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Psychologie WS 2015/2016 FUH (Fach) / Emotionen (Lektion)
Vorlesung zu Emotionen und Buch Gerrig Seiten 458-503
Diese Lektion wurde von Georgia7 erstellt.
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- Definiere den Begriff Emotion Emotionen sind komplexe Muster aus körperlichen und mentalen Veränderungen als Antwort auf eine Situation die als persönlich bedeutsam wahrgenommen wird.
- Psychologie Definition Psychologie ist die wissenschaftliche Untersuchung vom Verhalten von Individuen und Ihren kognitiven Prozessen :-)
- Was sind Emotionstheorien Sie versuchen im Allgemeinen die Beziehung zwischen physiologischen und psychischen Aspekten des Erlebens von Emotion zu erklären.
- Physiologie der Emotion Körperliche Reaktionen wir zittern oder schwitzen, Herzrasen, trockener Mund, feuchte Hände dienen dazu den Körper ins Handeln zu bringen und mit der Quelle der Emotion umgehen zu können.
- Ursprünge der Emotion Autonomes Nervensystem, vegetativesNS: Kontrolliert oder Stimuliert Organfunktionen, die unwillkürlich oder unbewusst ablaufen - Das Autonome NS hat einen: Sympathischen und einen Parasympathischen Teil Das ANS bereitet durch diese beiden Teile den Körper auf emotionale Reaktionen vor.
- Wovon hängt das Gleichgewicht bei emotionalen Reaktionen zwischen Parasympatischem und Sympathischen Teil des autonomen NS ab? Von Qualität und Intensitität der erregenden Stimulation. Beispiel: Bei unangenehmer Stimulation ist der sympathische Teil aktiver Bei angenehmer Stimulation der parasympathische
- Wofür sind Parasympathischer und Sympathischer Teil des Autonomen NS zuständig? Der sympathische aktiviert die Ausschüttung von Hormonen- NOradrenalin, Adrenalin Der parasympathische hemmt diese Ausschüttung um nach der Notfallsituation wieder zur Ruhe zu kommen
- Was wurde bei Mitgliedern der Minangkbau-Kultur hinsichtlich Emotionen festgestellt? Diese Mitglieder haben gelernt keine negativen Emotionen zu zeigen, dennoch sind die Aktivationsmuster des autonomen NS bei ihnen die gleichen. Dies bedeutet bei dieser kulturvergleichenden Studie, dass auch bei der M-Kultur ebenso emotionale Muster ablaufen auch wenn sie diese nicht zu zeigen gelernt haben- nicht zu zeigen konditioniert wurden.
- Was wird vom Hypothalamus und dem limbischen System gesteuert? Die Integration hormoneller und neuronaler Aspekte bei Erregung. Das sind die Kontrollsysteme für Emotionen für Angriffs-Verteidungs-und Fluchtmuster.
- Was hat die Amygdala mit dem Thema Emotionen zu tun? Die Amygdala ist ein Teil des lymbischen Systems und gilt als Tor für Emotionen und als Filter für das Gedächtnis. Sie gibt den Informationen die sie über die Sinne erreichen eine Bedeutung. Sie wird auch als Bedrohungsdetektor bezeichnet. Wenn negativen Erfahrungen eine Bedeutung von ihr zu zugesprochen werden, sie warnt uns vor Bedrohung.
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- Inwieweit ist der Cortex am emotionalen Erleben beteiligt? Er ist durch sein internes neuronales Netz und Kontakten zu anderen Bereichen des Körpers am emotionalen Erleben beteiligt. Die AGB des Cortex:-) Er stellt: Assoziationen Gedächtnisinhalte Bedeutungen bereit die psychische Erfahrungen und biologische Reaktionen integrieren. Er verbindet psychische Erfahrungen mit den biologischen Reaktionen und erstellt hiermit Gedächtnisinhalte, Assoziationen und Bedeutungen die biologische Reaktionen und die Emotionen beinhalten.
- Was meinen Forscher mit annäherungsbezogene und rückzugsbezogenen emotionale Reaktionen? Scans zeigen bei positiven Bildern mehr Aktivität in der linken Gehirnhälte bei negativen Bildern Aktivität rechts Forscher gehen davon aus, dass es im Gehirn zwei Systeme für annäherungsbezogene und rückzugsbezogene emotionale Reaktionen gibt. Schaltkreise im Gehirn könnten auslösen, dass wir eher zu Welpen hingehen und uns von Spinnen fernhalten.
