (MUT) von Lind in Bezug auf die Theorie Kohlbergs ziehen? A. Personen ziehen moralische Argumente höherer Stufen denen niedriger Stufen vor. B. Moralische Argumente, die unterhalb des eigenen Niveaus liegen, können nicht differenziert werden. C. Etwa 25 Prozent der Versuchspersonen weisen idiosynkratische (nicht theoriekonforme) Urteilspräferenzen auf. D. Frauen tendieren zu Urteilen auf Stufe 3, Männer überwiegend zu Urteilen auf Stufe 4. E. Moralische Urteile, die das eigene Urteilsniveau weit übersteigen, werden fast immer abgelehnt. a
- Der Zusammenhang zwischen „logischem Denken“, „sozialer Perspektive“ und „moralischem Urteil“ kann mit dem Begriff der „asymmetrischen Voraussetzungsrelation“ beschrieben werden. Wenn man davon ausgeht, dass eine derartige Beziehung zwischen diesen Bereichen vorliegt, welche Aussagen sind dann zutreffend? A. Das Denken auf einer entsprechenden Stufe des logischen Denkens ist eine hinreichende Voraussetzung für das Denken auf einer bestimmten moralischen Stufe. B. Das Denken auf einer bestimmten Stufe der sozialen Perspektive ist eine hinreichende Voraussetzung für das Denken auf der entsprechenden Stufe des logischen Denkens. C. Eine bestimmte Stufe der sozialen Perspektive ist keine notwendige Voraussetzung für die Erreichung einer entsprechenden Stufe des moralischen Urteils. D. Das Denken auf einer entsprechenden Stufe des logischen Denkens ist eine notwendige Voraussetzung für das Denken auf einer bestimmten moralischen Stufe. E. Das Denken auf einer entsprechenden Stufe der sozialen Perspektive ist eine notwendige Voraussetzung für das Denken auf einer bestimmten moralischen Stufe. bde
- Untersuchungen mit sog. „Public-Goods-Spielen“ zeigten, dass A. soziale Kontrolle sich positiv auf die Kooperationsbereitschaft auswirkt. B. die Kooperationsbereitschaft zunächst niedrig lag, dann aber kontinuierlich zunahm. C. antisoziale Bestrafungen vor allem in Ländern auftritt, in denen das Vertrauen in die staatliche Ordnung hoch ist. D. sich die Versuchspersonen gegenüber fremden kooperativer als gegenüber bekannten Mitspielern zeigten. E. Bestrafung eigennützigen Verhaltens die Kooperationsbereitschaft deutlich erhöht. ae
- Welche der folgenden Aussagen werden im Kurs zu Unterschieden bzw. Gemeinsamkeiten von Menschen und Menschenaffen getroffen? A. Schimpansen entwickeln (zumindest in der Wildnis) das Konzept der „gemeinsamen Absicht“. B. Deklaratives Zeigen bei kleinen Kindern ist ein Indiz für die Entwicklung des Konzepts der gemeinsamen Absicht. C. Schimpansen übertreffen in ihren sozial-kognitiven Fähigkeiten zweijährige Kinder bei weitem. D. Schimpansen verhalten sich im Ultimatum-Spiel überwiegend rational entsprechend den Annahmen der klassischen Ökonomie. E. In menschlicher Gemeinschaft können junge Schimpansen lernen, mit dem Finger auf für sie nicht erreichbares Futter zu zeigen. bde
- Welche der folgenden Aussagen zum Fall „Elliot“ werden im Kurs getroffen? A. Aufgrund seiner Hirnschädigung konnte Elliot im Interviewverfahren von Kohlberg nur die Stufe 1 erreichen. B. Elliot ließ sich in der Arbeit immer wieder ablenken und verlor die ursprünglichen Ziele aus den Augen. C. Elliot zeigte in Leistungs- und Persönlichkeitstests keine auffälligen Ergebnissen. D. Gegenüber seiner Frau und seinen Kindern blieb Elliot nach seiner Krankheit fürsorglich, gegenüber fremden Personen war er allerdings völlig gleichgültig. E. Der Gehirntumor hatte bei Elliot die Amygdala (Mandelkern), die für Gefühle zentral wichtig ist, zerstört. bc
- Welche der folgenden Aussagen zum IGT (Iowa Gambling Task) sind zutreffend? A. Mit dem IGT konnte die Überlegenheit der „Tit-for-Tat-Strategie“ nachgewiesen werden. B. Spieler mit Läsionen im orbitofrontalen Cortex ziehen ungeachtet des erkannten Risikos weiterhin von den „schlechten“ Stapeln. C. Bei Spielern mit Läsionen im orbitofrontalen Cortex zeigte sich bereits nach ca. 10 Versuchen ein Anstieg der Hautleitfähigkeit beim Ziehen von einem „schlechten“ Stapel. D. Die meisten (gesunden) Spieler vermeiden die „schlechten“ Stapel bereits, bevor sie diese als besonders risikohaft erkannt haben. E. Mit dem IGT konnte die positive Wirkung altruistischer Bestrafung auf die Kooperationsbereitschaft gezeigt werden. bd
- Untersuchungen von Harris (1995) und Minoura (1992) legen nahe, dass sich moralische Intuitionen ... A. vor allem in der frühen Kindheit entwickeln. B. vor allem zwischen dem 9. und 15. Lebensjahr entwickeln. C. vor allem nach der Pubertät entwickeln. D. vor allem im Erwachsenenalter entwickeln. E. vor allem durch die Vorbildfunktion der Eltern entwickeln. b
- Ordnen Sie bitte die folgenden Stadien der kognitiven Entwicklung (Piaget) nach ihrer zeitlichen Reihenfolge mit den Ziffern 1 bis 4: ( ) Präoperationales Denken ( ) formal-operationales Denken ( ) konkret-operationales Denken ( ) Sensomotorisches Denken 2431 1.Stadium der Sensomotorischen Intelligenz (0–2 Jahre): Erwerb von sensomotorischer Koordination, praktischer Intelligenz und Objektpermanenz; Objektpermanenz aber noch ohne interne Repräsentation Stadium der Präoperationalen Intelligenz (2–7 Jahre): Erwerb des Vorstellungs- und Sprechvermögens; gekennzeichnet durch Realismus, Animismus und Artifizialismus (zusammenfassend: Egozentrismus); kann nun zwischen belebt und unbelebt unterscheiden Stadium der Konkret-operationalen Intelligenz (7–12 Jahre): Erwerb der Fähigkeit zum logischen Denken in Bezug auf konkrete (tatsächliche oder vorgestellte, aber nicht hypothetische) Sachverhalte. Dies ist verbunden mit Dezentrierung, Reversibilität, Invarianz, Seriation, Klasseninklusion und Transitivität Stadium der Formal-operationalen Intelligenz (ab 12 Jahre): Erwerb der Fähigkeit zum hypothetischen logischen Denken, was die Fähigkeit bedeutet, die konkreten logischen Operationen der Stufe 3 auf andere solche Operationen anzuwenden
- Selman beschreibt aufeinander folgende Niveaus der sozialen Perspektivenübernahme. Ordnen Sie die folgenden Niveaubezeichnungen bitte in aufsteigender Reihenfolge mit den Ziffern 0, 1, 2, 3: ( ) Subjektive oder differenzierte Perspektive ( ) Egozentrische oder undifferenzierte Perspektive ( ) Wechselseitige Perspektiven oder Perspektiven der dritten Person ( ) Selbstreflexive oder reziproke Perspektive 1032
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