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MC neurologie (Fach) / Epilepsie (Lektion)

epilepsie

Diese Lektion wurde von mary2rade erstellt.

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  • Ursachen von Epilepsie Einteilung nach International Epilepsie Task Force consensus proposal  1) Idiopathisch ( 80 % beim Hund)2) ouside = Ursache liegt nicht im Gehirnhyperthyreose ktz. Hypoxie: Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufstörungen (Schock), Respirationsstörungen, Störungen der Atmungskette (z.B. Blausäurevergiftung)Hypoglykämie: Insulinüberschuß (exogen, Insulinom), schwere Lebererkrankung, NNR-Insuffizienz, GlykogenspeicherkrankheitHypokalzämie: Laktation, chron. Nierenerkrankungen, primärer HypoparathyreoidismusHepatoenzephalopathie: portosystemischer Shunt, schwere LebererkrankungenUrämie: CNIreaktiv=Medikamente zentrale Analeptika (Stammhirnkonvulsiva), Penicilline, Cortikosteroide, Antiparasitika, Lokalanästhetika, chlorierte KH, Phosphorsäureester, Schwermetalle (z.B. Blei), Pflanzen wie Philodendron oder Buxbaum, Frostschutzmittel, Strychnin als Entzugserscheinungen bei Barbituraten bzw. Benzos ...3) Inside= Schädeltraumata, Neoplasien, Tumoren, mißbildungen im kopf ( Hydrocephalus) Fütterung : Vitamin B 12 Mangel viren, pilze bakterien, Protozoa -> toxoplasma, neospora, FIP !!!Katze: selten idiopatisch !!!!!Toxine: Tetanustoxin ..Impfung: SHP -Impfung Rehpinscher 
  • Arzneimittel die konvulsiv sind zentrale analeptikaketaminneuroleptikalokalanästhetikacorticosteroidephenoleantiparasitikapenicilinebenzodiazepine, barbiturate (Entzug)
  • Anfallsformen generell: Harn und Kotabsatz, Speicheln, keine Ansprechbarkeit (Autonom) A. Epilepsien mit primär generalisierten Anfällen Grand mal= (blitzartig, tonisch-klonisch, Bewußtseinsverlust, Lebensgefahr) - Thalamus Petit mal=(verschiedene Subtypen: Absencen, Myoklonien) B. Epilepsien mit Anfällen fokaler Genese („fokale“ oder „partiale“) nur Motorisch, sensorisch oder vegetativ B1= fokale Anfälle mit elementarer Symptomatik (z.B. unilateral, motorische Symptome     Diff.diagnose: episodische Bewegungsstörungen)- Fokus motorischer Cortex Tiere bleiben ansprechbar, B2= fokale Anfälle mit komplexer Symptomatik wie fokal aber mit Bewusstseinsverlust (Symptome in bestimmtem zeitlichen Ablauf – Aura, Automatismen (Schmatzen, Scharren..), Bewusstseinsverlust – psychomotorische Anfälle – können generalisieren B3= mit sekundär generalisierten Anfällen (wie Grand mal – aber Aura, fokale Symptome gehen voran) CAVE= häufigste bei Hd+Ktz sensorisch: Fliegenschnappen etc.  C. Status epilepticus (lebensbedrohlich): lang andauernd
  • Pathogenese epileptische Entladungen breiten sich plötzllich synchron über ganze Areale aus vorallem im cerebrocortex = verminderte GABAerge Hemmung (GABA ist vermindert) = verstärkte glutamaterge Erregung !!! = Störungen von Ionenkanälen
  • Behandlung Epilepsie Diagnostik EpilepsietagebuchAnfallswerte nüchtern ggf.MRT wegen Tumor, hydrocephalusLiquorpunktion ( wegen Neospora und Toxoplasmen) -> EEGMedikamente Wichtig: Ataxien verschwinden nach 2-4 Wochen 1. Phenobarbital = Mittel der Wahl, billig, effektiv, überzeugend,wirkt 24-40 h Nüchtern->  2,0 - 2,5 mg 2x tgl. / bis zu 6 mg 2 x tgl Messung am besten 2 h vor erneuter Gabe Phenobarbital Serumkontrolle: 14/45/90/180 Tage, dann  2x im Jahr, bei schlechter werden alle 3 Monate Zielwert 15-20-30- 35  mgWirkeintritt nach 14 Tagen Nebenwirkungen: Polyphage, Polydypsie, Drangwandern, hyperaktivität, hepatotoxisch, Pankreatitis, Übererregbarkeit, Entzugskrämpfe , Sedation, PolyurieLeberwerte 1x Jährlich, da phenobarbital in der Leber verstoffwechselt wird+ T4, ALT, GLDH, AP  2. imepetoin (Pexion) = am