- Welche Emotionstheorien gibt es? Es gibt dazu drei Theorien (S.464ff Gerrig): Die James-Lange-Körperreaktions-Theorie Die Cannon-Bard-Theorie der zentralen neuronalen Prozesse Die Theorie der kognitiven Bewertung (Schachter, Stanyley-1922-1997 mit seiner Zwei-Faktoren-Theorie &Richard Lazarus-1922-2002)
- James-Lange- Theorie der Körperreaktion Auch: peripheriebetondende Theorie Brücke: James hat eine Langen Körper als Butler ärgert er sich oft weil er seinen Boss verprügelt :-) Normalerweise meinen wir, dass wir jemanden anschreien weil wir wütend sind- William James und Carl Lange folgten jedoch der umgekehrten Idee von Aristoteles: Ich habe Angst weil ich zittere: James: Wir sind traurig weil wir weinen, wütend weil wir zuschlagen- man fühlt also nachdem der Körper reagiert Ereignisse lösen zwei Reaktionen aus: Erregung und Verhalten(Aktion) diese werden wahrgenommen und resultieren dann erst in einer spezifischen emotionalen Erfahrung. Also: Trennung von Autonomen und Zentralen Nervensystem (trotzdem gibt es einEmotionserleben); langsame Reaktionen des Autonomen Nervensystems. Gilt auch als peripheriebetondende Theorie weil sie die wichtigste Rolle in der Emotionskette den viszeralen Reaktionen zuschreibt. VR sind Aktionen des autonomen Nervensystems die sich in der Peripherie des ZNS befinden. Die Grundidee dieser Emotionstheorie fand sich bereits bei verschiedenen älteren Autoren, z.B. René Descartes, Aristoteles, Hermann Lotze und Spinoza. Allerdings wurde sie erst durch William James’ Arbeit What is an Emotion? (1884) populär.
- Die Cannon-Bard-Theorie der zentralen neuronalen Prozesse Brücke: Ich fotografiere mit meiner Canon zentrale neuronalen Prozesse im Bard und bin emotional glücklich dabei Nach der Cannon-Bard-Theorie bedingen sich Erregung und Erleben von Emotion nicht, sie treten gleichzeitig, aber unabhängig voneinander auf. (vgl. Folie 13 der VL 12-1) Walter Cannon (Physiologe, 1927-1929) Philip Bard (Physiologe) Viszerale Reaktionen sind in der Emotionskette nicht vorrangig Die Theorie geht davon aus, dass körperliche und psychische Reaktionen voneinander unabhängig sind. Ein emotionaler Stimulus ruft zwei gleichzeitige Reaktionen hervor: Erregung und das Erleben von Emotion, Erleben und Emotion bedingen sich nicht: Ärgert man sich, steigt der Puls während man denkt: Ich bin sauer- Aber: Weder Körper noch Geist geben sich gegenseitig vor wie sie reagieren sollen Ereignisse werden zuerst in verschiedenen Zentren im Gehirn verarbeitet, simultan werden dann Reaktionen wie Erregung, Verhalten und emotionale Erfahrung in Gang gesetzt. * Ich zittere UND habe Angst
- Die Emotionstheorie der kognitiven Bewertung Bitte Definition und Postulatoren Physiologische Symptome können sich sehr ähnlich sein, wie geht der Mensch damit um?: Stanley Schachter(1922-1997): Zwei Faktoren Theorie der Emotion: Gemeinsamer Effekt von physiologischer Erregung und kognitiver Bewertung.Beides ist notwendig um eine Emotion zu fühlen. Man schätzt seine körperliche Erregung ein um herauszufinden was man gerade fühlt welche emotionale Bezeichnung passt und was die eigene Reaktion bedeutet Richard Lazarus(1922-2002) Emotionales Erleben nicht nur durch Aktionen im Mensch oder Gehirn sondern fortwährende Auseinandersetzung mit der Umwelt die bewertet wird- da vorne ist der Typ der mich schon mal angelächelt hat-bewertung gehe unbewusst von statten- Vergangene emotionale Erfahrungen werden mit bestimmten Situationen verbunden, so muss man in der Umwelt keine Interpretationen suchen. Also in dieser Theorie werden Stimulusereignis und physiologische Erregung gemäß der situativen Hinweise und KOntextfaktoren gleichzeitig kognitiv bewertet- emotionale Erfahrung resultiert also aus der Interaktion des Erregungsniveaus und der Art der Einschätzung
- Was besagt die Untersuchung von Dutton&Aron 1974 Untersuchung von Dutton& Aron, 1974:Methode: Überqueren von Brücken (stabil vs. instabil); danach Interview mit einer attraktiven weiblichen Forscherin (Thema: Auswirkungen der Szenerie auf Kreativität); Beschreibung einer mehrdeutigen Bilder mit einer FrauErgebnisse: mehr sexuelle Vorstellungsbilder bei wackeliger Brücke, mehr AnrufeInterpretation: Fehlinterpretation der physiologischen Erregung nach Überqueren der instabilen Brücke auf attraktive Forscherin
- Wie lautet die Kritik zur Emotionstheorie der kognitiven Bewertung? Robert Zajonc. Untersuchung: Effekt zur Darbietungshäufigkeit Es ist möglich Vorlieben zu haben- also zu etwas eine positive Emotion zu haben- ohne es vorher bewertet zu haben- Versuche in den Stimuli ( Wörter aus fremden Sprachen etc) ganz kurz eingeblendet wurden auf dem Bildschirm. Die *bekannten* Stimuli waren beliebter, bekamen einen höheren Wert obwohl die Stimuli auf dem Bildschirm knapp unterhalb der Wahrnehmungsschwelle also nicht bewusst wahrnehmbar waren. Es war also eine positive emotionale Reaktion ohne Bewertung.
