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Klinische Psychologie 1 (Fach) / Kognitive Therapie: die Klassiker (Lektion)
- 1. Was macht den kognitiven Ansatz aus? 2. Was ist das Ziel? 1. Berücksichtigung von „inneren“, nicht.beobachtbaren Ereignissen („private events“) wie Gedanken, Einstellungen, inneren Bildern, Wahrnehmungen, Aufmerksamkeitsprozessen, etc. Psychische Störungen als Ergebnis …einer fehlerhaften Wahrnehmung der Situationswirklichkeit …fehlerhaften Schlussfolgerungen …inadäquater Problemlösung · Die Wahrnehmungen der eigenen Person (Selbstwahrnehmung), der Beziehungen und der Umwelt sind neben „objektiven“ Kontextbedingungen, beobachtbarem Verhalten und Verstärkungsprozessen relevant - Beispiele: Interpreation einer Situation, wahrgenommene Kontrolle über Verstärker, Überzeugungen eine Situation bewältigen zu können Ziel: systematische Veränderung dysfunktionaler Wahrnehmungs‐, Denk‐ und Einstellungsmuster
- 1. Wie grenzt sich die kognitive Therapie von (a) der psychoanalytischen und (b) der Verhaltenstherapie ab? 2. Was ist neu? 1. (a) zur psychoanalytischen Therapie im „hier und jetzt“ Therapeut liefert keine Interpretation unbewusster Vorgänge · Gemeinsamkeit: Betrachtung innerer Prozesse (b) zur Verhaltenstherapie · Betonung innerer Vorgänge 2. - „gemeinsames empirisches Vorgehen“ - aktive Beteiligung der Patientin/ des Patienten (Rolle des Therapeuten als Advokat, unterstützend --> mit dem Patienten gemeinsam werden Hypothesen entwickelt und diese überprüft --> durch das Entwickeln einer neeeuen Sichtweise sollen gemeinsam Veränderungen erwirkt werden)
- Definition Kognitionen Unter einer Kognition versteht man „einen Gedanken oder eine visuelle Vorstellung, dessen man sich nicht besonders gut bewusst ist, es sei denn, man richtet seine Aufmerksamkeit gezielt darauf“ (man führt ständig innere Selbstgespräche (meist Dialoge), denen man sich oft nicht bewusst ist)
- Differenzierung von Kognitionen nach Meichenbaum Kognitive Ereignisse: bewusste Gedanken und Bilder, Erwartungen, Schemata Kognitive Prozesse: Aspekte der Informationsverarbeitung wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeitslenkung, Memorierung Kognitive Strukturen: Muster der Wahrnehmung und Bewertung (Pläne, Ziele, "Konstrukte" und weitere "Filter")
- Wie kann man kognitive Produkte Erfassen? 1. Was sind die zwei Methoden, zwischen denen unteschieden wird? 2. Was sind mögliche Vorgehensweisen? 3. Was sind Vor- und Nachteile der Methoden? 1. Produktionsmethoden, Bestätigungsmethoden 2. Produktionsmethoden: Exploration der Kognitionen in relevanter Situation oder im therapeutischen Gespräch Retrospektiv möglichst relevante Situationen, zeitgenau, prospektiv Gedanken‐Tagebuch, z.B. Tagesprotokoll negativer Gedanken „Thought‐Listing“ Technik „Think aloud“ Technik Bestätigungsmethoden Vorgabe von kognitiven Produkten → Person schätzt Gültigkeit, Häufigkeit, Relevanz ein (störungsspezifische) Fragebögen, z.B. FB zu sozialphobischen Kognitionen, FB zu Körper und Gesundheit, Thought Checklist zu figur‐ und gewichtsbezogenen Gedanken 3. Produktionsmethoden: Manchmal sind die Kognitionen eher unbewusst Gewisse kognitive Kontrolle: was erzähle ich/was nicht, bei manchen Störungen unerlaubte Gedanken, z.B. Zwangsgedanken – Angst bei Verbalisierung eher Umsetzung Wenn der Patient viel preisgibt erhält Therapeut guten Einblick in Kognitionen Bestätigungsmethoden: Hohe Standardisierung, Durchführungs- und Auswertungsobjektvität Inhaltliche Begrenzung auf spezifische Teilbereiche à relevante Bereiche könnten übersehen werden Gut verwendbar in der Verlaufsmessung Eventuell geben Leute hier eher was zu
- Grundsätze der Rational-emotiven Therapie von Ellis Nicht die reale Umgebung ist das Problem, sondern was wir innerlich daraus machen Menschliches Erleben ist durch "innere Leitsätze" (z.B. allgemeine Einstellungen oder Zielsetzungen) geprägt „Neurotisches“ oder gestörtes Verhalten ist die Folge von „irrationalen Annahmen“
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