teuersten, gut verträglich, weniger Nebenwirkungen,  Wirkeintritt nach 2 tagennüchtern  3. Levetiracetam beim Status Epileptikus=Benzodiazepine (Diazepam, z.B. ValiumR) (Katze: auch zur Dauermedikation)  Add on Therapie=kaliumbromid (KBr)- sicher und effektiv, kontrainduziert bei katzen, am günstigsten, potenziert NW anderer Antiepileptika, NW: Reizung MDT, Erbrechen, Durchfall,Immer mit FutterKaliumbromid: nach 3 Monaten Prognose40% anfallsfrei20-40% Verminderung der Anfallsfrequenz, -dauer, -schwere20-40% überhaupt kein Effekt (Therapieresistenz) 
  • Status epilepticus + Behandlung Symptome: Hyperthermie, Dehydratation, Herzrhythmusstörungen, Lungenödem, Hypoxie, Gehirnödem, NervenzellnekrosenAnfall länger als 5 Minuten (generalisiert) bzw 20 Minuten ( fokal)  Serie von Anfällen, mehr als 2 Anfälle ohne normalen BewusstseinseintrittBehandlung Initial Diazepam ( falls i.v. nicht möglich Rekta/ intranasal) + Phenobarbital (längere Wirkung)Wirkeintritt nach 10 Minuten ggf. Midazolam intranasal ( Inj. Lösung) -> besser als Diazepam alle 5 Minuten  krampft noch ?=  Levetiracetamlangsam, verdünnt krampft noch ? = Diazepamkrampft noch/ Diazepam hat nicht gewirkt ?= Vollnarkose: Propofol + Pentobarbital (Inhalationsnarkose)->  50 % krampfen nach 7-12 h erneut
  • idiopathische epilepsie häufigste chronische Neurologische Erkrankung des Hundesvermutlich genetische Grundlage zwischen 6 Monaten und 6 Jahren, häufigsten zwischen 1 und 5 Jahren generalisierte tonisch klonische Krämpfe mit Bewusstseinsverlust, Blut und Laborwerte normalLeberwerte können kurzzeitig erhöht seinvermehrt in Ruhephase (Laila)zwischen den Krämpfen normales Verhalten (!)  
  • Indikation Medikamente bei einem Status epilepticus (sofort!) bzw. länger als 3 Minuten, mehr als 3 x in 24 hbei einem strukturellen Defekt (z.B. Trauma)bei 2 oder mehr Anfällen innerhalb von 6 Monaten bzw. 1x pro Woche bei schweren Anfällen (Cluster/Status epilepticus) 1x innerhalb von 24 hUrsache der Krämpfe ist bekannt (zum zB. Tumor)Ausschleichen 20% pro Monat
  • Ablauf Anfall (Iktus) Aura= vor dem Anfall Symptome= Verhaltensänderungen wie Unruhe, Erbrechen, Speicheln, Anhänglichkeit, Durchfall, Lippenlecken, Dauer: Minuten – Stunden (Tage) Iktus = Anfall Dauer: wenige Minuten (1-2 Minuten) Symptome: Versteifung, winseln, Bellen HA, KA, Post-iktal= nach dem Anfall Symptome: Müdigkeit, Unruhe, Blindheit, Freßunlust, Apathie, Muskelschwäche Dauer: Minuten – Stunden (Tage) 
  • Wirkungsweise Antiepileptika - reduzieren die Erregbarkeit der Nervenzellen, da sie über Steuerung der Ionenströme das Membranpotenzial bei -70 mv stabilisieren - über die Aktivierung von GABA 
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  • Generelle Infos Prävalenz: 0,6 - 0,8 % bei Hunden, 0,5 % bei Katzen idiopatischgenetischsymptomatischreaktiv mind 1x aufgetreten 2 %öfter bei reinrassigen Hunden=  Australian Shepard, Border Collie, Labrador, Vizsla, DSH, Beagle, Boxer, Dackel, Pudel, Englischer Springer Spaniel, Irish Setter, Katze= BKH20 % werden nach medikamenten nicht anfallsfreiEuthanasierate 34% Plötzliches versterben 2 h nach Anfall möglich 
  • Anfallswerte Laboklin Material Serum 1 ml + EDTA-Blut 1 ml + Natrium-Fluorid-Blut 1 ml (nüchtern)Parameter = Hund/Katze: Glucose, Harnstoff, Calcium, Phosphat, Gallensäuren, kleines Blutbild, Toxoplasma-Antikörper Hund: + Neospora-Antikörper
  • Diät Epilepsie - ketogen  - hypoallergen  - glutamatarm ( kein getreide) 
  • Tablette Erbrochen / vergessen ? Wenn vergessen lieber zu viel als zu wenigEingabe wiederholenErbrochen Kaliumbromid nicht erneut geben, verursacht Pankreatitis 2-3h → Impetoin und Leviteracetam aufgenommen2h → Phenobarbital und Kaliumbromid aufgenommen