- 12.1.3 Stimmungen haben einen großen Einfluss auf Verarbeitung von Informationen Schlecht gelaunt : Infos sehr detailliert und mühsam gut gelaunt: Infos weitgefächerter und einfacher So kommt es zu Folgen beim Beurteilen und Entscheiden. Zum Beispiel Urteil über Kinoticketdieb: Bei trauriger Stimmung wurde Schuld besser eingeschätzt- Traurigkeit hilft weniger Leichtgläubi zu seinl Negative Stimmungen schärfen die Aufmerksamkeit, fokus auf einen Punkt Positive Stimmungen weiten den Fokus: besseres implizietes Gedächtnis, kreativer beim Denken und Problemlösen
- Auswirkung von Stimmungen Zusammenfassung der Folie Einfluss auf den AlltagStimmungen -> unterschiedliche Informationsverarbeitungbei negativer Stimmung eher Skepsis/Misstrauen Stimmungen -> unterschiedliche Informationsabspeicherung im Gehirn bei negativer Stimmung -> bessere Aufmerksamkeit auf relevante Informationen- fokussierterbei positiver Stimmung -> breiterer, flexibler Verarbeitungsstil -> mehr KreativitätEmotionen -> mehr mentale Ressourcen auf vorrangige Stimuli (vorrangig aufgrund von bestimmten Wahrnehmungseigenschaften) -> besseres Erinnern von diesen vorrangigen Stimuli, schlechteres Erinnern anderer StimuliUnterschiedliche Wahrnehmung und Erinnerung einer stark emotional gefärbten Situation (als Wahrnehmung/Erinnerung einer weniger stark emotional gefärbten Situation bzw. neutralen Situation)
- Unterschied von Stimmung und Emotion Eine Stimmung ist eine komplexe Reaktion auf unbestimmte Ereignisse, ist länger, weniger ZUsammenhang zwischen Auslöser und Reaktion Eine Emotion ist eine spezifische und komplexe Reaktion auf spezifische Ereignisse, dauert kürzer
- Emotion Definition nach Darwin Darwin: Annahme von Emotionen als hoch spezifische, koordinierte Operationen des menschlichen Gehirns; angeborene, spezialisierte mentale Zustände; Funktion: Anpassung an die Umwelt, um mit einer bestimmten Klasse von wiederkehrenden Situationen in der Welt umzugehenheute: bei Aggression kein Angriff, sondern wütendes Gesicht
- Sind Emotionen angeboren? Silvan Tomkins(Psychologe) 1911 Angeborene kulturübergreifende Emotionen von Säuglingennegative und positive Gesichtsausdrücke von Säuglingen (Ausdruck von Angst = Ausdruck von Wut)motorische Reaktionen bei Emotionen bei Säuglingen (z.B. erhöhte Atemfrequenz bei Angst)Erkennen von Gesichtsausdrücken bei Säuglingenunterschiedliche Gehirnaktivität bei Säuglingen in Abhängigkeit von verschiedenen negativen Gefühlen (Wut vs. Angst Auch blinde Säuglinge zeigen Gesichtsreaktionen
- Charles Darwin war einer der Ersten der bezüglich Emotionen Fotografien vom Ausdruck der Gemütsbewegungen anfertigte
- Darwin*s Sicht der Emotionen Natürlich hatte Darwin eine Evolutionäre Sicht passend zu seinen Forschungen Darwin sah Emotionen als angeborene, spezialisierte, mentale Zustände an die dem Zweck dienen mit einer bestimmten Klasse wiederkehrender Situationen in der Welt umzugehen (Hess& Thibault 2009), fördert ja das Überleben Merksatz: Darwis Automatisches Schutzmuster bei wiederkehrenden Situationen Darwins ASM
- Sind emotionale Reaktionen angeboren? Silvan Tomkins erster Psychologe der die weitreichende Rolle von ungelernten, unmittelbaren, affektiven Reaktionen betonte. Angeborene kulturübergreifende Emotionen von Säuglingen negative und positive Gesichtsausdrücke ( Ausdruck von Angst= Ausdruck von Wut) Motorische Reaktionen bei Säuglingen erhöhte Atemfrequenz bei Angst Erkennen von Gesichtsausdrücken bei 1 Jährigen Hirnaktivität verändert sich bei 7monatigen je nach Wut oder Angst Babys können auf Gesichtsausdrücke reagieren ohne diesen vorher selbtst ausführen zu können
- Paul Ekman Führender Forscher auf dem Gebiet der Gesichtsausdrücke
- Ekman 5 Friesen 1971 Welche Gesichtsausdrücke zu Affekten gibt es? Es gibt 7 Freude, Überraschung, Ekel, Ärger, Furcht, Trauer, Verachtung Kulturübergreifend Ein Satz emotionaler Gesichtsausdrücke ist universell für die menschliche Spezies Methode: Untesuchung Stamm in Neuguinea Eventuell angeborene Komponenten unseres evolutionären Erbes Merksatz: Schau mal die Eckigen Friesenpferde sind seit 1971 erfolgreiche Pferderenner
- Dialekttheorie Kulturvergleichende Studien stützen die Hypothese, dass Kulturen für Gesichtsausdrücke unterschiedliche Dialekte entwickeln. Also eine kulturelle Variation von Gesichtsausdrücken
- Missverständnisse Durch die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke der verschiedenen kulturen kann es zu Missverständnissen kommen und sogar Feindlichkeit.
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- Das autonome Nervensystem Parasympathischer und sympathischer Teil wird durch das AN aktiviert - und bereitet auf emotionale Reaktionen vor. Leicht unangenehme Stimulationen: Sympathischer Teil: Hormone, Adrenalin, Noradrenalin, Blutzucker erhöhen, Speichelreaktion, Schwitzen, Blutdruck steigt Leicht angenhemer Stimulation der: Parasympathische Teil: Hemmt nach dem Notfall diese Auswirkungen wieder.
- Emotionsregulation Prozess bei dem Menschen die Intensität und Dauer von Emotionen beeinflussen: Von der Handlung distanzieren, Neubewerten der Quelle, Ablenkung
- Kampf- oder Fluchtreaktion Cannon betietelt so die duale Stressreaktion Fight oder Flight :-) Walter Cannon fand herraus, dass eine Abfolge von Drüsen und Nerven in Gang gesetzt werden um zu fliehen oder zu kämpfen. Übrigen war es auch Cannon der gegen die James-Lange Theorie postulierte
- Unterschied Stimmung und Emotion Stimmung: Länger anhaltend (Depressiv), komplexe Reaktion auf unbestimmte Ereignisse, wenig Korrelation zwischen auslösendem Ereignis und Reaktion- Emotion: kurz und intensiv, komplexe Reaktion auf spezifisches Ereignis
- Die Emotionstherien nach den Paradigmen ;-) Meta-Lernen Wikipedia: Klassifikation anhand der zentralen Fragestellungen der Theorien: Evolutionspsychologische Emotionstheorien befassen sich mit der evolutionären Entwicklung und Bedeutung von Emotionen, Darwins Sicht Lernpsychologischen Emotionstheorien, die sich damit beschäftigen, inwieweit und auf welche Weise Emotionen erlernt werden, Kognitive Sicht Kognitive Emotionstheorien hingegen stellen dar, wie Emotionen von der Interpretation eines Ereignisses verursacht werden, während Neuro- und psychophysiologische Theorien erklären, was im Körper und besonders im Gehirn passiert, wenn ein Lebewesen Emotionen zeigt Kulturelle Emotionstheorien: Ekman&Friesen, 7 Basisemotionen
- Silvan Tomkins was hat er mit James Lange zu tun und was ist Neojamesianisch? wikipedia Neojamesianische TheorienSelbst in den 1970er Jahren wurde die Auffassung vertreten, dass zumindest ein Teil der James-Lange-Theorie zutreffe. In dieser Zeit wurden die neo-jamesianischen Emotionstheorien begründet, die postulieren, dass körperliche Veränderungen und deren Wahrnehmung eine bedeutende Komponente bei der Emotionsentstehung seien und deren prominentester Vertreter wohl Silvan Tomkins ist, welcher davon ausging, dass subkortikale Programme existieren, die für die fundamentalen Emotionen essentiell seien. Werden diese Programme abgespielt, so finden Veränderungen in der Mimik und Gestik sowie in der Viszera statt und eben die Wahrnehmung dieser Veränderungen sorgt dafür, dass der Mensch seiner Emotion gewahr wird.